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Anfang Februar sackte Zalando durch, nachdem ein Analyst gewarnt hatte, dass Internet-Medien wie TikTok dem Unternehmen erheblich Marktanteile kosten könnten. Aber das wäre, wenn es so käme, jetzt eingepreist und, wenn man sich den Chart ansieht, noch einiges an „Krise“ mehr.
Richtig ist: Noch weiß man nicht, wie das so wichtige vierte Quartal beim Online-Händler Zalando gelaufen ist. Man weiß nicht, wie sich das Jahr 2026 bislang anlässt und ebenso wenig, womit Zalando für das Gesamtjahr plant. All das wird, sofern keine Vorab-Zahlen kommen, erst am 12. März vorgelegt. Und Unsicherheit ist, gerade bei einem Unternehmen, das durch ein in Europa weiterhin von Zurückhaltung geprägtes Konsumumfeld navigieren muss, nicht gerade ein Kurstreiber, aber:
Wir sehen im Chart, dass die Käuferseite hier nicht erst seit Anfang Februar, als ein Analyst von Morgan Stanley seine obengenannten Bedenken äußerte, kein Bein mehr auf den Boden bekommt. Schon seit gut einem Jahr liegen die Zwischenhochs tiefer, die Zwischentiefs ebenso: ein perfekter Abwärtstrend. Aber eben einer ohne fundamentalen Unterbau, solange man nicht weiß, ob die Aktie damit angesichts dessen, was Zalando für 2026 erwartet, immer noch zu teuer oder längst überzogen gedrückt ist.
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Doch der Verdacht, dass hier so langsam viel, wenn nicht alles eines „Worst-Case-Szenarios“ eingepreist wurde, drängt sich nicht nur auf, wenn man sich den Chart betrachtet:

Expertenmeinung: Im Chartbild sehen wir, dass die Aktie an das untere Ende eines seit Anfang des zweiten Halbjahres 2025 den Trend dominierenden Abwärtstrendkanals gedrückt wurde. Ein Ausbruch nach unten ist natürlich grundsätzlich trotzdem möglich, aber ginge es nach den Analysten, wäre man jetzt schon dabei, nach unten zu überziehen, denn:
Die Spanne, die sich aus den Kurszielen der 24 die Aktie regelmäßig einschätzenden Experten ergibt, liegt zwischen 23 und 53 Euro. Das heißt: Derzeit notiert die Aktie sogar unterhalb des niedrigsten aller Kursziele. Der Kursziel-Schnitt liegt momentan bei 36,75 Euro … und ganze 19 dieser 24 Analysten haben für Zalando die Einschätzung „Übergewichten“ oder „Kaufen“ ausgegeben.
Heißt das, dass die Luft nach unten dünn ist? In Unkenntnis des 2026er-Ausblicks des Unternehmens müsste man konstatieren: ja. Aber das bedeutet nicht, dass eine bereits überzogen gedrückte Aktie stehenden Fußes nach oben drehen und nicht noch weiter fallen könnte. Schließlich sind die deutlich optimistischeren Ansichten der Experten für niemanden ein Geheimnis und das bärische Lager drückt den Kurs trotzdem stur weiter. Aber:
Wirklich erfahrene und zugleich risikofreudige Trader dürften hier angesichts des Umstands, dass der Kurs am Montag die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals touchierte und hielt, vermutlich genauer hinschauen. Da mit einem Stop Loss knapp unterhalb des Trendkanals hoch spekulativ eine kleine Position zu riskieren, wäre für solche risikobereiten Trader womöglich ein spannender Gedanke. Wer indes weder Trader noch gezielt risikobereit ist, sollte sich die Aktie erst einmal nur auf die eigene Beobachtungsliste setzen und abwarten, bis von Zalando auf obenstehende Fragen zu Rück- und Ausblick Antworten geliefert wurden.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ZAL.DE/analyst-insights/
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