Mit einem aktiv gemanagten ETF in Emerging-Markets investieren – Global Emerging Markets Research Enhanced Index Equity (ESG) UCITS ETF

Der vorgestellte ETF von J.P.Morgan Asset Management versucht die Wertentwicklung des ETF-Referenzindex zu übertreffen. Damit dies gelingen kann, sorgt ein Managementteam von J.P.Morgan für die Zusammensetzung des Portfolios, welches hauptsächlich aus Aktiengesellschaften besteht, die aus Schwellenländern (Emerging Markets) stammen. Der ETF verkörpert ein breit gefächertes Exposure aus derzeit 25 Ländern. Bevor wir uns den Referenzindex und die Details des ETFs etwas näher betrachten, möchten wir noch einmal auf die Besonderheiten von aktiv gemanagten ETFs eingehen.

Exkurs – Besonderheit der „aktiven ETFs“

Herkömmliche ETFs sind passive Fonds. Sie bilden ihren jeweils zugrundeliegenden Referenzindex mit der vollständig physischen oder swap-basierten Replikationsmethode ab. Im vorliegenden Fall handelt es sich jedoch um einen sogenannten „aktiven ETF“. Diese Variante von ETFs wird deshalb so bezeichnet, weil ein Portfoliomanager oder gar ein Managementteam die Aktienauswahl triff. Die Auswahl der Wertpapiere obliegt in vorliegenden Fall also den Experten von J.P.Morgan Asset Management, hier durch Anuj Arora und Lina Nassar vertreten. Diese beiden Manager treffen die Anlageentscheidungen basierend auf Research und Analysen und versuchen durch ihre Wertpapierauswahl die bestmögliche Portfoliostruktur zu erreichen.

 Der „aktive ETF“ ist zwischen den weitverbreiteten, aktiv gemanagten Fonds und den herkömmlich bekannten ETFs zu verorten. Ein gewöhnlich passives ETF-Investment bildet den jeweiligen Referenzindex ohne großen Tracking-Error ab, steigt und fällt mit dem Referenzindex und ist gezielt darauf konzipiert, die Benchmark zu replizieren und nicht zu übertreffen. Dies ist bei einem „aktiven ETF“ anders, denn er will durch sein aktiv eingreifendes Management ja gerade eine Outperformance bewirken. Eine Garantie für diese Outperformance gibt es natürlich nicht, dafür aber das Risiko, die herkömmliche Indexrendite nicht komplett erwirtschaften zu können und somit am Ende eines jeden Jahres als Underperformer zu enden. Die „aktiven ETFs“ können wie alle restlichen ETFs zu den gängigen Börsenzeiten gehandelt werden.

Informationen zum Referenzindex: MSCI Emerging Markets Index (USD)

Der Referenzindex „MSCI Emerging Markets Index“ beinhaltet die Large-Caps und Mid-Caps aus insgesamt 24 Emerging-Markets-Ländern (EM). Mit seinen 1.124 Einzeltiteln deckt der Index rund 85 Prozent der streubesitzadjustierten Marktkapitalisierung des jeweiligen Landes ab.

Der Index wurde erstmals am 01. Januar 2001 eingeführt und wird in Echtzeit in US-Dollar berechnet. Mit dem Stichtag des 31. Januar 2019 brachte der MSCI Emerging Makets Index eine Gesamtmarktkapitalisierung von rund 5,224 Billionen US-Dollar auf die Waage. Der Referenzindex wird quartalsweise – in den Monaten Februar, Mai, August und November – auf seine Zusammensetzung hin überprüft und halbjährlich im Mai und November eventuell angepasst. Die Berechnung erfolgt neben der Kursindex-Variante auch in der Performance-Variante, der Total Return Net-Version, die hier vom ETF auch als Benchmark herangezogen wird. (Daten gemäß MSCI-Factsheet vom 31. Januar 2019)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio im Vergleich zum Referenzindex

Der aktiv gemanagte ETF bildet den Referenzindex vollständig physisch, jedoch „optimiert“ ab. Dies bedeutet, dass der ETF nicht alle Aktien aus dem Referenzindex erwirbt. Unter den Top-10-Positionen des ETFs ergeben sich bereits erste Abweichungen und in Bezug auf das gesamte Portfolio sind die Unterschiede erheblich.

Das ETF-Portfolio besteht mit dem Stichtag des 25. Februar 2019 aus 226 Positionen, der Referenzindex „MSCI Emerging Markets Index (USD)“ besteht mit dem Stichtag des 31. Januar 2019 aus insgesamt 1.124 Einzeltiteln. Die beiden Fondsmanager haben demnach noch ausreichende Investmentalternativen für das ETF-Portfolio.

Die Top 5-Positionen des Referenzindex sind mit 4,82 Prozent „Tencent“, mit 4,18 Prozent „Alibaba“, mit 3,82 Prozent „Samsung Electronics“, mit 3,39 Prozent „Taiwan Semiconductur“ und mit 1,92 Prozent „Naspers“. Die Gewichtung dieser fünf Einzeltitel liegt somit bei 18,13 Prozent, die der Top10-Positionen bei 23,99 Prozent.

Die größten Positionen des ETFs sind mit 8,52 Prozent „LYXOR MSCI India“, mit 4,99 Prozent „Tencent“, mit 4,73 Prozent „Alibaba“, mit 4,63 Prozent „Samsung Electronics“ und mit 3,85 Prozent „Taiwan Semiconductur“. Diese Top-5 bringen es somit auf eine Gesamtgewichtung von 26,72 Prozent. Die Top-10 lägen bei einer Gewichtung von 34,00 Prozent. Demnach kann man hier von einer ausreichenden Diversifikation ausgehen. Der Unterschied im Vergleich zum Referenzindex mit einer Differenz von rund 10,00 Prozent schon bei den obersten 10 Positionen ist auf der einen Seite enorm, aber auf der anderen Seite eben dem aktiven Fondmanagement-Stil geschuldet. (Daten gemäß J.P.Morgan Asset Management vom 25. Februar 2019 und gemäß MSCI-Factsheet vom 31. Januar 2019)

Sektoren- und Länderallokation innerhalb der ETF-Struktur

Der höchstgewichtete Sektor im ETF ist der Bereich „Finanzen“ mit einem Anteil von 22,6 Prozent. Nachfolgend finden sich die Sektoren „Telekommunikation“ mit 14,00 Prozent, „Informationstechnologie“ mit 12,9 Prozent und der Bereich „Zyklische Konsumgüter“ mit 10,9 Prozent. Die 226 Positionen des ETFs verteilen sich auf 25 Länder. Mit rund 32,0 Prozent hat China die höchste Gewichtung, gefolgt von Südkorea mit 13,3 Prozent, Taiwan mit 10,5 Prozent, Indien mit 8,6 Prozent und Brasilien mit 7,7 Prozent. (Daten gemäß J.P.Morgan Asset Management-Factsheet vom 31. Januar 2019)

ETF im Detail – Global Emerging Markets Research Enhanced Index Equity UCITS ETF

Der ETF kann über den Handelsplatz „LSEETF“ in der Handelswährung US-Dollar erworben werden. Auch die Fondswährung ist der US-Dollar. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt aufgrund des „aktiven Managements“ die optimierte, aber dennoch vollständisch physische Abbildungsmethode. Der ETF wurde am 06. Dezember 2018 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 25. Februar 2019 ein NAV in Höhe von 10,52 Mio. US-Dollar.

Performance langfristig noch nicht messbar

Die Performance unterjährig zu vergleichen ist nicht unbedingt zielführend und schon gar nicht aussagekräftig. Dennoch sind die Unterscheide im ersten abgeschlossenen Monat Januar recht gravierend. Seit dem Jahresbeginn liegt der ETF bei einem Plus von 3,34 Prozent, der Referenzindex jedoch bei 8,76 Prozent. Man darf gespannt sein, wie sich der ETF in einer Seitwärts- und Abwärtsphase des Gesamtmarktes schlägt und ob das Managementteam den Referenzindex wirklich outperformen kann. (Performancedaten in Bezug auf den ETF vom 25. Februar 2019 und in Bezug auf den Referenzindex gemäß MSCI-Factsheet vom 31. Januar 2019)

Expertenmeinung

Die Aktienmärkte der Emerging Markets könnten sich in den nächsten Monaten und über 2019 hinaus vor allem aufgrund gleich mehrerer Parameter im Vergleich zu den restlichen Märkten besser entwickeln. Die zunächst erste Voraussetzung für eine signifikante Erholung der wichtigsten Emerging Markets-Länder wäre ein erfolgreicher Handelsdeal zwischen den USA und China. Die dann daraus hervorgehende Erholung der chinesischen Wirtschaft, denn diese hat für die gesamte Region in Asien und besonders bei den Tiger-Staaten eine enorm hohe Relevanz, wäre als zusätzliche Voraussetzung anzuführen.

Ebenso wichtig für eine Outperformance der Emerging Markets wäre eine US-Dollar-Schwäche. Der US-Dollar korreliert invers mit der Performance der Emerging Markets, folglich wäre eine Schwäche des Greenback von Nöten, um eine Outperformance gegenüber den entwickelten Märkten zu erzielen. Die Unwägbarkeit schlechthin bleibt die jeweils politische Komponente.

Mögliches Setup

Wie gewöhnlich sollte eine Korrektur- oder Konsolidierungsphase abgewartet werden, bevor man Positionen im vorliegenden ETF eingeht. So könnte nach einer leichten Konsolidierung ein Kauf bei 25,20 US-Dollar geplant werden, der das Ziel bei 27,35 US-Dollar hätte. Die Position wäre zum Beispiel mit einem Stoploss von 24,50 US-Dollar abzusichern, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3.07. Aufgrund der aktuell recht volatilen Phase an den Aktienmärkten könnten Positionen auch schrittweise aufgebaut werden.

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Näheres zum Emittent J.P. Morgan Asset Management: Die den ETF auflegende Gesellschaft J.P.Morgan Asset Management gehört zur US-Investmentbank J.P.Morgan Chase & Co. und hat seit über150 Jahren Erfahrung im Bereich der Vermögensverwaltung. Die über 1.200 Investmentprofis besuchen jährlich über 5.000 Firmen vor Ort und können auf ein großes Research-Budget von mehr als 330 Mio. US-Dollar jährlich zurückgreifen.

Über MSCI: Das Unternehmen MSCI entwickelte und lizensierte bereits im Jahr 1969 das erste Indexprodukt des Hauses. Die Abkürzung MSCI setzte sich aus den alleinigen Eigentümern Morgan Stanley und Capital International zusammen, die im Jahr 2007 beim Börsengang auch die einzigen Großaktionäre waren. Morgan Stanley trennte sich dann vollständig von MSCI. Im Mai 2009 wurde das Unternehmen dann vollkommen eigenständig. Über die Jahre akquirierte MSCI eine Reihe von Firmen, wie zum Beispiel Barra, RiskMetrics Group, Measrisk, IPD und InvestorForce. MSCI gibt eine Reihe von bekannten Aktienindizes heraus. Der wohl marktbreiteste und bekannteste ist der MSCI World Index, der in der Investmentbranche auch als internationale Benchmark herangezogen wird. Der MSCI World Index wird genutzt, um die eigene Performance darzustellen und zu vergleichen.

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