Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

Deutsche Telekom Aktie Prognose Deutsche Telekom: Geht da wieder was?

News: Aktuelle Analyse der Deutsche Telekom Aktie

von | |

Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Deutsche Telekom Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.12.2025 um 22:19 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Analysten sind bullisch, aber die Anleger bleiben weg: Solche Aktien finden sich auch in Blue Chip-Indizes wie dem DAX. Lange Zeit hatte RWE diese Rolle des Aschenputtels. Die ist jetzt stark unterwegs, dafür hat jetzt die Deutsche Telekom die Rolle geerbt. Zumindest noch.

Wer hätte das gedacht: Die T-Aktie gehört kurz vor der 2025er-Ziellinie zu den schwächsten im DAX und liegt gegenüber dem letzten Kurs 2024 im Minus. Und das, obwohl es so grandios losging. Am 3. März hatte die Aktie am Jahreshoch (36,91 Euro) bereits einen 2025er-Gewinn von 27,78 Prozent erzielt. Und jetzt ist alles dahin.

Gäbe es dafür handfeste Gründe, müsste man sich über die Long-Seite vorerst keine Gedanken machen. Schließlich läuft der Kurs seit März in einem Abwärtstrend. Und ob der aktuell erkennbare Ansatz eines Doppeltiefs etwas wird, ist ja noch völlig offen. Aber wirklich gut sind die Argumente derer, die hier nicht nur wegbleiben, sondern auch gezielt auf die Aktie drücken, nicht.

Expertenmeinung: Richtig ist zwar, dass es in diesem Jahr nicht so rund läuft. Und dass die „Cash Cow“ T-Online US, die wichtige Tochter in den USA, ebenfalls nicht so dynamisch wächst, wie man das Anfang des Jahres noch unterstellt hatte. Aber wirklich schlecht dürfte 2025 nun nicht gerade werden. Im Schnitt liegt die Erwartung für den Gewinn pro Aktie für das jetzt endende Jahr seitens der Analysten im Bereich um 1,95 Euro, das wären ca. 15 Prozent weniger als 2024, bei leicht höherem Umsatz. Nicht schön, natürlich. Aber die Aktie hat das ja bereits eingepreist, mit einem Abschlag von 26 Prozent vom Jahreshoch und von gut fünf Prozent gegenüber dem Schlusskurs 2024.

Wir haben also eine Gewinnperspektive, die längstens bekannt ist und einen Kurs, der das seit Monaten abbildet. Argumente, um weiteren Druck nach unten zu sehen, wären überraschend gesenkte Prognosen für das laufende Quartal oder für 2026. Was aber, vermutlich, erst einmal nicht ansteht. Mit dem jetzigen Stand der Dinge wäre die Aktie daher eher günstig bewertet, ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von etwa 14 für den 2025er-Gewinn ist im Vergleich zum Schnitt der letzten zehn Jahre niedrig. Und das sehen auch die Experten so:

Dort heben alle 18 die Aktie regelmäßig überwachende Analysten den Daumen. Kein „Halten“, schon gar kein „Verkaufen“, alle sehen die T-Aktie als kaufenswert an. Dass das durchschnittliche Kursziel mit einem derart einhelligen Votum nicht nur ein wenig, sondern erheblich über dem aktuellen Kurs liegt, kann daher nicht überraschen: Im Schnitt sehen die Analysten die Telekom-Aktie bei ca. 37,50 Euro. Die Anleger nicht, wie man sieht. Zumindest noch nicht.

Dt. Telekom Aktie: Chart vom 18.12.2025, Kurs 27,34 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Dt. Telekom Aktie: Chart vom 18.12.2025, Kurs 27,34 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS

Wenn eine Aktie erst einmal zum Underperformer in einem Index wird, steckt sie nicht selten monatelang in dieser Rolle fest. Daher sollte man nicht auf eine niedrige Bewertung und bullische Analysten vertrauen und unmittelbar einsteigen: Das geht schließlich seit Monaten so, trotzdem hat die Aktie keine Aufwärtswende geschafft. Aber diese Aspekte verfrachten sie auf jeden Fall auf die Beobachtungsliste. Die sie in Richtung Depot verlassen könnte, wenn drei Schritte gelingen:

Die klare Vollendung des aktuell entstehenden Doppeltiefs durch Schlusskurse über 28,50 Euro. Der Ausbruch über den Kreuzwiderstand aus Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie, was momentan mit 30,80 Euro gelungen wäre. Und der Anstieg über den massiven Widerstandsbereich in Form der Zwischenhochs der Monate Juni bis September im Bereich 31,83/32,07 Euro. All das kann gelingen, aber es muss nicht, daher: Diese Aktie ist es wert, beobachtet zu werden, aber vor dem Einstieg sollten aus charttechnischer Sicht die Kartoffeln aus dem Feuer geholt worden sein.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bearish
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.11.2025 um 7:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Beim deutschen Telekommunikationsunternehmen läuft es seit Monaten nicht wie erhofft. Seit Mai zeigt der Kursverlauf nahezu ununterbrochen nach unten – ein klares Zeichen dafür, dass die Bären weiterhin das Geschehen bestimmen.

Die Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs im Chart bleibt intakt. Auch der kräftige Abverkauf Ende Oktober belastet das Chartbild weiterhin. Zwar versuchten die Bullen mehrfach eine Stabilisierung, doch jeder Erholungsversuch wurde spätestens an der 50-Tage-Linie gestoppt. Genau an dieser gleitenden Durchschnittslinie kam es stets zu neuem Verkaufsdruck, der zu weiteren Tiefs führte. Die übergeordnete Lage bleibt daher angeschlagen – der Abwärtstrend ist weiterhin intakt.

Expertenmeinung: Eine nachhaltige Trendumkehr ist aktuell nicht erkennbar. Gerade zum Jahresende neigen viele Anleger dazu, schwache Titel aus den Depots zu nehmen, um steuerlich wirksam Gewinne auszugleichen. Solange die Aktie nicht über die 50-Tage-Linie zurückkehrt, bleibt das Risiko weiterer Tiefs bestehen.

Kurzfristige Gegenbewegungen sind zwar denkbar, wirken bisher jedoch lediglich wie Pausen im übergeordneten Abwärtstrend. Die nächste Unterstützung bei rund 26 EUR könnte schon bald getestet werden.

Aussicht: BÄRISCH

Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 21.11.2025, Kurs: 27.79 EUR Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 21.11.2025, Kurs: 27.79 EUR Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 31.10.2025 um 21:32 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Deutsche Telekom-Aktie hatte einen sehr dynamischen Start ins Jahr 2025. Aber seit Anfang März geht es hier in Schüben abwärts. Mittlerweile ist die Aktie auf Jahressicht im Minus und ein klarer Underperformer im DAX. Und viele fragen sich: Wo klemmt es hier?

So schlecht können die Quartalsergebnisse doch nicht gewesen sein, könnte man denken. Und läge falsch, denn sie waren nicht schlecht, sondern sind noch gar nicht da: Der Termin für die Zahlen zum dritten Quartal ist der 13. November. Was bereits vorliegt, ist das Quartalsergebnis der US-Tochter T-Mobile US. Das kam am 23. Oktober und lag eigentlich im Rahmen der Erwartungen.

Das Problem war, dass avisierte, hohe Investitionsaufwendungen die Befürchtung nährten, dass das Gewinnwachstum und die Dividende in naher Zukunft weniger gut aussehen könnten. Und da die Deutsche Telekom einen wesentlichen Anteil an der Tochter hält, strahlten diese Überlegungen auch auf die „Mutter“ aus. Aber:

Zum einen hatte sich der Verkaufsdruck bei der T-Mobile US-Aktie bald nach den Zahlen wieder verflüchtigt, während die T-Aktie selbst in den letzten drei Handelstagen der Vorwoche förmlich ausverkauft wurde. Zum anderen spiegelt sich diese markante Abwärtstendenz nicht bei den Experten wider. Momentan stufen alle Analysten, die sie regelmäßig überwachen, die T-Aktie als kaufenswert ein. Die Kurszielspanne reicht von 33,00 bis 43,50 Euro. Wo die Aktie notiert, sehen Sie. Wie kann so etwas angehen? Wissen da womöglich einige mehr als die Masse?

Expertenmeinung: Solche Gedanken kommen regelmäßig auf, wenn sich eine Aktie „seltsam“ verhält, vor allem, wenn es um marktbreite Standardwerte wie die Deutsche Telekom geht. Aber so etwas ist ganz außerordentlich selten der Fall. In diesem Fall wäre die wahrscheinlichere Antwort, dass wir hier das Ergebnis aus einer Kombination aus Charttechnik, wachsender Spekulation und dem Effekt des Monatsultimo sehen.

Deutsche Telekom Aktie: Tages-Chart vom 31.10.2025, Kurs 26,89 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Deutsche Telekom Aktie: Tages-Chart vom 31.10.2025, Kurs 26,89 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS

Die T-Aktie gehörte im Oktober zu den großen Verlierern im DAX. Da institutionelle Investoren, die zum Monatsende ihre Performances ausweisen, oft dazu neigen, zur Optimierung ihrer Ergebnisse stark gelaufene Aktien im Portfolio überzugewichten, schwache aber abzustoßen, kann das mit ein Aspekt sein, warum die Aktie gerade zum Monatsende dermaßen massiv unter die Räder kam.

Die Initialzündung war dabei der Bruch der markanten Unterstützungslinie bei 28,45 Euro. Ende September wurde diese Linie mit Ach und Krach noch verteidigt, diesmal ging der Kurs durch. Das dürfte Anschlussverkäufe, auch und gerade ausgelöst durch Stop-Loss-Verkaufsorders, nach sich gezogen haben. Zumal dieser aktuelle Abwärtsimpuls noch eine weitere, charttechnisch auffällige Folge hatte, die sich im Chart auf Wochenbasis offenbart:

Deutsche Telekom Aktie: Wochen-Chart vom 31.10.2025, Kurs 26,89 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Deutsche Telekom Aktie: Wochen-Chart vom 31.10.2025, Kurs 26,89 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS

Die T-Aktie fiel dadurch in einen seit Anfang 2020 bestehenden Aufwärtstrendkanal zurück. Und innerhalb dieses Kanals würde die nächste, wirklich markantere Supportzone erst im Bereich 23,12 bis 23,40 Euro warten: Für rein charttechnisch orientierte Trader ein gefundenes Fressen.

Aber kann das auf Dauer gutgehen, können bärische Trader die Aktie wirklich so weit unter das untere Ende der Kurszielspanne der Analysten drücken, ohne dass sie durch neue, negative Argumente auf der Nachrichtenseite unterstützt werden?

Das gelingt nicht oft. Aber sollte die aktuell zunehmende Verunsicherung am deutschen Aktienmarkt zunehmen, wäre das zumindest nicht ausgeschlossen. Wenn ein Trend erst einmal intensiv ist, geben die Bären eine solche „Beute“ nicht so leicht aus ihren Fängen frei.

Daher sollte man mit Blick auf die mittlerweile wieder eher günstige Bewertung, die auch im Fall von leichten Abstrichen noch attraktive Dividendenrendite und die bislang unisono hoch gereckten Analysten-Daumen ein Auge auf die Aktie haben … aber erst über den Einstieg nachdenken, wenn die Bären eine wichtige Chartmarke nicht würden verteidigen können: die jetzt als Widerstand fungierende Linie bei 28,45 Euro.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Moderate Bewertung, gute Dividendenrendite, robustes Geschäftsfeld, bullische Analysten: Die Aktie der Deutschen Telekom hätte alles, was es für einen stabilen Aufwärtstrend braucht. Nur den Aufwärtstrend, den gibt es nicht. Wo klemmt es hier, was hält die Anleger fern?

Es ist vor allem die seit dem Frühjahr vorhandene Abwärtstendenz selbst. Im Gegensatz zum Gesamtmarkt ist die T-Aktie fast wieder auf den Level des April-Tiefs zurückgekommen. Andere Aktien haussieren, diese nicht: Wer trendkonform agiert, bleibt folgerichtig außen vor. Also bräuchte es gute Argumente, um diesen Bann zu brechen, sprich:

Es muss etwas her, das dazu führt, dass „First Mover“ daherkommen, die diese Abwärtstendenz sprengen. Gelingt das, kommen andere nach, vor allem, wenn die entscheidende Widerstandszone zwischen der 200-Tage-Linie bei derzeit 31,72 Euro und der mittelfristigen Abwärtstrendlinie bei 32,55 Euro bezwungen würde.

Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 12.09.2025, Kurs 30,01 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Nur kommt eben derzeit kein Argument für die Bullen. Zwar war die Aktie bis Ende vorvergangener Woche trotzdem gut dabei, sich wieder nach oben zu orientieren. Aber dann kamen Nachrichten, die die Sandburg des bullischen Lagers umgehend dem Erdboden gleichmachten. Und das nicht einmal von der Telekom selbst, sondern von der Tochter T-Mobile US.

Expertenmeinung: Die Aktie der US-Tochter sackte zu Beginn vergangener Woche kräftig durch, weil das Musk-Unternehmen Starlink zahlreiche Satellitenfrequenzen von Echostar gekauft hat, die den etablierten Mobilfunkanbietern dadurch für eine künftige Expansion fehlen würden. Das drückte die Aktien von AT&T, Verizon … und eben von T-Mobile US. Und da die Mutter Deutsche Telekom hier eine immense Beteiligung hält, kam sie gleich mit unter den Hammer. Irgendwas, so scheint es, wenn sich ein Abwärtstrend erst einmal festgesetzt hat, ist halt immer.

Dass sich die Käufer seither über die gesamte Woche nicht mehr blicken ließen, liegt an zwei Aspekten. Zum einen erwarten die Analysten bei der Telekom für das laufende Jahr einen gegenüber 2024 leicht sinkenden Gewinn pro Aktie. Was die Bewertung auf diesem Kurslevel zwar trotzdem nicht teuer macht, aber es ist eben auch kein Argument, das einem den Einstieg versüßen würde. Zum anderen drehte der Kurs aus charttechnischer Sicht genau da nach unten ab, wo es am meisten wehtat: Kurs vor einem Befreiungsschlag, am unteren Ende der vorgenannten, entscheidenden Widerstandszone 31,72 zu 32,55 Euro.

Fazit: Grundsätzlich hätte die Aktie Luft nach oben. Die Mehrheit der Analysten hebt hier den Daumen, das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit aktuell 37,58 Euro meilenweit über dem momentanen Kurs. Aber der Trend weist eben abwärts. Zumindest noch. Hier haben wir ein fallendes Messer, das zwar keines sein müsste, aber eben dennoch eines ist, daher:

In die Watchlist gehört die T-Aktie allemal. Aber ins Depot gehört sie erst, wenn diese Abwärtstrendlinie bezwungen ist!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile US vor zweieinhalb Wochen tadellose Zahlen zum 2. Quartal vorlegte, griff man bei der „Mutter“ beherzt zu und verteidigte dadurch wichtige charttechnische Unterstützungen. Jetzt, nach den eigenen Zahlen, sind sie gebrochen.

So, wie die US-Tochter wächst, wächst die Mutter nicht, das unterstrichen die vorgelegten Zahlen zum 2. Quartal deutlich. Die Deutsche Telekom erreichte im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Umsatzplus von 1,0 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 0,9 Prozent zu, das bereinigte Ergebnis pro Aktie stieg von 0,50 Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,51 Euro. Da kommt einem das Wort „Wassertreten“ in den Sinn. Zumal die Telekom zwar die 2025er-Gesamtjahresprognose für das bereinigte EBITDA anhob. Aber nach „rund 45 Milliarden“ heißt es jetzt nur „mehr als 45 Milliarden“. Und der Gewinn pro Aktie wird unverändert bei 2,00 Euro gesehen.

Das war keine unmittelbare Motivation, bei der Aktie zuzugreifen, keine Frage. Aber waren diese Ergebnisse auch mager genug, um auszusteigen und das sogar jetzt noch zu erwägen?

Expertenmeinung: Die Analysten hatten im Schnitt mit diesen Ergebnissen gerechnet. Wenn, dann hatten einige Marktteilnehmer insgeheim höhere Erwartungen, aber eine gerissene Prognose war das nicht. Und es ist interessant, was auf die Ergebnisse hin von Analysten an neuen Kurszielen vergeben wurde. Denn die lagen zwischen 35,40 und 43,50 Euro und damit durchweg klar über dem Kurs … auch über dem, den die Aktie am Tag vor der Vorlage der Zahlen sah.

Ein bisschen ambitioniert wirken die höheren dieser Kursziele schon, wenn man sich die Bewertung ansieht, denn auf Basis dieser Gewinnprognose von 2,00 Euro pro Aktie hätten wir hier jetzt ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 15. Das ist nicht teuer, aber auch nicht billig genug, um für die Aktie, zumindest in den nächsten Monaten, Kurse über 40 Euro zu sehen. Aber wenn die Experten einigermaßen richtig liegen mit ihrer Vermutung, dass der Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren jeweils um die zehn Prozent zulegt, ist ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 15 noch keineswegs so hoch, dass für den Kurs nicht Luft nach oben wäre.

Dies in Kombination mit dem Umstand, dass die Zahlen zwar mager, aber eigentlich so erwartet waren, ist zwar kein Grund, um hier umgehend zuzugreifen, bevor die Aktie nicht sehr klar aus der charttechnischen Gefahrenzone heraus wäre. Wozu sie idealerweise über die März-Abwärtstrendlinie bei 33,30 Euro laufen müsste.

Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 08.08.2025, Kurs 29,50 Euro, Kürzel: DTE | Online Broker LYNX
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 08.08.2025, Kurs 29,50 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS

Aber es ist eben auch keine Gemengelage, in der man jetzt noch aussteigen müsste … zumindest nicht, solange die nächstliegende und markante, durch das April-Crash-Tief definierte Unterstützung bei 28,45 Euro einigermaßen hält. Darunter müsste man sich sicherheitshalber einen zeitweiligen Verkauf überlegen, weil dann bärische Trader kurzfristig mehr Druck machen könnten. Aber vor allem boten diese Ergebnisse keine Basis, um bei der T-Aktie jetzt noch neu auf Baisse zu setzen.

Quellen:
Ergebnis des 2. Quartals 2025, 07.08.2025: https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/bericht-zum-zweiten-quartal-2025-1094874

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.