MTU Aero Engines Aktie aktuell MTU Aero Engines: Schaffen die Bullen das Unmögliche?

News: Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

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MTU Aero Engines
ISIN: DE000A0D9PT0
Ticker: MTX
Währung: EUR

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Basis 6 Monate neutral
Zur MTU Aero Engines Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zusammen mit der gesamten Flugindustrie ist auch die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines in den letzten Monaten ordentlich unter die Räder gekommen. Nun stellt sich die Frage, wie es langfristig mit den Kursen weitergehen wird, denn nach dem Durchstarter im Mai war von weiteren nachhaltigen Aufwärtsbewegungen vorerst nichts mehr zu sehen. Eine Attacke der Bären Anfang August schlug allerdings auch fehl, was uns zumindest zeigt, dass das Interesse der Börsianer an der Aktie nach wie vor vorhanden ist. Mittlereile hat sich eine klare Widerstandslinie im Bereich bei 166 EUR ausgebildet, welche bislang nicht gebrochen werden konnte. Der Breakout-Versuch im Laufe der vorigen Woche schlug fehl und nun wird erneut eine kleinere Unterstützungslinie nach unten getestet. Noch bleibt der Trend also in einer neutralen Phase.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur MTU Aero Engines Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Kampf zwischen Bullen und Bären spitzt sich weiter zu und wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der kommenden Tage einen Bruch nach oben oder nach unten bekommen werden. Noch sind wir guter Dinge, denn die Kurse befinden sich knapp oberhalb der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50. Dies gibt den Bullen einen kleinen Vorteil. Doch um wirklich durchstarten zu können, bedarf es dringend Schlusskurse oberhalb der erwähnten Widerstandsebene. Dies könnte den Startschuss zu einer neuen Rallye mit sich bringen. Kurse unter 150 EUR hingegen würden die Bären wieder ins Spiel bringen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 10.09.2020 Kurs: 157.25 Kürzel: MTX | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der MTU Aero Engines Aktie

Bei der Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines versucht man sich derzeit mal wieder an einem Ausbruch nach oben. Was natürlich funktionieren kann, aber dass es beileibe nicht der erste ist und die Versuche, sich nach oben abzusetzen, seit Mitte Juni auf sukzessiv tieferen Levels enden, macht klar: Zum Selbstläufer würde der Kursanstieg wohl kaum. Und selbst wenn es gelingen würde, sich durch diese vielen kleinen Zwischenhochs hindurch zu beißen, was mit Schlusskursen über 168 Euro der Fall wäre: Im Bereich 188/190 Euro wartet mit dem Rallye-Hoch vom Juni und der 200-Tage-Linie ein massiver Kreuzwiderstand. Dass man an dem so leicht nicht vorbeikommen wird, sehen auch die Analysten so:

Deren höchstes Kursziel liegt derzeit bei 185 Euro. Und die meisten Experten haben ihre Ziele nach der Vorlage der Bilanz zum zweiten Quartal, die am 3. August auf den Tisch kam, aktualisiert. Dass es bis zu dieser Zone 188/190 Euro laufen könnte, wäre also für diejenigen, die die Situation für MTU Aero Engines positiv sehen, drin. Aber wer darauf setzt, dass diese Aktie zum seit Mitte März deutlich besser gelaufenen DAX aufholt, eine „Nachzügler-Rallye“ startet, sollte sich die Gesamtheit der Kursziele betrachten. Denn am durchschnittlichen Kursziel der Analysten bei momentan 139 Euro ist MTU bereits vorbei gelaufen. Das niedrigste Kursziel liegt bei 109 Euro. Und die Experten sind, was ihre Empfehlung für die Aktie angeht, gespalten: Die Mehrheit sieht die Aktie als „Halteposition“ an, was man in diesem Fall als Schulterzucken ansehen darf. Und die kleinen Gruppen, die derzeit für „Kaufen“ oder „Verkaufen“ plädieren, sind in etwa gleich groß. Und das zeigt die Krux auf, mit der man bei dieser Aktie konfrontiert wird: 

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Expertenmeinung: Hier bullisch oder bärisch zu sein ist schlicht Ansichtssache, denn es hängt davon ab, mit welchem Zeithorizont man die Perspektiven des Unternehmens betrachtet. Mittel- und langfristig ist die Rückkehr zu alter Stärke natürlich wahrscheinlich. Aber kurzfristig nicht. MTU steht am Ende der Kette Airlines – Flugzeugbauer – Zulieferer. Den Airlines geht es schlecht, somit geht es den Flugzeugbauern noch schlechter. Wie also sollte es bei MTU möglich sein, schnell wieder stark steigende Umsätze und Gewinne zu erzielen? Dass der MTU-Vorstandschef im Zuge der Quartalsbilanz anmerkte, dass man davon ausgehe, dass das Geschäft mit Triebwerken für Mittel- und Langstreckenflugzeuge 2022 wieder anziehen wird, macht deutlich. Mit einer Blitz-Erholung rechnet man auch dort nicht.  

Dass es womöglich zuerst schlimmer wird, bevor es besser werden kann, ist die Sichtweise derjenigen Experten, die die Aktie mit „Verkaufen“ und einem Kursziel unterhalb des aktuellen Levels einstufen. Und wirklich unrealistisch ist ein Test des bisherigen Jahres-Verlaufstiefs bei 97,76 Euro nicht. Es kommt schlicht darauf an, ob genug Akteure bereit sind, die Möglichkeit, dass MTU in nächster Zeit in noch schwierigeres Fahrwasser gerät, auszublenden und mit mittel- und langfristigem Zeithorizont einzusteigen. Dann mehr als einen Anlauf an diesen Kreuzwiderstand 188/190 Euro zu erwarten, wäre verwegen, aber immerhin, das wäre ja zumindest etwas. Doch würde dieser „Weitblick“ durch zu negative Konjunkturdaten und/oder Statements des Unternehmens ausgehöhlt, wäre es keine Überraschung, würden viele erst einmal das Handtuch werfen, die derzeit bei 140 Euro verlaufende, bislang erfolgreich verteidigte Aufwärtstrendlinie brechen und den Weg in den Bereich um 100 Euro freigeben.

Chart vom 25.08.2020, Kurs 156,25 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX

Dass der Triebwerksbauer MTU Aero Engines im Zuge des „Corona Crashs“ im Februar und März heftiger unter die Räder kam als der Gesamtmarkt, erschien zu diesem Zeitpunkt schlüssig. Immerhin steht MTU am Ende der Kette Airlines – Flugzeughersteller – Zulieferer und würde somit die volle Wucht des „Lockdown“ abbekommen, da war man sicher. Doch dann präsentierte MTU Aero Engines am 30. April eine Bilanz zum ersten Quartal, die ganz und gar nicht so dramatisch ausfiel wie befürchtet. Der Umsatz hatte zum Vorjahresquartal sogar zugelegt, der Gewinn nur leicht nachgegeben. Also doch keine Auswirkungen durch Lockdown und Rezession?

Dieser Gedanke wurde durch das Statement des Vorstands im Zuge der Bilanzveröffentlichung bestärkt, dass die Zulieferketten bei MTU Aero Engines stabil seien und es bis dahin keine Auftragsstornierungen gegeben habe. Zudem erinnerten sich die Anleger daran, dass MTU auch ein breit aufgestelltes Wartungsgeschäft hat und Wartungen auch bei am Boden stehenden Maschinen weitergehen. Anfangs traute man diesem Frieden zwar nicht. Aber ab Mitte Mai begann der Kurs zuzulegen, weil man den Eindruck gewann, die Aktie sei zu tief gefallen. Doch seit einem Monat bröckelt der Kurs wieder ab und ließ sich auch von einem seither immer mal wieder anspringenden Gesamtmarkt nicht inspirieren. Und wer da begann, skeptisch zu werden, erhielt Anfang dieser Woche seine Bestätigung:

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Expertenmeinung: MTU Aero Engines meldete, seinen Personalbestand bis Ende 2021 um zehn bis fünfzehn Prozent reduzieren zu wollen. Es scheint also doch negative Auswirkungen zu geben, die nicht ohne größere Maßnahmen kompensiert werden können. Wie sich das in den Zahlen niederschlägt, dürfte, solange MTU keine vorläufigen Ergebnisse vorab meldet, erst am 3. August deutlich werden. Aber so sehr die Akteure am Gesamtmarkt der Erkenntnis trotzen, dass sie von der Zukunft ein wenig zu viel erwartet haben, so sehr zeigt sich das bereits jetzt im Chartbild dieser Aktie.

Sie sehen, dass der Kurs zu Wochenbeginn im Licht dieser Mitteilung genau da abdrehte, wo der Beginn des „Corona Crashs“ zusammen mit dem Zwischenhoch vom Juni eine Abwärtstrendlinie bildet. Das dürfte kein Zufall sein und lässt vermuten, dass Anleger dort lieber Gewinne mitnehmen, weil sie der Aktie den Ausbruch nach oben nicht zutrauen. Und, dass auch erste Trader aktiv auf der Short-Seite agieren. Deren Ziel, ein klar bärisches Signal zu generieren, ist zwar noch nicht erreicht. Aber man ist auf dem Weg. Kurzfristig entscheidend wären die beiden Zwischentiefs seit Ende Mai im Bereich 144/145 Euro. Fallen die, fänden sich zwar knapp darunter noch eine Reihe eher diffuser Supportmarken in Form mehrerer Zwischenhochs aus der Zeit März bis Mai. Aber das absteigende Dreieck, das die Abwärtstrendlinie und die Auffangzone 144/145 Euro bilden, wäre nach unten verlassen … und das könnte, da man für das zweite Quartal eher nicht mehr von einer positiven Überraschung ausgeht, ausreichen, um die Bären wieder ins Spiel zu bringen.

Chart vom 09.07.2020, Kurs 147,00 Euro, Kürzel MTX

Am Montagmorgen hatte die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines 187,75 Euro erreicht, zum Tagestief des Mittwochs notierte sie nur noch bei 163,10 Euro. Das bedeutet ein Minus von 14,2 Prozent in kürzester Zeit. Rein prozentual betrachtet könnte man daraus schließen, dass hier einiges angebrannt ist und die Leerverkäufer das Geschehen bestimmen. Aber trotz dieses herben Minus haben die Bären hier noch nichts gewonnen. Denn die Volatilität bei dieser Aktie ist derart hoch, dass diese 14,2 Prozent nicht mehr sind als ein Rücksetzer. Zumindest noch nicht.

Es hatte nur drei Wochen gedauert, bis die MTU Aero-Aktie, beginnend am 18. Mai bei knapp 119 Euro, sagenhafte 58 Prozent bis zu diesem Tageshoch des Montags bei 118,75 Euro zulegte. Basis dieser Rallye war, dass zunehmend mehr Anleger aus den vorher gesuchten, „sicheren Häfen“ heraus in konjunktursensible Aktien umschichteten, weil die Erwartung um sich griff, dass die Pandemie im Griff ist und das Wachstum durch gezielte, große Konjunkturpakete schneller wieder angekurbelt würde als zuvor gedacht. Und da griff die „Seilschaft“ Airline – Flugzeugbauer – Triebwerkhersteller. Mit der Lufthansa und Airbus lief daraufhin auch die MTU Aero Engines-Aktie …. und Kursgewinne in einer Aktie motivierte zu Käufen in den anderen. Das ging so rasant, dass die Rallye förmlich nach Gewinnmitnahmen schrie. Die Frage ist, ob es dabei bleibt oder der noch junge Aufwärtstrend doch kippt. Die Zone, auf die es ankommt, ist in unserem Chart auf Wochenbasis klar erkennbar:

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Expertenmeinung: Es ist der seit Anfang 2018 als Wendemarke relevante Bereich 155/157 Euro, den man um die Marke von 150,90 Euro erweitern sollte, wo die Aktie Ende März ein Zwischenhoch markiert hatte. So heftig der Rücksetzer auch wirkt, er ist bislang in Relation zu der Rallye zuvor klein und hat diese wichtige Supportzone noch nicht einmal getestet. Aber das heißt nicht, dass es nicht dazu kommen könnte. Denn wenn man sich die aktuellsten Einschätzungen Analysten ansieht, bekommt man den Eindruck, dass die Bullen es übertrieben haben könnten. Am gestrigen Mittwoch kamen zwei neue Einschätzungen: HSBC senkte das Kursziel der Aktie, das zuletzt noch bei 175 Euro gelegen hatte, auf 170 Euro und nahm die Einschätzung von „Halten“ auf „Verkaufen“ herunter. Und Independent Research nahm das Kursziel zwar von 120 auf 159 Euro nach oben, die Einstufung ging aber auch hier von „Halten“ auf „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt momentan sogar nur um 130 Euro. Wer ist da auf dem Holzweg? Die skeptischen Experten oder die optimistischen Käufer?

Fakt ist, dass MTU bei den Ergebnissen des ersten Quartals positiv überraschte. Wenn das Unternehmen das auch für das zweite Quartal schafft, dürften die Analysten im D-Zug-Tempo nach oben wandern. Bis dahin aber ist diese Rallye ein Vorgriff auf eine sehr zügige Verbesserung der Gesamtlage. Und sollte der Kurs die Auffangzone 150,90 bis 157 Euro brechen, könnte diese Aktie ebenso schnell zurückkommen wie sie zuvor stieg. Denn wie sich das Unternehmen im laufenden Quartal geschlagen hat, wird man, wenn es bei der derzeitigen Planung bliebe, erst am 30. Juli erfahren. Genug Zeit für die Bären also, um im Fall eines Bruchs dieser Zone für vollendete Tatsachen zu sorgen. Noch ist das, was die Aktie hier zeigt, nur ein Rücksetzer, aber es dürfte nicht schaden, laufende Long-Trades unterhalb dieser näher kommenden Unterstützungszone konsequent abzusichern.

MTU Aero Engines Aktie Chart vom 10.06.2020, Kurs 166,10 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Hersteller von Triebwerken ist im Einklang mit den Fluggesellschaften und den Flugzeugherstellern Boeing und Airbus in den letzten Wochen ordentlich unter Druck geraten. Der Kurs der Aktie brach völlig ein und verzeichnete in der Spitze einen Abschlag von 65 Prozent. Das war richtig heftig. Seit einigen Wochen konnte der Titel jedoch eine Bodenbildung vollziehen, welche die Kurse mittlerweile nach oben verlassen haben. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 wurden mittlerweile zurückerobert. Es ist also wieder etwas Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Gleichzeitig konnte erstmals seit Beginn der Krise der bärische Trend gebrochen werden. Die Aktie befindet sich nunmehr in einer neutralen Kaufphase.

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Expertenmeinung: Alles in allem sehen wir hier eine durchaus realistische Chance, dass sich die Kurserholung weiter fortsetzen dürfte. Ein Anstieg auf bis zu 180 bis 200 EUR könnte in den Karten stecken. Wichtig ist in den kommenden Tagen und Wochen vor allem darauf zu achten, dass die Kurse, die bereits eingangs erwähnten gleitenden Durchschnitte nicht mehr nach unten verlassen. Dies könnte die gerade gestartete Rallye rasch wieder abwürgen und die Erholung bremsen. Aktuell geben wir der Aktie positive Aussichten mit auf den Weg und erhöhen unsere Einstufung auf „bullisch“.

Aussicht: BULLISCH

MTU Aeoro Engines Aktie Chart vom 26.05.2020 Kurs: 148.40 Kürzel: MTX | Online Broker LYNX

97,76 zu 156,80 Euro, das ist die Handelsspanne, aus der die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines ausbrechen muss, um eine Trendentscheidung hervorzurufen: Weiter im Abwärtstrend oder Aufwärtswende, das sind die Alternativen. Aber das ist eine Handelsspanne von 60 Prozent – was kann da schon spannend sein? Richtig ist schon, dass es normalerweise ewig dauern würde, bis eine Aktie aus einer derart breiten Range ausbricht. Aber für den Aktienmarkt gibt es momentan kein „normalerweise“.

Was man alleine daran erkennt, dass die Rahmenbedingungen imstande waren, diese Aktie binnen fünf Wochen in der Spitze um 65 Prozent einbrechen zu lassen.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 12.05.2020, Kurs 123,90 Euro, Kürzel MTX | LYNX Online Broker

Jetzt ringen die Akteure darum, wie es weitergeht. Dass es nach einem Minus von 65 Prozent in derart kurzer Zeit noch weiter abwärts gehen könnte, erscheint nicht wenigen Marktteilnehmern wohl als immens unwahrscheinlich. Diese Klientel stellt die Seite der Käufer. Diejenigen, die MTU Aero Engines leer verkaufen, sehen das natürlich völlig anders. Sie verweisen darauf, dass der Triebwerkhersteller am Ende der Kette Airlines – Flugzeughersteller – Zulieferer steht und damit maximalem Druck auf Umsatz und Gewinn ausgesetzt ist. Ist das so? Könnte die Bilanz des ersten Quartals da Klarheit bringen?

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Expertenmeinung: Nicht unbedingt, denn außerhalb Chinas begann die pandemiebedingte Vollbremsung der Weltwirtschaft ja erst Anfang März, in den USA Mitte März. So gesehen kann das erste Quartal noch nicht widerspiegeln, wie stark MTU betroffen wäre. Und so lag dieses Ende April vorgelegte Ergebnis auch hinsichtlich des Umsatzes über dem des Vorjahresquartals, der bereinigte Vorsteuergewinn lag in etwa auf Vorjahreslevel. Aber das, was MTU über die reinen Zahlen hinaus mitteilte, war schon bemerkenswert: Man benötige derzeit keine Darlehen von der KfW, die Lieferketten seien stabil, es gebe bislang keine Auftragsstornierungen und auch ein Stellenabbau sei derzeit nicht geplant. Und das, nachdem man den gesamten, für viele Branchen fatalen April bereits absolviert hatte!

Trotzdem führte diese Bilanz nicht zu einem Ausbruch aus der Dreiecksformation, die sich innerhalb der obengenannten Handelsspanne gebildet hatte. Die Bären bleiben stur, scheint es. Und natürlich würde es zu umgehendem, kräftigen Abgabedruck führen, sollte das Unternehmen diese Hoffnung schürenden Statements in Kürze relativieren müssen. Aber sollte MTU in den nächsten zwei, drei Wochen immer noch nicht mit negativen Nachrichten aufwarten, dürften die ersten Bären wohl von der Fahne gehen.

Diese Aktie sollte man im Auge behalten. Das Dreieck selbst ist, wenn man es sich auf Tagesbasis ansieht, zu „unsauber“, um es über reines Daytrading hinaus als Basis für eine Positionierung zu nutzen. Aber die immens langen Kerzen der vergangenen Wochen machen deutlich: Länger als ein bis zwei Wochen würde diese Aktie nicht einmal brauchen, wenn sie die gesamte Handelsspanne durchqueren müsste, bis es zu einem Ausbruch kommt. 97,76 und 156,80 Euro sind die Ankerpunkte … hier wird es in den kommenden Wochen definitiv spannend!

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.