Börsenblick

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Analyse:
Beyond Meat: Hier stecken reichlich Vorschusslorbeeren im Kurs

Ein Umsatz von 97 Millionen US-Dollar nach 98,5 Millionen im Vorquartal bei Beyond Meat, das war ein Ergebnis, mit dem die US-Anleger nicht gerechnet hatten. Man hatte eigentlich erwartet, dass der Umsatz deutlicher unter Druck geraten würde, auch, wenn der „Lockdown“ in den USA erst Mitte März begonnen hatte und die Supermärkte, in denen die fleischlosen Burger und Würstchen von Beyond Meat vertrieben werden, zugänglich blieben und man in den Fast Food-Ketten zumindest über Drive Ins oder Lieferservices weiter ordern konnte. Dass es so gut wie gar nicht zu Umsatzeinbußen kam, zementiert die Überzeugung derjenigen Akteure, die in den vergangenen Monaten auf deutlich niedrigerem Niveau zugegriffen haben: Beyond Meat hat sich am Markt fest etabliert und wird die Hoffnung, bald tief in der Gewinnzone zu operieren, erfüllen.

Im ersten Quartal wurde operativ ein kleiner Gewinn erzielt. Und unter den Analysten ist mittlerweile nahezu Konsens, dass Beyond Meat in diesem Jahr insgesamt schwarze Zahlen schreiben wird. Zwar bleibt noch bis Anfang August, wenn die Zahlen zum zweiten Quartal auf den Tisch kommen, offen, ob sich der Weg des Unternehmens auch in diesen so schwierigen Monaten April und Mai fortgesetzt hat. Da Beyond Meat aber als Nahrungsmittelhersteller eher weniger von der Pandemie betroffen ist und sich die Hinweise verstetigen, dass der Marktanteil fleischloser Ersatzprodukte insgesamt steigt, sind die Marktteilnehmer mehrheitlich zuversichtlich. Allerdings gilt das nicht durch die Bank auch für die Analysten.

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Expertenmeinung: Selbst nach der Anfang Mai vorgelegten Quartalsbilanz waren Kursziele über 100 US-Dollar dort eher die Ausnahme. Wobei man sich unter den Experten wie üblich bei Unternehmen, die sich gerade in die schwarzen Zahlen kämpfen, hinsichtlich des Kurspotenzial äußerst uneinig ist: Das höchste Kursziel liegt aktuell bei 173, das niedrigste bei 42 US-Dollar, das durchschnittliche Ziel lieg knapp unter 100 US-Dollar. An diesem Level ist die Aktie mittlerweile weit vorbei gezogen. Mitte März hatte die Aktie, die sich dem allgemeinen Selloff im März nicht hatte entziehen können, bei 48,18 US-Dollar aufgesetzt und sich Mitte Mai von diesem Tief ausgehend schon wieder im Kurs verdreifacht. Da werden also eine Menge Vorschusslorbeeren vergeben, denn:

Die Perspektive schwarzer Zahlen in 2020 hin oder her, wann Beyond Meat dann eine dem Gewinnwachstum angemessene Bewertung erreichen würde, ist völlig offen. Derzeit ist die Aktie, auch mit Blick auf die Relation Marktkapitalisierung zu Umsatz, sehr teuer. Also – Finger weg? Nicht unbedingt, nur sollte man, würde man jetzt über den Einstieg nachdenken, erst einmal abwarten, ob es gelingt, die Widerstandszone 133/138 US-Dollar nachhaltig zu bezwingen, in deren Bereich Beyond Meat seit knapp zwei Wochen seitwärts läuft. Mit Schlusskursen über 150 US-Dollar ließe sich diese Hürde als signifikant überboten ansehen … und dann hätte man auch eine Orientierung für einen Stoppkurs, der sich dann knapp unter die dann zur Unterstützung verwandelte Zone 133/138 US-Dollar platzieren ließe. Denn ohne einen relativ nahe liegenden Stopp sollte man bei einer Aktie wie dieser, in die bereits viel als zukünftigen Erfolgen eingepreist ist, nicht agieren.

Beyond Meat Aktie Chart vom 22.05.2020, Kurs 136,80 US-Dollar, Kürzel BYND | Online Broker LYNX

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