Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

Netflix Aktie Prognose Netflix unter Druck – setzt sich die Schwäche fort?

News: Aktuelle Analyse der Netflix Aktie

von | |

Nachricht schicken an Achim Mautz
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Vorherige Analysen der Netflix Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.01.2026 um 13:44 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Netflix hat die Erwartungen im Schlussquartal knapp übertroffen, der Ausblick scheint jedoch nicht überzeugend. Wankt der Streaming-Riese?

Mega-Übernahme mit Fragezeichen

Zuletzt hatte ich die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix im Detail beleuchtet. Eine ausführliche Analyse zum Thema finden Sie hier:
Mega-Übernahme, Mega-Fragen? So riskant könnte die Strategie von Netflix wirklich sein

Zwischenfazit:
Operativ steht Netflix solide da, doch der geplante Zukauf für rund 83 Milliarden Dollar birgt hohe Risiken und einen unklaren Mehrwert für Aktionäre. Zwar ist die Strategie nachvollziehbar, weil der Streaming-Markt überfüllt ist und Warner starke Marken wie HBO und DC einbringt – doch Netflix verfügt bereits über eine riesige Menge an Inhalten.

Mehr Inhalte bedeuten nicht automatisch mehr Wert, zumal Warner selbst seine Inhalte zuletzt schlecht monetarisieren konnte. Entscheidend ist, ob Netflix tatsächlich bessere Vermarktungs- und Preismodelle durchsetzen kann.

Hinzu kommen Integrationsrisiken. Die Unternehmenskultur könnte kaum unterschiedlicher sein. Netflix ist datengetrieben, zentralisiert und stark auf Effizienz fokussiert. Warner Bros. Discovery ist historisch gewachsen, fragmentiert und stark von Einzelentscheidungen geprägt.

Mehr Content ≠ mehr Wert

Dass große Fusionen scheitern können, hat Warner nach der eigenen Fusion mit Discovery selbst bewiesen. Parallel dazu steht ein attraktiveres Barangebot von Paramount Skydance im Raum, das Warner-Aktionären mehr Geld bringen würde und intern offenbar weiterhin diskutiert wird.

Aus meiner Sicht wäre es für Netflix-Aktionäre besser, wenn sich Paramount und Warner zusammenschließen.
Dadurch könnte die Fragmentierung des Streaming-Marktes abnehmen und die Zahl der Anbieter sinken, jedoch ohne dass Netflix hohe finanzielle und operative Risiken eingeht.

Netflix wäre auch ohne eine Übernahme von Warner Bros. Discovery stark genug, um mit seinem globalen Content-Angebot und über 300 Millionen Abonnenten bedeutend zu bleiben.

Netflix überzeugt operativ, aber …

Gestern hat Netflix nachbörslich Quartalszahlen vorgelegt und im Earnings Call wurden einige interessante Aussagen getätigt.

Der Gewinn lag mit 0,56 USD je Aktie knapp über den Erwartungen von 0,55 USD. Mit einem Umsatz von 12,05 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 12,00 Mrd. USD ebenfalls leicht übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 17,6 % und einem Gewinnsprung um 30,2 %.

Wichtiger als diese marginalen Abweichungen sind die Jahreswerte und die Entwicklung der Profitabilität. Die operative Marge sprang auf 24,5 % und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 16,9 %.

Das bestätigt auch der Blick auf den freien Cashflow, der auf Jahressicht von 1,38 auf 1,87 Mrd. USD gesteigert werden konnte, ein Plus von 36 %.

Darüber hinaus wird das Wachstum von allen Regionen getragen. In den USA und Kanada legten die Umsätze währungsbereinigt um 18 % zu. Europa, Naher Osten und Afrika kamen auf 15 %, Lateinamerika auf 20 % und der asiatisch-pazifische Raum auf 19 %.

Damit hat sich das Bild aus der letzten Analyse bestätigt. Die operative Entwicklung ist solide. Zuletzt hat sich die Wachstumsdynamik sogar verbessert.
Für mich bestätigt sich damit aber auch eine andere Einschätzung: Netflix braucht Warner nicht.

Nichts ist umsonst

Die ersten Kosten für die geplante Übernahme werden bereits sichtbar: Aktienrückkäufe werden vorerst pausiert, um Mittel für die geplante Übernahme von Warner Bros und HBO bereitzuhalten.

Dem Vorstand zufolge handelt es sich bei der Übernahme um einen strategischen Beschleuniger („strategic accelerant“), nicht um einen Richtungswechsel. Nach dem Zukauf werden weiterhin 85 % der Umsätze aus dem Kerngeschäft stammen.

Diese Argumentationslinie zeigt, dass sich der Vorstand in der Defensive befindet. Darüber hinaus frage ich mich, wie der Vorstand zu diesen Zahlen kommt. Warner erzielt in etwa einen Jahresumsatz von 37,9 Mrd. USD und Netflix 45,2 Mrd. USD.

Die Realität ist, dass sich Netflix eine Tochtergesellschaft einkauft, die nach Umsatz fast so groß wie man selbst ist – und nach der Zahl der Mitarbeiter mehr als doppelt so groß. Netflix hat derzeit rund 14.000 Mitarbeiter und Warner Bros. Discovery etwa 35.000.

Der Ausblick auf das erste Quartal 2026 fiel etwas verhaltener aus, als es der Markt erwartet hatte. Der Gewinn je Aktie soll bei 0,76 US-Dollar liegen, der Umsatz bei 12,16 Milliarden US-Dollar. Auch die operative Marge von 32,1 % liegt leicht unter dem Konsens.
Auf Jahressicht entspräche das einem Umsatzplus von 15,3 % und einem Gewinnsprung um 15,1 %.

Das hat den Kurssturz ausgelöst

Der „schwache“ Ausblick für das erste Quartal wird in den meisten Börsenmedien als Hauptgrund für den Abverkauf genannt.

Das Management verweist jedoch darauf, dass gezielt höhere Investitionen getätigt werden.

Noch spannender ist der erste Ausblick auf das Gesamtjahr 2026. Netflix rechnet mit einem Umsatz zwischen 50,7 und 51,7 Mrd. USD, was einem Wachstum von rund 14 % entspricht. Die operative Marge soll bei etwa 31,5 Prozent liegen, wobei darin ein negativer Effekt von rund 0,5 Prozentpunkten durch M&A-Kosten enthalten ist. Der freie Cashflow soll sich auf etwa 11 Mrd. USD belaufen, trotz zusätzlicher akquisitionsbedingter Ausgaben von rund 275 Mio. USD.

Netflix kommt demnach auf einen forward P/FCF von 34,5. Die forward P/E liegt bei 25,6.
In Anbetracht der anhaltend hohen Wachstumsraten wäre das ohne das Störfeuer durch Warner vertretbar. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 44 und am absoluten Tief bei etwa 17.

Ein zentraler Treiber für die nächste Wachstumsphase ist das Werbegeschäft. Netflix erwartet, dass sich die Werbeerlöse 2026 erneut auf rund 3 Milliarden US-Dollar verdoppeln, nachdem sie 2025 bereits um den Faktor 2,5 gewachsen sind.

Netflix Aktie: Chart vom 21.01.2026, Kurs: 82,84 USD - Kürzel: Netflix | Online Broker LYNX
Netflix Aktie: Chart vom 21.01.2026, Kurs: 82,84 USD – Kürzel: Netflix | Quelle: TWS

Netflix ist vorbörslich auf 82,84 USD gefallen und damit direkt an das untere Ende der Unterstützungszone bei 82 – 87 USD gesprungen.
An dieser Stelle steht jetzt eine Richtungsentscheidung bevor.

Fällt Netflix nachhaltig unter 82 USD, könnte mit weiteren Kursverlusten in Richtung 77 oder möglicherweise sogar 70 USD gerechnet werden.

Solange das jedoch nicht geschieht, sind die Bullen noch im Rennen. Gelingt ein Anstieg über 87 USD, würde sich die Lage vorerst wieder entspannen.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.01.2026 um 15:16 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Netflix plant eine der bisher größten Übernahmen der Medienbranche. Doch die Frage bleibt: Schafft der Deal langfristigen Mehrwert oder birgt er immense Risiken?

Warum Streaming-Anbieter fusionieren wollen

Netflix hat eine größere Korrektur vollzogen, und das ruft naturgemäß antizyklische Investoren auf den Plan. Krisen produzieren regelmäßig Gelegenheiten. Handelt es sich hier um eine?

Die Lage bei Netflix ist derzeit kompliziert. Operativ läuft es bei dem Streaming-Anbieter gut, doch wie viel zu oft möchte der Vorstand einen gewaltigen Zukauf tätigen. Wer schon länger mitliest, weiß, wie viel ich davon im Allgemeinen halte. In den meisten Fällen wird dadurch kein Mehrwert geschaffen.

Ob die Übernahme von Warner durch Netflix einen Mehrwert für die Aktionäre von Netflix schaffen würde, ist ebenfalls fraglich.

Netflix bietet für die Übernahme der Film- und Streaming-Assets von Warner Bros. Discovery rund 83 Milliarden US-Dollar.
Der Abschluss wird innerhalb von zwölf bis achtzehn Monaten erwartet, dürfte jedoch auf kartellrechtliche Bedenken stoßen.

Strategisch ist der Kauf zwar nachvollziehbar, wirft aber erhebliche Fragen auf.

Strategisch nachvollziehbar, aber riskant

Netflix argumentiert, dass man mit Warner nicht nur Inhalte, sondern ein komplettes Ökosystem aus Studios, Marken, Rechten und bestehenden Abonnenten kauft.
Warner Bros. Discovery verfügt mit Warner Bros. Pictures, HBO, DC, CNN und einem umfangreichen TV- und Filmkatalog über eines der bedeutendsten Content-Portfolios weltweit.

Darüber hinaus ist der Markt für Streaming zersplittert. Aus Sicht der Kunden gibt es zu viele Anbieter. An dieser Front würde eine Kombination von Netflix und HBO sicherlich helfen.
Das ist jedenfalls die optimistische Sichtweise.

Ich kann diese Argumente gut nachvollziehen. Als langjähriger Netflix-Aktionär würde ich es jedoch bevorzugen, wenn eine Reduzierung der Streaming-Anbieter dadurch zustande käme, indem sich die Konkurrenten gegenseitig übernehmen.

Warum soll es dadurch besser werden?

Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass Netflix bereits heute über einen enormen Content-Bestand verfügt. Die Plattform produziert jährlich Inhalte in Milliardenhöhe.
Die Frage ist daher, ob mehr Content tatsächlich einen zusätzlichen Mehrwert schafft oder ob der Grenznutzen dafür eher gering ist.

Warner Bros. Discovery war selbst nicht in der Lage, seine Inhalte ausreichend zu monetarisieren. Die Integration in Netflix ändert daran nicht automatisch etwas. Inhalte werden nicht wertvoller, nur weil sie unter einem anderen Dach stehen. Entscheidend ist, ob Netflix eine bessere Vermarktungs-, Preis- und Distributionsstrategie hat als Warner selbst.

Hier liegt eines der zentralen Risiken des Deals. Netflix zahlt einen hohen Preis für Assets, deren Ertragskraft in den vergangenen Jahren fragwürdig war.
Der Kauf muss sich langfristig rechnen, nicht nur bilanziell, sondern auch operativ.

Die versprochene Ergebnissteigerung ab dem zweiten Jahr setzt voraus, dass Synergien schnell realisiert, Kosten gesenkt und Umsätze gesteigert werden können.

Mit Risiken und Nebenwirkungen

Ein weiteres Risiko ergibt sich durch die komplexe Integration. Die Unternehmenskultur könnte kaum unterschiedlicher sein. Netflix ist datengetrieben, zentralisiert und stark auf Effizienz fokussiert. Warner Bros. Discovery ist historisch gewachsen, fragmentiert und stark von kreativen Einzelentscheidungen geprägt.

Dass ein Zusammenschluss von zwei großen Anbietern nicht zwingend zu einer Verbesserung der Lage führt, beweist Warner Bros. Discovery höchstpersönlich.

Die Fusion von Warner und Discovery sollte die Ertragskraft erhöhen und das Streaming-Geschäft stärken. Es sollten Synergien realisiert werden – was typischerweise bei Großübernahmen behauptet wird.
Die Realität hat jedoch das Gegenteil bewiesen: Auch gemeinsam strauchelt man.

Paramount hat auch Interesse

Paramount Skydance hatte ein Barangebot von 30 US-Dollar je Aktie für den gesamten Konzern vorgelegt. Dieses Angebot hätte den Aktionären rund 18 Milliarden US-Dollar mehr gebracht als das Netflix-Gebot.

Dennoch lehnte Warner Bros. Discovery dieses Angebot als unterlegen ab und bevorzugte die strategische Kombination mit Netflix. Offiziell wird argumentiert, dass der langfristige Wert durch den Netflix-Deal höher sei als ein reiner Barverkauf.

Ebenso gut könnte der Vorstand vor allem im eigenen Interesse handeln und unter dem Dach von Netflix persönliche Vorteile sehen.

In den letzten Tagen kursierten jedoch immer wieder Presseberichte, wonach einige Top-Manager von Warner Bros. Discovery weiterhin gesprächsbereit gegenüber Paramount Skydance sind, sofern das Angebot erhöht wird.

Der Deal mit Netflix ist demnach längst nicht in Stein gemeißelt.

Mein Fazit ist daher simpel: Für die Aktionäre von Netflix wäre es wohl das beste Szenario, wenn Warner Bros. Discovery von Paramount Skydance übernommen wird. Dadurch würde sich die Zahl der Streaming-Anbieter reduzieren, ohne dass Netflix das finanzielle Risiko tragen müsste.

Dass die vier strauchelnden Anbieter Paramount, Skydance, Warner Bros. und Discovery gemeinsam zum Problem für Netflix werden, erwarte ich nicht.

Netflix hat ein enormes Portfolio an exklusivem Content, der weltweit über 300 Millionen Abonnenten unterhält. Daran ändert auch ein Zusammenschluss von Paramount und Warner nichts.

Netflix Aktie: Chart vom 12.01.2026, Kurs: 89,44 USD - Kürzel: NFLX | Online Broker LYNX
Netflix Aktie: Chart vom 12.01.2026, Kurs: 89,44 USD – Kürzel: NFLX | Quelle: TWS

Netflix ist zu den Vorjahrestiefs und den Unterstützungen zwischen 83 und 87 USD zurückgekommen. Auf diesem Niveau könnte mit erhöhtem Kaufinteresse zu rechnen sein. Ein prozyklisches Kaufsignal würde sich jedoch erst über 93,50 USD ergeben.

Fällt die Aktie hingegen unter 83 USD, wären weitere Kursverluste bis 77 oder 70 USD denkbar.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bearish
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.12.2025 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die angekündigte Übernahme von Warner Bros. Discovery durch den US-Streamingkonzern war zuletzt eine der großen Schlagzeilen am Markt. Doch der geplante Zusammenschluss ist noch längst nicht besiegelt: Sowohl die Wettbewerbshüter in den USA als auch in der EU werden genau prüfen, ob eine solche Fusion zu viel Marktmacht schafft.

Anleger reagierten entsprechend verunsichert und uneinheitlich: Die Netflix-Aktie setzte ihre Korrektur fort und blieb weiterhin im Abwärtstrend. Immer wieder wechselten sich positive Akkumulationstage und negative Distributionstage ab – ein Zeichen für hohe Unsicherheit und eine fehlende klare Marktmeinung. Der bärische Tenor bleibt vorerst bestehen, und eine nachhaltige Trendwende ist derzeit nicht erkennbar.

Expertenmeinung: Fundamental sorgt die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery zwar für Fantasie, birgt aber auch erhebliche Risiken: hohe Kosten, kartellrechtliche Hürden und ein ungewisses Integrationsergebnis. Technisch bleibt das Chartbild angeschlagen. Solange keine höheren Hochs ausgebildet werden und die Aktie nicht über die zentralen gleitenden Durchschnitte zurückkehrt, überwiegt das Risiko weiterer Schwäche. Erst ein nachhaltiger Sprung über die 20- und 50-Tage-Linie könnte das Bild etwas aufhellen. Bis dahin spricht derzeit mehr dafür, dass Netflix in der bärischen Phase bleibt.

Aussicht: BÄRISCH

Netflix Aktie: Chart vom 19.12.2025, Kurs: 94.73 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Netflix Aktie: Chart vom 19.12.2025, Kurs: 94.73 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bearish
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.12.2025 um 8:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die starke Aufwärtsbewegung des US-Streaming-Dienstes, die im April ihren Ursprung hatte und zwischenzeitlich in Richtung früherer Höchststände führte, fand bereits im Juli ihr vorläufiges Ende. Seither hat die Netflix-Aktie spürbar an Schwung verloren. Das Chartbild zeigt eine klare Abfolge tieferer Hochs und tieferer Tiefs – ein technisches Muster, das auf eine anhaltend schwache Tendenz hinweist.

Eine mögliche Chance auf Trendstabilisierung bot sich Anfang September, als die Kurse kurzfristig über die 20- und 50-Tage-Linie kletterten. Doch dieser Versuch war nicht nachhaltig. Auch die Quartalszahlen im Oktober sorgten nicht für Entlastung, sondern verstärkten den Abgabedruck. Der November verlief ebenfalls schwach. Bislang bleibt die Aktie in einem belastenden Abwärtstrend gefangen.

Expertenmeinung: Solange keine klaren höheren Hochs ausgebildet werden und die Serie tieferer Tiefs anhält, bleibt der Trend negativ. Eine kurzfristige Stabilisierung ist zwar nicht auszuschließen, doch für eine echte Trendwende wären mehrere technische Signale notwendig – darunter die Rückkehr über die gleitenden Durchschnitte und das Überwinden markanter Zwischenhochs.

Aktuell gibt es dafür jedoch noch keine überzeugenden Anzeichen. Daher stufe ich die Aussichten vorerst als bärisch ein.

Aussicht: BÄRISCH

Netflix Aktie: Chart vom 28.11.2025, Kurs: 107.58 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Netflix Aktie: Chart vom 28.11.2025, Kurs: 107.58 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bearish
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.11.2025 um 8:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach der Veröffentlichung der letzten Quartalsergebnisse hat die Euphorie rund um die Netflix-Aktie merklich nachgelassen. Anleger reagierten enttäuscht auf die verfehlten Gewinnerwartungen, und seither dominiert Verkaufsdruck das Bild. Die Aktie hat in den letzten Wochen klar an Boden verloren und befindet sich nun in einem etablierten bärischen Trend.

Besonders problematisch: Die wichtige Unterstützung aus Anfang Oktober wurde deutlich unterschritten. Der Versuch zu Wochenbeginn, diese Zone bei 1.134/1.135 USD zurückzuerobern, scheiterte. Statt einer Stabilisierung kam es zu weiteren Abgaben – ein Hinweis darauf, dass derzeit weiterhin die Verkäuferseite dominiert.

Expertenmeinung: Solange die Kurse unterhalb des genannten Widerstandsbereichs verharren, bleibt das Risiko weiterer Abgaben hoch. Erst ein nachhaltiger Anstieg über diese Ebene könnte für etwas Entlastung sorgen und eine technische Gegenbewegung einleiten. Auf der Unterseite liegt die nächste potenzielle Unterstützung im Bereich um 1.065 USD. Sollte diese Zone brechen, könnte die Korrektur weiter an Dynamik gewinnen, bis hin zur psychologisch wichtigen Marke bei 1.000 USD.

Aussicht: BÄRISCH

Netflix Aktie: Chart vom 05.11.2025, Kurs: 1.098,46 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Netflix Aktie: Chart vom 05.11.2025, Kurs: 1.098,46 USD, Kürzel: NFLX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.