Die besten Wasser Aktien 2020 | Online Broker LYNX

Renditequelle Wasser-Aktien: Mit diesen nachhaltigen Wasser-Investments können Sie guten Gewissens auf den Zukunftsmarkt „blaues Gold“ setzen.

Wachstumsmarkt Wasser: Rohstoff der Zukunft

Zu den Anlagetrends der Zukunft gehört neben Technologiethemen wie Elektromobilität und Künstliche Intelligenz auch Wasser – das blaue Gold. Denn obwohl 70 % der Erde mit Wasser bedeckt sind, ist Süßwasser bzw. sauberes Trinkwasser nur sehr begrenzt verfügbar. Und im Gegensatz zu Öl ist Wasser durch nichts zu ersetzen. Für die wachsende Weltbevölkerung ist es einer der wichtigsten Rohstoffe, dessen Bedeutung in Zeiten des Klimawandels von Jahr zu Jahr steigt. Das haben wir im trockenen Hitzesommer 2018 auch in Deutschland ansatzweise zu spüren bekommen. Anderswo jedoch leiden große Bevölkerungsteile seit vielen Jahren unter der zunehmenden Wasserknappheit. Die Versorgung der wachsenden Menschheit mit Trinkwasser gilt als eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts.

„Sprudelnde“ Gewinne mit dem Börsentrend Wasser-Aktien

Kein Wunder also, dass der Wachstumsmarkt Wasser auch an der Börse immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Die Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) handelt seit Ende 2020 sogar einen Wasser-Future, der die Preisentwicklung von ca. 12,3 Mio. Litern Wasser nachbildet. Auch Wasseraktien haben sich in den letzten Jahren überdurchschnittlich gut entwickelt. Dieser Trend dürfte anhalten. Die Knappheit der Ressource Wasser wird dafür sorgen, dass Wasseraktien auch im Jahr 2021 und darüber hinaus weiter im Fokus der Anleger stehen werden und die Gewinne „sprudeln“. Wir haben die besten Wasser Aktien Tipps für Sie.

Ethische Wasserinvestitionen: Mit gutem Gewissen in Wasser Aktien investieren

Wir möchten Ihnen zeigen, mit welchen Wasser Aktien Sie als Privatanleger mit gutem Gewissen auf diesen Anlagetrend der Zukunft setzen können. Denn beim Investieren in Wasser-Aktien geht es ausdrücklich nicht darum, arme Teile der Weltbevölkerung durch Wassermonopole und zu hohe Wasserpreise „auszupressen“ oder gar von Dürrekatastrophen zu profitieren. Vielmehr geht es darum, welche nachhaltig und ökologisch orientierten Unternehmen mit ihren innovativen Wassertechnologien z.B. für Reinigung, Filterung, Entsalzung oder effizienter Acker-Bewässerung der zunehmenden Wasserknappheit entgegenwirken und so die Wasserversorgung bzw. den Zugang der Menschen für Trink- und Frischwasser zu erleichtern.

2,2 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

Faktoren wie steigende Bevölkerungszahlen, Klimawandel, Desertifikation (Wüstenbildung), wasserintensive Lebensstandards und Umweltverschmutzung machen Wasser zu einem immer knapperen Rohstoff. Während der Wasserverbrauch in den Industrienationen pro Kopf immer weiter ansteigt, haben laut UNICEF weltweit rund 2,2 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das sind fast 30 % der gesamten Weltbevölkerung. Und Prognosen zufolge könnte sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 nochmal verdoppeln. Schon heute verfügen vor allem in Dritte-Welt-Ländern oder ländlichen Regionen von Entwicklungsländern ca. 800 Mio. Menschen nicht einmal über eine Grundversorgung mit Wasser. Das ist auch deshalb dramatisch, weil sich ohne Wasser und Hygiene Krankheiten besonders schnell verbreiten. Laut den Vereinten Nationen müssten bis zum Jahr 2030 jährlich ca. 114 Mrd. USD in die Wasserinfrastruktur investiert werden, um dem Trend effektiv entgegenzuwirken. Mangels Geldes in den Kassen der Entwicklungsländer bzw. aufgrund des fehlenden politischen Willens in den Industrieländern wird jedoch nur ein kleiner Bruchteil der notwendigen Summe tatsächlich investiert.

Weltweit stark ansteigender Wasserverbrauch

Bei der UN nimmt man außerdem an, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2025 bis zu +40 % mehr Wasser verbrauchen wird als noch im Jahr 2015. Zu dem stark steigenden Wasserbedarf tragen in erster Linie die wachsende Bevölkerung sowie veränderte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bei. Denn die in vielen Ländern stetig wachsende Mittelschicht übernimmt meist den extrem wasserintensiven westlichen Lebensstil. Bewohner von Industrienationen verbrauchen rund 10-mal so viel Wasser wie die Bewohner von Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Hoffnung auf eine verbesserte Wasserversorgung und auf neue bahnbrechende Wassertechnologien ruht daher vor allem auf Privatunternehmen. Doch sehen wir uns zunächst die aktuelle Wasser-Situation aus globaler Sicht etwas näher an.

Wasserknappheit: Versiegende Flüsse und sinkende Grundwasserspiegel

Bedingt durch den Klimawandel dehnen sich die Trockenzeiten in vielen Erdregionen aus, während Regenfälle seltener, aber dann oft umso heftiger werden. Dies liegt auch daran, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele Wälder, insbesondere Regenwälder abgeholzt wurden, die für den Wasserkreislauf eine wichtige Pufferfunktion hatten. Denn Wälder ziehen einerseits regelmäßige Regenfälle an und nehmen andererseits im Boden dank Wurzelwerk und organischen Stoffen auch enorme Wassermengen auf. Diese werden dann in Trockenphasen über Bäche und Flüsse stetig an das Umland abgeben. Stehen Waldflächen jedoch nicht mehr als „Wassermagnet“ und natürlicher Wasserspeicher zur Verfügung, so kommt es zu ausgedehnten Trockenzeiten und aufgrund von Bodenerosion und Desertifikation auch viel häufiger zu verheerenden Überschwemmungen und Flutkatastrophen – so wie zuletzt in Teilen Deutschlands. Abgesehen von kurzen lokalen Überflutungsphasen versiegen vor allem in asiatischen und afrikanischen Regionen viele Flüsse zeitweise oder die einstigen Lebensadern verkommen zu kleinen, stark verschmutzten Rinnsalen. Die Folge: Wasserreserven und Grundwasserspiegel gehen drastisch zurück. Wassermangel wird damit zu einem immer drängenderen Problem. Die vielerorts explodierenden Bevölkerungszahlen treiben den Wasserverbrauch ebenfalls weiter in die Höhe. Neue Brunnen müssen daher immer tiefer gegraben werden und die Wege zur nächsten Wasserquelle werden für viele Menschen eher länger als kürzer.

Der Kampf ums kostbare Nass führt immer öfter zu Konflikten

Verschärft wird die Situation durch immer größere Wasserentnahmen für Landwirtschaft, Industrie und Energiegewinnung. Durch den Bau großer Staudämme, wird neben der Energieerzeugung vielerorts versucht Wasser-Reservoirs für die heimische Landwirtschaft und Industrie zu sichern. Zum Leidwesen der flussabwärts gelegenen Länder und Gebiete, denn für die riesigen Stauseen und Reservoirs werden den Flüssen enorme Mengen Wasser entzogen. Nicht selten führt deshalb der Bau von Staudämmen und landwirtschaftlichen Bewässerungssystemen zu Konflikten zwischen Nationen. So ist beispielsweise nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung auf Flüsse angewiesen, die im Himalaya-Gebirge entspringen, wie beispielsweise den Brahmaputra, einem der wichtigsten Zuflüsse des Ganges. Die Konkurrenz um Wasser führt zu immer größeren Spannungen und ungelösten Grenzkonflikten zwischen den beiden Atom-Mächten Indien und China. Der Zugang zu Wasserreserven könnte in Zeiten der globalen Erwärmung zu immer ernsthafteren Auseinandersetzungen führen. Auch im Nahen Osten und in Nordafrika gibt es Verteilungskämpfe beispielsweise durch den kürzlich in Betrieb genommenen äthiopischen Nilstaudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam. Mit den Nachbarländern Ägypten und Sudan liegt Äthiopien deshalb seit Jahren im Streit, denn beispielsweise Ägypten deckt mehr als 90 % seines Wasserbedarfs aus dem längsten Fluss der Welt. Auch die fossilen Grundwasserspeicher, die in vielen relativ trockenen Ländern der Erde den Wasserverbrauch decken, dürften spätestens in einigen Jahrzehnten aufgebraucht sein.

CME legt Terminkontrakt auf Wasser auf

Neben zahlreichen Rohstoffen wie Gold, Öl, Baumwolle, Holz oder Weizen gibt es an der Terminbörse CME seit Ende 2020 auch einen Terminkontrakt auf Wasser. Dieser neue Wasser-Future bildet die Preisentwicklung von etwa 12,3 Mio. Litern Wasser ab und soll dazu dienen, dass sich z.B. Industrieunternehmen und Landwirte gegen die hohen Preisschwankungen für das blaue Gold absichern können. Dürreperioden und Waldbrände lassen die Wasserpreise oft regelrecht explodieren, vor allem im Hochsommer, wenn der Wasserbedarf in der Landwirtschaft am höchsten ist. Ein Landwirt kann beispielsweise im Winter, wenn die Preise niedrig sind, einen Wasser-Future long gehen und sich so gegen Preisanstiege absichern. Unterm Strich dürften die Preisschwankungen so etwas geglättet werden. Es gibt jedoch auch starke Kritik an der Einführung des Wasser-Futures. Wenn Finanzinvestoren in großem Stil auf Preisanstiege spekulieren, könnte dies auch erhebliche Auswirkungen auf die weltweiten Wasserpreise haben. Die Vorstellung, dass Hedgefonds, Banken oder andere Großanleger Gewinne scheffeln, wenn der Preis für Wasser auch in ärmeren Regionen der Erde nach oben schnellt, ist aus ethischer Sicht sicher stark zu hinterfragen. Wasser-Krisen oder Unruhen könnten die Folge sein, wenn Spekulationen die Preise an den Terminbörsen übermäßig nach oben treiben. Doch Experten zufolge werden die Preise auch in Zukunft in den verschiedenen Regionen vor allem durch die lokale Verfügbarkeit bestimmt werden, zudem kann Wasser in großen Mengen nicht so einfach transportiert werden, wie andere Rohstoffe.

Wie können Anleger in Wasser investieren?

Trotzdem ist die Wasser-Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser in Industrieländern ein immer wichtigeres Thema. Denn obwohl der Wasserverbrauch auch bei uns weiter ansteigt, ist die Wasser-Infrastruktur in den meisten westlichen Nationen veraltet und Leitungssysteme zunehmend marode. Zur Modernisierung und Sanierung werden auch in Ländern wie den USA oder in Deutschland in den kommenden Jahren enorme Investitionen notwendig sein. Für Sie als Privatanleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in innovative, nachhaltige Wassertechnologien zu investieren. Dabei können Sie beispielsweise zwischen Wasser-ETFs und Wasser-Fonds sowie Einzelaktien wählen.

Investment in Wasser-ETFs

Unter den Wasser-ETFs kommt der Lyxor World Water UCITS ETF (ISIN: FR0010527275 – Symbol: LYM8 – Währung: EUR) aktuell auf ein Fondsvolumen von rund 1,1 Mrd. Euro. Als Referenzindex dient der World Water Index, der die weltweit 30 größten Unternehmen abbildet, die im Bereich Wasserinfrastruktur, -aufbereitung und -versorgung engagiert sind. Damit ein Unternehmen als Investment in Frage kommt, müssen mindestens 40 % der Umsätze mit wasserbezogenen Geschäftsbereichen erwirtschaftet werden. Die Gesamtrendite des ETFs lag in den 5 Jahren von August 2016 bis August 2021 bei ca. +73 %. Allein im Jahr 2021 konnte der Wasser ETF bislang +23 % an Wert zulegen. Daneben bietet sich noch der ca. 2,5 Mrd. USD schwere iShares Global Water UCITS ETF (ISIN: IE00B1TXK627 – Symbol: IQQQ – Währung USD) an. Der Wasser-ETF investiert in die 50 im S&P Global Water 50 Index abgebildeten Wasser-Aktien und kam in den 5 Jahren von Mitte 2016 bis Mitte 2021 auf eine Gesamtperformance von +104 %.

Aktiv gemanagte Wasser-Fonds

Natürlich gibt es auch eine Reihe aktiv gemanagter Wasser-Fonds wie den Pictet-Water (ISIN: LU0104884860 – Symbol PBF7 – Währung EUR). Der Fonds mit einem Volumen von 8,2 Mrd. EUR legt seinen Fokus auf nachhaltige Unternehmen und lehnt beispielsweise Konzerne ab, die verpacktes Wasser verkaufen. Der Pictet-Water kann mit einer 5-Jahres-Performance von +79 % durchaus mit den beiden oben genannten Wasser-ETFs mithalten. Auch der RobecoSAM Sustainable-Water-Fund (ISIN: LU0133061175 – Symbol: OZWA – Währung EUR) fokussiert sich auf nachhaltige Wasserwirtschaft. Die Investments des Fonds decken die gesamte Wertschöpfungskette des Wassersektors ab. Im Portfolio befinden sich Aktien von Unternehmen, die sich beispielsweise mit den Bereichen Wasserqualität, Wasseraufbereitung, Bewässerungssystemen und Abwasserbehandlungsanlagen sowie Wasserversorgung und Wasserinfrastruktur beschäftigen. In den fünf Jahren bis Mitte 2021 konnte der Fonds der Schweizer Investmentgesellschaft um ca. +88 % zulegen. Aufgrund der ungünstigeren Gebührenstruktur bei aktiv gemanagten Fonds würden wir trotz der ansehnlichen Performance die oben genannten Wasser-ETFs oder eben ausgewählte Wasser Aktien wie beispielsweise Wasseraufbereitungs-Aktien bevorzugen.

Die Top Ten Wasser-Aktien 2021

Hier finden Sie eine Wasser-Aktien-Liste mit zehn börsennotierten Unternehmen, die Ihren Schwerpunkt auf dem Bereich Wasser bzw. Wassertechnologie haben. Unsere Tabelle der Top Ten Wasser-Aktien.

Wasser-Aktien-Liste:

Wasser AktieKategorieISINSymbolWährung
American Water WorksWasserversorgungUS0304201033AWKUSD
Badger MeterWasser TechnologieUS0565251081BMIUSD
Evoqua WaterWasser TechnologieUS30057T1051AQUAUSD
KSBWasser PumpenDE0006292006KSBEUR
LindsayBewässerungssystemeUS5355551061LNNUSD
PentairWasser TechnologieIE00BLS09M33PNRUSD
Pure CycleWasser TechnologieUS7462283034PCYOUSD
Suez EnvironnementWasserversorgung und -technologieFR0010613471SZ1EUR
Veolia EnvironnementWasserversorgung und -technologieFR0000124141VVDEUR
XylemWassertechnologieUS98419M1009XYLUSD

Die besten Wasser Aktien 2021 – Unsere Wasser-Aktien Tipps

Aus unserer Wasser-Aktien Liste möchten wir Ihnen die aus unserer Sicht drei besten Wasser-Aktien vorstellen. Mit diesen Werten können Sie im Jahr 2021 in innovative Wasser-Technologien investieren. Eines sollte Ihnen als Anleger jedoch klar sein: Investments in Wasser sind längerfristig zu betrachten, denn in der Branche geht es darum, Probleme zu lösen, die sich in den meisten Regionen auch nicht von heute auf Morgen lösen lassen.

Zwar sind Wasser-Aktien nicht mit schnell wachsenden Technologieunternehmen vergleichbar, aber meist auch nur in geringem Maße konjunkturanfällig. Alle drei vorgestellten Wasser-Werte haben Ihren Schwerpunkt rund um das Thema Wassertechnologie, Wasseraufbereitung und Wasserverwendung und erzielen in diesen Bereichen 80 % bis 100 % ihrer Umsätze. Diese Wasser Aktien sind im Jahr 2021 und darüber hinaus prädestiniert für „sprudelnde“ Gewinne:

Xylem: Smart Water Solutions

Der US-Anbieter Xylem (ISIN: US98419M1009, US-Symbol: XYL – Währung: USD) bezeichnet sich selbst als weltweit führendes Unternehmen im Bereich effizienter und nachhaltiger Wassertechnologie. Das an der Börse mit ca. 23 Mrd. USD bewertete Unternehmen aus New York entstand im Jahr 2011 durch eine Abspaltung der Wassersparte des Industriekonzerns ITT. Xylem hat sich auf innovative Lösungen rund um den Wasserkreislauf spezialisiert, die es als „Smart Water“ („Intelligentes Wasser“) beschreibt.

Innovative Wasseraufbereitungsanlagen und Wasserfilteranlagen

Dazu zählen Wasser- und Abwassertransport, Aufbereitung von Wasser und Abwasser, Analysen der Wasserqualität, Prozessoptimierungen sowie Rohrleitungs-Zustandsanalysen. Xylem vermarktet in mehr als 150 Ländern Systeme zur Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie zur Steuerung von Wassersystemen. Auch Wärmetauscher, Rührwerke und Filtersysteme zur Wasserreinigung sowie innovative Pumpen, mit denen sich Wasser zuverlässig transportieren lässt sind im Angebot. Xylem installiert daneben sensorgesteuerte und softwarebasierte Technologien zur Wasserverlustreduzierung, sowie Technologien zum effizienteren Umgang mit Abwasser.

Für die Industrie entwickelt Xylem Reinigungssysteme, die mit Ozon und UV-Licht arbeiten. So lässt sich hochreines Wasser beispielsweise für die Pharmaindustrie produzieren. Auch Systeme zur Bewältigung von Überschwemmungen und anderen wasserbedingten Umweltschäden werden hergestellt. Während der von starken Waldbränden begleiteten großen Wasserknappheit in Kalifornien wurde die Technologie des Unternehmens eingesetzt, um Wasser aus dem Colorado River abzuzweigen und zu reinigen.

Partnerschaft mit Manchester City: Mehr Aufmerksamkeit für globale Wasser-Themen

Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Akquisitionen getätigt, um unser Portfolio weiter auszubauen und es tatsächlich zu einem Portfolio intelligenter Wasserlösungen zu machen“, sagte CEO Patrick Decker in einem Interview, das auf der Website des Unternehmens veröffentlicht wurde. Der Konzern engagiert sich unter anderem auch bei humanitären Projekten in Afrika und Asien und schreibt den Nachhaltigkeitsgedanken groß. Um Aufmerksamkeit für die zunehmende Wasserproblematik in vielen Ländern zu schaffen und Hilfsprojekte zu unterstützen ist Xylem mit dem Slogan „Let`s solve Water“ unter anderem eine Partnerschaft mit dem Premier League Fußballclub Manchester City eingegangen und hat mit Fußballstars des Vereins wie Sergio Agüero, David Silva and Ilkay Gündogan eine eindrucksvolle Video-Botschaft zum Thema Wasser namens „The Changing Room“ produziert.

Moderate Steigerungen bei Umsätzen und Gewinnen

Xylem verzeichnet bis zur Corona-Krise stetige, knapp zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn, Das Corona-Jahr sorgte bei beiden Kennzahlen für einen Knick. Doch schon in diesem Jahr soll der Umsatz laut Analysten wieder um +9 % von 4,9 Mrd. USD auf 5,3 Mrd. USD zulegen. Das Ergebnis je Aktie soll dabei von 2,06 USD um +32 % auf 2,71 USD anwachsen. Im kommenden Jahr 2022 soll der Umsatz dann auf 5,7 Mrd. USD steigen, bei einem Ergebnis von 3,28 USD je Aktie. Die Quartalsdividende beträgt aktuell 0,28 USD oder annualisiert 1,12 USD, so dass Xylem bei einem Aktienkurs von 126 USD auf eine eher mäßige Dividendenrendite von etwas weniger als 1 % kommt.

Chart: Langfristiger Aufwärtstrend

Die besten Wasser Aktien: Entwicklung der Xylem Aktie von August 2018 bis August 2021 | Online Broker LYNX

Die Xylem-Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend und erreichte kürzlich ein neues Allzeithoch von 127,84USD.

Fazit Xylem-Aktie: Basis-Investment für Wasser-Investoren

Xylem ist ein kerngesundes, gut diversifiziertes Unternehmen aus der Wasserbranche und gilt in einigen Bereichen sogar als marktführend. Aus diesem Grund fehlt der Wert in kaum einem Portfolio von Wasser-Aktien und gilt für uns als „Basis-Investment“. Der Kurseinbruch im Zuge der Coronavirus-Krise eröffnete langfristig orientierten Investoren eine attraktive Einstiegsgelegenheit im Bereich von 75 USD bis 77 USD. Nachdem die 100-USD-Marke geknackt war, behielt die Aktie ihren Aufwärtstrend bei und erreichte bereits annähernd die von uns in Aussicht gestellte Zielmarke von 130 USD. Wer jetzt noch einsteigen will, der sollte zumindest einen Rücksetzer in den Bereich 100 USD abwarten.

Evoqua Water: Eine „reine“ Wasser-Aktie

Evoqua Water (ISIN: US30057T1051 – US-Symbol: AQUA – Währung: USD) entwickelt für Kommunen und Industrieunternehmen innovative Systeme und Technologien für die Wasseraufbereitung sowie zur Wasserdesinfektion. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, Städten und Kommunen weltweit sauberes Wasser zu bieten. Die Aufbereitungssysteme und zugehörigen Dienstleistungen des Unternehmens werden von insgesamt 170 Produktionsstätten, Büros und Service-Centern aus international vermarktet. Niederlassungen befinden sich u.a. in Kanada, England, Indien, Australien, Südkorea, Singapur und den Niederlanden, auch im deutschen Günzburg gibt es einen größeren Produktionsstandort.

Ehemalige Wasseraufbereitungs-Sparte von Siemens

Die deutschen Wurzeln des Konzerns gehen mehr als 100 Jahre zurück: Die Wassersparte des Siemens-Konzerns, Siemens Water Technologies wurde im Jahr 2013 für 865 Mio. USD von Finanzinvestoren erworben und vier Jahre später unter dem Namen Evoqua Water zu einem Emissionspreis von 18 USD an der New Yorker Börse gelistet. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 4 Mrd. USD ist das Unternehmen im Vergleich zu Xylem noch eher klein. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz heute in Pittsburgh, USA hat, fokussiert sich schwerpunktmäßig auf der Aufbereitung von Trink- und Schwimmbeckenwasser, Abwasser und industriell genutztem Wasser.

Führende Marktposition in Nordamerika

Eigenen Angaben zu Folge ist Evoqua Water mit mehr als 200.000 Installationen der größte Anbieter von Wasseraufbereitungsanlagen auf dem nordamerikanischen Markt. Allein in den USA stammen rund 30 % aller installierten Aufbereitungssysteme aus dem Hause der früheren Siemens-Tochter. Doch das Unternehmen stellt auch mobile und Notfall-Versorgungssysteme her. Diese helfen bei Knappheit oder in Krisen- und Katastrophensituationen rasch das dringend benötigte saubere Wasser bereit zu stellen und Abwässer abzuleiten. Zum Produktspektrum gehören aber auch Mess- und Regeltechnik für die Wasseraufbereitungen, UV-Anlagen, Pumpen sowie Filtersysteme und Aufbereitungsanlagen für das in Laboren verwendete Rein- und Reinstwasser. In einigen Bereichen konkurriert Evoqua Water mit Xylem.

Zweistelliges Gewinnwachstum in den letzten Jahren

Während die Umsätze in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um jährlich +3 % gesteigert wurden, stiegen die Gewinne deutlich stärker, nämlich um durchschnittlich +11 % p.a. Für das Geschäftsjahr 2019/20 meldete Evoqua Water zwar einen leichten Umsatzrückgang auf 1,43 Mrd. USD, aber dafür eine Gewinnsteigerung um +52 % auf 0,67 USD je Aktie. Die Markterwartungen von 0,60 USD Gewinn wurden damit deutlich überboten. Für 2020/21 prognostizieren Analysten 0,71 USD Gewinn je Aktie und einen Umsatz in Höhe von 1,45 Mrd. USD. Im darauffolgenden Jahr 2021/22 soll dann bei 1,52 Mrd. USD Umsatz ein Ergebnis von 0,87 USD je Aktie erzielt werden. Eine Dividende wurde bislang noch nicht ausgeschüttet.

Chart: Seit Ende 2018 im Aufwärtstrend

Die besten Wasser Aktien: Entwicklung der Evoqua Water Aktie von August 2018 bis August 2021 | Online Broker LYNX

Die Evoqua-Aktie befindet sich seit Ende 2018 in einem stetigen Aufwärtstrend. Das Tief des Corona-Crashs bei 7,09 USD ist mittlerweile mehr als nur ausgebügelt, denn Anfang November erreichte die Aktie – zumindest knapp – ein neues Allzeithoch von 34,05 USD.

Fazit Evoqua Water: „Reine“ Wasser-Aktie im Aufwärtstrend

Sowohl die operative Entwicklung als auch die Aktienkursentwicklung verliefen bei Evoqua Water zuletzt trotz spürbarer Auswirkungen der Corona-Krise sehr positiv. Der Wert ist wie Xylem ein „reines“ Wasserunternehmen ohne andere Geschäftszweige. Deshalb eignet sich die Aktie bestens, um langfristig in die Wasserbranche zu investieren. Gelingt es der Firma Umsätze und Gewinne weiterhin stetig zu steigern, so dürfte dies auch mit einem steigenden Aktienkurs honoriert werden. Anleger können Kursrücksetzer nutzen, um längerfristige Positionen aufzubauen.

Lindsay: Effiziente Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft

Das im Jahr 1955 in Omaha, USA gegründete Unternehmen Lindsay (ISIN: US5355551061 – US-Symbol: LNN – Währung: USD) entwickelt und produziert Bewässerungsanlagen und Wassermanagementsysteme für die Landwirtschaft. Die hocheffizienten Beregnungstechnologien des Unternehmens senken den Wasserverbrauch und die Bewässerungskosten von Landwirten nachhaltig. Die mit Feuchtigkeitssensoren ausgestatteten Linear- und Kreisberegnungssysteme sorgen mit einem cloudbasiertem Beregnungsmanagement dafür, dass die richtige Wassermenge zum richtigen Zeitpunkt gleichmäßig auf die Pflanzen und den Boden aufgesprüht wird. Die Systeme von Lindsay werden mittlerweile in annähernd 100 Ländern vermarktet, der US-Konzern erwirtschaftet damit immerhin 80 % seines Umsatzes. Der restliche Umsatz kommt aus der Sparte Infrastruktur, wo bewegliche Leitplanken, Straßensicherheits- und Leitsysteme entwickelt und vermarktet werden. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,8 Mrd. USD zählt das Unternehmen wie Evoqua noch zu den Small Caps.

70 % des weltweit genutzten Wassers wird in der Landwirtschaft benötigt

Rund 70 % des weltweit genutzten Wassers wird in der Landwirtschaft verbraucht. In den trockenen Gebieten Asiens und Afrikas werden mittlerweile bis zu 90 % (!) des Frischwassers zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Anbaugebieten benötigt. Das liegt zum einen an immer längeren Trockenperioden und zum anderen daran, dass Ackerland in den Schwellen- und Entwicklungsländern meist äußerst ineffizient per Flutberegnung oder mittels Wassergräben bewässert wird. Unmengen an Wasser, die meist aus Flüssen abgeleitet oder aus Grundwasserbrunnen gepumpt werden, verdunsten oder versickern ungenutzt. Dies führt dazu, dass für die wachsende Bevölkerung insgesamt immer weniger Wasser zur Verfügung steht, vor allem in flussabwärts gelegenen Gebieten.

Mit der intelligenten und langlebigen Bewässerungstechnologie von Lindsay lassen sich Wasserverluste minimieren, das Einsparpotenzial ist enorm. Denn die Effizienz des in der Landwirtschaft eingesetzten Wassers liegt weltweit unter 40 %, rund 60 % des Wassers könnten demnach entweder für zusätzliche Anbauflächen oder für andere Zwecke verwendet werden.

Nach der Flaute starkes Gewinnwachstum

In den vergangenen Jahren liefen die Geschäfte bei Lindsay etwas durchwachsen, vor allem deshalb, weil nordamerikanische Farmer aufgrund niedriger Preise für Agrarprodukte zuletzt sehr wenig in moderne Bewässerungssysteme investieren konnten. So gingen die Umsätze und Gewinne bis zum Geschäftsjahr 2018/19 stetig zurück. Zu dieser Zeit wirkte sich beispielsweise der damalige Handelskrieg zwischen den USA und China belastend auf die Geschäfte des Unternehmens aus. Doch zuletzt können sich die Zahlen wieder sehen lassen. Der Umsatz stieg – trotz Corona-Krise – im Jahr 2019/20 von 444 Mio. USD im Vorjahr auf 475 Mio. USD, während der Gewinn von 1,45 USD um starke +146 % auf 3,56 USD je Aktie zulegte. Im laufenden Jahr 2020/21 werden von Analysten bei 556 Mio. USD Umsatz 4,14 USD Gewinn je Aktie erwartet, im kommenden Jahr sollen es dann bereits 4,97 USD je Aktie sein, bei einem Umsatz von 619 Mio. USD. Lindsay zahlt aktuell eine Quartalsdividende von 0,33 USD, so dass sich auf dem aktuellen Kursniveau von 160 USD eine mäßige Dividendenrendite von unter 1 % ergibt.

Chart: Aktie seit dreißig Jahren im Aufwärtstrend

Die besten Wasser Aktien: Entwicklung der Lindsay Aktie von August 2018 bis August 2021 | Online Broker LYNX

Die Lindsay-Aktie erzielte vor wenigen Monaten ein neues Allzeit-Hoch von 179,10 USD und befindet sich nun schon seit dem Jahr 2009 in einem intakten Aufwärtstrend. Die Aktie war für Schwankungen zuletzt recht unanfällig: Im vergangenen Jahr hielt sich die Aktie beim Corona-Crash beispielsweise weitaus besser als andere Papiere und tauchte nur kurz etwas ab, ehe sich die langfristige Aufwärtsbewegung in beeindruckender Weise fortsetzte.

Fazit Lindsay Aktie: Spekulatives Papier für mutige Anleger

Schätzungen gehen davon aus, dass Landwirte in aller Welt bis zum Jahr 2030 bereits 8,5 Mrd. Menschen versorgen müssen. Unternehmen wie Lindsay, die einen effizienteren Umgang mit der Ressource Wasser ermöglichen, haben deshalb langfristig hervorragende Zukunftsaussichten. Auch wenn die Geschäfte in den Vorjahren etwas mau liefen, befindet sich die Aktie nicht ohne Grund im Aufwärtstrend. Denn zuletzt nahm das Geschäft von Lindsay wieder deutlich an Fahrt auf. Interessant wird Lindsay vor allem dann, wenn die Preise für Agrarrohstoffe und Lebensmittel weiter steigen, denn dann haben die Landwirte auch wieder mehr Investitionskapital zur Verfügung. Eine solche leicht inflationäre Tendenz zeichnete sich zuletzt bereits ab. Mutige Anleger kaufen die spekulative Aktie bei einem Rücksetzer und setzen auf eine Fortsetzung der langfristigen Aufwärtsbewegung.

Fazit: Wasser-Aktien als solides Zukunftsinvestment für konservative Anleger

Eines ist klar: Mit Wasser-Aktien lassen sich weder hohe Dividenden noch enorme Überrenditen erzielen wie beispielsweise mit starken Technologie-Aktien wie Amazon oder Tesla. In diesem Bereich besteht dafür jedoch oft auch das Risiko, dass rasante Technologiewechsel die komplette Branche durcheinanderwirbeln. Das ist in der Wasserbranche eher nicht zu erwarten. Wasser-Werte eignen sich daher eher für konservative, langfristige Investoren, die auf einen beständigen Zukunfts-Trend setzen wollen. Denn das Thema Wasser wird die Menschheit auch oder besonders in 20 oder 30 Jahren beschäftigen. Es empfiehlt sich, nicht in einen einzelnen Wert, sondern zumindest in zwei oder drei Wasser Unternehmen zu investieren.

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