Settlement
Bei Finanztransaktionen bezeichnet die Settlement den Prozess, bei dem ein Handel abgeschlossen wird, indem die Zahlung und das vereinbarte Finanzinstrument zwischen Käufer und Verkäufer ausgetauscht werden. Sobald die Abwicklung abgeschlossen ist, gilt die Transaktion als abgeschlossen und beide Parteien haben ihre jeweiligen Verpflichtungen erfüllt.
Definition: Settlement und Clearing
Historisch gesehen gab die Abwicklungsfrist (Settlement Period) den Gegenparteien ausreichend Zeit, die notwendigen Schritte zur Abwicklung eines Handels abzuschließen. Da Gelder und Wertpapiere über weniger automatisierte Prozesse übertragen wurden, darunter Überweisungen und in manchen Fällen die physische Lieferung von Wertpapieren, dauerte die Abwicklung länger.
Heute werden Handelsgeschäfte unmittelbar erfasst, aber die endgültige Übertragung des Eigentums erfolgt erst am Abwicklungstag (Settlement Date), in der Regel ein oder zwei Geschäftstage nach dem Handelstag (T+1 oder T+2), abhängig vom jeweiligen Finanzprodukt.
Geschäfte mit Wertpapieren, Währungen und Derivaten werden heute meist über zentrale Clearingstellen abgewickelt. Diese Clearingstellen fungieren als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer und tragen dazu bei, das Risiko zu reduzieren, dass eine der Parteien die Zahlung oder die Wertpapiere nicht liefert. Die Abwicklung erfolgt anschließend über das Clearingsystem.
Transaktionen & Settlement
Obwohl ein Handel sofort ausgeführt wird, sind zwei wichtige Zeitpunkte zu beachten:
Trade-Date:
Der Tag, an dem ein Trade ausgeführt wird.
Settlement Date:
Der Tag, an dem der Trade durch den Austausch von Geld und Wertpapieren abgewickelt wird.
Am Settlement Date ist die Zahlung für Käufe fällig, verkaufte Wertpapiere müssen geliefert werden und das Eigentum wird auf den Käufer übertragen. Bei Wertpapieren erfasst die Transferstelle (oder je nach Markt die zuständige Wertpapierverwahrstelle) den neuen Eigentümer.
Beim Settlement werden die Wertpapiere final auf das Depot des Käufers übertragen und der Kaufpreis final dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben.
Übersicht der Abwicklungsfristen je nach Produkt
Die Settlement-Fristen unterscheiden sich je nach Art des Finanzinstruments.
- US-, kanadische und mexikanische Aktien sowie Optionen und Futures-Kontrakte werden in der Regel innerhalb von einem Geschäftstag (T+1) abgewickelt.
- Aktien (ausgenommen US-, kanadische und mexikanische Aktien), ETFs und Optionsscheine haben in der Regel eine Abwicklungsfrist von zwei Geschäftstagen (T+2).
Bitte beachten Sie, dass Feiertage die Abwicklung beeinflussen können. Fällt das Settlement-Datum auf einen Feiertag, wird die Abwicklung auf den nächsten relevanten Geschäftstag verschoben.
Eine allgemeine Übersicht über die häufigsten Abwicklungsfristen finden Sie in der folgenden Tabelle:
| Produktklasse | Abwicklungsfrist |
|---|---|
| Aktien / ETPs / ADRs (außer US-amerikanische, kanadische und mexikanische Aktien) | T+2 |
| US-amerikanische, kanadische und mexikanische Aktien | T+1 |
| Aktienoptionen | T+1 |
| Indexoptionen | T+1 |
| Futures | T+1 |
| FOPs (Futures-Optionen) | T+1 |
| Forex | T+2 |
| Anleihen | Normalerweise T+2, bei US Treasuries T+1 |
| CFDs | Analog zum Basiswert |
| Edelmetalle (XAUUSD, XAGUSD) | T+2 |
| Optionsscheine / Strukturierte Produkte | T+2 |
Hinweis: Aufgrund von Änderungen der Abwicklungsfristen im Mai 2024 kann es zu Abweichungen in dieser Tabelle kommen.
Seit Mai 2024 ist die Abwicklungsfrist für US-, kanadische und mexikanische Aktien sowie bestimmte weitere Finanzinstrumente von zwei Geschäftstagen (T+2) auf einen Geschäftstag (T+1) verkürzt worden. Je nach Depottyp kann diese Änderung Auswirkungen auf bestimmte Prozesse im Konto haben.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Änderung der Settlementfrist
Abwicklungsfrist: Aktien und Forex
Bar-depot: Handel mit Aktien in Fremdwährungen
Bei Aktien, die in Fremdwährungen notiert sind, bestimmt die Settlement-Frist, wann der Trade und die damit verbundene Währungsumrechnung abgeschlossen werden. Wenn Sie die benötigte Währung nicht bereits halten, müssen Sie möglicherweise vor dem Kauf der Aktie eine Währungsumrechnung vornehmen.
In den meisten Fällen sind die Settlement-Fristen für den Aktienkauf und die Währungsumrechnung aufeinander abgestimmt. US-amerikanische, kanadische und mexikanische Aktien werden jedoch in der Regel mit T+1 abgerechnet, während Währungsumrechnungen in der Regel mit T+2 abgewickelt werden. Wenn sich die Settlement-Fristen unterscheiden, muss die Währungsumrechnung möglicherweise im Voraus durchgeführt werden, damit die benötigte Währung zum Settlement-Datum der Aktie verfügbar ist.
Bei einem Bar-Depot sind die Erlöse aus einem Verkauf erst dann als verfügbare Mittel nutzbar, wenn die Transaktion abgewickelt wurde. Das bedeutet, dass noch nicht abgewickelte Verkaufserlöse möglicherweise nicht für weitere Trades zur Verfügung stehen.
Margin-Depot: Reinvestition von Verkaufserlösen
Bei einem Margin-Depot können Sie die Erlöse aus einem Verkauf in der Regel sofort verwenden, auch wenn der Verkauf noch nicht abgewickelt wurde.
Das folgende Beispiel veranschaulicht, wie sich der Zeitpunkt der Abwicklung auf Soll- und Habenzinsen auswirken kann.
Angenommen, Sie verkaufen am Montag eine Aktie mit einer Settlement-Frist von T+2. Die Verkaufserlöse werden am Mittwoch abgewickelt. Wenn Sie diese Erlöse verwenden, um eine andere Aktie mit derselben Settlement-Frist von T+2 zu kaufen, wird auch der Kauf am Mittwoch abgewickelt. Da die Settlement-Daten übereinstimmen, fallen in der Regel keine Sollzinsen an, sofern Ihr abgewickeltes Guthaben in der betreffenden Währung am Settlement-Datum positiv ist.
Wenn die Settlement-Daten jedoch nicht übereinstimmen, kann Ihr abgewickeltes Guthaben vorübergehend negativ sein, wodurch Sollzinsen anfallen können.
Bitte beachten Sie, dass Habenzinsen erst ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem Transaktionen vollständig abgewickelt wurden. Dies gilt auch für Bar-Depots.
Abwicklungsfrist: Optionen und Forex
Bar-Depot
Options-Trades werden in der Regel innerhalb eines Geschäftstags (T+1) abgewickelt. Währungsumrechnungen werden hingegen in der Regel innerhalb von zwei Geschäftstagen (T+2) abgewickelt. Wenn Sie daher eine Währungsumrechnung vornehmen, um Optionen zu handeln, müssen Sie in der Regel einen Geschäftstag warten, bevor Sie eine Order für Optionen aufgeben.
Margin-Depot
Wenn Sie einen Options-Trade ohne ausreichendes Guthaben in der Notierungswährung durchführen und Geld in diese Währung umrechnen, wird der benötigte Betrag vorübergehend geliehen, bis die Währungsumrechnung abgewickelt wurde. Während dieses Zeitraums können Sollzinsen anfallen.
Optionen am Verfallstag
Optionen können unterschiedliche Ausübungsstile besitzen. Man unterscheidet insbesondere zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Ausübungsstil:
- Beim europäischen Ausübungsstil kann die Option ausschließlich am Verfallstag ausgeübt werden
- Beim amerikanischen Ausübungsstil kann die Option jederzeit bis einschließlich des Verfallstags ausgeübt werden.
Der Ausübungsstil ist unabhängig vom Handelsplatz des Basiswerts oder der Option.
- Indexoptionen besitzen in der Regel einen europäischen Ausübungsstil.
- Aktienoptionen besitzen in der Regel einen amerikanischen Ausübungsstil.
Sofern eine Option nicht bereits zuvor ausgeübt, zugeteilt oder glattgestellt wurde, erfolgt die Abwicklung am Verfallstag.
Long Call
Wenn Sie eine Call-Option gekauft haben, besitzen Sie das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu einem festgelegten Ausübungspreis (Strikepreis) zu kaufen und setzen damit in der Regel auf steigende Kurse des Basiswerts. Am Verfallstag prüft das System, ob sich die Option im Geld befindet.
| Long Call | Ablauf (wenn kein manueller Eingriff) |
|---|---|
(Marktpreis > Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option im Geld ist, sind zwei Szenarien möglich: 1. Ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn ausreichend Barmittel oder Margin zur Verfügung steht, um die Ausübung zu ermöglichen, wird die Option am Ende des Verfallstags automatisch ausgeübt. Sie kaufen den Basiswert gemäß den Vertragsbedingungen (in der Regel 100 Aktien pro Optionskontrakt). 2. Nicht ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn nicht genügend Barmittel oder Margin zur Verfügung steht, um die Ausübung zu ermöglichen, und das daraus resultierende Risiko als zu hoch eingestuft wird, behält sich Interactive Brokers das Recht vor: • die Option vor dem Verfall zu liquidieren, • die Option wertlos verfallen zu lassen und/oder • andere Positionen zu liquidieren und/oder eine Lieferung zuzulassen, bevor die daraus resultierende Position im Basiswert teilweise oder vollständig liquidiert wird. |
| Aus dem Geld (Marktpreis < Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option aus dem Geld verfällt, wird keine Maßnahme ergriffen. Die Option bleibt bis zum Verfall im Portfolio sichtbar. |
Long Put
Wenn Sie eine Put-Option gekauft haben, besitzen Sie das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu einem festgelegten Ausübungspreis (Strikepreis) zu verkaufen und setzen damit in der Regel auf fallende Kurse des Basiswerts. Am Verfallstag prüft das System, ob sich die Option im Geld befindet.
| Long Put | Ablauf (wenn kein manueller Eingriff) |
|---|---|
(Marktpreis < Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option im Geld ist, sind zwei Szenarien möglich: 1. Ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn ausreichend Barmittel oder Margin zur Verfügung steht, wird die Option am Ende des Verfallstags automatisch ausgeübt. Sie verkaufen die im Optionskontrakt festgelegte Anzahl an Aktien (in der Regel 100 Aktien pro Optionskontrakt). Dies kann zu einer Short-Position führen. 2. Nicht ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn nicht genügend Barmittel oder Margin vorhanden sind, behält sich IBKR das Recht vor: • die Option vor dem Verfall zu liquidieren, • die Option wertlos verfallen zu lassen und/oder • andere Positionen zu liquidieren und/oder die Lieferung zuzulassen und den zugrunde liegenden Basiswert jederzeit teilweise oder vollständig zu liquidieren. |
| Aus dem Geld (Marktpreis > Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option aus dem Geld verfällt, wird keine Maßnahme ergriffen. Die Option bleibt bis zum Verfall im Portfolio sichtbar. |
Short Call
Wenn Sie eine Call-Option verkaufen, erhalten Sie eine Optionsprämie und übernehmen im Gegenzug die Verpflichtung, den Basiswert zu verkaufen, wenn die Option ausgeübt wird. Sie setzen dabei auf einen Kursrückgang. Am Verfallstag wird festgestellt, ob die Option im Geld (in the money) ist.
| Short Call | Ablauf (wenn kein manueller Eingriff) |
|---|---|
(Marktpreis > Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option im Geld ist, sind zwei Szenarien möglich: 1. Ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn die Option ausgeübt wird, müssen Sie die im Optionskontrakt festgelegte Anzahl an Aktien verkaufen (in der Regel 100 Aktien pro Optionskontrakt). Dies kann zu einer Short-Position führen. 2. Nicht ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn das Risiko bzw. die daraus entstehende Position als zu hoch eingestuft wird, behält sich IBKR das Recht vor: • die Option vor dem Verfall zu liquidieren, • die Option wertlos verfallen zu lassen und/oder • andere Positionen zu liquidieren und/oder die Lieferung zuzulassen und den zugrunde liegenden Basiswert jederzeit teilweise oder vollständig zu liquidieren. |
| Aus dem Geld (Marktpreis < Ausübungspreis) | Wichtig: Bei US-amerikanischen und kanadischen Optionen haben Optionsinhaber bis zu 30 Minuten nach Marktschluss Zeit, einen Ausübungsantrag einzureichen. Eine Option, die zum Marktschluss aus dem Geld ist, kann daher aufgrund von Kursbewegungen außerhalb der regulären Handelszeiten dennoch ausgeübt werden. Wenn die Option letztendlich aus dem Geld verfällt, wird keine Maßnahme ergriffen. |
Short Put
Wenn Sie eine Put-Option verkaufen, erhalten Sie eine Optionsprämie und übernehmen im Gegenzug die Verpflichtung, den Basiswert zu kaufen, wenn die Option ausgeübt wird. Sie setzen dabei auf einen Kursanstieg. Am Verfallstag wird festgestellt, ob die Option im Geld (in the money) ist.
| Short Put | Ablauf (wenn kein manueller Eingriff) |
|---|---|
(Marktpreis < Ausübungspreis) | Wenn Ihre Option im Geld ist, sind zwei Szenarien möglich: 1. Ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn die Option ausgeübt wird, müssen Sie die im Optionskontrakt festgelegte Anzahl an Aktien kaufen (in der Regel 100 Aktien pro Optionskontrakt). 2. Nicht ausreichende Barmittel oder Margin verfügbar Wenn das Risiko bzw. die daraus entstehende Position als zu hoch eingestuft wird, behält sich IBKR das Recht vor: • die Option vor dem Verfall zu liquidieren, • die Option wertlos verfallen zu lassen und/oder • andere Positionen zu liquidieren und/oder die Lieferung zuzulassen und den zugrunde liegenden Basiswert jederzeit teilweise oder vollständig zu liquidieren. |
| Aus dem Geld (Marktpreis > Ausübungspreis) | Wichtig: Bei US-amerikanischen und kanadischen Optionen haben Optionsinhaber bis zu 30 Minuten nach Marktschluss Zeit, einen Ausübungsantrag einzureichen. Eine Option, die zum Marktschluss aus dem Geld ist, kann daher aufgrund von Kursbewegungen außerhalb der regulären Handelszeiten dennoch ausgeübt werden. Wenn die Option letztendlich aus dem Geld verfällt, wird keine Maßnahme ergriffen. |
In manchen Fällen müssen Sie als Optionsinhaber keine manuellen Maßnahmen ergreifen. Wenn beispielsweise mehrere Optionskontrakte am selben Tag verfallen, können sich deren wirtschaftliche Auswirkungen und Risiken gegenseitig ausgleichen.
Bei Verfall werden Optionen entweder bar abgerechnet oder durch physische Lieferung des Basiswerts abgewickelt.
- Barabrechnung: Die Abrechnung basiert auf der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Abrechnungspreis der Option. Je nach Ergebnis wird der entsprechende Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben oder belastet.
- Physische Lieferung: Dabei erhalten oder liefern Sie den Basiswert gemäß den Vertragsbedingungen (z. B. Kontraktmultiplikator und Ausübungspreis). Bei Aktienoptionen bedeutet dies die Lieferung der zugrunde liegenden Aktien. Bei Futures-Optionen führt dies zur Lieferung des zugrunde liegenden Futures-Kontrakts.
Abwicklungsfrist: Futures
Futures-Kontrakte haben in der Regel eine Settlement-Frist von einem Geschäftstag (T+1).
Wenn Sie heute einen Futures-Kontrakt kaufen, ist die Zahlung am folgenden Geschäftstag fällig. Ebenso ist die Gegenpartei verpflichtet, den Basiswert am nächsten Geschäftstag zu liefern.
Futures am Ende der Laufzeit
Bei Verfall werden Futures-Kontrakte je nach Vertragsbedingungen entweder bar abgerechnet oder durch physische Lieferung erfüllt. Bei der physischen Lieferung wird der zugrunde liegende Rohstoff vom Verkäufer an den Käufer übertragen.
Bitte beachten Sie: Eine physische Lieferung ist über LYNX grundsätzlich nicht möglich. Bestimmte Futures-Kontrakte mit physischer Lieferung unterliegen der Futures Close-Out Policy unseres Partners. Wenn Sie einen solchen Kontrakt halten, sind Sie dafür verantwortlich, Ihre Position vor Ablauf der geltenden Close-Out-Frist zu schließen oder zu rollen. Andernfalls kann Interactive Brokers Ihre Position gemäß der Futures Close-Out Policy ohne weitere vorherige Mitteilung liquidieren.
Für Futures-Kontrakte mit physischer Lieferung sind folgende Zeitpunkte für den Lieferprozess relevant:
- First Position Date: Der erste Tag, an dem das Clearingsystem Lieferabsichten und -zuweisungen akzeptiert. Gemäß der Futures Close-Out Policy von Interactive Brokers gilt das First Position Date einschließlich der angegebenen Uhrzeit als Stichtag für Long-Futures-Positionen.
- Last Trading Date: Der letzte Tag, an dem ein Futures-Kontrakt gehandelt werden kann. Gemäß der Futures Close-Out Policy von Interactive Brokers gilt dieser als Stichtag für Short-Futures-Positionen.
Die geltenden Close-Out-Daten und -Zeiten unterscheiden sich je nach Futures-Kontrakt. Bitte beachten Sie die Futures Close-Out Policy für die jeweils geltenden Fristen.
Übersicht über die Abwicklung von Futures
Für weitere Informationen zur Close-Out-Richtlinie bei Futures besuchen Sie bitte die Seite unseres Partners: Futures Close Out | Interactive Brokers Ireland
Die Tabelle auf dieser Seite zeigt die geltenden Close-Out- und Liquidierungszeiten für bestimmte Futures-Kontrakte. Futures-Positionen sollten grundsätzlich vor Ablauf der jeweiligen Cutoff-Zeit geschlossen oder gerollt werden, um Abwicklungsverpflichtungen zu vermeiden.
- Long Futures Cutoff: Letzter Tag, an dem Long-Positionen voraussichtlich geschlossen werden müssen.
- Short Futures Cutoff: Letzter Tag, an dem Short-Positionen voraussichtlich geschlossen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich überprüfen, ob ich ein Bar- oder Margin-Depot habe?
Sie können Ihren Kontotyp im Client Portal überprüfen, indem Sie zu Einstellungen > Kontotyp navigieren.
Alternativ können Sie Ihre Kaufkraft in einer der Handelsplattformen überprüfen. Wenn Ihre Kaufkraft Ihr verfügbares Cash-Guthaben übersteigt, verfügt Ihr Konto über Margin-Funktionen. Wenn Ihre Kaufkraft Ihrem verfügbaren Cash-Guthaben entspricht, handelt es sich um ein Cash-Konto.
Wann muss ich eine Aktie kaufen, um dividendenberechtigt zu sein?
Um Anspruch auf eine Dividende zu haben, müssen Sie die Aktie grundsätzlich vor dem Ex-Dividenden-Datum kaufen. Wenn Sie die Aktie am oder nach dem Ex-Dividenden-Datum kaufen, erhalten Sie die bevorstehende Dividende nicht.
Das Ex-Dividenden-Datum ist der erste Tag, an dem eine Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird. Kommende Dividendentermine können Sie in der Trader Workstation (TWS) einsehen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Aktie klicken und Dividendenkalender auswählen.
Das Record Date ist das Datum, an dem das Unternehmen feststellt, welche Aktionäre zum Erhalt der Dividende berechtigt sind. Wenn Sie die Aktie vor dem Ex-Dividenden-Datum kaufen, werden Sie grundsätzlich bis zum Record Date als Aktionär erfasst und haben somit Anspruch auf die Dividende.
Wie werden Optionsscheine und strukturierte Produkte abgewickelt?
Optionsscheine und andere strukturierte Produkte, wie Zertifikate und Knock-out-Produkte, werden grundsätzlich bar abgerechnet. Die geltenden Abwicklungsbedingungen werden vom Emittenten festgelegt und sind im Basisinformationsblatt (KID) des jeweiligen Produkts zu finden.
Sie können das KID aufrufen, indem Sie sich im Client Portal anmelden, oben rechts auf das „?“-Symbol klicken, Support Center auswählen und anschließend auf PRIIPs KID klicken.
Wann muss ich eine Option spätestens ausüben, um die Dividende beziehen zu können?
Unter bestimmten Umständen kann die vorzeitige Ausübung einer Option wirtschaftlich vorteilhaft sein. Dadurch erhält der Optionsinhaber die Aktiendividende und verzichtet auf den verbleibenden Zeitwert der Option. Kunden werden über anstehende Dividendenzahlungen über die TWS, das Client Portal und per E-Mail informiert, falls der zugrunde liegende Basiswert eines Optionskontrakts eine Dividende ausschüttet. Zusätzlich wird prognostiziert, ob eine vorzeitige Ausübung finanziell sinnvoll ist oder wie wahrscheinlich eine Zuteilung bei Shortpositionen ist.
Laut der EUREX werden die zugeteilten Aktien innerhalb von 2 Geschäftstagen abgewickelt.
Außerdem regeln die Clearing-Anweisungen, dass Dividenden dem Inhaber der Optionsposition nach der Ausübung zustehen.
Somit ist die Ausübung einer Option am Tag vor dem Ex-Tag ausreichend, um für eine Aktiendividende berechtigt zu sein.
Ist der Handel mit Optionen in einem Bar-Depot möglich?
Ja. Optionen können grundsätzlich in einem Bar-Depot gehandelt werden, sofern die Position vollständig gedeckt ist. Dazu gehören beispielsweise Covered Calls (bei denen Sie die zugrunde liegenden Aktien besitzen) und Cash-Secured Puts (bei denen ausreichend Cash vorhanden ist, um die zugrunde liegenden Aktien im Falle einer Zuteilung zu kaufen).
Grundsätzlich können in einem Bar-Depot nur bar abgerechnete Optionen oder vollständig gedeckte Optionen mit physischer Lieferung gehandelt werden. Strategien, die zu ungedeckten Verpflichtungen führen können, erfordern in der Regel ein Margin-Depot.
Wann sollte ich meine Futures-Position schließen, um eine physische Lieferung zu vermeiden?
Bestimmte Futures-Kontrakte mit physischer Lieferung unterliegen der Futures Close-Out Policy unseres Partners. Wenn Sie einen solchen Kontrakt halten, sollten Sie Ihre Position vor Ablauf der geltenden Close-Out-Frist schließen oder rollen, um eine physische Lieferung zu vermeiden. Wenn Sie Ihre Position nicht rechtzeitig schließen oder rollen, kann Interactive Brokers Ihre Position gemäß der Close-Out Policy ohne weitere vorherige Mitteilung liquidieren.
Weitere Informationen und die jeweils geltenden Fristen finden Sie in der Close-Out Policy unseres Partners: Futures Close-Out | Interactive Brokers Ireland
Wann werden Optionen abgewickelt?
Die Abwicklung von Optionen hängt von der Börse, dem Basiswert und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Daher können sich Abwicklungsmethode und Zeitpunkt je nach Produkt unterscheiden.
- EUREX-Indexoptionen (z. B. DAX): Am Verfallstag findet zwischen 13:00 und 13:05 Uhr (MEZ) eine Auktion statt, um den Abrechnungspreis zu bestimmen. Auf Grundlage der während der Auktion ermittelten Eröffnungskurse wird der Abrechnungswert berechnet. Bar abgerechnete Positionen werden noch am selben Tag abgewickelt.
- EUREX-Aktienoptionen: EUREX-Aktienoptionen können am letzten Handelstag bis zum Handelsschluss um 17:30 Uhr (MEZ) gehandelt werden. Bei Ausübung oder Zuteilung erfolgt die Abwicklung gemäß den jeweiligen Vertragsbedingungen.
- S&P-500-(SPX-)Optionen: Standardmäßige monatliche SPX-Optionen werden mit AM-Abrechnung abgerechnet. Das bedeutet, dass der Handel am Geschäftstag vor dem Verfallstag endet. Am Verfallstag werden die Eröffnungskurse aller im S&P 500 enthaltenen Aktien zur Berechnung des Abrechnungswerts herangezogen. Diese Abrechnungsmethode gilt nur für standardmäßige monatliche SPX-Optionen, die am dritten Freitag des Monats verfallen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Optionsverfall: AM oder PM“.
- US-Aktienoptionen: US-Aktienoptionen werden grundsätzlich mit PM-Abrechnung abgerechnet. Das bedeutet, dass sie bis zum Handelsschluss am Verfallstag gehandelt werden können. Bei Ausübung oder Zuteilung erfolgt die Abwicklung gemäß den geltenden Abwicklungsregeln.
Informationen zur Abrechnungsmethode einer bestimmten Option finden Sie in den Handelsplattformen. Weitere Informationen zur Abwicklung und zum Verfall von Optionen finden Sie auch auf den Websites von EUREX und Cboe.
Muss ich Barmittel leihen, wenn ich die Erlöse aus einem Aktienverkauf direkt wieder investiere?
Nicht unbedingt. Wenn die Erlöse aus einem Aktienverkauf in ein anderes Finanzinstrument mit derselben Settlement-Frist reinvestiert werden, stimmen die Settlement-Daten in der Regel überein. Wenn die Verkaufserlöse den Kaufbetrag vollständig abdecken, ist kein Leihen von Barmitteln erforderlich.
Wenn der Kauf eine kürzere Settlement-Frist hat als der Verkauf, kann es vorübergehend zu einem negativen Barmittelbestand kommen, bis die Verkaufserlöse abgewickelt wurden. In diesem Fall können Sollzinsen anfallen.
Die Berechnung von Soll- oder Habenzinsen richtet sich nach Ihrem abgewickelten Barmittelbestand nach dem Settlement.
Wie kann ich die Settlement-Details für ein bestimmtes Produkt finden?
Die Settlement-Details finden Sie in den Kontraktdetails des jeweiligen Produkts.
So greifen Sie in der Trader Workstation (TWS) auf diese Informationen zu:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Produkt.
- Wählen Sie Finanzinstrument-Info → Details.
Daraufhin öffnet sich eine Webseite mit den Kontraktdetails des ausgewählten Produkts. Die geltenden Informationen zur Abwicklung finden Sie im Abschnitt Settlement-Methode.
Wo finde ich weitere Informationen zum T+1-Settlement-Zyklus, der im Mai 2024 eingeführt wurde?
Seit der Einführung des T+1-Settlement-Zyklus können sich bestimmte Kontoprozesse unterscheiden, je nachdem, ob Sie ein Bar-Depot oder ein Margin-Depot haben.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: Änderung der Settlementfrist | Service Center | LYNX Online-Broker
Wie wirken sich Währungsfeiertage auf die Abwicklung von Devisengeschäften aus?
Währungsfeiertage können sich auf die Settlement-Fristen von Devisengeschäften (FX) auswirken.
Die meisten Währungspaare werden innerhalb von zwei Geschäftstagen (T+2) abgewickelt, während einige Währungspaare, wie beispielsweise USD/CAD, in der Regel innerhalb eines Geschäftstags (T+1) abgewickelt werden.
Damit eine Abwicklung erfolgen kann, müssen die Zentralbanken beider beteiligten Währungen geöffnet sein. Wenn in einem der Länder ein Bankfeiertag stattfindet, wird die Abwicklung auf den nächsten Geschäftstag verschoben, an dem beide Zahlungssysteme in Betrieb sind. Daher können Feiertage wichtiger Währungen, insbesondere des USD, die Abwicklung anderer Währungspaare beeinflussen, auch wenn der USD nicht direkt beteiligt ist (z. B. EUR/JPY).
Eine verzögerte Abwicklung kann sich vorübergehend auf Barmittelbestände und Finanzierungskosten auswirken. Die jeweils geltenden Settlement-Daten finden Sie im Kalender der Währungsfeiertage für die Abwicklung: Feiertage für die Abwicklung von Währungsgeschäften | Interactive Brokers Ireland
Beispiel EUR/USD:
- Transaktion am Dienstag, 1. Juli, Settlement am Donnerstag, 3. Juli (T+2).
- Transaktion am Mittwoch, 2. Juli, Settlement am Freitag, 4. Juli (T+2). Da der 4. Juli in den USA ein Feiertag ist, verschiebt sich das Settlement auf den nächsten gemeinsamen Geschäftstag, also Montag, 7. Juli (Wochenende dazwischen).
- Ist der Montag zusätzlich ein Feiertag in der Eurozone, erfolgt das Settlement am Dienstag, 8. Juli.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Dieses Beispiel dient lediglich zur Veranschaulichung. Das genaue Settlement-Datum hängt vom Produkttyp, der Gegenpartei und der geltenden Regulierung ab.
Verfallzeitpunkt von Optionen: AM oder PM
Jeder Optionskontrakt hat ein festgelegtes Verfallsdatum und eine festgelegte Verfallszeit. Optionen können entweder am Morgen (AM) oder zum Handelsschluss (PM) verfallen.
- Optionen mit AM-Abrechnung können am Geschäftstag vor dem Verfall letztmalig gehandelt werden. Der endgültige Abrechnungswert wird am Verfallstag bestimmt, in der Regel anhand der Eröffnungskurse des Basiswerts.
- Optionen mit PM-Abrechnung können bis zum Handelsschluss am Verfallstag gehandelt werden. Der endgültige Abrechnungswert wird nach Handelsschluss bestimmt.
Beispiel: SPX-Optionen (Cboe):
Standardmäßige monatliche SPX-Optionen werden mit AM-Abrechnung abgerechnet. Der Handel endet am Geschäftstag vor dem Verfall um 15:15 Uhr CST. Am Verfallstag werden die offiziellen Eröffnungskurse aller im S&P 500 enthaltenen Aktien zur Berechnung des endgültigen Abrechnungswerts herangezogen.
SPXW-Optionen werden mit PM-Abrechnung abgerechnet. Der Handel ist bis 15:00 Uhr CST am Verfallstag möglich. Der endgültige Abrechnungswert wird auf Grundlage der Kurse zum Handelsschluss bestimmt.
Bitte beachten Sie: Die AM-Abrechnung birgt ein zusätzliches Marktrisiko, da der Handel bereits vor der Ermittlung des endgültigen Abrechnungswerts endet. Daher kann der Abrechnungswert vom Marktpreis zum Handelsschluss des letzten Handelstags abweichen.durch basiert der Abrechnungspreis nicht auf dem Kurs zum Handelsschluss, sondern auf den Eröffnungskursen des folgenden Tages.
Wie kann ich Optionen mit AM-/PM-Abrechnung erkennen?
Jeder Optionskontrakt hat ein festgelegtes Verfallsdatum und eine festgelegte Verfallszeit. Der Verfall kann entweder am Morgen (AM) oder am Nachmittag (PM) erfolgen. Standardmäßig verfallen die meisten Optionen am Nachmittag (PM).
In TWS (Trader Workstation):
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Optionskontrakt.
- Wählen Sie Finanzinstrument-Info → Beschreibung.
- Bei einem Kontrakt mit AM-Abrechnung wird neben dem Verfallsdatum ein orangefarbenes „AM“ angezeigt. Bei Optionen mit PM-Abrechnung wird dieses Kennzeichen nicht angezeigt, da PM die Standardeinstellung ist.
In Optionsketten (z. B. OptionTrader):
- Kontrakte mit AM-Abrechnung sind ebenfalls durch ein orangefarbenes „AM“ neben dem Verfallsdatum gekennzeichnet.
In der mobilen App:
- Wählen Sie für den jeweiligen Ticker Optionen aus, um eine Übersicht der Kontrakte anzuzeigen.
- Optionen mit AM-Abrechnung sind durch „(AM)“ neben dem Verfallsdatum gekennzeichnet. Bei Optionen mit PM-Abrechnung wird kein zusätzliches Kennzeichen angezeigt.
In LYNX+:
- Derzeit zeigt LYNX+ die AM-/PM-Abrechnung nicht direkt in der Optionsübersicht an.
- Sie können dies überprüfen, indem Sie das Datum und die Uhrzeit des letzten Handelstags mit den Angaben zum Verfall vergleichen.
Die Abrechnungsart beeinflusst den Zeitpunkt des letzten Handelstags und die Ermittlung des endgültigen Abrechnungspreises. Überprüfen Sie daher vor dem Handel mit einem Optionskontrakt immer die geltenden Abwicklungsbedingungen.preis ermittelt wird. Prüfen Sie daher die Settlement-Bedingungen eines Optionskontrakts immer vor dem Handel.