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Wenige Unternehmen haben von den nach Ausbruch des Ukraine-Krieges beschlossenen erhöhten Ausgaben für die Landesverteidigung so profitiert, wie der Rüstungskonzern Rheinmetall. Wechselte eine Rheinmetall-Aktie am Tag vor dem Einmarsch der Russen in der Ukraine noch zu rund 97 Euro den Besitzer, erreichten die Papiere Ende Juni bei 227,90 Euro ein neues Allzeithoch.

Seitdem befinden sich die Aktien aber wieder im Rückwärtsgang und seit dem Jahreshoch rund 27 Prozent auf letzten Freitag bezahlte 165,10 Euro verloren. Neuen Schwung für die Aktie erhoffen sich die Anleger jetzt vom milliardenschweren Zukauf in Spanien, den Rheinmetall am Wochenende bekannt gegeben hat.

Rheinmetall will spanischen Munitionshersteller kaufen

Mit der spanischen MaxamCorp. Holding S.L. wurde ein Kaufvertrag geschlossen, der den Erwerb sämtlicher Anteile der Expal Systems S.A. (Expal) aus Madrid durch Rheinmetall beschließt. Bei Expal handelt es sich um einen renommierten Munitionshersteller, der im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresumsatz von ca. 400 Millionen Euro erzielt hat. Die mögliche Gesamtkapazität beläuft sich Unternehmensangaben zufolge allerdings auf einen möglichen Jahresumsatz von 700 bis 800 Millionen Euro.

Mit dem Zukauf will sich Rheinmetall ein Standbein in Spanien aufbauen und damit den Zugang zu diesem wichtigen Markt direkt erschließen, der das Rheinmetall-Portfolio in der Breite, u.a. mit Zündern und Raketenantrieben sowie Mittelkalibermunition und Flugzeugbewaffnung, komplettieren würde. Außerdem reduziert Rheinmetall durch den Zukauf seine Unabhängigkeit von Zulieferern bei einigen Vorprodukten und Munitionskomponenten. Um sich die technologische Kompetenz von Expal zu sichern, sollen auch alle Arbeitsplätze am Standort erhalten werden. 

Der Kaufpreis in Höhe von 1,2 Milliarden Euro, auf den sich beide Parteien verständigt haben, bezieht sich auf eine aktuelle Unternehmensbewertung von Expal. Wenn alle notwendigen Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen, dann soll das Closing für den Deal im Sommer nächsten Jahres erfolgen.

Rheinmetall-Aktien legen zum Handelsstart deutlich zu

Bei den Anlegern kommt der angekündigte milliardenschwere Zukauf in Spanien offenbar gut an: Die im MDAX notierten Aktien von Rheinmetall, die die letzte Handelswoche bereits mit einem Wochenplus von sieben Prozent bei 165,10 Euro beenden konnten, starten mit einem Plus von 3,9 Prozent bei 171,50 Euro in die neue Handelswoche.

Rheinmetall-Aktie: Chart vom 14.11.2022, Kürzel RHM | Online Broker LYNX
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