Aktienanalyse:
Newell Brands: Nach minus 70% ebenso steil bergauf?

Aktuelle Analyse der Newell Brands Aktie

Newell Brands ist einer der weltweit größten Hersteller von Marken-Konsumgütern, dazu zählen Haushaltswaren ebenso wie Büromaterialien, Wohnzubehör und Küchenartikel. In Deutschland dürfte wohl die Marke „NUK“ am bekanntesten sein.

Warum ist die Aktie eingebrochen?

Vor rund drei Jahren wurde für rund 15 Mrd. USD der Konkurrent Jarden Corp übernommen.

Der Zukauf überstieg den eigenen Börsenwert, dennoch wurde die Transaktion an der Börse zunächst positiv aufgenommen, denn sie schien strategisch Sinn zu ergeben und entsprechende Synergieeffekte zu ermöglichen.

Am Ende wurden die Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Die Integration stellte sich als schwieriger heraus als angenommen und die erhofften Resultate blieben aus.
Darüber hinaus wurden Schulden aufgenommen und die Aktienbasis verwässert. Denn ein bedeutender Teil der Übernahme wurde durch eine Kapitalerhöhung finanziert.

Hinzu kamen Probleme im US-Einzelhandel, wodurch alle Aktien des Sektors unter Druck standen.

Die Übernahme wurde also zu einem ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt. Die Unsicherheit bei Newell war umso größer und dementsprechend kam die Aktie unter die Räder. Am Ende musste selbst der CEO seinen Posten räumen.

Hat man Fortschritte gemacht?

Der Vorstand muss also eine ganze Reihe an Problemen lösen. Bestenfalls gelingt die Integration der neuen Töchter, die Schulden werden reduziert, Aktien zurückgekauft und die Dividende zumindest stabil gehalten.

Beim ersten Punkt könnte man sich streiten, denn statt einer wirklichen Integration, hat Newell mehrere Töchter verkauft und das Portfolio wieder ausgedünnt.
Durch die Übernahme ist der Umsatz von 5,92 auf zwischenzeitlich 14,74 Mrd. USD gestiegen und lag zuletzt bei 8,63 Mrd. USD.
Der freie Cashflow hat sich im selben Zeitraum aber mehr als verdoppelt, was darauf schließen lässt, dass man vor allem unprofitablere Unternehmensteile veräußert.

Dadurch wurden die Nettoschulden von mehr als 11 Mrd. USD auf zuletzt 6,13 Mrd. USD eingedampft.
Newell arbeitet also aktiv an einer Verbesserung der Bilanz, im letzten Quartal konnten die Nettoverpflichtungen um ganze 777 Mio. USD reduziert werden.

Darüber hinaus wurden Aktienrückkäufe beschlossen und die Zahl der ausstehenden Papiere von 488 auf 420 Mio. gesenkt.
Die Dividende wurde hingegen erhöht, die Rendite liegt bei stattlichen 5,6%.

Die eingehende Frage muss also mit Ja beantwortet werden, Newell hat Fortschritte gemacht.

Ausblick und Bewertung

Doch es wird noch ein weiter Weg, bis all die Folgen der missglückten Übernahme von Jarden beseitigt sind.
Newell hat weiterhin zu kämpfen, sonst wäre der Aktienkurs nicht dort, wo er ist.

Im ersten Halbjahr 2019 war der Umsatz um 4,6% auf 3,83 Mrd. USD rückläufig.

Gleichzeitig konnte man die Kostenbasis um 13% senken, wodurch sich der operative Gewinn mehr als verdreifacht hat.

Dank der Rückzahlung von Schulden sind darüber hinaus die Zinskosten von 236,6 auf 158,4 Mio. USD gefallen.

Unter dem Strich ist dadurch eine Rückkehr in die Profitabilität gelungen. Die forward P/E liegt bei 10.

Da Newell noch einen langen Weg vor sich hat, kommt ein Investment dennoch vor allem für risikofreudige Anleger in Betracht.
Für einen Trade reicht es allemal, vor allem mit Blick auf die…

Charttechnik

Nach dem Kurssturz von 55 auf 13 USD sieht es endlich nach Boden aus. Über Wochen hinweg wurde die Aktie immer wieder am Support bei 13,66 USD aufgefangen.

Gestern kam es mit dem Anstieg über 16,25 USD zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 16,70 und 17,00 sowie 18 USD.

Nahe 18 USD verläuft die langfristige Abwärtstrendlinie. Dementsprechend sollte in diesem Bereich mit einer Korrektur gerechnet werden. Gelingt ein Ausbruch, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Fällt Newell hingegen unter 15,60 USD, wäre das bullisch Szenario vorerst dahin.

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Chart vom 22.08.2019 Kurs: 16,55 Kürzel: NWL - Tageskerzen | LYNX Online Broker

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