Aktionäre der Deutschen Lufthansa sind inzwischen einiges gewohnt: Als einer der größten Verlierer der Corona-Krise litt die Kranich-Airline besonders heftig unter den massiven Einschränkungen beim Luftverkehr und musste im letzten Jahr sogar durch ein Rettungspaket, Milliardenhilfen und einer Staatsbeteiligung vor Schlimmeren bewahrt werden.

Nachdem vor allem im Sommer die Touristen zurückkehrten, keime wieder Hoffnung auf, dass die Auswirkungen der Pandemie irgendwann abgehakt werden können und wieder Normalität zurückkehrt. Als Anfang November sogar die direkten Staatshilfen aus eigener Kraft zurückgezahlt wurden, schien die Lufthansa endgültig über den Berg zu sein.

Eine Entwicklung, die auch in der Chronologie des Aktienkurses der Lufthansa nachvollzogen werden kann. Nach Ausbruch der Corona-Krise brach der Aktienkurs im letzten Jahr bis auf 6,88 Euro ein (Oktober 2020), erholte sich danach wieder deutlich bis in den zweistelligen Kursbereich Anfang dieses Jahres. Danach ging es aber wieder steil bergab bis auf das Jahrestief bei 5,37 Euro im Oktober. Auch im Anschluss daran legten die Wertpapiere wieder zu und kletterten nach der Meldung über die Rückzahlung der Staatshilfen bis auf 7,14 Euro pro Aktie.

Neue Einschränkungen im Flugverkehr belasten die Aktie

Heute allerdings erfolgt der nächste Tiefschlag: Nach Meldungen über eine neue, hochansteckende Variante des Corona-Virus und möglicherweise neuen Einschränkungen im Reise- und Flugverkehr bricht die Lufthansa Aktie aktuell um 10,2 Prozent auf 5,55 Euro ein und ist damit auch der schwächste Wert im MDAX.

Die Bundesregierung hat Südafrika bereits zum Virusvariantengebiet erklärt und Kanzleramtschef Braun rechnet „in Kürze“ mit der Aussetzung von Flugverbindungen.  Die Lufthansa hat in einer ersten Stellungnahme ankündigt, vorerst weiter Flugverbindungen nach Südafrika anbieten zu wollen, vor allem um Menschen und Frachtgut auszufliegen. Allerdings hat die Vergangenheit in der Corona-Pandemie gezeigt, wie sich neue Virus-Varianten, die hochansteckend sind und bei denen die Wirkung der Schutzimpfung nicht klar ist, auf den Flugverkehr auswirken.

Die Anleger jedenfalls nehmen diese negativen Auswirkungen heute bereits vorweg und verkaufen Aktien aus der Tourismus-, Reise- und Luftfahrtbranche, so dass neben der Lufthansa auch Airbus und Fraport momentan zweistellig einbrechen.

 

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