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Aktienanalyse:
Gold: Wieso sich die Bären bislang nicht aus der Deckung wagen

Gemäß des letzten CoT-Reports, der die spekulativen Positionen der nicht-kommerziellen Trader ausweist, waren die Trader vor einer Woche noch sehr stark auf der Long-Seite engagiert. So stark wie seit zwei Jahren nicht mehr … und da kommt einem natürlich der Gedanke, dass dieser Gold-Hausse langsam die Käufer ausgehen müssten. Das mag kurzfristig richtig sein und dürfte zudem der Grund sein, weshalb der Goldpreis seit drei Wochen nicht mehr von der Stelle kommt. Aber er kippt nicht. Die Bären bleiben vorerst inaktiv. Wieso?

Immerhin ist Gold für den Moment an der oberen Begrenzung der Nackenlinien-Zone einer gewaltigen Bodenbildungsformation hängen geblieben, die sich, wie unser ganz langfristiger Chart auf Monatsbasis zeigt, bereits über sechs Jahre hinzieht. Das wäre die Gelegenheit, um eine Short-Attacke zu reiten, den Kurs aus dieser Widerstandszone nach unten heraus zu drücken, was mit Schlusskursen unter 1.350 US-Dollar der Fall wäre. Und immerhin bewegen sich zumindest die US-Aktienindizes auf Rekordniveau, das müsste eigentlich dazu animieren, Gold als bei einer intakten Aktien-Hausse eigentlich unnützen, „sicheren Hafen“ effektiv unter Druck zu setzen. Also, warum tut sich da bislang nichts?

Kein echter technisch orientierter Trader wird als „Bär“, als Short-Seller geboren oder ist das aus Prinzip. Die Trader agieren nach den technischen Vorgaben. Und da besteht eben im Moment für größere Short-Trades noch keine Basis. Es wäre gut möglich, dass diese bei Gold äußerst wichtige Klientel kurzfristiger Trader mehrheitlich so lange auf der Long-Seite bleibt, bis ein klar bärisches Signal nach Closings unter 1.350 US-Dollar entsteht, nicht zuletzt, weil die erfahrenen unter den Marktteilnehmer der US-Aktienhausse misstrauen dürften.

Chart auf Wochenbasis vom 16.07.2019, Kurs 1.402,70 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Aktienempfehlungen

Immerhin sind nicht nur die Rahmenbedingungen für die US-Indizes negativ, auch die internen Daten wie die Zahl neuer 52-Wochen-Hochs oder die Zahl an Aktien über dem SMA 200 sind verdächtig schwach. Und wenn die US-Indizes nach unten abdrehen sollten, in einem grundsätzlich immer kritischer werdenden Umfeld, könnte Gold als „Fluchtwährung“ mit einem Schlag nach oben ausbrechen.

Wir sehen im kurzfristigen Chartbild auf Tagesbasis, dass Gold in einer Wimpel-Formation konsolidiert. Dessen beide Schenkel nähern sich nur langsam an, ein Ausbruch wäre also noch nicht zwingend, wenngleich jederzeit möglich. Solange dieser Wimpel nicht klar nach unten verlassen wurde, wäre die Chance weiter greifbar, dass diese riesige Bodenbildung durch Schlusskurse über 1.439 US-Dollar … und damit über dem bisherigen Jahreshoch … vollendet würde. Und rein rechnerisch, nach charttechnischem Lehrbuch, würde das ein Aufwärtspotenzial in der Größenordnung der Distanz zwischen dem Tief der Bodenbildung und dem Ausbruchslevel freisetzen. Und das hieße: 400 US-Dollar. Durchaus nachvollziehbar also, dass die Trader da nicht vor eindeutig bärischen Signalen auf die Short-Seite wechseln wollen.

Chart auf Tagesbasis vom 16.07.2019, Kurs 1.402,70 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Aktienempfehlungen

 

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