Starke Halbjahresergebnisse und ein steigender Kurs: Ist die Aktie der RENK Group zurück in der Hausse-Spur? Noch nicht. Und auch wenn die Zahlen sehr beeindruckend ausfielen, bleibt Vorsicht geboten, denn hier ist bereits ungewöhnlich viel positive Zukunft eingepreist.
Dass der Umsatz des Antriebsspezialisten mit starker Ausrichtung im Verteidigungssektor um 21,5 Prozent zulegte und das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) aufgrund einer gestiegenen Gewinnmarge überproportional um 29,4 Prozent stieg, war eine solide Sache, andererseits aber eine, die im Rahmen der Prognosen lag. Weit interessanter für die Trader war die Frage: Wie geht es weiter?
Der Auftragseingang stieg im Halbjahresvergleich um 46,8 Prozent auf 921 Millionen Euro, der Auftragsbestand lag zum Stichtag des 30. Juni bei 5,9 Milliarden Euro. Die Relation Umsatz zu Auftragseingang lag bei starken 1,5, sprich für jeden Euro Umsatz kamen 1,50 Euro an Neuaufträgen herein. Weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum sind damit vorprogrammiert. Was aber nicht bedeutet, dass die Aktie dadurch zum Selbstläufer wird, denn die gewaltige Hausse, die den Kurs im ersten Halbjahr auf bis zu 85,96 Euro trug, nahm genau das ja vorweg. Die Frage ist also jetzt:
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Expertenmeinung: Wie viel einer Zukunft mit steigenden Gewinnen und Umsätzen ist im Kurs jetzt schon drin? Grundsätzlich ziemlich viel, immerhin liegt selbst das höchste aller aktuellen Analysten-Kursziele mit 90 Euro nur wenig über dem bisherigen Rekordhoch. Und das liegt vor allem daran, dass die Aktie eher teuer bewertet ist. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt auf Basis der aktuellen, durchschnittlichen 2025er-Gewinnprognose der Analysten momentan bei 46.
Kein Problem, wenn der Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren jeweils um 30 bis 40 Prozent weiter zulegt, wie die Experten das momentan vermuten. Und das Bestreben, die europäische Verteidigungsfähigkeit schnell und umfassend auszubauen, würde diese Erwartungen unterfüttern. Kommt es so, könnte sich die momentan recht teure Bewertung schnell erledigen und dem Kurs auch noch Luft nach oben lassen. Wenn es so kommt. Das ist eben das Problem mit der Zukunft: Es kommt gerne mal anders, als man denkt.

Daher wäre es ratsam, diese Aktie nicht ohne charttechnischen Rückenwind im Depot zu haben. Der aktuell noch nicht weht. Wir sehen, dass die RENK-Aktie zwar als Reaktion auf das Zahlenwerk zum Handelsstart einen Satz nach oben machte, über den Eröffnungskurs aber kaum hinauskam. Statt sofortiger Anschlusskäufe kam es hier zu, wenngleich eher mäßigen, Abgaben in den Kursanstieg hinein.
Zwei Schritte müssten dem Kurs gelingen, um ein bullisches Signal zu generieren. Zunächst müsste die Aktie über die im Juni entstandene Abwärtstrendlinie bei derzeit 68 Euro hinaus. Und dann gälte es, die Widerstandszone 74,00 bis 76,61 Euro zu überbieten. Erst dann wäre der Weg nach oben wieder frei. Sobald eine Aktie wieder ein positives Momentum zeigt, tritt die Frage, ob sie nicht vielleicht schon überbewertet wäre, oft umgehend ins zweite Glied zurück … aber eben erst dann!
Quellenangaben: Ergebnis 1. Halbjahr 2025, 13.08.2025: https://www.renk.com/de/newsroom/news/press-releases/ergebnisse-h1-2025-renk-group-ag
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