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Während sich die Anleger vor den heute anstehenden US-Inflationsdaten noch zurückhielten, gab es nach der im Oktober mit 7,7 Prozent sowohl unter dem Vormonatswert als auch unter den Erwartungen liegenden Inflationsrate kein Halten mehr. Zumal auch die wichtige Kernrate mit 6,3 Prozent deutlich unter der Prognose liegt. 

Der deutsche Leitindex DAX, der ein halbes Prozent tiefer mit 13.603 Punkten in den Handel gestartet ist, springt nach den Zahlen um über 200 Punkte nach oben und liegt aktuell mit 2,6 Prozent im Plus bei 14.018 Punkten.

Auch die US-Börsen legen bereits vorbörslich kräftig zu, da die Anleger aufgrund des schwächer als erwartet ausgefallenen Preisantriebs auf möglicherweise moderatere Zinsschritte durch die US-Notenbank FED spekulieren.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

RWE legt in den ersten neun Monaten kräftig zu und bestätigt Prognose

Sehr gute Zahlen für die ersten neun Monate hat heute der Energieversorger RWE vorgelegt. Auf Konzernebene konnte das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von Januar bis September um 72 Prozent auf 4,127 Milliarden Euro gesteigert werden. Im Kerngeschäft stieg das bereinigte EBITDA sogar um 108 Prozent auf 3,494 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis legte in den ersten neun Monaten um 106 Prozent auf 2,118 Milliarden Euro zu.

Für das Gesamtjahr bestätigt das RWE-Management die Prognose und hat beim Nettoergebnis bereits nach neun Monaten das untere Ender der für 2022 ausgerufenen Zielspanne von 2,1 bis 2,6 Milliarden Euro erreicht.

RWE-Aktien legen heute 1,9 Prozent auf 40,18 Euro zu.

RWE-Aktie: Chart vom 10.11.2022, Kürzel RWE | Online Broker LYNX

Knorr-Bremse legt Quartalszahlen vor und bestätigt Gesamtjahresprognose

Beim Bremsenhersteller Knorr-Bremse lief es im dritten Quartal vor allem in Europa und Nordamerika gut, so dass Rückgänge in China aufgefangen werden konnten. Von Juli bis September 2022 steigerte Knorr-Bremse den Umsatz um 13 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. Vor Steuern und Zinsen blieb ein Ergebnis (EBIT) von 200 Millionen übrig, rund sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn lag mit 147 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 150 Millionen Euro.

Die Jahresprognose bestätigt der Vorstand von Knorr-Bremse und peilt 2022 einen Umsatz von 6,9 bis 7,2 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von 10,5 bis 12,0 Prozent an.

Die im MDAX notierten Aktien von Knorr-Bremse legen als aktuell stärkster Indexwert 8,6 Prozent auf 52,12 Euro zu.

SAF-Holland hebt Jahresprognose leicht an

Sehr gut liefen auch beim Nutzfahrzeughersteller SAF-Holland die Geschäfte im dritten Quartal. Der Umsatz konnte um über 25 Prozent auf 402 Millionen Euro gesteigert werden. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten hätte das Umsatzwachstum immer noch bei starken 16 Prozent gelegen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte um rund 50 Prozent auf 36,7 Millionen Euro zu, der Konzerngewinn stieg um gut 12 Prozent auf 16,4 Millionen Euro.

Angesichts des bislang sehr guten Geschäftsverlaufs erhöht das Management von SAF-Holland auch die Gesamtjahresprognose und erwartet nun, beim Umsatz das obere Ende der Prognosespanne von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro zu erreichen. Die bereinigte EBIT-Marge soll unverändert zwischen sieben und acht Prozent liegen.

Die im SDAX notierten Aktien legen heute sieben Prozent auf 9,07 Euro zu.

Allianz: Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung

Im dritten Quartal hat der Versicherungskonzern Allianz mit 2,5 Milliarden Euro rund 17 Prozent mehr verdient als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Allianz-Vorstand erwartet jetzt für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 13,4 bis 14,4 Milliarden Euro.

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Allianz beim operativen Ergebnis für das dritte Quartal nach Ansicht von Analyst Alan Devlin von der US-Bank Goldman Sachsdie Markterwartungen leicht übertroffen“. Deshalb bestätigt er für die Allianz seine Einstufung mit „Buy“ und belässt das Kursziel bei 230 Euro.

Allianz-Aktien legen heute 3,2 Prozent auf 194,98 Euro zu.

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