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Deutschlands Mid-Cap-Segment in einem Produkt – ein ETF auf den MDAX

von Dirk Friczewsky
07.01.2026 | 07:00 Uhr

Die Analysen von Dirk Friczewsky basieren auf der interdisziplinären Analyse, die als Kombinationsanalyse aus technischer Analyse, Fundamental– und Sentimentanalyse zu verstehen ist. Hierbei wendet der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse an, screent aber auch Bilanzen, Dokumente von Aufsichtsbehörden, wissenschaftliche Berichte und mehr.

Mit dem iShares MDAX ETF erhalten Anleger Zugang zu einem breit gefassten Aktienindex, der 50 Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung abbildet. Der MDAX umfasst Gesellschaften, die im Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notieren und hinsichtlich Größe und Handelsumsatz unterhalb der im DAX enthaltenen Unternehmen liegen.

Informationen zum Referenzindex – MDAX Index EUR Net Return

Der dem ETF zugrunde liegende Referenzindex ist der MDAX Index EUR Net Return, der vom Indexanbieter STOXX berechnet wird (STOXX gehört zu Qontigo und ist Teil der Deutsche-Börse-Gruppe). Der Index misst die Wertentwicklung derjenigen Unternehmen, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz auf den DAX 40 folgen.

Ein zentrales Auswahlkriterium für die Indexaufnahme ist die streubesitzadjustierte Marktkapitalisierung. Um eine zu hohe Konzentration einzelner Titel zu vermeiden, ist die Gewichtung eines Indexmitglieds auf maximal 15 Prozent begrenzt. Die Zusammensetzung des Index wird vierteljährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Der MDAX wird in den Varianten Price, Net Return und Gross Return berechnet. Für den ETF dient die Net-Return-Variante als Referenz. Die Berechnung erfolgt während der Börsenhandelszeit in Echtzeit. (Daten gemäß Qontigo Index Facts 2025)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF

Der ETF bildet den Referenzindex vollständig physisch nach. Entsprechend besteht eine hohe Übereinstimmung zwischen den im Fonds enthaltenen Positionen und der Indexzusammensetzung. Zu den größten Einzelpositionen zählen unter anderem Deutsche Lufthansa, Talanx, Hochtief, Knorr-Bremse und Sartorius (Vorzugsaktien).

Die zehn größten Positionen vereinen rund 38 Prozent des Fondsvolumens auf sich. Insgesamt umfasst das Portfolio 56 Positionen, darunter neben den Aktien auch Cash- und Derivateanteile.
(Quelle: iShares, Stand: 02. Januar 2026)

Sektoren-, Länder- und Währungsallokation

Der Fonds ist nahezu vollständig in Aktien investiert. Der größte Sektor ist der Industriesektor, gefolgt von zyklischen Konsumgütern, Materialien und Informationstechnologie. Weitere Sektoren sind unter anderem Kommunikation, Finanzen, Immobilien und Gesundheitsversorgung.

Die Währungsallokation erfolgt vollständig in Euro. Regional entfällt der überwiegende Anteil auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland, ergänzt durch kleinere Anteile aus Luxemburg und den Niederlanden. (Quelle: iShares, Stand: 02. Januar 2026)

iShares MDAX ETF im Detail

Der ETF ist unter anderem über den Handelsplatz Xetra in Euro handelbar. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,51 Prozent, die Erträge werden thesauriert. Fonds- und Handelswährung sind der Euro. Der Fonds wurde im April 2001 aufgelegt und verfügte zuletzt über ein Fondsvermögen von rund 2,2 Milliarden Euro.
(Quelle: iShares, Stand: 06. Januar 2026)

Wertentwicklung von Referenzindex und ETF

In der langfristigen Betrachtung verzeichnete der Referenzindex seit der Auflage des ETFs einen deutlichen Wertzuwachs von über 540 %. Über kürzere Zeiträume fiel die Entwicklung jedoch schwächer aus. Auf Sicht der vergangenen zehn Jahre legten Index (42 %) und ETF (38 %) moderat zu, während die Performance über fünf Jahre leicht negativ war und beim ETF -3,5 % betrug. Im Kalenderjahr 2025 verzeichneten sowohl Index (19 %) als auch ETF (18,8 %) wieder positive Wertentwicklungen.

Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. (Quelle: iShares, Stand: 31. Dezember 2025)

Expertenmeinung: MDAX als Spiegel des deutschen Mittelstands

Der MDAX bildet in weiten Teilen den börsennotierten deutschen Mittelstand ab. Im Vergleich zu den im DAX enthaltenen Unternehmen erzielen viele MDAX-Gesellschaften einen höheren Umsatzanteil im Inland und sind damit stärker von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig.

Entsprechend können gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie Wachstum, Inflation oder Investitionstätigkeit, einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung des Index haben. Der MDAX stellt damit einen eigenständigen Marktbaustein innerhalb des deutschen Aktienmarktes dar.

Der vorgestellte ETF dient dazu, die Wertentwicklung dieses Index abzubilden. Ob und in welchem Umfang eine Investition sinnvoll ist, hängt von den individuellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont sowie der persönlichen Risikobereitschaft ab.

Informationen zum/zu den auf dieser Seite genannten Produkt(en) finden Sie hier: HSBC Hang Seng TECH UCITS ETF – Laufende Gebühren: 0,51 % – Risikoindikator: 4 – KIDFactsheetProspekt

Quelle:
https://stoxx.com/index/MDAX/?factsheet=true&d=2025-02
https://www.deutsche-bank.it/news/detail/insights-dax-und-mdax-german-equities-in-focus?language_id=1&utm_source=chatgpt.com

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.01.2026 um 17:03 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Dirk Friczewsky ist Eigenhändler, technischer Analyst und Investor. Er verfügt über eine Markterfahrung im Bereich des Wertpapierhandels von über 20 Jahren. Vor allem im Rahmen einer Trainee-Station für eine Beteiligungsgesellschaft in New York im Jahr 2006 kam der Autor zu dem Schluss, eigene Wege zu gehen. Seitdem ist er unter anderem auch für eine Reihe namhafter Broker als Referent, Redakteur und Kolumnist tätig. Für LYNX fertigt er seit über 10 Jahren Analysen und Marktberichte. Seine Expertise liegt im Bereich des Aktien- und Devisenhandels, aber auch im Bereich Anleihen und Rohstoffe fühlt er sich zu Hause.

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