Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro Stoxx: Entscheidung im Niemandsland

Hand in Hand mit den anderen großen Aktienindizes war der europäische Leitindex Euro Stoxx zwischen Weihnachten und Anfang Februar rasant gestiegen und hatte so das massive Minus des Dezembers in beinahe gleichem Tempo wieder wettgemacht. Doch allen war klar: Argumente auf Seiten der Nachrichtenlage gab es dafür nicht. Viele dürften dennoch auf den fahrenden Zug aufgesprungen sein, nach dem Motto: Mitfahren, solange der Schwung anhält.

Womit es ab jetzt ein wenig knifflig wird. Der Euro Stoxx hat jetzt fast genau die Hälfte der Distanz zwischen der mittelfristigen, aus dem Januar 2018 stammenden Abwärtstrendlinie und dem Dezember-Tief aufgeholt. Bei 3.250 Punkten beginnt eine recht massive Widerstandszone, bestehend aus den Zwischentiefs vom März und September, die in den Monaten danach zu effektiven Widerständen wurden, der 200-Tage-Linie und der vorgenannten Abwärtstrendlinie. Die wartet bei 3.390 Punkten und würde unter normalen Umständen das Optimum der Aufwärtsbewegung bedeuten. Es sei denn, es käme zu einem positiven Umfeld, das weitere Käufe provozieren würde. Aber ist das wahrscheinlich?

Derzeit wäre das Gegenteil wahrscheinlicher. Denn dass man wochenlang im Bann der Rallye so tun konnte, als wären Handelskrieg, BrExit und schwache Konjunkturdaten nicht existent, lässt diese negativen Aspekte nicht verschwinden. Und derzeit sieht es eher so aus, als würden sich diese Belastungsfaktoren noch verschärfen. Was das Bullen-Lager weiß … aber vor allem die Bären. Aber bedeutet das zwingend, dass die Rallye in ihren letzten Zügen liegt?

Nein. Denn wir nähern uns wieder einmal einem Abrechnungstermin für Optionen an der Terminbörse, einem „kleinen Hexensabbat“. Das kann dazu führen, dass die großen Akteure an der Terminbörse versuchen, diese Rallye maximal auszureizen, den Index bis zur Abrechnung am Freitag wenn irgend möglich noch höher ziehen. Das wiederum wird man aber nur wagen, wenn das gestrige Plus umgehend ausgebaut werden kann. Denn da gelang es, die 20-Tage-Linie als nächstgelegene Supportlinie zu verteidigen.

Chart auf Wochenbasis vom 11.02.2019, Kurs 3.165,61 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Online Broker

Wenn die doch noch brechen sollte, wäre die September-Abwärtstrendlinie, die Mitte Januar bezwungen wurde, die nächste Euro Stoxx bis auf diese 20-Tage-Linie in einer Art charttechnischem Niemandsland. Fällt die 20-Tage-Linie, kann es daher sehr gut sein, dass einige dann schief liegende große Trader am Terminmarkt sich hedgen, sprich absichern, indem sie zu Long-Positionen Trades auf der Gegenseite etablieren, was den Kurs erst recht drücken würde. Fazit:

Die Bullen tanzen auf dünnem Eis, vor allem, weil sie gegen das negative Umfeld agieren und sich der Euro Stoxx mittelfristig weiterhin im Abwärtstrend befindet. Aber erst, wenn das Freitags-Tagestief bei 3.124 Punkten auf Schlusskursbasis fiele, wäre ein Signal generiert, dass dieses Eis einzubrechen droht – bis dahin stünden die Chancen zumindest auf der ganz kurzfristigen Ebene noch gegen die Bären.

Chart auf Tagesbasis vom 11.02.2019, Kurs 3.165,61 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Online Broker

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