Fuhrparkmanagement klingt vielleicht langweilig, es ist jedoch ein lukratives Geschäft. Corpay glänzt mit beeindruckenden Wachstumszahlen.
Zahlungskarten, Daten, Wachstum
Corpay, vor der Umbenennung in 2024 noch als Fleetcor bekannt, ist ein Spezialist für Zahlungs- und Informationslösungen im Fuhrparkmanagement.
Das Unternehmen bietet eine Vielzahl von Zahlungslösungen an, darunter Kraftstoffkarten, Kreditkarten und virtuelle Karten, um Ausgaben zu verwalten und zu kontrollieren.
Des Weiteren bietet man natürlich auch entsprechende Daten- und Analysetools an.
Der größte Vorteil für die Kunden des Unternehmens ist, dass Corpay dank der eigenen Größe entsprechend niedrigere Preise mit den Betreibern von Tankstellen aushandeln kann.
Die Kunden von Corpay erhalten dadurch an mehr als 55.000 Tankstellen niedrigere Preise.
Corpay erhält eine entsprechende Provision für diese Dienstleistung, verdient an der Abwicklung der Transaktion, an Kartengebühren, am Spread zwischen dem eigenen Spritpreis und dem der Endkunden und so weiter.
Corpay im Wandel
Auf das klassische Fuhrparkmanagement entfallen rund 50 % der Konzernumsätze, weitere 35 % auf Corporate Payments (Back-Office-Aufgaben wie Lohn- und Gehaltsabrechnungen), 11 % auf Lodging und 5 % auf die Abwicklung von Mautgebühren.
Das Geschäftsmodell klingt vielleicht nicht spannend, das Geschäft ist jedoch hochprofitabel und obendrein überzeugt Corpay mit stetigem Wachstum.
Über die Jahre hinweg ist ein klarer Trend zu erkennen. Das klassische Fuhrparkmanagement verliert an Bedeutung, da vor allem der Bereich Corporate Payments deutlich schneller wächst.
Im letzten Quartal lag das Plus beispielsweise bei 33 %.
Daher hatte ich mich bereits im März 2023 positiv zur Aktie geäußert.
Seitdem ist der Kurs um 75 % gestiegen, die Aktie ist aber auch jetzt noch nicht sonderlich teuer.
Ausblick und Bewertung
Im letzten Geschäftsjahr konnte man das Ergebnis um 12 % auf 19,01 USD je Aktie steigern und im laufenden Geschäftsjahr scheint sich der positive Trend fortzusetzen.
Der Gewinn lag in Q1 mit 4,51 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 4,48 USD. Mit einem Umsatz von 1,01 Mrd. USD hat man die Analystenschätzungen erfüllt.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 8 % und einem Gewinnsprung um 10 %.
Die Prognose wurde bestätigt. Corpay stellt für das laufende Geschäftsjahr weiterhin einen Gewinn von 20,75 – 21,25 USD je Aktie in Aussicht.
Das entspricht einem Anstieg des Gewinns um 9 – 12 %.
Corpay kommt demnach auf eine forward P/E von 16,7. Das ist in Anbetracht aller vorliegenden Informationen und der Wachstumsraten wenig.
Langjährig pendelt die P/E um einen Wert von knapp über 20. Um wieder dieses Bewertungsniveau zu erreichen, müsste die Aktie bis Jahresende auf mindestens 420 USD steigen.

Corpay ist übergeordnet klar bullisch und hat mit dem Anstieg über 328 USD ein prozyklisches Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 362 USD ausgelöst. Darüber wäre der Weg in Richtung Allzeithoch frei.
Fällt die Aktie hingegen unter 340 USD, muss mit einem erneuten Rücksetzer bis 328 oder 314 USD gerechnet werden.
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