Börsenblick

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Aktienanalyse:
Covestro: Charttechnik kontra Fundamentals – wer macht das Rennen?

Aktuelle Analyse der Covestro Aktie

Die Aktie des Kunststoffspezialisten Covestro hat einen anderthalb Jahre währenden, dramatischen Abstieg von im Hoch 96,78 Euro Anfang 2018 auf 37,30 Euro Mitte August hinter sich. Dieses so spottbillig wirkende Kursniveau dürfte vielen Marktteilnehmern verlockend erschienen sein: Seit einem Monat geht es aufwärts, in der Spitze hat Covestro 22 Prozent vom Tief gutgemacht. Und jetzt wäre die Aktie an entscheidenden charttechnischen Hürden dran. Den Widerstandslinien, deren eindeutiges Überwinden aus einer normalen Gegenbewegung im Abwärtstrend ein mittelfristiges Kaufsignal machen würde.

Es geht um einen Kreuzwiderstand aus zwei Zwischenhochs aus dem Juli (45,50 und 46,36 Euro) und der 200-Tage-Linie (45,21 Euro). Um diesen mittelfristig wichtigen gleitenden Durchschnitt also, den Covestro das letzte Mal  im Juli 2018 touchiert hatte. Damals wurde die Aktie dort nach unten abgewiesen. Zum zweiten Mal in kurzer Zeit, im Mai 2018 war dasselbe passiert. Da notierte die Aktie noch um 80 Euro. Es wird also Zeit, dass die Wende vollzogen wird … oder?

Expertenmeinung: Dass eine Aktie in relativ kurzer Zeit sehr weit gefallen ist, ist alleine kein Argument für eine tragfähige Aufwärtswende. Vor allem nicht, wenn der Abstieg Gründe hatte, die weiterhin vorliegen. Und das ist bei Covestro der Fall, solange, bis neue Bilanzdaten ein positiveres Bild zeichnen würden. Die nächste Quartalsbilanz steht aber erst am 28. Oktober an.

Derzeit gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass sich der Gewinn pro Aktie bei Covestro im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr dritteln wird. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal, die Ende Juli vorgelegt wurden, veränderten diese düstere Prognose nicht, als Reaktion brach der Kurs damals eine Gegenreaktion ab (das war das zweite Zwischenhoch vom Juli) und rutschte in der Folge auf das August-Tief von 37,30 Euro, welches den tiefsten Stand seit drei Jahren markierte.

Um vom aktuellen Kursniveau von 45 Euro nennenswert höher laufen zu können, mehr als das, was ein Ausbruch über die jetzt angelaufenen Hürden kurzfristig durch rein charttechnisch motivierte Anschlusskäufe hervorbringen kann, müsste sich die Perspektive für Margen und Gewinn deutlich aufhellen. Dazu gibt es aber bislang keine Fakten, es ist die reine Hoffnung, die die Käuferseite antreibt. Wie es bei Covestro weitergeht, kann man einfach noch nicht absehen, dazu sind zu viele wichtige Faktoren wie Handelskrieg und BrExit in der Schwebe.

Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich in solch offenen Situationen die Geister scheiden, bekamen wir gestern. Goldman Sachs stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Kaufen“ nach oben und hob das Kursziel von 48 auf 53 Euro an. Am selben Vormittag senkte HSBC das Kursziel der Aktie von 45 auf 39,50 Euro. Daher: Wenn Covestro diesen Kreuzwiderstand im Bereich zwischen 45,21 und 46,36 Euro klar auf Schlusskursbasis überwindet, wäre die Chance da, dass Anschlusskäufe den Kurs eine Zeitlang weiter antreiben. Für eine nachhaltige Wende müssten aber auch die Fundamentals des Unternehmens deutlich positiver werden!

Chart vom 18.09.2019, Kurs 45,03 Euro, Kürzel 1COV | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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