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Der Vorteil flacher Aufwärtstrendkanäle ist, dass jedes Zwischentief zur potenziellen Unterstützung wird. Bei Continental waren das zuletzt drei, das sollte Short-Seller eigentlich fernhalten. Aber nach der gestrigen Bilanz scheint es, als würde das nicht zwingend klappen.

Die Aktie des Fahrzeugtechnik- und Reifenspezialisten Continental bewegt sich seit Monaten in einem flachen Aufwärtstrendkanal. Wäre es gelungen, die Zwischenhochs der vergangenen drei Wochen mit Schlusskursen über 73 Euro zu überbieten, wäre der Weg in den Bereich um 78 Euro frei gewesen, wo die obere Begrenzung des Trendkanals und die 200-Tage-Linie einen markanten Kreuzwiderstand bilden. Die gestrige Vorlage der Quartalsbilanz nebst des aktualisierten Ausblicks auf das Gesamtjahr hätte dafür den nötigen Rückenwind liefern können. Stattdessen kletterte Continental in der DAX-Verliererliste am Dienstag auf Platz 2. Was klar macht:

Die bullische Chance wurde vertan, mit diesen Zahlen ließ sich offenbar kein Staat machen. Konkret meldete Continental den bereits im Vorfeld am 20. Juli verkündeten Umsatzanstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Da kamen aber nur diese positiv wirkenden umsatzzahlen auf den Tisch, was fehlte, was alles, was man brauchte, um sich ein vollständiges Bild machen zu können: Der Gewinn vor und nach Steuern ebenso wie die Gewinnmarge. Diese Informationen folgten erst gestern und konnten, wie man im Chart sehen kann, nicht überzeugen.

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Expertenmeinung: Trotz Umsatzplus fiel der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 19,8 Prozent. Operativ kam sogar ein Minus dabei heraus, netto mit -251 Millionen ebenfalls. Die EBIT-Marge fiel deutlich von 6,2 Prozent im Frühjahresquartal 2021 auf jetzt nur noch 4,4 Prozent.

Zwar gab sich Continental zuversichtlich, suggerierte, die richtige Strategie und Aufstellung zu haben und zeigte sich für das zweite Halbjahr zuversichtlich. Aber momentan fällt es schwer, sicher zu sein, dass die gestern bestätigte Jahres-Prognose auch wirklich erreicht wird. Denn die sieht eine EBIT-Gewinnmarge von 4,7 bis 5,7 Prozent. Im ersten Quartal lag die bei 4,7 Prozent, jetzt nur noch bei 4,4 Prozent … da müsste ab jetzt ordentlich etwas vorangehen bei Continental – in einem Umfeld, dem man nicht unterstellen kann, dass es in Kürze angenehmer wird. Die Anleger zweifelten und stimmten mit den Füßen ab. Das Resultat:

Der Kurs rutschte mit Schwung auf die untere Begrenzung seines Trendkanals zu. Zwar wären die vorherigen Zwischentiefs potenzielle Auffanglinien und lägen allesamt relativ nahe. Aber wenn die Bilanz bzw. der Ausblick die Aktie in die falsche Richtung trägt, was soll sie dann wieder nach oben befördern? Und da man einen solchen, flachen Aufwärtstrendkanal auch als eine bear flag“, als eine Konsolidierung in einem ja hier noch vorhandenen, übergeordneten Abwärtstrend sehen kann, könnte Continental schnell zu einem fallenden Messer werden, wenn Schlusskurse unter 62 Euro neben dem Trendkanal auch das jüngste Zwischentief durchbrechen und damit deutlich machen, dass die Bullen den Trend nicht halten können.

Continental-Aktie: Chart vom 09.08.2022, Kurs 64,90 Euro, Kürzel CON | Online Broker LYNX
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