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Cannabis Aktien 2026

Stehen Cannabis-Aktien im Jahr 2026 nach heftigen Kursverlusten möglicherweise vor einem Comeback?
von Wendelin Probst
04.02.2026 | 17:27 Uhr

Die Aktienanalysen von Wendelin Probst basieren in erster Linie auf fundamentaler Analyse. Hierbei legt der Autor besonderen Wert auf Umsatz- und Gewinnwachstum, Innovationskraft und Marktposition eines Unternehmens. Auch allgemeine Rahmenbedingungen wie Konjunkturzyklus, Branchen- und Zukunftstrends werden in seinen Studien berücksichtigt. Neben den fundamentalen Aspekten stellt der Autor zur Einordnung der aktuellen Aktienkursentwicklung auch grundlegende markt- und charttechnische Betrachtungen an. Dies könnte beispielsweise die Börsenphase sein, in der sich der Aktienmarkt zum Betrachtungszeitpunkt befindet (z. B. Bullenmarkt, Korrektur oder Seitwärtsphase) oder der Trendverlauf der Aktie (z. B. Abwärtstrend oder Aufwärtstrend).

Cannabis Aktien & Marihuana Aktien | Online-Broker LYNX
Vom großen Hype um Marihuana-Aktien ist so gut wie nichts mehr übrig, denn die hochfliegenden Pläne der Cannabis-Industrie gingen buchstäblich in Rauch auf. Viele der einstigen Highflyer notieren mittlerweile auf Pennystock-Niveau oder haben dies durch die Zusammenlegung von Aktien kaschiert.

In diesem Artikel sehen wir uns für Sie an, ob es mittlerweile wieder Sinn machen könnte, spekulativ in Marihuana-Aktien zu investieren und auf ein Comeback der Branche zu setzen. Drei Werte – Cronos, Canopy Growth und Aurora Cannabis – schauen wir uns dabei etwas genauer an.

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Inhalt

Cannabis-Aktien: Ein Trauerspiel

Nach dem Anfangshype, in dem jede Cannabis-Aktie der Branche blind gekauft wurde, machen sich bei den Anlegern seit Anfang 2021 Ernüchterung und Enttäuschung breit. Die Aktienkurse sind im Keller und nur die nachhaltigsten Geschäftsmodelle werden die harte Selektion überstehen. Etliche Anbieter mussten bereits die Segel streichen und Insolvenz anmelden. Wer während des großen Cannabis-Aktien-Hypes eingestiegen war und vergessen hatte, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, der blickt auf horrende Verluste. Nicht wenige der ehemaligen Champions endeten als Totalverlust. Genau vor diesem Szenario hatten wir wiederholt gewarnt und im Bereich der Höchstkurse mehrfach zu Gewinnmitnahmen geraten.

Welche Cannabis Aktien kaufen?

Aufgrund der frühzeitigen Marktöffnung hat sich Kanada zum Dreh- und Angelpunkt der Branche entwickelt. Im Jahr 2025 gaben die Kanadier für legales Marihuana Schätzungen zufolge ca. 5,7 Mrd. CAD aus. Im Vergleich zum Vorjahr war dies allerdings nur eine moderate Steigerung von +5 %.

Da in Kanada die rechtlichen Rahmenbedingungen frühzeitig geschaffen wurden und damit beispielsweise auch Bankfinanzierungen möglich waren, sind dort die größten Unternehmen der Branche entstanden. Diese investierten mit Anlegergeldern Milliarden in den Ausbau von Produktionskapazitäten, um sich Marktanteile zu sichern. Doch die Konzerne produzierten letztendlich weit mehr, als tatsächlich nachgefragt wurde. Dies führte zu enormen Überkapazitäten und dazu, dass bis heute ein großer Teil der Produkte vernichtet werden muss. Auch zum jetzigen Zeitpunkt besteht beispielsweise bei getrocknetem Cannabis, Extrakten und Samen noch ein Überangebot, das die Verkäufe erheblich übersteigt. Früher oder später dürften die Marktkräfte die Situation wieder bereinigen.

Trotzdem haben wir einen Blick auf die Branche geworfen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste mit möglichen Marihuana-Aktien für 2026. Drei der größeren Cannabis-Konzerne stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Cannabis Aktien Liste

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Cannabis-Aktie Market Cap in Mrd. Kurs Währung Symbol ISIN
AbbVie Inc. 398,83 219,02 USD ABBV US00287Y1091
The Scotts Miracle-Gro Company 3,75 65,04 USD SCQA US8101861065
Jazz Pharmaceuticals PLC 10,07 163,15 USD JAZZ IE00B4Q5ZN47
Innovative Industrial Properties Inc 1,36 47,70 USD IIPR US45781V1017
Cronos Group Inc 0,98 2,57 USD CRON CA22717L1013
Tilray Brands, Inc. 0,76 0,67 USD TLRY US88688T1007
Canopy Growth Corp 0,44 1,12 USD CGC CA1380351009
SNDL Inc. 0,40 1,45 USD SNDL CA83307B1013
Aurora Cannabis Inc 0,21 3,31 USD ACB CA05156X8504
Corbus Pharmaceuticals Inc. 0,14 7,41 USD CRBP US21833P3010

Top-Aktien der Cannabis Branche

In folgende Cannabis-Aktien könnten Anleger investieren, um von den Entwicklungen in der Cannabis-Branche zu profitieren.

Cronos: Aktienkurs mit Eigenkapital unterfüttert

Der kanadische Cannabis-Hersteller Cronos (ISIN: CA22717L1013 – Symbol: CRON – Währung: USD) ist mit Partnerschaften und Joint Ventures auf fünf Kontinenten aktiv. Unter anderem stellt das Unternehmen medizinische Produkte her, beispielsweise unter der Marke „Peace Naturals“. Daneben hat man aber auch Marken für den Freizeitkonsum im Portfolio wie „Cove“ und „Spinach“. In Deutschland arbeitet Cronos mit dem Distributor Pohl-Boskamp zusammen, der über 10.000 deutsche Apotheken beliefert. Umsatzmäßig gehört Cronos zwar noch nicht zur ersten Riege der Cannabis-Unternehmen, kommt aber trotz starker Kursverluste weiterhin auf eine Marktkapitalisierung von rund 961 Mio. USD. Zu einer weitaus höheren Bewertung war im Dezember 2018 Marlboro-Hersteller Altria bei Cronos eingestiegen. Der Tabakkonzern übernahm für 1,8 Mrd. USD einen 45-%-Anteil, der mittlerweile durch Kapitalerhöhungen auf 41 % verwässert wurde.

Break-even in diesem Jahr?

Im Jahr 2024 erzielte Cronos einen Umsatzanstieg um +35 % auf 169,7 Mio. CAD. Nach hohen Abschreibungen im Vorjahr wurde ein kleiner Gewinn von 0,16 CAD je Aktie (Vorjahr: -0,19 USD je Aktie) erzielt. Allerdings ist dieser weniger auf operative Erfolge, sondern vor allem auf Zinseinkünfte zurückzuführen. Analysten erwarten, dass 2025 bei Umsätzen in Höhe von 190,8 Mio. CAD (+12,5 %) eine rote Null erzielt wurde. Für das aktuelle Jahr 2026 werden ca. 251,3 Mio. CAD (+32 %) Umsatz und 0,12 USD Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt. Damit wäre der Break-even und damit der Turnaround geschafft. Positiv anzumerken ist bei Cronos der enorme Bestand von Cash und Kurzfristinvestments, der Ende des 3. Quartals 2025 rund 824 Mio. USD beträgt und aus der Beteiligung von Altria resultiert. Damit ist die Aktie gut mit Cash unterfüttert, denn der Cash-Anteil pro Aktie liegt (verwässert) umgerechnet bei rund 2,15 USD, das Netto-Eigenkapital beträgt sogar 1,13 Mrd. USD bzw. 2,92 USD je Aktie. Aufgrund des hohen Cashbestands wurde im Jahr 2025 sogar ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 50 Mio. USD für bis zu 5 % der ausstehenden Aktien beschlossen. Sofern die Aktien unter dem Buchwert zurückgekauft werden, würde dies nicht nur die Nachfrage nach der Aktie steigern, sondern auch den Eigenkapitalanteil pro Aktie weiter erhöhen.

Cannabis Aktien: Kursentwicklung der Cronos Aktie von Februar 2023 bis Februar 2026 | Online Broker LYNX
Cronos Group Aktie: Chart vom 03.02.2026, Kurs: 2,51 USD, Kürzel: CRON | Quelle: TWS

Bei einem aktuellen Aktienkurs von ca. 2,51 USD ist die Aktie zu mehr als 100 % mit Eigenkapital unterfüttert. Die Aktie von Cronos befindet sich weiterhin in einer heftigen Korrektur und der langfristige Abwärtstrend ist weiterhin intakt – auch wenn es in den letzten Jahren immer mal wieder Kursavancen gab, die anschließend jedoch stets verpufften. Von den Tiefstständen im Frühjahr konnte sich die Aktie immerhin lösen. Auf dem aktuellen Level ist die Aktie in Relation zum Eigenkapital weiterhin attraktiv bewertet und kommt daher tatsächlich wieder für hochspekulative mittel- bis langfristige Käufe in Frage. Die Unterfütterung der Aktie mit Eigenkapital bzw. Cash sollte auch eine gute Absicherung gegen weitere übermäßige Kursverluste bieten. Dennoch sollten Anleger beachten, dass Cronos weiterhin Verluste schreibt und der angestrebte Turnaround erst noch bestätigt werden muss. Aus diesem Grund eignet sich der schwankungsfreudige Wert nur für Trader und Zockernaturen.

Canopy Growth Corporation: Ende der Verluste in Sicht?

Canopy Growth Corporation (ISIN: CA1380351009 – Symbol: CGC – Währung: USD) ist mit einem aktuellen Börsenwert von 446 Mio. USD als ehemals wertvollster Marihuana-Konzern der Welt nach jahrelangem Missmanagement nur noch einen Bruchteil seiner früheren Marktkapitalisierung wert. Kaum zu glauben, dass der Spirituosen-Riese Constellation Brands für seinen 39-%-Anteil vor wenigen Jahren satte 5 Mrd. CAD aufbot. Neben Nordamerika ist Canopy Growth weltweit in zahlreichen weiteren Regionen und Ländern, darunter auch Deutschland, aktiv. Das letzte Geschäftsjahr 2024/25 war erneut von Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. Deshalb gab es statt Wachstum Umsatzrückgänge zu vermelden: Die Umsätze gingen um -9 % auf 269 Mio. CAD zurück. Dabei fiel abermals ein enormer Verlust in Höhe von -5,56 CAD (Vorjahr -8,79 CAD) je Aktie an, der jedoch vor allem aus nicht cash-wirksamen Abschreibungen resultierte.

Für das laufende Jahr 2025/26 erwarten Marktexperten einen kleinen Umsatzanstieg um +4 % auf 280,6 Mio. CAD sowie einen Verlust in Höhe von -0,13 CAD je Aktie. Für das kommende Geschäftsjahr 2026/27 liegt der Analystenkonsens bei 296,5 Mio. CAD (+5,5 %) Umsatz sowie bei 0,09 CAD Gewinn je Aktie.

Absturz: Vom Highflyer zum Pennystocks-Tiefflieger

Immerhin hat das Unternehmen trotz einiger Schulden per 30. September 2025 ca. 300 Mio. CAD in bar und kurzfristigen Anlagen auf dem Bankkonto. Demgegenüber stehen im Gegensatz zu Cronos allerdings auch hohe Schulden, sodass sich keine Aussage über die Überlebensfähigkeit in den kommenden Jahren treffen lässt. Eine Insolvenz scheint durchaus möglich.

Cannabis Aktien: Kursentwicklung der Canopy Growth Aktie von Februar 2023 bis Februar 2026 | Online Broker LYNX
Canopy Growth Aktie: Chart vom 03.02.2026, Kurs: 1,09 USD, Kürzel: CGC | Quelle: TWS

Die Aktie, die 2023 im Verhältnis 1:10 zusammengelegt wurde, gehörte mit einer Kursverzehnfachung auf umgerechnet 592,50 USD zu den großen Gewinnern des großen Marihuana-Hypes des Jahres 2018. Ähnliche Kurse wurden nochmals Anfang 2021 erreicht, doch seitdem ging es steil bergab. Mit aktuell 1,09 USD hat die Aktie im Vergleich zu den Höchstkursen 99,8 % ihres Wertes verloren. Schlimmer hätte es also kaum kommen können. Da die operative Gewinnzone immer noch nicht erreicht ist, sollte die abgestürzte Pennystocks-Aktie Zockern vorbehalten bleiben, die wissen, worauf sie sich einlassen. Wir empfehlen weiterhin: Finger weg!

Aurora Cannabis Inc. – Gelingt der Turnaround?

Mit Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X8843 – Symbol: ACB – Währung: USD) ist auch die dritte betrachtete Aktie in Kanada beheimatet. Der Hauptfokus von Aurora liegt wie bei allen drei vorgestellten Unternehmen auf dem nordamerikanischen Markt, es werden aber auch andere Länder beliefert. Die Aurora-Aktie befindet sich seit Ende 2018, als splitbereinigte Höchstkurse von sage und schreibe 1.500 USD erzielt wurden, ebenfalls im Abwärtstaumel und büßte seitdem mehr als 99,7 % ihres Werts ein. Dies kommt für Anleger, die während des großen Hypes eingestiegen waren, einem Totalverlust gleich. Der Grund für die Misere liegt vor allem in zwei überteuerten Milliardenübernahmen, mit denen sich Aurora eindeutig verhoben hatte. Allein die Tatsache, dass seit 2022 wegen der bestehenden Überkapazitäten unter anderem auch Orchideen angepflanzt und verkauft werden, spricht Bände.

Break-even wird angepeilt

Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden die Erwartungen der Analysten mit einem Umsatz von 343,3 Mio. CAD leicht übertroffen, beim Ergebnis je Aktie (0,04 CAD) jedoch deutlich verfehlt, obwohl ein kleiner Bilanzgewinn ausgewiesen wurde. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatzanstieg um knapp +8 % auf 379,8 Mio. CAD sowie einen Verlust von -0,91 CAD je Aktie. Im kommenden Jahr 2026/27 soll dann bei ca. 400 Mio. CAD (+5 %) Umsatz ein positives Ergebnis von ca. 0,07 CAD je Aktie erreicht werden. Damit wäre der Breakeven tatsächlich gelungen.

Cannabis Aktien: Kursentwicklung der Aurora Cannabis Aktie von Februar 2023 bis Februar 2026 | Online Broker LYNX
Aurora Cannabis Aktie: Chart vom 03.02.2026, Kurs: 3,92 USD, Kürzel: ACB | Quelle: TWS

Aufgrund der herben Kursverluste in den letzten Jahren bringt Aurora Cannabis nur noch eine Marktkapitalisierung von ca. 222 Mio. USD auf die Börsenwaage. Für das Unternehmen ging es nach einigen Managementfehlplanungen zuletzt nur noch ums nackte finanzielle Überleben. Doch mittlerweile scheint der Konzern auf dem richtigen Kurs zu sein, auch wenn es weiterhin Unsicherheiten gibt. Im Jahr 2024/25 wurde immerhin ein positiver Cashflow erzielt. Dazu hatte das Unternehmen per Ende 2024/25 rund 142 Mio. CAD Cash auf der hohen Kante und hat in Bezug auf das Cannabis-Geschäft keine Verbindlichkeiten. Die Aktie zeigte sich nach den letzten Quartalszahlen jeweils sehr volatil und verzeichnete innerhalb der übergeordneten Korrektur Kurssprünge in beide Richtungen. Aus aktueller Sicht bleibt auch die Aurora-Aktie, die ebenfalls 1:10 zusammengelegt wurde, eine extrem spekulative Aktie, die genau wie Canopy Growth abgebrühten Zockernaturen vorbehalten bleiben sollte. Wir empfehlen auch bei dieser Cannabis-Aktie weiterhin die Seitenlinie.

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Cannabis Aktien Vergleich: Liste nach Performance

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Cannabis-Aktie Kurs 52 W Tief 52 W Hoch YTD 6 M 1 J 5 J
Scotts Miracle-Gro 65,04 45,61 70,67 11,47 % 4,05 % -6,46 % -72,50 %
Innovative Industrial Properties 47,70 44,58 75,71 0,72 % -7,65 % -35,08 % -77,44 %
Corbus Pharmaceuticals 7,41 4,64 20,56 -8,97 % -20,66 % -34,60 % -90,82 %
AbbVie 219,02 164,39 244,81 -4,14 % 11,07 % 14,22 % 101,43 %
Jazz Pharmaceuticals 163,15 95,49 182,99 -4,03 % 40,53 % 34,25 % 3,98 %
Aurora Cannabis 3,31 3,44 6,91 -21,56 % -28,35 % -38,36 % -97,41 %
Cronos Group 2,57 1,60 3,43 -2,28 % 27,23 % 25,37 % -78,60 %
SNDL 1,45 1,15 2,89 -12,65 % -11,59 % -22,04 % -87,17 %
Canopy Growth 1,12 0,77 2,90 -1,75 % 1,82 % -55,73 % -99,74 %
Tilray 0,67 0,30 1,95 -0,71 % 27,52 % -34,57 % -96,86 %

Fazit: Wer überlebt auf dem Cannabis-Markt?

Dass die Anleger nach der großen Party mit einem ordentlichen Kater aufwachen, war fast klar. Dass der Kater jedoch so heftig ausgefallen ist, überrascht dann doch etwas. Denn mit bis zu 99 % Kursverlust haben einige größere Namen der Cannabis-Branche den Anlegern quasi einen Totalverlust beschert.

Für Canopy und Cronos waren bzw. sind die ursprünglichen Milliardeninvestments von Constellation Brands bzw. Altria von elementarer Bedeutung. Doch während Canopy Growth den Wettbewerbsvorteil durch eine Kette von Fehlentscheidungen komplett verspielte, liegt das Cash-Polster zumindest bei Cronos noch teilweise auf dem Bankkonto. Dies könnte sich langfristig als entscheidender Vorteil im Überlebenskampf erweisen. Doch von einer neuen Aufbruchsstimmung ist in der Branche auch im Jahr 2026 noch nichts zu spüren. Nachdem fast sämtliche Luft aus der Blase entwichen ist, müssen Anleger in der Marihuana-Branche weiterhin mit sehr volatilen Kursentwicklungen rechnen. Wer unbedingt einen hochspekulativen Zock wagen will, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die betreffende Firma über ein ausreichendes Finanzpolster verfügt, um die bis zum Erreichen der Gewinnschwelle zu erwartenden Verluste auszugleichen. Dies könnte beispielsweise bei Cronos der Fall sein. Immerhin prognostizieren Analysten bei allen drei vorgestellten Kandidaten für das nächste Geschäftsjahr ein überschaubares positives Ergebnis. Ob dies auch allen drei Unternehmen tatsächlich gelingt, steht allerdings noch in den Sternen.

Quellen:
New Cannabis Ventures: Sales Slipped in September from Record Level (03.02.2026); https://www.newcannabisventures.com/canadian-cannabis-sales-slipped-in-september-from-record-level/?utm_source=chatgpt.com
BBC: Canadian cannabis market struggles five years after legalisation, (03.02.2026); https://www.bbc.com/news/world-us-canada-67126243/
Cannabis Business Times: Canada’s Oversupply: 53.7 Million Unsold Cannabis Products in December (03.02.2026); https://www.cannabisbusinesstimes.com/news/canada-cannabis-oversupply-millions-of-unsold-products-december-2023/
Yahoo Finance: Analysten-Schätzungen (03.02.2026); https://finance.yahoo.com/
Cronos IR-Webseite (03.02.2026); https://ir.thecronosgroup.com/
Canopy Growth IR-Webseite (03.02.2026); https://www.canopygrowth.com/investors/
Aurora Cannabis IR-Webseite (03.02.2026); https://www.auroramj.com/investors/

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.02.2026 um 12:46 Uhr. Wir beabsichtigen, diesen Artikel mindestens alle 6 Monate zu aktualisieren.


Wendelin Probst ist seit 1998 an der Börse aktiv und schreibt als Finanzjournalist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Finanzmedien. Nach dem Finanzwirtschafts-Studium und einem Praktikum bei der Börse München war er zunächst als Investor Relations Manager für mehrere deutsche Prime-Standard-Aktiengesellschaften tätig, bevor er sich 2007 als Tradingexperte und Finanzjournalist selbstständig machte. Seine Expertise liegt im Bereich Wachstums- und Technologieaktien, die er nach fundamentalen und charttechnischen Aspekten analysiert.

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