Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro Stoxx: Die Anleger folgen der „Nicht-Entscheidung“

Weder Fisch noch Fleisch: Die Befürchtung, dass die EU nicht imstande und willens ist, gegenüber den Briten eine klare Haltung einzunehmen, bestätigte sich in der Nacht zum Donnerstag. Es gab weder eine kurze Nachfrist bis zum 22. Mai oder dem 30. Juni noch keine über ein Jahr oder mehr laufende Verlängerung, sondern den „Wischiwaschi-Kompromiss“ einer flexiblen Frist bis Ende Oktober.

Bis dahin müssen die Briten ausgetreten sein. Und falls es gelingen sollte, den Vertrag mit der EU vorher durch das Unterhaus zu bringen, gerne auch früher. Aber käme es dann am 31. Oktober doch zum „harten BrExit“, falls die Ratifizierung nicht gelingt, kein neues Referendum abgehalten würde, mit dem der Ausstieg vom Tisch wäre oder die Briten nach Neuwahlen eine andere Haltung einnehmen würden?

Man weiß es nicht, aber das war den Anlegern offensichtlich egal. Das Problem ist in die Wiedervorlage-Mappe verschwunden. Und wer ohnehin die ganze Zeit damit beschäftigt war, Risiken zu ignorieren, mochte damit zufrieden sein. Aber auch, wenn Verkäufe ausblieben:

Eine Rallye sieht anders aus, auch, wenn der europäische Leitindex Euro Stoxx am Ende des Tages im Plus schloss. Die Marktteilnehmer machten es den Politikern in Brüssel nach und trafen keine Entscheidung über den Ausstieg oder Zukäufe. Wie darf man das interpretieren?

Es wirkt, als sei mittlerweile jeder ausreichend investiert, der sich von der Wende Ende Dezember wieder in den Markt zurück locken ließ. Was hieße: Wenn der „BrExit“ zunächst kein Thema mehr ist, übernehmen andere Themen die Aufgabe, die Investoren in Marsch zu setzen.

Das wären der verdächtig langwierige Handelskonflikt der USA mit China, der näher rückende, von Donald Trump bereits verbal vorbereitete Handelsstreit mit der EU und, natürlich, die Konjunkturentwicklung und die Unternehmensbilanzen. Letzteres kommt näher, die ersten Ergebnisse der großen europäischen Unternehmen werden in ein, zwei Wochen auflaufen. Und bislang gibt es wenig Anlass davon auszugehen, dass da allzu viele positive Überraschungen auftreten. Bislang finden sich unter diesen potenziellen Faktoren, die die Kurse bewegen können, keine positiven Aspekte. Aber muss das den Aufwärtstrend des Euro Stoxx brechen?

Das kann es, muss es aber nicht. Immerhin weiß man schon lange genug um diese Belastungsfaktoren. Und Sie sehen es im Chart auf Wochenbasis: Das hinderte den Index nicht, die 200-Tage-Linie und den Januar 2018-Abwärtstrend nach oben zu durchbrechen. Solange der Eindruck erhalten bleibt, dass sich Risiken gefahrlos ignorieren lassen, wäre das Abwärtspotenzial begrenzt. Und da stellt sich die Frage, wann das zuletzt fast unsichtbare Bären-Lager sich anschickt, eben diesen Eindruck zu erschüttern. Das wäre wahrscheinlich, wenn es wirkt, als würden dem Markt die Käufer ausgehen. Und damit wären wir wieder bei der dünnen Reaktion auf die BrExit-Verschiebung am Donnerstag.

Chart auf Wochenbasis vom 11.04.2019, Kurs 3.435,34 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Aktienempfehlungen

Da hätte, aus Sicht der Bullen, besser mehr kommen sollen. Damit hat man Handlungsbedarf, man muss den Index weitertreiben, zumal die Markttechnik auf Tages- und Wochenbasis gleichermaßen im überkauften Bereich rangiert und einer bärischen Attacke Rückenwind verleihen würde. Achten Sie auf die breite, dicht besetzte Unterstützungszone zwischen 3.245 und 3.384 Punkten. Sollte die nach unten durchschlagen werden, wäre es Zeit, sich Short-Trades zu überlegen!

Chart auf Tagesbasis vom 11.04.2019, Kurs 3.435,34 Punkte, Kürzel ESTX50 | LYNX Aktienempfehlungen

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