Air France-KLM – 100 Millionen Passagiere im Jahr

Air France-KLM – niederländischer Staat sichert sich mit Aktienpaket Einfluss

Die Air France-KLM S.A. ist eine französisch-niederländische Holdinggesellschaft. In dieser Holdinggesellschaft befinden sich die eigenständigen Fluggesellschaften Air France und KLM. Die Air France-KLM-Group hat 548 Flugzeuge und bietet über die beiden zentralen Flughäfen Paris Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol ein Streckennetz von 318 Zielen in 118 Ländern.

2018 wurden über 101 Millionen Passagiere und rund 1,1 Millionen Tonnen an Fracht befördert. Zusätzlich wurden im Bereich Service rund 2.000 Flugzeuge für über 200 Kunden gewartet. Zur Air France-KLM-Group gehört auch noch die Airline Transavia, die von den Niederlanden und von Frankreich aus das Billigfluggeschäft (Point-to-Point) ausführen.

Die Marken Air France Hop und KLM Cityhopper bedienen das regionale Geschäft, wie etwa Flüge innerhalb von Frankreich und andere Kurzstrecken. Der Air France-KLM-Konzern wird von CEO Benjamin Smith geleitet und hat seinen Sitz am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Roissy.

Niederlande sichern sich 14 Prozent der Anteile

Der niederländische Staat hat sich 14 Prozent der Air France-KLM-Wertpapiere gesichert. Am 26. Februar gab das niederländische Finanzministerium bekannt, bereits einen Anteil von 12,68 Prozent erworben zu haben, dabei begannen die Käufe erst am 20. Februar 2019. Am 27. Februar 2019 meldete man, die Schwelle von 14,0 Prozent erreicht und das Ankaufprogramm somit beendet zu haben.

Die gesamte Transaktion hatte ein Volumen von 744 Mio. Euro. Durch den Erwerb der Anteile sichert sich die niederländische Regierung Einfluss auf künftige Entwicklungen und Entscheidungen, die unter anderem das Drehkreuz Amsterdam-Schiphol betreffen. Schließlich geht es auch um eine immens hohe Anzahl von direkten und indirekten Arbeitsplätzen und Auswirkungen auf die niederländische Wirtschaft – und somit um die Durchsetzung niederländischer Interessen.

Frankreich gab sich verärgert, denn die Niederlande hatten den Kauf recht smart und geheim eingefädelt, um nicht einen zu hohen Preis zahlen zu müssen. Dennoch besteht jetzt die Gefahr, dass die Air France-KLM-Holding zum Zankapfel der Regierungen in Den Haag und Paris wird. Offenbar deshalb gingen einige Investoren jüngst von Bord.

Details zur Air France KLM Aktie

Die Air France-KLM Aktie ist an den Heimatbörsen in Paris und Amsterdam und an vielen weiteren Börsen auch in Deutschland handelbar, beispielsweise in Frankfurt oder Stuttgart. Das Grundkapital von Air France-KLM liegt bei 428,634 Mio. EUR. Es sind 428.634.035 Aktien ausstehend.

Die französische Air France und die niederländische KLM wurden 2004 in eine Holding überführt. Die größten Aktionäre sind mit 14,3 Prozent der französische Staat und mit 14,0 Prozent der niederländische Staat. Ferner liegt der Anteil von Delta Air Lines und China Eastern Airlines bei jeweils 8,8 Prozent.

In den letzten fünf Jahren gewann die Aktie rund 9 Prozent an Wert, während zum Beispiel der französische Leitindex CAC 40 im Vergleichszeitraum eine Performance von rund 19 Prozent aufwies und der niederländische Leitindex AEX sogar um rund 36 Prozent zulegen konnte. Die Wertpapiere sind somit ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 4,65 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Euronext Paris in den letzten 52 Wochen 12,73 EUR im Hoch und 6,64 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Insgesamt finden sich auf 52-Wochen-Sicht 16 Analysen mit einer Kurszielangabe. Das höchste Kursziel stammt von der HSBC, die am 30. Januar 2019 ein Ziel von 15,00 Euro ausgab. Das niedrigste Kursziel publizierte Oddo BHF, die am 8. Mai 2018 ein Ziel von 7,20 Euro veröffentlichten. Das Durchschnittskursziel der 16 Analysen liegt bei 10,38 Euro. Zieht man nur die Analysen von 2019 heran, läge das Durchschnittskursziel bei 11,37 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 10,85 Euro an der Euronext Paris aus dem Handel.

Langfristige Chartanalyse der Air France-KLM Aktie

Die letzten drei Handelsjahre der Aktie von Air France – KLM S.A. verliefen recht turbulent. Nach leichten Abgaben im Jahr 2016 startete der Wert 2017 eine enorme Aufwärtsrallye und die Aktie schaffte es, ihren Wert fast zu verdreifachen. Der Höhenflug hielt jedoch nicht lange an und so legte der Wert im Jahre 2017, nach einem erneuten Test der Hochs von rund 14,50 EUR aus 2016, den Rückwärtsgang ein und rutschte im gleichen Tempo wieder auf 7,00 EUR ab, was etwa dem Niveau des Aufwärtsstarts aus 2016 entspricht. Seit Mitte 2018 schwingt der Wert jetzt erneut sauber mit steigenden Hochs und steigenden Tiefs aufwärts und erreichte kürzlich die 13,00 EUR-Marke, federte jedoch etwas stärker zurück und endete zum Wochenschluss nahe der 11,50 EUR.

Der Bereich um die Marke von 11,00 EUR sollte jetzt für die Aktie der Air France – KLM S.A. richtungsentscheidend sein. Kurse darüber könnten somit interessant für weitere Kaufgedanken sein, wobei die Hochs der Vorwoche von 13,00 EUR und folgend auch 13,50 EUR realistisch erreicht werden könnten. Die leicht erhöhte Volatilität könnte dies sogar relativ schnell erlauben. Rutscht der Wert jedoch dauerhafter unter 11,00 EUR, würde das Aufwärtsbild etwas eingetrübt werden und Käufe sollten zurückgenommen werden.

Fundamentaldaten 2018

Bei der Air France-KLM S.A. wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 26,515 Mrd. EUR. Das EBITDA wurde mit 4,217 Mrd. EUR und das operative Ergebnis (EBIT) mit 1,320 Mrd. EUR ausgewiesen. Der Konzernjahresüberschuss betrug 409,0 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,87 EUR auf vollverwässerter Basis. Eine Dividende wurde seit 2008 nicht mehr gezahlt.

Der Konzern wies für 2018 liquide Mittel in Höhe von 3,585 Mrd. EUR aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 1,853 Mrd. EUR und das gezeichnete Kapital bei 428,634 Mio. EUR. Die Gesamtverbindlichkeiten wurden mit 27,192 Mrd. EUR angegeben. Die Bilanzsumme betrug 29,057 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 80.800 Mitarbeiter.

Bilanzprognose für 2019

Die gegenwärtigen Unwägbarkeiten aufgrund des Handelskonfliktes zwischen China und den USA, aber auch in Bezug auf den Brexit und anderer geopolitischer Spannungen lassen langfristige Prognosen recht unsicher erscheinen. Aus diesem Grund soll hier nur die Prognose für 2019 angeführt werden.

Für dieses Jahr wird gemäß der aus 18 Einzeleinschätzungen bestehenden Konsensschätzungen von einem durchschnittlichen Umsatz von 27,756 Mrd. EUR ausgegangen. Das EBITDA könnte im Schnitt bei 4,354 Mrd. EUR liegen und das EBIT bei 1,418 Mrd. EUR. Der Jahresüberschuss könnte sich 2019 bei 699,0 Mio. EUR befinden. Der Gewinn je Aktie könnte sich auf 1,56 EUR je Anteilschein einpendeln. Eine künftige Dividende ist noch nicht realistisch einzuordnen. Die Nettoverschuldung könnte sich 2019 auf 6,12 Mrd. EUR belaufen. Die Konzernleitung geht für das Geschäftsjahr 2019 von einem Passagierwachstum von 2 bis 3 Prozent bei den Fluggesellschaften Air France und KLM aus und von einem Wachstum von 9 bis 11 Prozent bei Transavia. Für 2019 wurde mit einem durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von 65 US-Dollar und 703 US-Dollar pro metrischer Tonne Kerosin kalkuliert.

Termine

Air France-KLM wird voraussichtlich am 3. Mai 2019 die Quartalszahlen für das erste Quartal 2019 vorlegen. Am 28. Mai 2019 findet die Hauptversammlung statt.

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