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Analyse:
Britisches Pfund / US-Dollar: Das Rekordtief kommt wieder näher!

Nicht nur in Politik und Wirtschaft bereitet man sich auf einen „No Deal-BrExit“ vor, auch am Devisenmarkt rechnet man derzeit damit, dass die Briten am 31. Oktober ohne eine Vereinbarung mit der EU aus derselben austreten. Kein Wunder, denn der neue Premier Johnson agiert zwar mit härteren Bandagen, will die Rebellen in der eigenen Partei und die Opposition mit allen denkbaren Winkelzügen kaltstellen, um seine Vorstellung des BrExit durchzusetzen. Aber diese Vorstellung ist nicht die der EU … und die schaltet auf stur. Das Problem als solches bleibt also erhalten. Und die Konsequenz eines Ausstiegs ohne Vertrag?

Unbekannt. Denn die wirtschaftlichen Zusammenhänge sind komplexer als ein Spinnennetz. Niemand kann absehen, wie sehr die britische Wirtschaft unter Druck kommen würde, ob Gegenmaßnahmen von Regierung und Notenbank helfen und wie schnell Zinssenkungen, Stützungskäufe am Anleihemarkt oder Konjunkturprogramme wirken könnten. Man ahnt nur eines: Harmlos würde die Phase nach einem solchen „No Deal-BrExit“ nicht, entsprechend gerät das Britische Pfund unter Druck. Nicht nur zum Euro, auch zum US-Dollar.

Diese Relation, bei den Devisentradern „Cable“ genannt, zeigen wir in diesen Charts aus Sicht des US-Dollars, d.h. hier wird abgebildet, wie viel US-Dollar man für ein Britisches Pfund zu zahlen hat. Fällt der Kurs, wird das Pfund somit schwächer. Und ja, der Kurs fällt in der Tat. Das langfristige Chartbild auf Wochenbasis reicht bis ins Jahr 2014 zurück und zeigt, wie scharf das Pfund, zum US-Dollar damals ohnehin schon im Vorfeld im Abwärtstrend, Ende Juni 2016 einbrach, als klar wurde, dass passiert war, womit die Meinungsforscher im Vorfeld nicht gerechnet hatten: Die Briten werden die EU verlassen.

Danach begann eine Phase der Hoffnung. Das Pfund erholte sich, drehte im Herbst 2016 nach oben, weil man damals noch dachte, die angesetzten zwei Jahre bis zum Austritt würden reichen, um eine für beide Seiten positive Lösung zu finden. Das Pfund lief sogar im Frühjahr 2018 fast in den Bereich von 1,45 US-Dollar pro Pfund, wo die Währung vor diesem Volksentscheid im Juni 2016 notierte. Doch dann wurde immer deutlicher: Der Karren steckt fest. Eine Lösung wurde immer unwahrscheinlicher. Und mit der Erwartung deswegen sinkender Zinsen in Großbritannien und einem Abzug ausländischer Investoren von der Insel fiel der Wert der britischen Währung sukzessive. Der kurzfristige Chart auf Tagesbasis zeigt:

Dass Boris Johnson Theresa May ablöste, änderte am Abwärtstrend des Pfunds gar nichts. Johnson wurde am 24. Juli zum neuen Premier. Das Pfund, zum US-Dollar seit Anfang Mai wieder in einem Abwärtstrendkanal unterwegs, drehte daraufhin an dessen oberer Begrenzung nach unten. Ein erneuter Versuch, sich aus diesem Abwärtstrendkanal zu befreien, der derzeit bei 1,2260 US-Dollar verläuft, scheiterte Ende August. Derzeit rutscht der Kurs in Richtung der unteren Begrenzung des Trendkanals bei 1,1830 US-Dollar.

Chart auf Wochenbasis vom 03.09.2019, Kurs 1,2090 US-Dollar, Kürzel GBP.USD | Online Broker Aktienempfehlungen

Dieser Bereich läge, wie der Blick auf den Wochenchart zeigt, schon leicht unterhalb einer Supportzone, die bis in den Herbst 2016 zurück reicht. Die nächste Unterstützung wäre dann das Tief vom Oktober 2016 bei 1,1476 US-Dollar. Aber sollte Boris Johnson so weitermachen … und darauf setzt man derzeit am Devisenmarkt … und damit alle Beteiligten noch mehr gegen sich aufbringen, wäre der „No Deal-BrExit“ bereits weit vor dem 31. Oktober nahezu gesichert. Und dann wäre es keine Überraschung, wenn „Cable“ auch dieses Rekordtief von 1,1476 US-Dollar unterschreiten würde.

Chart auf Tagesbasis vom 03.09.2019, Kurs 1,2090 US-Dollar, Kürzel GBP.USD | Online Broker Aktienempfehlungen

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