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Aktienanalyse:
MorphoSys: Über der 200-Tage-Linie könnte hier einiges drin sein

Aktuelle Analyse der MorphoSys Aktie

Gegenüber dem Schlusskurs 2019 hatte sich der Kurs der MorphoSys-Aktie am Tagestief des 19. März fast halbiert, bevor es zu einer kräftigen Gegenreaktion nach oben kam. Im bullischen Lager dürften viele daraufsetzen, dass das Tief damit bereits gesehen wurde, die Trendwende vollzogen ist. Aber ist das tatsächlich so? Wenn man die Charttechnik zurate zieht, lautet die Antwort: nein. MorphoSys hat sich zwar in die für bullische Signale entscheidende Zone vorgekämpft, aber überwunden ist sie noch nicht. Der Chart zeigt, was gelingen muss, um hier aus Sicht der Bullen den Daumen heben zu können:

Zunächst einmal muss der Kurs die 20-Tage-Linie, die Mitte vergangener Woche zurückerobert wurde und die am Montag von oben getestet wurde, halten. Ansonsten wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Aktie schnell wieder zurückfällt und das bisherige Tief testet. Das dann nicht halten muss, denn ein Abdrehen in der für Long-Signale entscheidenden Widerstandszone bringt gemeinhin sofort wieder die Leerverkäufer auf den Plan. Wenn die überhaupt bereits in die Defensive gegangen sein sollten. Denn es ist durchaus normal, dass das bärische Lager erst im Bereich entscheidender Charthürden wieder aktiv wird, weil die Käufe da dann kurzfristig meist ausdünnen. Grund:

Expertenmeinung: Bevor sie weiter zuzugreifen, wollen viele erst einmal sehen, ob diese Hürden überboten werden. Andere würden ohnehin erst einsteigen, wenn diese Widerstandslinien bezwungen sind. In solchen Widerstandszonen entsteht deshalb oft eine Art kurzfristiges Vakuum auf der Nachfrageseite, in das die Leerverkäufer gezielt hineinstoßen. Erst, wenn die MorphoSys-Aktie diese Zone mit Schlusskursen klar über 105 Euro bezwungen hätte und dadurch auch wieder über der diesen Bereich auf der Oberseite begrenzenden 200-Tage-Linie notieren würde, wären die Bullen „durch“. Dann aber könnten auch die Aspekte kurstreibend wirken, die im Zuge der massiv fallenden Kurse am Gesamtmarkt zuletzt untergingen: die am 18. März zusammen mit der 2019er-Bilanz ausgegebene Perspektive für das laufende Jahr.

Denn die sah gar nicht schlecht aus. MorphoSys avisierte für 2020 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes in den Bereich von 280 bis 290 Millionen Euro (2019: 71,8 Millionen), der im Fall von weiteren Lizenzerlösen und Tantiemen noch höher ausfallen könnte. Und nach einem Verlust von 107,9 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen im Jahr 2019 rechnet das Biotechunternehmen im laufenden Jahr mit einer Größenordnung zwischen -15 und +5 Millionen Euro, könnte also im günstigen Fall sogar die schwarzen Zahlen erreichen. Eine Perspektive, welche die Aktie in einem Umfeld kassierter Prognosen und wegbrechender Gewinne in anderen Branchen deutlich voranbringen könnte … wenn die Charttechnik mit einem bullischen Anstieg über die 200-Tage-Linie den Weg dafür frei machen sollte.

MorphoSys Aktie Chart vom 30.03.2020, Kurs 90,80 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX

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