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2025 lief für die Aktie der Deutschen Telekom nach dem Motto „stark anfangen und dann stark nachlassen“. Es wunderte daher nicht, dass die T-Aktie direkt zu Jahresbeginn nicht zu den Highflyern zählte. Doch gestern änderte sich das – es könnte lohnen, das im Auge zu behalten.
Es gibt eine Faustregel, nach der die ersten zehn Handelstage wegweisend für das gesamte Börsenjahr sein sollen. Ein Plus nach zehn Tagen soll eine hohe Wahrscheinlichkeit bedeuten, dass ein Index oder eine Einzelaktie am Jahresende auch im Plus endet.
Erfahrungsgemäß ist das so nicht richtig. Was auch nicht überraschen kann, schließlich birgt jedes Jahr zahlreiche, überraschende Ereignisse, die große Veränderungen am Markt nach sich ziehen können. Seit Corona hatten wir dahingehend ja genug Beispiele. Aber die Tendenz dieser ersten zehn Börsentage deshalb komplett zu ignorieren, ist auch keine gute Idee, denn was sich da tut, ist trotz alledem interessant:
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Deutsche Telekom Aktie finden Sie hier.
Was wird von denen, die die Trends dominieren, gesehen und eingesammelt, was ignoriert, was verkauft? Die Anpassung der Strategie bei den großen Investoren weltweit kann Zeichen setzen, die zumindest kurzfristig wirken und danach immerhin das Potenzial mitbringen, mittelfristig relevant zu werden. Vor allem dann, wenn es wie im Fall der Telekom-Aktie gute Argumente für steigende Kurse gäbe und zugleich die Chance besteht, diese charttechnisch zu untermauern. Sehen wir uns den Chart an:

Expertenmeinung: Zur Jahreswende wurde der Versuch unternommen, die von ihrem Ursprung her bis in den Dezember 2024 zurückreichende Widerstandszone 28,14/28,48 Euro zu überwinden – doch diese Attacke schlug fehl. Es sah ganz nach einer Flop-Performance zum Jahresstart aus, bis der Kurs am Donnerstag auf einmal auf Höhe der 20-Tage-Linie nach oben drehte, kräftig Boden gutmachte und dadurch wieder in diese Widerstandszone hineinlief. Ein weiterer guter Tag und ein wichtiges, bullisches Signal wäre im Kasten.
Auffällig war, dass es keine Nachricht gab, die diesen Anstieg des Donnerstags unmittelbar hätte auslösen müssen. Da waren also Käufer „aus Überzeugung“ am Werk … und da sich das unter sehr ordentlichen Umsätzen abspielte, darf man vermuten, dass große Investoren am Werk waren, die zu dem Schluss kamen, dass die Gesamtsituation durchaus eine wäre, die für die Telekom-Aktie Potenzial bieten würde.
Da fände sich zunächst eine im Vergleich zu früheren Jahren sehr günstige Bewertung in Form eines Kurs-/Gewinn-Verhältnisses von 12 für die 2026er-Konsens-Gewinnschätzung. Zugleich lockt eine überdurchschnittliche Dividendenrendite. Zudem wäre das Gesamtbild im DAX eines, das manchem „Aschenputtel“ wieder Chancen böte: Die Karten, die 2025 gespielt wurden, sprich Infrastruktur und Verteidigung, wirken langsam ausgereizt. Und die großen Branchen wie Pharma, Chemie und Automobile haben derzeit keine allzu starke Wachstumsperspektive. Da könnten die Verlierer des Vorjahres aus scheinbar „langweiligen“ Bereichen allemal wieder ins Rampenlicht rücken. Und seitens der Analysten wäre genau das auch, was sie erwarten, denn sämtliche die Aktie beobachtenden Experten raten zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit derzeit 37,50 Euro weit über dem aktuellen Kurs. Aber:
Der Chart muss mitspielen. Sollte es gelingen, diese Widerstandszone 28,14/28,48 Euro zu bezwingen, wäre das ein starkes Signal, aber schon im Bereich 30,30 bis 30,60 Euro würde ein markanter Kreuzwiderstand erneut eine Herausforderung darstellen. Und erst über der Zone 31,86 bis 32,08 Euro wäre ein mittelfristig relevantes Kaufsignal gegeben … da liegen also noch ein paar Steine auf dem Weg der Bullen. Die indes, grundsätzlich, durchaus nicht unüberwindbar wären.
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