Börsenblick

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Aktienanalyse:
Dieser Marktführer wurde bisher vollkommen übersehen

Aktuelle Analyse der Garrett Motion Aktie

Garrett Motion ist der weltweit führende Hersteller von Turboladern.

Typisches Spin-Off

Wie so oft bei „kleinen“ Spin-Offs, wird der Wert in den ersten Monaten regelrecht in den Boden gestampft.

Die Logik dahinter ist recht einfach:
Die Aktien von Garrett Motion wurden kostenlos an die Anteilseigner von Honeywell ausgeschüttet.

Im Verhältnis zur ehemaligen Mutter ist das Spin-Off aber geradezu winzig. Die Aktionäre von Honeywell besaßen also plötzlich eine Mini-Position Garrett Motion. Das führt häufig dazu, dass die Aktien ohne weitere Recherche aus den Depots fliegen.

Bei Fonds ist es ähnlich, der Aufwand lohnt nicht. In vielen Fällen muss verkauft werden, zum Beispiel weil der Börsenwert zu niedrig ist, oder der Umsatz oder oder oder.

Dementsprechend lohnt es sich, einen Blick auf Spin-Offs zu werfen. Immer wieder ergeben sich in diesem Bereich herausragende Chancen und statistisch schlagen Spin-Offs den Markt.

Weitere Gründe für den Abverkauf?

Garrett Motion vereint derzeit alles, was Anleger nicht möchten.

Das Unternehmen ist global aufgestellt und hat ein gewisses Exposure in China.
Es handelt sich um einen Automobilzulieferer.
Das Geschäft ist zyklisch und Garrett Motion hat rund 1,55 Mrd. USD Schulden.
Darüber hinaus ist es eine komplexe Sondersituation.

Nahezu alle Anleger winken also bereits ab, bevor sie sich das Unternehmen auch nur oberflächlich angesehen haben. Umso besser für uns.

Was übersieht der Markt?

Dadurch hat sich der Aktienkurs seit dem Börsengang halbiert. Viel interessanter ist aber, was bisher vollkommen übersehen wurde.

Zunächst muss man verstehen, was ein Turbolader ist. Im Endeffekt werden die Abgase des Fahrzeugs genutzt, um im Motor einen höheren Druck und somit mehr Energie zu erzeugen.

Dadurch benötigt man weniger Hubraum bei gleicher Leistung, Verbrauch und CO2-Ausstoß sinken.

Da die Umwelt-Vorgaben weltweit immer strenger werden, kommen Turbolader also gerade Recht.
Seit 2013 ist der Anteil der Fahrzeuge mit Turbolader von 14% auf 33% gestiegen, bereits 2022 soll die Quote bei mehr als 50% liegen.

Doch jetzt wird die Geschichte noch besser. Der Wandel in Richtung Elektromobilität könnte das Geschäft zusätzlich ankurbeln.
Bei Hybrid-Fahrzeugen kann die Batterie genutzt werden, um die Turbine anzutreiben, wodurch die Effizienz sogar noch weiter steigt.

In dieser Präsentation werden die Effekte auf Seite 32 exemplarisch dargestellt.

Wettbewerbsdynamik

Das Geschäft mit Turboladern wird von nur drei Herstellern dominiert.
Garrett Motion hat einen Marktanteil von 33%, BorgWarner von 29% und IHI weitere 15%. Gemeinsam beherrscht man also mehr als drei Viertel des Weltmarkts.

Doch nur Garrett ist ein Pureplay.
Ergeben sich in dem Sektor also Chancen, kann man mit dieser Aktie wohl am besten davon profitieren.
Bei den beiden anderen Unternehmen macht der Bereich Turbolader jeweils nur einen kleinen Teil des Geschäfts aus.

Ausblick und Bewertung

Im Zuge des Börsengangs wurden rückwirkend ab 2015 Zahlen vorgelegt. Seitdem konnte der Umsatz von 2,91 auf 3,38 Mrd. USD gesteigert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um 9% auf 3,38 Mrd. USD zu und der Gewinn lag bei 3,48 USD je Aktie.

In den ersten zwei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz um 3,5% auf 1,64 Mrd. USD.
Das Ergebnis ist von 2,81 auf 1,83 USD eingebrochen, was aber vor allem auf einen positiven Steuereffekt im Vorjahr zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis ist leicht gestiegen.

Auf dieser Basis kommt Garrett Motion auf eine P/E und forward P/E von 3,2. Bezieht man die Schulden mit ein, liegt das EV/EBITDA unter 4.

Selbst wenn man mittel- bis langfristig keinerlei Wachstum erwartet, wäre die Bewertung leicht zu rechtfertigen. Auf dem aktuellen Niveau ist das Unternehmen ein Übernahmekandidat.

Je ungeliebter Sektoren sind, desto günstiger sind sie eben auch. Wie könnte man sonst eine P/E von 3,2 erklären? In dem Kurs steckt alle Furcht der Welt und die Chancen werden ignoriert.

Chartanalyse

Die zuvor genannten Punkte haben den Abverkauf zuletzt aber nicht gestoppt, doch irgendwann findet jedes gesunde Unternehmen einen Boden.

Gelingt ein Anstieg über 11,50 USD, wären Kursgewinne in Richtung 12,00 und 12,50 USD möglich. Darüber hellt sich das Chartbild nachhaltig auf und die prozyklischen Trader werden wohl einsteigen.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 11 USD, droht eine Ausdehnung der Korrektur. Ein mögliches Kursziel läge dann bei 10 USD. Wo auch immer der Boden dann liegen wird, es könnte sich um eine große Gelegenheit handeln.

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Chart vom 23.08.2019 Kurs: 11,11 Kürzel: GTX - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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