NASDAQ 100 Prognose Nasdaq 100: Jetzt wären Käufe so langsam richtig dringend!

News: Aktuelle Analyse des NASDAQ 100 Index

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NASDAQ 100
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Seit drei Wochen läuft der Nasdaq 100 seitwärts. Das ist zwar besser als zu fallen, aber es ist auffällig, wie schwer sich die Bullen bei diesem Index tun. Und das Problem ist: Die Seitwärtsbewegung spielt sich nicht über, sondern unter entscheidenden Chartmarken ab!

Die US-Anleger kaufen seit Wochen vor allem Aktien der „Old Economy“, sammeln Chevron, Walmart, Merck oder Coca-Cola ein. Die Schwergewichte der Nasdaq wie Amazon, Apple, Alphabet, Meta, Tesla, Nvidia oder Netflix hingegen bleiben liegen. Aktien, die in früheren Jahren immer als erste ansprangen, wenn es aufwärts ging und am weitesten zulegten, will derzeit kaum jemand haben. Wäre das zu Recht der Fall, könnte man davon ausgehen, dass die aus charttechnischer Sicht jetzt dringend nötigen Käufe weiterhin ausbleiben und der Nasdaq 100 in seinem Abwärtstrend verharren wird. Denn im Gegensatz zum Dow Jones, der sich immer näher an sein Rekordhoch heranschiebt, ist der Nasdaq 100 in der Tat noch in einer völlig intakten Baisse.

Sie sehen die Dramatik auf einen Blick im ganz langfristigen Chartbild auf Monatsbasis. Es gibt dort nur zwei entscheidende Linien: Zum einen die 1.000-Tage-Linie, zum anderen die seit 2009 relevante, übergeordnete Aufwärtstrendlinie. Getestet und gehalten wurden diese beiden Linien im Oktober ebenso wie im November. Aber obgleich so etwas ein sehr positives Signal ist und die Bullen normalerweise in einen Kaufrausch versetzen würde, kann sich der Index bislang nicht nach oben lösen.  Der Grund findet sich im Chart auf Tagesbasis:

Den aktuellen Kurs und Chart des NASDAQ 100 sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Nasdaq 100 bewegt sich immer noch unterhalb der zur Jahreswende 2021/2022 etablierten Abwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie, die im Bereich 12.350/12.530 Punkte eine massive Hürde darstellen. Aber bislang hat sich der Index noch nicht einmal an einen Test dieser Widerstandszone gemacht. Er verharrt in einem seicht aufwärts laufenden Trendkanal, der unterhalb der Abwärtstrendlinie nichts anderes ist als eine „bärische Flagge“, eine Konsolidierungsformation, die in der Mehrheit der Fälle nach unten verlassen wird.

Nasdaq 100: Monats-Chart vom 02.12.2022, Kurs 11.994,26 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Dass er sich seit drei Wochen am oberen Ende der Flagge aufhält und die innerhalb des Kanals verlaufende 20-Tage-Linie zuletzt als Support funktionierte, ist zwar schon mal gut, weil das die Chance aufrechterhält, den Ausbruch nach oben anzugehen. Aber ein solcher Ausbruchsversuch muss bald kommen und muss auch gelingen, Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie müssen zeitnah bezwungen werden. Denn sonst wird den Bullen schnell wieder der Mut abhandenkommen.

Zwar spräche die Logik für das bullische Lager, denn wenn man schon daran glauben will, dass die Leitzinsen nicht mehr allzu weit steigen, die Inflation in den Griff kommt und eine Rezession, wenn sie dann käme, nur milde ausfällt, dann müsste man auf diese Nasdaq-Schwergewichte setzen. Auf diese oben genannten Titel, deren vorherige Überbewertung durch diese Baisse großenteils abgebaut ist, während Aktien wie Coca-Cola oder Merck langsam überbewertet sind.

Zu Recht hängt der Nasdaq 100 also nicht da unten fest … und wollte man nicht das Best Case-Szenario annehmen, sondern die Rezession als wahrscheinlich und ggf. auch tief unterstellen, wäre zumindest der Dow Jones zu Unrecht so weit gestiegen. Aber wenn sich ein solcher Trend festsetzt, ist es oft zweitrangig, ob er logisch unterfüttert ist, er wird stur fortgesetzt. Um das zu ändern, müssten die Bullen jetzt umgehend Zeichen setzen und den Nasdaq 100 klar über 12.530 Punkte hinaus heben. Passiert da in den nächsten ein, zwei Wochen weiterhin nichts, wäre ein erneuter Test des bisherigen Jahrestiefs alles, nur keine Überraschung.

Nasdaq 100: Tages-Chart vom 02.12.2022, Kurs 11.994,26 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX
Top Flop Aktien – Übersicht der Gewinner und Verlierer

Welche Aktien in den wichtigen Indizes sind in letzter Zeit am meisten gestiegen oder gefallen? Was sind die Top-Aktien 2022? Welche Aktien haben die beste Performance über die letzten 5 Jahre und welche Aktien sind stark gefallen? Hier finden Sie es heraus: DAX Top FlopMDAX Top FlopEuro Stoxx Top FlopDow Jones Top FlopNasdaq 100 Top Flop

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Vorherige Analysen des NASDAQ 100 Index

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An der US-Börse feiert man seit Kurzem trotz der zahlreichen Warnungen von US-Notenbankern, das besser bleiben zu lassen, den bevorstehenden Sieg über die Inflation. Aber müsste der Nasdaq 100 dann nicht ganz vorne dabei sein, statt das Schlusslicht zu bilden?

Davon abgesehen, dass man den US-Notenbankmitgliedern besser glauben sollte, wenn sie unterstreichen, dass der Kampf gegen die Inflation noch lange nicht vorbei ist, müsste die „Karte Entwarnung“, die man durch die Kaufwelle am Aktienmarkt gerade spielt, eigentlich die Aktien von denjenigen Unternehmen am stärksten in Fahrt bringen, die bei der Wiederbelebung des Konsums am meisten profitieren würden. Aktien wie Apple, Amazon, Nvidia, Tesla, Microsoft, sprich die technologieorientierten Blue Chips der Nasdaq. Aber das Gegenteil passiert:

Der Nasdaq 100 kommt, das sehen wir im langfristigen Chart auf Monatsbasis mit logarithmischer Skalierung, nicht einmal von der so immens wichtigen, übergeordneten Aufwärtstrendlinie weg, während der Dow Jones bereits fast zwei Drittel des Weges zurück ans Rekordhoch zurückgelegt hat.

Nasdaq 100: Monats-Chart vom 18.11.2022, Kurs 11.677,02 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Das ist in einem Umfeld, in dem man auf die Rückkehr des Wachstums wettet, absurd. Haben die US-Trader ein Logik-Problem?

Expertenmeinung: Dass der Dow Jones mit seinem Schwerpunkt auf der „Old Economy“, den klassischen Industriebranchen, so viel besser läuft als die Technologietitel, basiert auf einer immensen Umschichtung in vermeintliche Sicherheit. Die klassischen Konzerne sind weniger von den Zinsen abhängig, das Risiko scharfer Umsatz- und Gewinneinbrüche ist dort meist geringer, das ist schon richtig. Was man indes übersieht: Damit werden diese „Old Economy“-Aktien von der Bewertung her zu teuer, viele Technologietitel haben indes ihre vorherige Überbewertung mittlerweile abgebaut.

Das alleine ist schon nicht logisch. Warum also sollte man sich wundern, wenn der logische Schritt ausbleibt, angesichts der (ebenso wenig logischen) Erwartung, die Inflation sei im Griff und die Rezessionsgefahr vom Tisch, sofort die konservativen Aktien aus dem Depot zu werfen und am Boden liegende, Wachstums-affine Technologietitel einzusammeln?

Dass es an der Börse unlogisch zugeht, ist keine Seltenheit. Das hier wäre ein solcher Fall. Aber es hat keinen Sinn, sich dagegenzustemmen, solche irrational wirkenden Phasen können zwar schlagartig enden, können aber auch hartnäckig sein. Daher sollte man sich, was den Nasdaq 100 angeht, stur anhand der charttechnischen Vorgaben bewegen. Und da sehen wir:

Der Index hat Mühe, das Doppeltief vom Oktober und Anfang November zu vollenden. Noch kann das eine bärische Flagge sein, die nach unten verlassen wird und den Test des bisherigen Jahrestiefs einleitet. Die entscheidende Zone, die der Nasdaq 100 überwinden muss, um ein klar bullisches Zeichen zu setzen, ist der Bereich zwischen der mittelfristigen Abwärtstrendlinie bei 12.500 und dem Februar-Tief bei 13.065 Punkten. Erst, wenn er da durch ist, gäbe es grünes Licht für die Renaissance der so verprügelten Blue Chips aus den Technologiebranchen.

Nasdaq 100: Tages-Chart vom 18.11.2022, Kurs 11.677,02 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Besser als erwartet ausgefallene Konsumentenpreise haben gestern in den US-Indizes für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Erwartet wurde ein Anstieg gegenüber dem Vormonat von 0.6% und tatsächlich lag die Rate bei 0.4%. In der Kernrate waren es 0.3% statt 0.5%. Nachdem der S&P500, Dow und die Nasdaq vorige Woche noch nach der Notenbanksitzung heftig unter Druck geraten sind, war dies ein lang ersehnter Befreiungsschlag der Bullen. Die Intensität des Anstieges war enorm. So stieg der technologielastige Index um mehr als 7%. Dieser Tag gehörte zu den 15 stärksten seit dem Jahr 1953 und wir haben wahrlich wieder einmal Geschichte geschrieben. Ist dies nun der Startschuss zu einer Jahresendrallye?  

Expertenmeinung: Natürlich könnten wir gerade auch nur einen heftigen Short Squeeze gesehen haben. Die Bären kamen unter Druck und mussten gerade in sehr spekulativen und heftig geshorteten Werten ihre Positionen schließen. Aber wie erkennen wir, ob die Rallye nun auch wirklich weitergeht? Hierzu beachten wir das gestrige Gap. Das letzte Gap nach oben, welches nicht geschlossen wurde, fand Mitte Juli statt. Von da an konnten die US-Indizes mehrere Wochen lang den Turbo zünden. Je länger nun das gestrige Gap offenbleibt, umso höher die Chancen auf mehr. Sollte die Kurslücke wiederum rasch geschlossen werden, wäre dies ein denkbar schwaches Signal. Aktuell haben die Bullen das Zepter in der Hand und hätten theoretisch alle Möglichkeiten, mehr aus dem gestrigen Handelstag zu machen.     

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 10.11.2022 Kurs: 11.605,96 Kürzel: NDX | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wir nähern uns dem Jahresende in Windeseile und die Rufe vieler Anleger nach einer möglichen Jahresendrallye werden immer lauter. Ob es eine geben wird oder nicht, steht in den Sternen, aber es gibt gewisse Grundvoraussetzungen, wie sich eine solche ergeben könnte. Hierbei blicken wir aktuell auf die technologielastige Nasdaq. Diese erwischte es in diesem Jahr besonders schlimm, da vor allem wachstumsorientierte Unternehmen schwer unter den steil nach oben laufenden Zinsen leiden. Die Relative Schwäche gegenüber dem Dow Jones Industrial oder dem S&P500 ist hierbei nicht zu übersehen. Auch im Laufe der vorigen Woche, als die US-Notenbank erneut die Zinsen nach oben anhob, gehörte die Nasdaq zu den größten Verlierern. Der Trend befindet sich aktuell weiterhin in einer bärischen Gesamtlage.

Expertenmeinung: Was müsste also passieren, dass wir hier noch einmal den Turbo zünden könnten? Aus aktueller Sicht gäbe es hierzu zwei Möglichkeiten. Erstere wäre, dass wir kurzfristig das Pivot-Tief von Oktober kurzfristig nach unten durchbrechen, um noch einmal richtig Panik zu verursachen. Danach müssten wir diese Ebene wieder zurückerobern und ein neues Kaufsignal wäre am Tisch. Die zweite Möglichkeit wäre, dass wir nun ein höheres Tief gegenüber dem Vormonat bilden. Danach müssten die Kurse wieder zur Widerstandsebene knapp unter 11.700 Punkten nach oben laufen, um diese in Folge zu brechen. Hier würde das Kaufsignal etwas später kommen. Beide Varianten sind möglich. Ob diese eintreten werden, bleibt vorerst abzuwarten.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 04.11.2022 Kurs: 33.99 Kürzel: NDX | Online Broker LYNX
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Tageschartchart vom 20.10.2022, Kurs 11.046,71 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Tesla und Netflix haben ihre Zahlen bereits auf dem Tisch, aber andere Nasdaq-Schwergewichte kommen erst noch: Amazon, Apple, Alphabet, Meta, Microsoft und einige mehr. Und aus charttechnischer Sicht geht es diesmal um die ganz große Entscheidung!

Am Donnerstagabend lag die langfristig entscheidende 1.000-Tage-Linie bei 11.090 Punkten. Seit Tagen pendelt der Nasdaq 100 um diese wichtige Linie. Nachdem es vergangene Woche erst zu einem wilden Hauen und Stechen um diese Linie kam, scheint es jetzt ruhiger zu werden.

Tageschartchart vom 20.10.2022, Kurs 11.046,71 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Aber dieser Eindruck dürfte trügerisch sein. Wahrscheinlicher ist, dass die heutige, in den USA besonders wichtige Abrechnung der Index- und Aktienoptionen dazu geführt hat, dass derzeit ein Waffenstillstand zwischen Bullen und Bären gilt, der indes heute Abend enden wird. Und es ist nicht nur die 1.000-Tage-Linie, auf welcher der Nasdaq 100 aufgesetzt hat, wie Sie im langfristigen, logarithmisch skalierten Chart auf Monatsbasis sehen können.

Monatschartchart vom 20.10.2022, Kurs 11.046,71 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Die logarithmisch basierte, langfristige Aufwärtstrendlinie, die nach der Subprime-Baisse ihren Ursprung hatte, ist jetzt ebenfalls erreicht. Würde der Index das bisherige, am 13. Oktober bei 10.440 Punkten markierte Jahres-Verlaufstief brechen, wäre auch diese Linie dahin. Und das in einem Umfeld, indem eine Rezession mittlerweile nahezu sicher ist, zugleich aber offen bleibt, ob die Wachstum und Aktienmarkt ausbremsenden, höheren Leitzinsen im Gegenzug die Inflation besiegen werden. Da darf man unterstellen, dass der Bruch dieses langfristigen Aufwärtstrends schnell Folgen haben würde, die nur für diejenigen erfreulich wären, die hier Short sind. Kommt es dazu?

Expertenmeinung: Bei derart wichtigen Entscheidungen, die für alle derart hohe Relevanz haben, sollte man sich besser hüten, im Vorfeld mit irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten zu hantieren. Es bleibt nur, abzuwarten, ob diese Linie mit Schlusskursen unter 10.300 Punkten hinreichend deutlich fällt oder aber Gegenwehr aufkommt und erfolgreich ist, indem zumindest der erste Schritt in Richtung einer Rallye gelingt. Was dann der Fall wäre, wenn der Nasdaq 100 dort hindurch kommt, wo er gerade seit drei Tagen abgewiesen wird: Er müsste als erstes die kurzfristige August-Abwärtstrendlinie überwinden. Wirklich aus dem Gröbsten raus wäre man indes erst, wenn auch ein Ausbruch über die Widerstandszone 12.900/13.065 gelänge, die die 200-Tage-Linie mit einschließt. Machbar?

Schon. Aber nur, wenn die bärischen Trader, die jetzt natürlich klar Rückenwind haben, einen Grund bekämen, ihre Short-Trades einzudecken und idealerweise sogar auf Long zu drehen. Und das wäre nur drin, wenn in der kommenden Woche ziemlich viel gelingt. Dazu bräuchte es vor allem Quartalsergebnisse der Nasdaq-Schwergewichte, die nicht nur ein solides drittes Quartal belegen, sondern einen positiven Ausblick mitliefern, der andeutet, dass die „big ones“ wie Apple, Amazon & Co. diesen Abstieg des allgemeinen Wachstums gut genug verdauen können, um kaufenswert zu sein. Ob das so läuft, sollte man gar nicht erst versuchen, vorherzusagen. Da gibt es nur eines: Augen auf, wenn die Zahlen kommen. Dazu einige der wichtigsten Termine, die alle am jeweiligen Abend nach Handelsende anstehen:

Apple am 27.10. … Alphabet am 25.10. … Amazon am 27.10. … Meta am 26.10. … Intel am 27.10. … Microsoft am 25.10. Die kommende Woche wird Weichen stellen!

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Der Dow Jones hat sein vorheriges Jahrestief bereits klar unterboten. Der S&P 500 schloss zwar zehn Punkte über dem Juni-Tief, lag aber intraday gestern schon darunter. Nur der Nasdaq 100 hat sein Jahrestief noch nicht touchiert. Aber er steht nur noch minimal darüber.

11.037,21 Punkte, das ist das bisherige Jahres-Verlaufstief vom 16. Juni. Am Dienstag kam der Nasdaq 100 diesem Support bereits bis auf knapp 140 Punkte nahe. Und wer weiß, wie immens volatil dieser technologielastige Index ist, weiß auch: 140 Punkte kann der binnen Minuten zurücklegen. Und allzu viel höher ging er gestern nicht aus dem Handel, es gelang dem bullischen Lager also nicht, so etwas wie ein taugliches Sicherheitspolster zu erschaffen.

Man könnte zwar behaupten, dass der Nasdaq 100 immerhin am Dienstag im Plus geschlossen hat. Aber das ist nicht positiv, wenn man genauer hinsieht. Am Montag hatte der Index einen Erholungsversuch gestartet, der wurde komplett abverkauft. Am Dienstag probierten es die Bullen anders. Nicht aus dem Handel heraus, sondern mit einem „Gap Up“ zum Handelsstart. Aber die rote Kerze des gestrigen Handelstages im Tageschart zeigt, dass auch das abverkauft wurde. Das da am Ende 0,16 Prozent Plus übrig blieben, mindert diese erneute Pleite in ihrer Bedeutung nicht. Was für den Moment festzuhalten ist, ist nur für die Short-Seller erfreulich:

Expertenmeinung: Obwohl die untere Begrenzung eines kurzfristigen Abwärtstrendkanals erreicht wurde und zugleich das bisherige Jahrestief nahe ist, kommen die Käufer nicht aus der Deckung. Das allein ist beim Nasdaq 100, dessen Schwergewichte wie, unter anderen, Apple, Amazon, Alphabet, Tesla oder Nvidia ja normalerweise von spekulativen Tradern in jede Korrektur hinein umgehend massiv eingesammelt werden, ungewöhnlich. Aber wenn man sich dann einmal das ganz langfristige Chartbild in der dafür sinnvollen, logarithmischen Skalierung ansieht, stellt man fest:

Nasdaq 100: Monats-Chart vom 27.09.2022, Kurs 11.271,75 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX

Genau jetzt geht es nicht allein um dieses Jahrestief. Es geht um die übergeordnete, nach der Subprime-Baisse etablierte Aufwärtstrendlinie und mit ihr auch noch um die aktuell bei 11.022 Punkten verlaufende 1.000-Tage-Linie. Um die Linie also, die das letzte Mal auf Schlusskursbasis am 4. November 2009 (!) unterboten war. 250 Punkte bis zu dieser Linie, die, sollte sie fallen, wohl eine massive Zunahme des Abgabedrucks auslösen würde.

Noch ist sie nicht erreicht. Aber diese extreme Nähe des Jahres-Verlaufstiefs bei 11.037 Punkten zu eben dieser 1.000-Tage-Linie bei 11.022 Zählern, das ist Dynamit. Die Käufer könnten, sollte die Verteidigung dieser Zone gelingen, alle auf einmal auf den Zug aufspringen und den Index auch in einem insgesamt bärischen Umfeld kurzzeitig in eine Kursrakete verwandeln. Aber kommen sie nicht oder scheitern die Versuche, den Nasdaq 100 dort zu drehen, wird es ungemütlich. Und diese Entscheidung kann ab jetzt jederzeit fallen!

Nasdaq 100: Tages-Chart vom 27.09.2022, Kurs 11.271,75 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker LYNX