Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Covestro: Das sieht nicht gut aus

Covestro ist ein führender Anbieter von Hightech-Polymerwerkstoffen.
Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 von Bayer abgespalten und unter dem neuen Namen Covestro eigenständig an die Börse gebracht.

Gewinn bricht ein

Im Zuge des Börsengangs wurden rückwirkend Zahlen bis 2012 vorgelegt. Seitdem ist der Umsatz von 11,61 auf 14,62 Mrd. Euro gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert und es wurden eigene Papiere zurückgekauft.
Dadurch kletterte das Ergebnis seit der Erstnotiz von 2,21 auf 9,46 Euro je Aktie.

Im laufenden Geschäftsjahr wird jedoch ein Gewinneinbruch auf 3,95 Euro je Aktie erwartet. Der schwache Ausblick und die Konjunkturanfälligkeit des Geschäfts haben zu Kursverlusten von mehr als 50% geführt.

Ist das vielleicht übertrieben?

Zu diesem Schluss bin ich Ende letzten Jahres gekommen. Die Chance auf eine zwischengeschaltete Erholung von 20% und mehr waren gut und so kam es dann auch.

Covestro legte von 43,80 auf über 55 Euro zu.

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Seitdem befindet sich die Aktie wieder im Rückwärtsgang und hat das Ausgangsniveau der letzten Rallye erreicht.

Hat sich die Lage verschlechtert?

Daraus ergibt sich die naheliegende Frage, ob man auf demselben Niveau nicht wieder zuschlagen kann und sollte.

Zusammenfassend muss man leider sagen, dass das erste Quartal wenig Mut macht.

Der Umsatz ist um 16% auf 3,18 Mrd. Euro gesunken und der Gewinn von 3,24 auf 0,98 Euro je Aktie regelrecht eingebrochen.
Der freie Cashflow war sogar negativ.

Bereits im Vorfeld wurden schwache Zahlen erwartet, dass die Kurse seit der Veröffentlichung aber nur noch fallen, zeigt klar: Der Markt ist und war dennoch enttäuscht.

Die Probleme lassen sich auch nicht auf vorübergehende Effekte zurückführen. Das Mengenwachstum war mit 0,9% gering und die Produktpreise sind um über 18% eingebrochen.

Darüber hinaus ist Covestro in dieser Situation auch recht hilflos, denn das Unternehmen kann die Absatzpreise keineswegs im Alleingang bestimmen.

Ausblick und Bewertung

Der Vorstand hat den Ausblick für das Gesamtjahr dennoch bestätigt. Covestro erwartet weiterhin ein Mengenwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, einen FOFC von 300-700 Mio. Euro und ein EBITDA von 1,5-2,0 Mrd. Euro.

Auf dieser Basis und mit Blick auf das Potenzial handelt es sich aktuell wohl um langfristige Kaufkurse.
Man muss also „nur“ noch den geeigneten Zeitpunkt zum Einstieg finden.

Charttechnik

Langfristige Investoren sollten einen vorsichtigen und schrittweisen Einstieg in Betracht ziehen, denn das Chartbild ist keineswegs unproblematisch.

Covestro steht auf der Kippe. Fällt die Aktie nachhaltig unter 41,50 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal. In diesem Fall muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 38 und 35 Euro eingeplant werden.

Aus Sicht der Bullen könnte man allerdings argumentieren, dass seit dem Unterschreiten der Dezember-Tiefs kein weiterer Verkaufsdruck aufgekommen ist. Anleger verhalten sich ruhig, nach Panik sieht es nicht aus.
Gelingt eine Rückkehr über 41,50 Euro, würde sich die Lage wieder entspannen. Oberhalb von 45 Euro kommt es zu einem Kaufsignal.

Chart vom 24.05.2019 Kurs: 41,20 Kürzel: 1COV - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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