Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Lyft: Uber-Konkurrent mit explosivem Wachstum

Lyft ist einer der führenden Fahrdienstvermittler. Durch die Angebote des Unternehmens werden Fahrer und Kunden zusammengebracht.

Lyft erhebt für die Vermittlung Gebühren und übernimmt dafür Zahlungsabwicklung, Settlement, Rechnungsstellung, Support, R&D sowie Marketing.

Kampf um Marktanteile

Das Modell ist wohlbekannt und es gibt eine ganze Reihe größerer und kleinerer Konkurrenten, die in einzelnen Ländern, einer Region oder ebenfalls weltweit aktiv sind.

DidiChuxing ist er größte Anbieter in China, Grab hat eine sehr starke Position in ganz Südost-Asien und Ola dominiert Indien. Mit mehr als 100.000 Fahrern in Nordamerika, sollte auch Curb nicht unterschätzt werden.

Betrachtet man die Gesamtkonstellation ist vor allem Grab ein Übernahmekandidat. Das Unternehmen ist in acht Ländern aktiv, ist dort der Marktführer und arbeitet bereits profitabel. Grab ist aber nicht börsennotiert, sollte sich das ändern, könnte es interessant werden.

Explosives Umsatzwachstum

Im Zuge des Börsengangs wurden wie üblich rückwirkend Zahlen vorgelegt.

Das Umsatzwachstum hat es wirklich in sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Einnahmen von 1,06 auf 2,16 Mrd. USD mehr als verdoppelt. Im Jahr zuvor konnte man sogar eine Verdreifachung verbuchen.

Diese sehr positive Entwicklung kann man unmöglich in Abrede stellen und das Wachstum dürfte auch auf absehbare Zeit hoch bleiben. Der Markt ist keineswegs gesättigt, die Angebote beschränken sich bisher vor allem auf Großstädte und zahlreiche Länder sind komplett außen vor.

Verdrängungswettkampf

Die Wachstumschancen sind also vorhanden, dieser Umstand sollte aber nicht mit guter Aktienperformance oder hohen Unternehmensgewinnen gleichgesetzt werden. Ich habe es bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Wachstumsbranchen ihre ganz eigenen Gefahren mit sich bringen.

Die Unternehmen in diesen Sektoren führen einen unerbittlichen Verdrängungswettkampf und es ist kaum absehbar, wann man profitabel sein wird und wer als Sieger hervorgeht.

Neue Konkurrenten drängen auf den Markt und wollen auch ein Stück vom Kuchen. Und es müssen enorme Investitionen oder Übernahmen gestemmt werden, was häufig durch Schulden oder Kapitalerhöhungen finanziert wird.

Warum Übernahmen?

Lyft kann nicht alle Märkte gleichzeitig in Angriff nehmen, also beginnt man mit den größeren Ländern wie England, Deutschland oder meinetwegen Japan.
Länder wie Ungarn oder beispielsweise Bulgarien kommen erst danach. Doch dort schläft man natürlich nicht und bis Lyft in diesen Ländern angekommen sind, gibt es bereits lokale Marktführer. Lyft steht dann vor der Wahl sie zu übernehmen oder in Konkurrenz zu gehen. Beides kostet Geld.

Der Gewinn

Derzeit liegt der Börsenwert bei 19,4 Mrd. USD.
In den letzten drei Geschäftsjahren ist der Umsatz von 0,34 auf 2,15 Mrd. USD gestiegen. Leider hat sich der Verlust in diesem Zeitraum von 683 auf 911 Mio. USD ausgeweitet.

Bei allem Verständnis für die Expansion, wäre es ein positives Signal an die Aktionäre, wenn der Verlust nicht weiter gestiegen, oder sogar rückläufig gewesen wäre.

Doch auch auf Jahre hinweg wird kein Gewinn erwartet, erst für 2022 strebt man ein Break Even an.

Vielleicht ist die Lage aber auch besser, als der gemeldete Verlust erahnen lässt.

Das Minus beim freien Cashflow ist nämlich von 496 auf 352 Mio. USD gesunken. Im Verhältnis zum Umsatz erscheint die Lücke nicht allzu groß.
Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Investitionen, die notwendig waren, um das hohe Wachstum zu generieren, erstaunlich gering waren.

Könnte sich Lyft zu einer Cashflow-Maschine mausern? Es besteht zumindest die Chance.

In diesem Fall ist die Lage aussichtsreicher als bei den meisten prominenten Tech-IPOs, wie zB Snap oder Spotify, vor denen ich beim Börsengang eindringlich gewarnt hatte.

Charttechnik

Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis sich eine Aktie nach dem Börsengang einpendelt. Die Volatilität dürfte noch einige Zeit anhalten und als Trader muss man die hohen Kursschwankungen unbedingt einplanen.

Der erste zaghafte Aufwärtstrend wurde jedenfalls durchbrochen. Unterhalb von 70 USD droht ein erneuter Rückfall bis 66,50 USD. Wird dieser Bereich aufgegeben, ist die Aktie im luftleeren Raum und wahrscheinlich kommt erst an den runden Zahlen bei 65 oder 60 USD wieder Interesse auf.

Gelingt hingegen ein Anstieg über 72,50 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit Kursziel 75 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 80 USD frei.

Chart vom 08.04.2019 Kurs: 70,10 Kürzel: LYFT - Stundenkerzen | LYNX Online Broker

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