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Dividenden-Aktien Europas 2026

Dividenden kontra Inflation
von Wendelin Probst
28.11.2025 | 17:09 Uhr

Die Aktienanalysen von Wendelin Probst basieren in erster Linie auf fundamentaler Analyse. Hierbei legt der Autor besonderen Wert auf Umsatz- und Gewinnwachstum, Innovationskraft und Marktposition eines Unternehmens. Auch allgemeine Rahmenbedingungen wie Konjunkturzyklus, Branchen- und Zukunftstrends werden in seinen Studien berücksichtigt. Neben den fundamentalen Aspekten stellt der Autor zur Einordnung der aktuellen Aktienkursentwicklung auch grundlegende markt- und charttechnische Betrachtungen an. Dies könnte beispielsweise die Börsenphase sein, in der sich der Aktienmarkt zum Betrachtungszeitpunkt befindet (z. B. Bullenmarkt, Korrektur oder Seitwärtsphase) oder der Trendverlauf der Aktie (z. B. Abwärtstrend oder Aufwärtstrend).

Gerade in Zeiten hoher Inflationsraten sind renditestarke Dividenden-Titel für Anleger eine besonders attraktive Möglichkeit, um Kaufkraftverluste auszugleichen. Doch es sollte nicht nur allein auf die Rendite, sondern auch auf Stabilität und Nachhaltigkeit ankommen.

Daher haben wir aus unserer Sicht aussichtsreiche Dividenden-Aktien Europas für Sie recherchiert. Mit diesen Dividenden-Champions des Euroraums könnten sich hohe Renditen erzielen lassen – ohne dass Anleger dabei Währungsrisiken eingehen.

In diesem Artikel finden Sie zehn aus unserer Sicht interessante Dividenden-Aktien aus ganz Europa. Drei der Unternehmen – SanofiING Group und BASF – schauen wir uns dabei etwas genauer an. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, worauf Sie beim Investieren in Dividenden-Titel besonders achten sollten.

Sie suchen einen Broker, der Ihnen den weltweiten Handel mit unzähligen Aktien – und somit auch europäischen Dividenden-Aktien – ermöglicht? Dann informieren Sie sich hier über LYNX, den Aktien Broker.

Inhalt

Dividenden-Aktien: Hohe Renditen als Entschädigung für Kursschwankungen

Die Dividendensaison des Jahres 2025 ist in Europa bereits zu Ende. Daher scheint es lohnenswert, einen Blick auf die Konzerne zu werfen, die voraussichtlich auch im Jahr 2026 mit wohl stabilen und hohen Ausschüttungen glänzen. Ordentliche Gewinnbeteiligungen könnten zudem auch einen Ausgleich für hohe Kursschwankungen und weiterhin hohe Inflationsraten bieten.

Dividendenstarke Aktien erfreuen sich unter Investoren besonders rund um die Termine der Hauptversammlungen immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile könnte es sich lohnen, besonders genau auf die Höhe der Dividendenrenditen zu schauen, denn auch Zinspapiere werfen wieder etwas ab. Für zehnjährige deutsche Staatspapiere liegt die Rendite aktuell bei +2,60 % Kupon pro Jahr und damit nicht viel über der Inflationsrate. Wer unterm Strich Geld verdienen möchte, benötigt weiterhin renditestarke Alternativen. Die Auswahl an Anlageklassen ist nicht allzu groß.

Welche europäischen Dividenden-Aktien kaufen?

Börsennotierte Konzerne sind auf jeden Fall einen Blick wert. Sie zahlen in der Regel höhere Dividenden für ihre Aktien als Zinsen für langlaufende Unternehmensanleihen und bieten als Sachwerte darüber hinaus auch einen gewissen Inflationsschutz. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von zehn Dividenden-Aktien aus dem Euro-Raum für das Jahr 2026.

Damit Währungsrisiken ausgeklammert werden, haben wir bei unserer Auswahl auf Aktien aus der Schweiz oder Großbritannien verzichtet. Drei der europäischen Dividendenwerte stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Dividenden Aktien Europa Liste

Dividenden-Aktie EuropaISINSymbolWährungDividendenrendite 2025e
BASFDE000BASF111BASEUR5,10 %
GeneraliIT0000062072ASGEUR4,80 %
Mercedes-BenzDE0007100000BAYNEUR4,50 %
OrangeFR0000133308FTEEUR5,50 %
EniIT0003132476ENIEUR6,60 %
Münchener RückDE0008430026MUV2EUR4,20 %
ING GroupNL0011821202INN1EUR5,10 %
SanofiFR0000120578SANEUR4,70 %
OMVAT0000743059OMVEUR9,00 %
TotalEnergiesFR0000120271TOTBEUR5,90 %

Dividenden Aktien Europas

Diese europäischen Dividenden Aktien weisen vergleichsweise hohe Dividendenrenditen auf.

Sanofi: Seit 30 Jahren Zuverlässiger Dividendenzahler

Sanofi (ISIN: FR0000120578 – Symbol: SAN – Währung: EUR) ist ein weltweit tätiger französischer Pharmakonzern, der 2004 durch die Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis entstand. Mit den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf, Diabetes, Thrombose, Schilddrüse und zentrales Nervensystem sowie Generika und Impfstoffe deckt man ein weites Tätigkeitsspektrum ab. Der Hauptfokus liegt dabei auf der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Arzneien für seltene oder immunologische Erkrankungen. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich mehr als 6 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Große Summen steckt der Konzern beispielsweise in die Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffen. Im Juni wurde die Übernahme der US-Pharmafirma Blueprint für 9 Mrd. USD gemeldet. Dadurch soll das Arzneimittelangebot weiter ausgeweitet werden.

Europäischer Dividendenaristokrat: 30. Dividendenerhöhung
in Folge

Im Jahr 2024 verzeichnete Sanofi ein leichtes Umsatzminus von -4,5 % auf 41,1 Mrd. EUR. Dabei erzielte das Unternehmen ein Gewinn-Plus von 4 % auf 7,12 EUR je Aktie. Umsatzrückgänge in einigen Bereichen wurden wettgemacht durch den aktuellen Hauptwachstumstreiber Dupixent, ein Mittel gegen Hautekzeme. Für das Jahr 2025 erwarten Analysten ein Umsatzwachstum um +10 % auf 45,4 Mrd. EUR sowie einen Gewinn in Höhe von 7,75 EUR (+9 %) je Aktie. Im Jahr 2026 sollen dann bei 48,2 Mrd. EUR (+6 %) Umsatz Gewinne in Höhe von 8,43 EUR (+9 %) je Aktie erzielt werden. Positiv hervorzuheben ist die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens in Höhe von 58 %.

Dividenden-Aktien Europa: Kursentwicklung Sanofi Aktie von November 2022 bis November 2025 | Online Broker LYNX
Sanofi Aktie: Chart vom 25.11.2025, Kurs: 86,22 EUR, Kürzel: SAN | Quelle: TWS

Der aktuelle Aktienkurs von ca. 86,22 Euro liegt mittlerweile wieder ein gutes Stück unter dem Anfang 2025 erzielten Allzeithoch von 110,82 EUR. Mit einer Dividende von 3,92 EUR steigert Sanofi die Gewinnausschüttung 2025 sage und schreibe zum 30. Mal in Folge und gilt damit seit kurzem als sogenannter „Dividenden-Aristokrat“. Im Jahr 2026 erwarten Analysten eine Dividende in Höhe von 4,07 EUR und damit die 31. aufeinanderfolgende Dividendenerhöhung.

Die Rendite der Sanofi-Aktie belegt mit 4,7 % unter den Dividendenzahlern einen Platz im oberen Mittelfeld. Sanofi steht für Kontinuität und Zuverlässigkeit.

ING Group: Niederländische Bank bietet 5,1 % Dividendenrendite

Die ING Group (ISIN: NL0011821202 – Symbol: INGA – Währung: EUR) ist eine weltweit aktive niederländische Finanzholding, zu der verschiedene Banken und Versicherungen gehören, darunter die niederländische Bank ING, die deutsche ING-DiBa oder der Hypothekenvermittler Interhyp. Der Konzern mit Sitz in Amsterdam ist zwar weltweit in mehr als 40 Ländern vertreten, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt jedoch klar in Europa. Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 63 Mrd. EUR (Aktienkurs 21,84 EUR) ist der ING-Konzern an der Börse etwas wertvoller als die Deutsche Bank (57 Mrd. EUR Börsenwert) und zählt zu den 30 größten Banken der Welt. Die Geschäfte der ING Group laufen hervorragend. Für das Jahr 2024 meldete der niederländische Finanzkonzern ein Gewinnwachstum von +71 % auf 1,98 EUR je Aktie. Für das laufende Jahr 2025 erwarten Marktexperten eine leichte Gewinnsteigerung um +2 % auf 2,02 EUR je Aktie. Im Jahr 2026 soll der Gewinn dann bei 2,34 EUR (+16 %) je Aktie liegen.

ING-Aktie: Nicht nur für Dividendenjäger interessant

Aufgrund der hohen Finanzkraft kann es sich der Konzern leisten, überschüssiges Kapital großzügig in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückzugeben. Das Ziel, die Kernkapitalquote auf 12,5 % zu senken, ist mittlerweile erreicht. Für 2024 gab es insgesamt drei Ausschüttungen in Höhe von insgesamt 1,22 EUR je Aktie inkl. einer Sonderdividende von 0,16 EUR. Geht man für 2026 von einer etwas geringeren Dividende (ohne Sonderdividende) in Höhe von 1,11 EUR aus, so entspricht dies einer starken Dividendenrendite von knapp 5,1 %. Generell wird die Hälfte der Gewinne als Dividende ausgeschüttet.

Dividenden-Aktien Europa: Kursentwicklung ING Group Aktie von November 2022 bis November 2025 | Online Broker LYNX
ING Group Aktie: Chart vom 25.11.2025, Kurs: 21,84 EUR, Kürzel: INGA | Quelle: TWS

Die ING-Group-Aktie erreichte im Oktober 2025 ein Mehrjahreshoch von 23,02 EUR und notiert aktuell nur knapp darunter. Auf dem aktuellen Kursniveau ist die ING-Aktie im Vergleich zu anderen Bankaktien relativ günstig bewertet. Das für 2026 erwartete KGV liegt bei gerade mal 9,3. Nicht nur Dividendenjäger könnten sich die Aktie deshalb einmal näher ansehen.

BASF SE: Weltgrößter Chemiekonzern

Die BASF SE (ISIN: DE000BASF111 – Symbol: BAS – Währung: EUR) mit Sitz in Ludwigshafen ist der weltgrößte Chemiekonzern. In 90 Ländern befinden sich mehr als 200 Produktionsstandorte des Unternehmens. Unter den von BASF hergestellten Chemieerzeugnissen befinden sich beispielsweise Kunststoffe, Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel und Veredelungsprodukte. Aber auch die Öl- und Gasförderung gehört dank der Konzerntochter Wintershall Dea zum Tätigkeitsspektrum. Die Kunden des Unternehmens sind in fast allen Bereichen der Industrie zu finden. Die Chemikalien von BASF werden beispielsweise zur Produktion von Kunststofferzeugnissen, Kraft- und Schmierstoffen, für Farben und Lacke sowie für Papier- und Hygieneprodukte und viele weitere Produkte benötigt.

5,2 % Rendite

Im Jahr 2024 verbuchte BASF einen Umsatzrückgang von -5 % auf 65,3 Mrd. EUR. Dieser ist teilweise noch auf das im Jahr 2023 beendete Russland-Geschäft der Tochter Wintershall Dea zurückzuführen. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich zwar wieder deutlich von 0,25 EUR im Vorjahr auf 1,45 EUR, die Markterwartungen wurden damit allerdings abermals verfehlt. Grund waren Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen. Für das Jahr 2025 liegen die Erwartungen der Marktexperten bei 61,9 Mrd. EUR (-5 %) Umsatz und 2,64 EUR (+81 %) Gewinn je Aktie. Im Jahr 2026 liegt der Konsens bei 62,6 Mrd. EUR (+1 %) Umsatz und einem Ergebnis je Aktie von ca. 2,86 EUR (+8 %). Nach einer starken Dividendenkürzung im Vorjahr rechnen Analysten für das Jahr 2025 zumindest mit einer stabilen Dividende von 2,25 EUR. Damit würde die Dividendenrendite bei einem derzeitigen Aktienkurs von ca. 44,14 Euro immerhin bei rund 5,1 % liegen und wäre im Vergleich zu den meisten anderen DAX-Werten weiterhin recht attraktiv.

Dividenden-Aktien Europa: Kursentwicklung BASF Aktie von November 2022 bis November 2025 | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 25.11.2025, Kurs: 44,14 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Die BASF-Aktie entwickelte sich in den letzten Jahren schwächer als viele andere Werte, denn das Allzeithoch bei knapp 100 EUR wurde bereits Anfang 2018 erzielt. Bis Anfang 2020 fiel der Kurs anschließend wieder unter 40 EUR zurück. Die anschließende Kurserholung auf zwischenzeitlich über 70 EUR stellte sich nicht als nachhaltig heraus und die 40-EUR-Marke wurde seither gleich mehrfach getestet. Im besten Fall hat sich bei 40 EUR nun ein längerfristiger Boden ausgebildet, von dem aus es wieder bergauf gehen könnte. Auch wenn sich die Aufgabe des profitablen Russland-Geschäfts klar bemerkbar macht, die Geschäfte allgemein recht zäh laufen und zuletzt hinter den Prognosen zurückblieben, könnten sowohl Schnäppchen- als auch Dividendenjäger die Aktie langsam wieder auf ihren Zettel bzw. ihre Watchlist nehmen. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass Chemie-Aktien allgemein als recht zyklisch und schwankungsfreudig gelten.

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Dividenden Aktien Europa Vergleich: Liste nach Performance

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Dividenden-Aktie Europa Index Kurs 52 W Tief 52 W Hoch YTD 6 M 1 J 5 J
Assicurazioni Generali S.p.A.
BASF SE DAX, Euro Top 50
Mercedes-Benz Group AG DAX, Euro Top 50
TotalEnergies SE Euro Top 50
ING GROUP NV AEX, Euro Top 50
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG DAX, Euro Top 50
Sanofi S.A. Euro Top 50
Orange S.A.
Eni S.p.A. Euro Top 50
OMV AG

ETF mit den 30 höchsten Dividendenrenditen in Europa

Besonders attraktiv sind unter den Standardwerten Dividenden-Titel, deren Ausschüttungen seit Jahren steigen oder die zumindest zuverlässig stabil sind. Es gibt auch einen ETF, der sich auf europäische Dividendentitel spezialisiert hat: Der iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (ISIN: DE0002635281 – Symbol: EXSG – Währung: EUR) bildet die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen aus der Eurozone ab. Weitere Ideen für ETFs finden Sie in unseren Bereichen ETFs im Fokus und ETF der Woche, in welchen wir Ihnen regelmäßig interessante ETFs vorstellen.

Informationen zu dem Produkt finden Sie hier:
iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF

Tipps für Dividenden-Aktien

Aktien dividendenstarker Großkonzerne sollten bevorzugt werden: Denn Wertpapiere von Großunternehmen, welche ein stabiles Geschäftsmodell, vorhersehbare Gewinne und einen soliden Cashflow vorweisen, können regelmäßig einen größeren Teil des Überschusses an ihre Anleger auszahlen.

Wie Sie mit einer Dividendenstrategie den Aktienmarkt schlagen können | LYNX Online Broker
Die Dividendenstrategie – Alles was Sie darüber wissen sollten

Es sollte sich bei den Dividenden-Aktien um stabile Standardwerte handeln, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Versorger und Basiskonsumgüterhersteller, aber auch Firmen aus anderen Branchen wie Finanzen, Industrie und Energie. Dividendenstarke Aktien sind zudem oftmals konjunkturresistenter als Wachstumsaktien, da die Vorhersehbarkeit der Gewinne meist größer ist. Das Wachstum hingegen fällt meist moderater aus.

Auf was Sie bei Dividendenaktien noch achten sollten

Historisch gesehen unterliegen Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, geringeren Kursschwankungen als der allgemeine Aktienmarkt, was sich im Falle von Markteinbrüchen als sehr vorteilhaft erweisen kann. Dabei sind in akuten Krisenzeiten (wie z. B. 2008 in der Finanzkrise oder in der Corona-Krise) vor allem finanzstarke Großunternehmen deutlich weniger pleitegefährdet als Small- und Mid-Caps. Denn großen Konzernen fällt es auch in schweren Zeiten leichter, an Kapital zu kommen.

Eine wichtige Rolle spielen auch die Geschäftsaussichten des Unternehmens. Sind diese negativ, so drohen für die Folgejahre Dividendenkürzungen oder gar Dividendenstreichungen. Investoren sollten zudem unbedingt prüfen, ob die Ausschüttungen an der Substanz des Unternehmens zehren. Der operative Gewinn je Aktie sollte daher in der Regel größer sein als die Dividende und so eine tatsächlich hohe Ertragskraft belegen.

Fazit: Eine hohe Dividende ist nicht alles

Auch hohe Dividendenrenditen können ihre Tücken haben. Wer in den letzten Jahren beispielsweise auf die seit Jahren stabilen, relativ hohen Renditen von Automobilherstellern gesetzt hatte, verzeichnete zunächst Kursverluste und dann auch noch Dividendenstreichungen oder -kürzungen. Daher sollten Anleger eines beachten: Aktien von Firmen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – eher auf dem absteigenden Ast befinden, bezahlen (aufgrund eines niedrigen Aktienkurses) oftmals eine vergleichsweise hohe Dividende. Bei einer Krise ist die Dividende dann meist der erste Ansatzpunkt für mitunter drastische Kürzungen.

Völlig in Ordnung ist es hingegen, wenn solide Unternehmen – wie beispielsweise BASF – einzelne unprofitable Jahre mit einer Ausschüttung aus der Substanz überbrücken – vorausgesetzt, die Geschäftsaussichten insgesamt haben sich bei Dividendenzahlung bereits wieder aufgehellt. Natürlich lassen sich auch für das Jahr 2026 und darüber hinaus im Euro-Raum erstklassige Aktien mit attraktiven Dividendenrenditen finden – zum Beispiel die drei vorgestellten Titel Sanofi, ING Group und BASF.

Quellen:
Yahoo Finance: Analysten-Schätzungen (25.11.2025); https://finance.yahoo.com/
Sanofi IR-Webseite (25.11.2025); https://www.sanofi.com/en/investors
Ing Group IR-Webseite (25.11.2025); https://www.ing.com/Investor-relations.htm
BASF IR-Webseite (25.11.2025); https://www.basf.com/global/de/investors.html

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.11.2025 um 15:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Wendelin Probst ist seit 1998 an der Börse aktiv und schreibt als Finanzjournalist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Finanzmedien. Nach dem Finanzwirtschafts-Studium und einem Praktikum bei der Börse München war er zunächst als Investor Relations Manager für mehrere deutsche Prime-Standard-Aktiengesellschaften tätig, bevor er sich 2007 als Tradingexperte und Finanzjournalist selbstständig machte. Seine Expertise liegt im Bereich Wachstums- und Technologieaktien, die er nach fundamentalen und charttechnischen Aspekten analysiert.

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