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Einen Wochenstart zum Vergessen erlebten gestern die Aktionäre des Labor- und Pharmaausrüsters Sartorius. Wegen der „anhaltenden allgemeinen schwachen Nachfragedynamik“ und einem „länger als erwartet andauernden Lagerbestandsabbau“ als Folge der Coronakrise rechnet das Konzern-Management im zweiten Halbjahr mit einer „Umsatzentwicklung unterhalb der bisherigen Erwartungen“ und passt deshalb die Gesamtjahresprognose an.

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Umsatz- und Ergebnisprognose sinken

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Vorstand von Sartorius deshalb mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren Zehner-Prozentbereich, nachdem hier zuletzt noch mit einem leichten Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet wurde.

Die operative Marge für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) dürfte nach jetzigen Berechnungen bei ca. 30 Prozent liegen, die bisherige Prognose lag dagegen in etwas auf Vorjahresniveau (2022: 33,8 Prozent).

Sartorius-Aktien brechen zum
Wochenstart ein

Die Anleger reagierten erwartungsgemäß geschockt auf die Nachricht und die im DAX notierten Vorzugsaktien brachen nach dem Prognoseschock gestern als mit Abstand schwächster Indexwert bis zum Handelsschluss um 14,9 Prozent auf 302,60 Euro ein.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Kursverluste bei Sartorius damit bereits auf rund 18 Prozent, während der DAX in dieser Zeit schon knapp 17 Prozent zulegen konnte.

Analysten passen Bewertungsmodelle entsprechend an

Nach der Prognosesenkung haben auch zahlreiche Analysten die neuen Informationen und Daten in ihre Bewertungsmodelle einfließen lassen und die Kursziele teilweise angepasst. Insgesamt klaffen die Analysteneinstufungen sehr weit auseinander.

Weiterhin auf „Verkaufen“ bleiben Sartorius-Aktien bei der DZ-Bank. Für deren Analyst Peter Spengler kam die Gewinnwarnung nicht überraschend, fiel allerdings „deutlicher als gedacht aus“. Deshalb reduziert er sein Kursziel deutlich von 273 Euro auf nur noch 220 Euro.

Trotz der Senkung der Jahresziele unverändert auf „Buy“ bleibt dagegen Sartorius für Analyst Michael Heider von Warburg Research. Auch er sieht die „anhaltende Nachfrageschwäche, die die Senkung der Jahresziele verursacht hat“. Für ihn ist aber dennoch „die Anlagestory des Laborausrüsters grundsätzlich intakt“. Trotz Kaufempfehlung senkt er aber sein Kursziel für die Aktie kräftig von 456 Euro auf 341 Euro.

Ebenfalls auf „Buy“ bleibt Sartorius für Michael Leuchten von der Schweizer Großbank UBS. Aufgrund der gesenkten Jahresziele hat er aber seine Schätzungen für 2023 angepasst und im Ergebnis das Kursziel leicht von 500 Euro auf 470 Euro gesenkt. 

Mit „Hold“ bestätigt Analyst Odysseas Manesiotis von der Privatbank Berenberg Sartorius, das Kursziel bleibt vorerst unverändert auf 448 Euro. Auch er verweist auf die „befürchtete Senkung der Jahresziele“, die seiner Meinung nach „noch massiver als gedacht“ ausgefallen ist. Zudem erwartet er auch keine Besserung im zweiten Halbjahr.

Aktien starten erneut schwächer in den Handel

Die Kurserholung nach dem gestrigen Einbruch bleibt heute aus, die im DAX notierten Sartorius-Vorzugsaktien starten heute nochmal leicht schwächer mit 301,30 Euro in den Handel. Bezogen auf den aktuellen Kurs rechnen die eben besprochenen Analysten mit mittelfristigen Kursbewegungen von minus 27 Prozent bis plus 56 Prozent.

Sartorius-Vorzugsaktie: Chart vom 20.06.2023, Kurs: 301,30 EUR, Kürzel: SRT3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Sartorius-Vorzugsaktie: Chart vom 20.06.2023, Kurs: 301,30 EUR, Kürzel: SRT3 | Quelle: TWS

Quelle:

EQS-News: Sartorius senkt Prognose für Geschäftsjahr 2023 (16.06.2023); https://www.eqs-news.com/de/news/adhoc/sartorius-senkt-prognose-fuer-geschaeftsjahr-2023/1841279

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