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Das Börsenjahr 2026 ist erst vier Tage alt, da kann man noch nicht von einer Weichenstellung sprechen, wenn man sieht, dass RWE zu den Top-Gewinnern im DAX gehört. Aber dass nach dem starken Vorjahr nicht direkt Gewinne mitgenommen werden, ist schon bemerkenswert.
2022 und 2023 wurde ein jahrelanger Aufwärtstrend der RWE-Aktie in einer bis knapp 44 Euro reichenden Widerstandszone gestoppt. Ein ums andere Mal rannten die Käufer gegen diesen Bereich an. Und obwohl die Analysten durch die Bank bullisch waren und weiter zum Einstieg rieten, war nichts zu wollen: Die Aktie drehte 2024 nach unten ab. Anfang 2025 startete ein erneuter Anlauf … und diesmal war er erfolgreich. RWE zählte 2025 zu den Top-Gewinnern im DAX und startet bislang überzeugend ins neue Börsenjahr.
Die Argumente, die man dafür ins Feld führt, hätte man zwar auch vorher schon bringen können. Aber jetzt hören bzw. schauen offenbar mehr Anleger hin, nicht zuletzt, weil es durch diesen dynamischen Aufwärtstrend auch mehr Grund gibt, sich eine gerne mal als „langweilig“ abgetane Versorger-Aktie genauer anzusehen. Was steigt, erzeugt Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit generiert Käufe. Es ist also nicht so ganz verkehrt, wenn einige meinen, die Börse ist eigentlich vor allem „Kopfsache“. Die Frage ist aber:
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Expertenmeinung: Kann das denn einfach so weitergehen? könnte der RWE-Kurs womöglich sogar die jetzt bereits erreichte Widerstandszone 46,18 zu 48,94 Euro überbieten und dadurch auf 15-Jahres-Hochs steigen?

Die Aktie ist bereits stark gelaufen. Sogar in der hier abgebildeten Monatsbasis ist der RSI-Indikator überkauft, das kommt eher selten vor. Zugleich ist sie zwar mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 21 für die 2025er-Gewinnschätzung noch nicht überbewertet, viel würde dazu aber nicht fehlen. Und das durchschnittliche Kursziel der Analysten ist, obwohl es sich in den letzten zwei Quartalen von 42,50 auf jetzt gut 49 Euro ein gutes Stück nach oben verlagert hat, fast erreicht. Wäre es da nicht doch besser, zügig den Gewinn mitzunehmen?
Dass die Luft angesichts der vorstehenden Aspekte dünner wird, ist sicher richtig, aber das muss den Anstieg nicht zwingend stoppen. Vorausgesetzt, die Argumente, die diese Wiederbelebung Anfang 2025 ausgelöst hatten, ziehen weiter: Mehr Energiebedarf durch KI-Rechenzentren und der gezielte, umfassende Ausbau der Energieversorgung im Rahmen der Infrastrukturprojekte des Bundes. Und möglich wäre es durchaus, dass diese Faktoren weiter die Wahrnehmung der Anleger bestimmen. Immerhin geht es dabei durchweg um sich über Jahre hinziehende Aspekte, so dass die sich nicht schnell „verbrauchen“ müssten.
„Möglich“ ist indes nicht „sicher“. Gerade die Jahre des Wassertretens 2022/2023 und dieser so drastische Wandel der Sichtweise auf die Aktie seit 2025 machen klar, dass diese „Kopfsache“ ein wankelmütiger Begleiter eines Trends ist. Dranzubleiben wäre daher sicherlich zu überlegen, aber dann sollte man sich für den Fall eines Falles knapp unter der jetzt als Support dienenden Zone 41,83/43,96 Euro konsequent mit einem Stoppkurs absichern.
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