ADVA Optical Aktie aktuell ADVA Optical: Starkes Quartal & eine starke Antwort der Bullen

News: Aktuelle Analyse der ADVA Optical Aktie

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ADVA Optical
ISIN: DE0005103006
Ticker: ADV
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Zur ADVA Optical Aktie

ADVA Optical Networking, das Unternehmen mit dem sperrigen Namen in der Branche mit der nicht minder sperrigen Bezeichnung „Telekommunikationsinfrastrukturlösungen“, meldete am Donnerstagabend das vorläufige Ergebnis zum zweiten Quartal. Und im Gegensatz zu Daimler (siehe unsere heutige Analyse zu Daimler) war man hier sehr wohl imstande, ein vollständiges Bild zu liefern. Ein Bild, das gefiel und sich in einem soliden Kursanstieg niederschlug.

ADVA vermochte den Umsatz im Corona-dominierten zweiten Quartal um 8,9 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019 zu steigern. Aufgrund einer spürbar von 3,3 auf 7,0 Prozent gestiegenen Marge stieg das Betriebsergebnis weit überproportional um 133 Prozent auf 10,1 Millionen Euro. Dass ADVA weiterhin keine Gesamtjahresprognose abgeben mochte, weil die Lage zu unberechenbar ist, muss man nicht als Makel, sondern eher als den Beleg ansehen, dass das Management die Regeln der kaufmännischen Vorsicht ernst nimmt. Angesichts dieser guten Nachrichten könne man denken, die Aktie müsste längst den Level vor dem „Corona-Crash“ erreicht oder gar überboten haben. Aber das ist nicht der Fall.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ADVA Optical Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Grund liegt darin, dass ADVA Optical Networking in den letzten Jahren eine schwere Phase durchgemacht hat. 2017 und 2018 ging es mit Umsatz und Gewinn abwärts, erst 2019 stabilisierte sich die Lage. Daher misstrauen einige Anleger wohl dieser starken Vorab-Bilanz, zumal ADVA ja unterstrich, dass man sich weiterhin keine Prognose für das Gesamtjahr zutraut. Natürlich ist das vernünftig, aber es ist eben eine Aussage, die manchem Trader nicht schmecken dürfte. Dadurch sind Aktien anderer Unternehmen, die sich weiter aus dem Fenster lehnen und von einer deutlichen Besserung der Lage im zweiten Halbjahr sprechen, tendenziell besser gelitten. Auch, wenn sich die Realität vielleicht ganz anders darstellen wird und mancher froh sein kann, sich lieber in Aktien von Unternehmen engagiert zu haben, die vorsichtiger kommuniziert haben und deren Kurs dadurch weniger Luft nach unten hat.

Auch, wenn ADVA alles richtig gemacht hat, kam es so zu Gewinnmitnahmen in die ersten Käufe hinein, die dazu führten, dass die Aktie zwar die wichtige 200-Tage-Linie bei 6,57 Euro bezwungen hat, aber nicht an der bis 2016 zurück reichenden Widerstandszone 6,75/6,95 Euro vorbei kam. Erst, wenn die Käufer in dieser neuen Woche nachsetzen, wenn dadurch das Tageshoch des Freitags bei 7,02 Euro auf Schlusskursbasis überboten wurde, wäre die Aktie „durch“ und hätte dann aus charttechnischer Sicht ein erstes Kursziel von 7,82 Euro (die 2019er-Abwärtstrendlinie).

Adva Optical Aktie Chart vom 17.07.2020, Kurs 6,80 Euro, Kürzel ADV | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der ADVA Optical Aktie

Adva Optical ist ein Telekomausrüster und vor allem im Bereich Übertragungstechnik tätig. Damit können moderne Hochgeschwindigkeitsnetze kostengünstig und intelligent betrieben werden.

Es ist passiert

Adva Optical musste die Prognose kappen. Der Telekomausrüster rechnet wegen des Corona-Virus nun mit einer negativen Marge im ersten Quartal. Der Vorstand erwartet Engpässe bei Zulieferern. In klaren Worten: Man wird in Q1 einen Verlust einfahren.
Adva ist nicht das erste und auch nicht das letzte Unternehmen, dem es so gehen wird.

Im Endeffekt ist genau das passiert, was ich bereits mehrfach angesprochen hatte. Zum Beispiel hier, Zitat:
Die Straßen im Reich der Mitte sind wie leergefegt. Erste Einzelhändler mussten bereits ihre Prognose senken. Alle anderen Unternehmen mit Exposure, Produktionsstandorten oder Zulieferern vor Ort hoffen und bangen.

Oder hier, Zitat:
Ist es in Anbetracht dieser Meldungen wirklich realistisch, dass die Fabriken in wenigen Tagen wieder geöffnet werden? […]
Werden die Chinesen denn überhaupt zur Arbeit erscheinen? Würden Sie, lieber Leser?

Tatsächlich läuft die Produktion vielerorts auch sehr viel langsamer an, als man erwartet hatte. Das ist nur eine andere Formulierung dafür, dass die Leute nicht zur Arbeit erscheinen.

In der Krisenregion dürfte sich die Sache noch über Wochen oder Monate hinziehen. Das Leben steht für die 60 Millionen Menschen in Hubei still. Autofahren ist verboten.
Der Warentransport ist ohnehin in beide Richtungen eingeschränkt, an Exporte ist gar nicht zu denken.
Besonders große Probleme könnte das den Autobauern bereiten, denn in Hubei sind etliche Zulieferer zuhause.

Kaufgelegenheit?

Unter dem Strich ändern die aktuellen Probleme aber nichts an der Qualität der betroffenen Unternehmen. Ein Kurssturz könnte sich im Nachhinein als Gelegenheit herausstellen. Es ist geradezu das, was man als Investor sucht.
Gute Unternehmen mit vorübergehenden Problemen. Fällt Adva in diese Kategorie?

In den zurückliegenden zehn Jahren konnte man den Umsatz von 233 auf 502 Mio. Euro steigern. Leider waren die Margen aber rückläufig. Ergebnis und freier Cashflow tendieren gegen null.
Der Gewinn stagniert seit 2010 weitgehend und leider sieht es seit 2016 auch bei der Umsatzentwicklung schlecht aus.
Dementsprechend erfüllt das Unternehmen nicht die hohen Standards, die ich voraussetze.

Die Sache wird nur noch problematischer, wenn man sich die Prognosen ansieht. Bisher hatte der Markt für 2020 einen Gewinnsprung von 0,17 auf 0,36 Euro je Aktie erwartet. Das dürfte hinfällig sein, entsprechende Revisionen werden folgen.
Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich noch etwas zu dem erwarteten Gewinnsprung anmerken. Selbst wenn es so gekommen wäre, läge das Ergebnis noch auf dem Niveau von 2011 und unter den Werten, die man bereits 2015 oder 2016 erreicht hatte.

Charttechnik

Adva Optical steht heute gewaltig unter Druck. Mit dem Sturz unter 7,50 Euro ist es zu einem bedeutenden Verkaufssignal gekommen.
Man muss nun leider damit rechnen, dass es zu weiteren Kursverlusten in Richtung 6,50 sowie 6,00 und 5,50 Euro kommt.
Im Extremfall wäre das ein Minus von weiteren 20%.
Fällt die Aktie unter den Aufwärtstrend und 5,50 Euro, trübt sich das Chartbild weiter ein.

Aus Sicht der Bullen müsste die Aktie möglichst schnell wieder über 7,50 Euro zurückkehren.

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Chart vom 19.02.2020 Kurs: 7,10 Kürzel: ADV - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Seit Anfang November zieht die Aktie des Anbieters von Telekommunikations-Infrastrukturlösungen ADVA Optical Networking kräftig an. Dadurch wurde zunächst die 200-Tage-Linie und wenige Tage später die bei 7,30 Euro verlaufende Nackenlinie eines „rounding bottom“ bezwungen. Kurze Rücksetzer oberhalb dieser Linie wurden aufgekauft und bestätigten damit den Ausbruch. Damit wirkt die Aktie ohne Wenn und Aber bullisch. Und bis zur übergeordneten, bis Ende 2015 zurück reichenden Abwärtstrendlinie bei derzeit 9,40 Euro würde sich der Aktie kein nennenswerter charttechnischer Widerstand in den Weg stellen. Das klingt, als könnte man hier noch auf den Zug aufspringen?

Expertenmeinung: Wenn man sich ausschließlich auf die charttechnische Situation stützt, und dementsprechend konsequent mit Stop Loss absichert, könnte man das überlegen. Wobei die entscheidende Supportzone aus der Nackenlinie des „rounding bottom“ und der 200-Tage-Linie bei 7,17/7,31 Euro liegt. Ein Rücksetzer in diesen Bereich würde das grundsätzlich bullische Bild noch nicht kippen, dementsprechend müsste man auf aktuellem Niveau mit einem Stoppkurs agieren, der elf bis zwölf Prozent entfernt liegt, das ist nicht unbedingt wenig.

Aber was man in jedem Fall im Hinterkopf haben sollte ist, dass die Rallye nicht von der jüngsten, am 24. Oktober vorgelegten Bilanz ausgelöst wurde. Auf das Zahlenwerk hin kam der Kurs nicht in Schwung, sondern erst einige Handelstage später. Es ist also, vergleichbar mit der heute ebenso untersuchten New Work, eine vor allem charttechnisch induzierte Bewegung. Die Q3-Bilanz lässt noch nicht erkennen, ob es ADVA für das Gesamtjahr gelingt, nicht nur den Umsatz, sondern auch den Gewinn zu steigern. Die Schwankungen beim Konzernüberschuss sind recht kräftig, so gesehen sollte man sich tatsächlich auf die Charts fokussieren. Da die Schwankungen dort aber nicht minder hoch sind, ist diese Aktie nur etwas für risikofreudige Anleger, die mit einer hohen Volatilität gut zurechtkommen.

Chart vom 26.11.2019, Kurs 8,02 Euro, Kürzel ADV | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Anbieters von Telekommunikationsinfrastrukturlösungen hatte es in den letzten Monaten wahrlich nicht leicht. Nahezu glanzlos sind die Kurse in den Keller gerast und der Titel hat allein seit April dieses Jahres rund 50 Prozent Wertverlust zu verzeichnen. Jetzt aber scheint sich erstmals eine mögliche Bodenbildung anzubahnen. Die Kurse haben dieser Tage nicht nur die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nach oben gebrochen, sondern konnten dieses Niveau auch nachhaltig verteidigen. Somit konnte die bislang bärische Marktphase abgeschüttelt werden und es ist ein Übergang in eine neutrale Kaufphase erkennbar.

Expertenmeinung: Nach den ersten kräftigeren Impulsen von Anfang September hat sich im Chart eine kleine Bullenflagge gebildet. Hier gilt es noch abzuwarten, wohin diese Formation gebrochen wird. Sollten die erörterten gleitenden Durchschnitte wieder nach unten verletzt werden, wäre die Hoffnung auf eine nachhaltige Kurserholung dahin. Gelänge hingegen der Breakout, wäre dies wohl als Startschuss zu einer neuen Rallye zu verstehen. Potential in Richtung Norden wäre zur Genüge vorhanden und ein Einstieg nach einem Ausbruch könnte sich durchaus lohnen. Die Betonung liegt hierbei auf „nach“, denn ein Kauf vor einem möglichen Breakout wäre aus aktueller Sicht noch zu spekulativ. Vorerst sehen wir gute Chancen auf einen weiteren positiven Impuls der Aktie.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 23.09.2019 Kurs: 6.36 Kürzel: ADV | LYNX Online-Broker