Börsenblick

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Aktienanalyse:
Lufthansa: Der Ölpreis-Sprung ist nicht das eigentliche Problem

Aktuelle Analyse der Lufthansa Aktie

Da dürften viele auf der Long-Seite engagierte Anleger aufgeatmet haben: Die Lufthansa-Aktie stellte zwar am Montag den stärksten Verlierer im DAX. Aber das Minus hielt sich in Grenzen, vor allem, wenn man die hohe Volatilität bedenkt, die diese Aktie ohnehin immer aufweist. Man hat offenbar erkannt, dass eine gute Chance besteht, dass dieser extreme Kurssprung der Ölpreise nicht dauerhaft sein dürfte. Erstens, weil man Sicherheitsrisiken ohnehin nie ausschließen kann. Zweitens, weil extrem viele Bären bei Rohöl derart auf dem falschen Fuß erwischt wurden, dass eine „Short Squeeze“, hektische Eindeckungen vor Short-Positionen, dazu führten, dass der Kursanstieg in Relation zum Ausfall der Förderung durch die Anschläge auf die saudischen Raffinerien überzogen ausfiel.

Und so gelang es, den kurzfristigen Aufwärtstrend, den die Aktie Mitte August etabliert hat, ebenso zu halten wie die 20-Tage-Linie, mit der die Aufwärtstrendlinie derzeit bei 13,96/14,00 Euro eine Kreuzunterstützung bildet. Es stellt sich indes die Frage, ob man da, wenn man jetzt schon Entwarnung verkündet, nicht womöglich den falschen Mond anheult. Denn die an die Ölpreise gekoppelte Entwicklung der Treibstoffpreise ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Aber mittelfristig ist das Problem der Kranich-Airline ein anderes:

Expertenmeinung: Und dieses Problem ist die Kombination aus den Bemühungen der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz und den weltweiten konjunkturellen Perspektiven. Die anstehenden Maßnahmen zum Klimaschutz können der Gewinnspanne der Airline zusetzen. Und obwohl weltweit noch Wachstum besteht: Schon die Reduzierung der Wachstumsraten drückt auf die Nachfrage. All das würde deswegen besonders heftig wirken, weil die Lufthansa sich in den letzten Jahren fleißig vergrößert hatte. Die Kapazitäten sind hoch, die Nachfrageentwicklung ist aber unsicherer geworden.

Wenn man sich einmal die letzten Zahlen zur Sitz- und Frachtauslastung ansieht, wird das deutlich: Die Sitzauslastung stieg zwar im August zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, die dabei erreichten 87,2 Prozent sind noch gut, auch, wenn es da schon bessere Monate gab. Aber die Frachtauslastung weist bereits seit längerer Zeit deutlich abwärts. Im August stand hier ein Minus von 4,2 Prozent zum August 2018 zu Buche, die Auslastungsrate fiel auf ernüchternde 58,8 Prozent.

Dass die Aktie den Ölpreis-Sprung relativ gut überstanden hat, dürfte daher noch nicht bedeuten, dass der Weg nach oben frei wäre, wenn die Kurse am Rohöl-Markt wieder zurückkommen sollten. Und das gilt auch für die chart- und markttechnische Perspektive. Zwischen 16,18 und 19,18 Euro warten massive charttechnische Widerstände, zugleich ist die Aktie auf Tagesbasis alleine durch diese Erholungsbewegung seit Mitte August überkauft, wie der hier im Chart unten mit eingeblendete Stochastik-Oszillator deutlich macht. Sollte die Aktie unter dem Vorwochen-Verlaufstief von 13,69 Euro schließen und dadurch auch die aktuell entscheidende Kreuzunterstützung bei 13,96/14,00 Euro fallen, hätte das Bären-Lager schon wieder freie Bahn!

Chart vom 16.09.2019, Kurs 14,52 Euro, Kürzel LHA | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

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