Costco Wholesale Aktie Prognose Costco: Kursziel Allzeithoch. Wie immer eben

News: Aktuelle Analyse der Costco Wholesale Aktie

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Costco Wholesale
ISIN: US22160K1051
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Zur Costco Wholesale Aktie
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Costco ist vielleicht das langweiligste Unternehmen der Welt. Es gibt nicht viel zu berichten, keine Schlagzeilen, keine weltbewegenden Veränderungen, einfach nur solide Zahlen.

Ein Langweiler mit außergewöhnlichem Erfolg

Das Unternehmen liefert immer ab, egal ob es der Wirtschaft schlecht geht oder nicht und ist die Aktie meistens auf dem Weg zum nächsten Allzeithoch.

Im Jahresverlauf hat die Aktie um 38% zugelegt. Wer langfristig investiert ist, dem kann man gratulieren. Hoffentlich haben einige Leser die zahllosen Analysen zur Aktie als Anlass genommen und sind eingestiegen.
Die letzte Analyse zu Costco finden Sie hier:
Costco: Nothing really matters

Seitdem hat sich nichts geändert. Costco existiert nahezu losgelöst von externen Einflüssen.
Die Mitgliedsbeträge der Kunden führen zu stabilen Einnahmen, auch wenn das Handelsgeschäft selbst mal schwächelt.

Darüber hinaus achten die Konsumenten während Krisen besonders stark auf die Preise und die sind nirgends günstiger als bei Costco.
Die Kombination aus beiden Faktoren macht das Unternehmen außerordentlich krisensicher.

Bemerkenswerte Beständigkeit: Rekorde, auch in Krisenzeiten

Selbst die Schwierigkeiten von 2008/2009 oder 2020 haben kaum eine Auswirkung. Im Geschäftsjahr 2009 war der Gewinn leicht zurückgekommen, erreichte im Folgejahr aber schon wieder ein neues Rekordniveau.
Seitdem hat man in jedem einzelnen Geschäftsjahr ein neues Rekordergebnis erzielt.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das im September begonnen hat, hat sich die starke Entwicklung fortgesetzt.
Der Gewinn lag mit 3,58 je Aktie über den Erwartungen von 3,45 USD. Der Umsatz übertraf mit 57,8 Mrd. die Analystenschätzungen von 56,6 Mrd. USD ebenfalls leicht.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 6,1% und einem Gewinnsprung von 16,6%.
Dazu beigetragen haben Neueröffnungen und der steigende Umsatz je Filiale und das Online-Geschäft. Am stärksten ist mit +11,2% das internationale Geschäft gewachsen, die Expansion ist hier in vollem Gange.

Da das Unternehmen keine nennenswerten Schulden und 17,9 Mrd. USD an Barmitteln besitzt, hat man eine Sonderdividende in Höhe von 15 USD je Aktie beschlossen.
Der Stichtag, um in den Genuss dieser Ausschüttung in Höhe von 2,38% zu kommen, ist der 28. Dezember. Ausgezahlt wird am 12. Januar.

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Bei Costco gibt es nur ein Problem und das ist die hohe Bewertung. Aktuell liegt die P/E bei etwa 43.
Das könnte trotz der herausragenden Qualität des Unternehmens zu viel sein. Größere Rücksetzer sollten sich jedoch als Gelegenheit herausstellen.

Costco Aktie: Chart vom 15.12.2023, Kurs: 631 - Kürzel: COST | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Costco Aktie: Chart vom 15.12.2023, Kurs: 631 – Kürzel: COST | Quelle: TWS

Kommt es zu einem Rücksetzer zum Ausbruchsniveau bei 600 oder 565-575 USD, könnte sich ein antizyklischer Einstieg in einen Long-Trade anbieten.

Das macht das Unternehmen so besonders

Der Schlüssel zum Erfolg von Costco liegt in dem besonderen Geschäftsmodell. Die Zahl der Artikel in den Niederlassungen ist gering, die Abnahmemengen sind allerdings hoch.
Statt eine Flasche Wein zu kaufen, müssen Sie bei Costco gleich einen ganzen Karton nehmen.

Im Gegenzug sind die Preise konkurrenzlos niedrig, denn Costco schlägt auf den eigenen Einkaufspreis nur rund 10 % auf und das ausnahmslos.
Bei der Konkurrenz sind 30 % üblich.

Gleichzeitig nimmt Costco bei den Herstellern gigantische Mengen ab, wodurch man im Einkauf Bestpreise erzielt. In vielen Fällen ist Costco sogar der einzige Abnehmer von einzelnen Produkten oder Herstellern.

Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf eine Mitgliedschaftsbasis, bei der Kunden eine Jahresgebühr zahlen, um exklusiven Zugang zu den Einkaufsmöglichkeiten bei Costco zu erhalten.

Diese Mitgliedschaften bieten eine stabile Einnahmequelle, unabhängig von den wirtschaftlichen Schwankungen.
Obendrein liefert das Abo-Modell das notwendige Kapital, um die Expansion zu finanzieren. Dadurch ist man nicht auf Fremdkapital angewiesen.

Das System von Costco ist so simpel wie genial und obendrein nur schwer kopierbar.
Das Unternehmen hat einen tiefen Burggraben und er wird jeden Tag ein kleines Stück größer.

Costco ist außerordentlich effizient aufgestellt und arbeitet mit sehr geringen Margen.
Darüber hinaus hat man durch die schiere Größe gegenüber den meisten Wettbewerbern Vorteile im Einkauf.
All das hält die Konkurrenz auf Abstand.

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Vorherige Analysen der Costco Wholesale Aktie

Es gibt wenige Unternehmen, für die die Konjunktur oder sich ständig veränderte Rahmenbedingungen keine Rolle spielen. Bei ihnen läuft es einfach immer.
Das Paradebeispiel dafür ist Costco.

Eine Ausnahmeerscheinung

Dieses Unternehmen, das auf den Prinzipien von Qualität, niedrigen Preisen und Kundenzufriedenheit aufgebaut ist, hat sich in einer Branche, die von intensivem Wettbewerb und schnellen Veränderungen geprägt ist, als Ausnahmeerscheinung erwiesen.

Ein Schlüssel zum Erfolg von Costco liegt in dem besonderen Geschäftsmodell. Die Zahl der Artikel in den Niederlassungen ist gering, die Abnahmemengen sind allerdings hoch.
Statt eine Flasche Wein zu kaufen, müssen Sie bei Costco gleich einen ganzen Karton nehmen.

Im Gegenzug sind die Preise konkurrenzlos niedrig, denn Costco schlägt auf den eigenen Einkaufspreis nur rund 10 % auf und das ausnahmslos. Bei der Konkurrenz sind 30 % üblich.

Gleichzeitig nimmt Costco bei den Herstellern gigantische Mengen ab, wodurch man bereits im Einkauf Bestpreise erzielt. In vielen Fällen ist Costco inzwischen sogar der einzige Abnehmer einzelner Produzenten.

Kostenkontrolle und Effizienz: Der Weg zu unschlagbaren Preisen

Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf eine Mitgliedschaftsbasis, bei der Kunden eine Jahresgebühr zahlen, um exklusiven Zugang zu den Einkaufsmöglichkeiten bei Costco zu erhalten.

Diese Mitgliedschaften bieten eine stabile Einnahmequelle, unabhängig von den wirtschaftlichen Schwankungen.
Dadurch hat Costco stets genug Kapital zur Expansion und obendrein ermöglicht es, langfristige strategische Entscheidungen zu treffen und Investitionen in die Qualität der Produkte und die Mitarbeiterzufriedenheit zu tätigen, anstatt kurzfristigen Trends hinterherzujagen.

Darüber hinaus setzt Costco auf Effizienz und Kostenkontrolle in allen Geschäftsbereichen, um unschlagbar günstige Preise zu erreichen.

Ein Erfolgsgeheimnis, das schwer zu kopieren ist

Darin liegt das Geheimnis von Costco. Das Prinzip ist simpel, es zu kopieren allerdings nicht, denn Costco kann sehr viel günstiger einkaufen als kleinere Wettbewerber.

Die niedrigen Preise führen dazu, dass die Nachfrage bei Costco immer hoch ist, auch während Krisen, denn dann achten die Konsumenten umso mehr auf die Preise.

Daher steigt der Gewinn von Costco so gut wie in jedem Jahr. Seit der Jahrtausendwende ist das Ergebnis nur im Geschäftsjahr 2009 gesunken (um 13 %) und erreichte danach direkt wieder neue Höchststände.
Seitdem folgte ein Rekordjahr auf das nächste und daran ändert keine Krise etwas, nicht mal 2020.

Darauf hatten wir in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen, zuletzt hier:
Costco: Einzigartig und unbeeindruckt von äußeren Einflüssen

Aktuelle Entwicklung und Zukunftsaussichten

Am 26. September wurden nachbörslich die Zahlen zum Schlussquartal vorgelegt und die passen genau ins Bild.

Der Gewinn lag mit 4,86 je Aktie über den Erwartungen von 4,70 USD. Der Umsatz übertraf mit 78,9 Mrd. die Analystenschätzungen von 78,6 Mrd. USD ebenfalls.

Der Jahresumsatz konnte um 6,7 % auf 237,7 Mrd. USD gesteigert werden, das Ergebnis kletterte um 7,8 % auf 14,16 USD je Aktie.

Für Costco war es ein schwieriges Jahr, vor allem aufgrund der sinkenden Benzinpreise und dem schwachen E-Commerce-Geschäft.
Darüber hinaus belastet das inflationäre Umfeld.

An den zugrundeliegenden Trends ändert all das aber wenig. Costco eröffnet eine neue Niederlassung nach der anderen und steigert somit kontinuierlich den Umsatz und Gewinn.
Im zurückliegenden Quartal ist die Zahl der Standorte von 853 auf 861 gestiegen und im angebrochenen Geschäftsjahr werden auch wieder einige Dutzend dazukommen.

Ausblick und Bewertung

An Costco gibt es nur eine Sache zu kritisieren und das ist die hohe Bewertung. Vorbörslich notiert die Aktie bei 539,18 USD, was einer forward P/E von 34,8 entspricht.

Das ist selbst in Anbetracht der außerordentlichen Qualität des Geschäftsmodells grenzwertig. Viel günstiger war die Aktie allerdings auch länger nicht mehr.
In den zurückliegenden fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 36,9 und selbst am absoluten Tief wurde noch eine P/E von 27 gezahlt.

Costco Aktie: Chart vom 27.09.2023, Kurs: 539,18 - Kürzel: COST | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Costco Aktie: Chart vom 27.09.2023, Kurs: 539,18 – Kürzel: COST | Quelle: TWS

Bisher ist die allgemeine Schwäche vollkommen an Costco vorbeigegangen, vielleicht ändert sich das aber jetzt und es ergeben sich antizyklische Einstiegsmöglichkeiten.

Die nächste wichtige Unterstützungszone liegt bei 525 – 535 USD, darunter kommt der obere Aufwärtstrend bei 510 USD ins Spiel.

Jedes Unternehmen ist einzigartig und hat seine Eigenheiten. Bei manchen ist das Geschäft zyklisch oder konjunkturanfällig, bei anderen spielen die Zinsen oder aber die Inflation eine große Rolle und dann gibt es da noch Costco.

Costco ist einer der weltweit führenden Einzelhändler und liefert immer ab, Veränderungen der Rahmenbedingungen, in welcher Art und Weise auch immer, scheinen keine Rolle zu spielen.
Seit Jahrzehnten gibt es für die Geschäftszahlen nur eine Richtung, die einzige Unterbrechung seit der Jahrtausendwende fand im Geschäftsjahr 2009 statt. Damals sank der Gewinn um 13%, die Probleme hielten allerdings nicht lange an, denn im Folgejahr wurde wieder ein Rekordergebnis erzielt.

Erstaunlich schwach, oder?

Starke Quartalszahlen wären also keine Überraschung gewesen. Am vergangenen Donnerstag präsentierte man die Ergebnisse aus Q3, denn das Geschäftsjahr von Costco endet bereits im August.

Der operative Gewinn lag mit 3,43 je Aktie knapp über den Erwartungen von 3,36 USD. Der Umsatz verfehlte mit 53,7 Mrd. die Analystenschätzungen von 54,9 Mrd. USD jedoch.

Auf den ersten Blick kein großer Grund zu feiern, vor allem, da man durch einen Sondereffekt effektiv nur 2,93 USD je Aktie verdient hat.
Oberflächlich betrachtet wirken die Geschäftszahlen von Costco eher enttäuschend.

Wenn man sich die Sache etwas genauer anschaut, wird die positive Kursreaktion aber nachvollziehbar.
Die schwache Umsatzentwicklung ist vor allem auf die rückläufigen Treibstoffpreise (Benzin/Diesel) zurückzuführen.

Ohne Treibstoffe lag der Umsatz im letzten Quartal 3,5% über dem Vorjahresniveau, wobei sich das Geschäft abseits der USA weiterhin der Wachstumstreiber ist. In Kanada legten die Umsätze um 7,4% und international um 8,4% zu.

Darüber hinaus ist der Umsatz durch Mitgliedschaften um 6,1% auf 1,04 Mrd. USD gestiegen.

Das Geheimnis hinter Costcos Erfolg

Das System von Costco ist eigentlich recht einfach. Die Zahl der Artikel in einer einzelnen Niederlassung ist gering, die Abnahmemengen sind aber hoch.
Statt eine Flasche Wein zu kaufen, müssen Sie bei Costco gleich einen ganzen Karton nehmen.

Im Gegenzug sind die Preise konkurrenzlos günstig, denn Costco schlägt auf den eigenen Einkaufspreis nur rund 10% auf und das ausnahmslos.

Bei der Konkurrenz sind 30% üblich. Gleichzeitig nimmt Costco bei den Herstellern gigantische Mengen ab, wodurch man bereits im Einkauf Bestpreise erzielt. In vielen Fällen ist Costco inzwischen der einzige oder mit Abstand größte Abnehmer einzelner Produkte.

Bleiben wir bei dem Wein-Beispiel. Es ist durchaus üblich, dass Costco die gesamte Produktion von Weingütern abnimmt. Dazu werden langfristige Lieferverträge geschlossen und beide Seiten haben einen Vorteil.

Der Winzer muss sich keine Gedanken mehr über den Absatz machen, sein Wein ist verkauft, bevor er überhaupt produziert ist.
Für diese Planungssicherheit akzeptiert er einen niedrigeren Preis, spart sich jedoch auch Ausgaben beim Marketing, der Logistik und so weiter.

Am Ende bekommt der Kunde bei Costco ein gutes Produkt zu einem noch besseren Preis und alle sind glücklich.

Win-Win

Die Kunden von Costco müssen im Gegenzug einen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Für Costco bringt das den Vorteil mit, dass diese Einnahmen fließen, egal ob die Kunden viel oder wenig einkaufen. Aber selbstverständlich sind die Mitgliedsbeiträge auch ein Anreiz, möglichst oft bei Costco einzukaufen.

Costco hat durch die Beiträge wiederum immer den nötigen Cashflow, um die Expansion fortzuführen.

Die Expansion führt zu besseren Preisen, das lockt mehr Kunden an, die führen zu einer höheren Profitabilität… Sie verstehen sicherlich.

Perpetuum Mobile?

Wenn man dieses System konsequent und erfolgreich über einen längeren Zeitraum fortsetzt, ergeben sich erstaunliche Geschäftszahlen.

Costco konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 105,2 auf 227,0 Mrd. USD steigern.
Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, der Gewinn legte von 1,71 auf 5,84 Mrd. USD stark überproportional zu.
Das Ergebnis konnte von 4,49 auf 13,14 USD je Aktie gesteigert werden.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der Gewinn um 10% auf 14,40 USD je Aktie steigen, in den beiden kommenden Jahren werden jeweils auch Gewinnsteigerungen um 8-10% p.a. erwartet.

Das einzige erkennbare Problem ist die vergleichsweise hohe Bewertung. Costco kommt derzeit auf eine forward P/E von 35,2. Im bald anbrechenden Geschäftsjahr könnte die P/E dann auf 32,7 sinken.

Im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten ist das nicht wenig, Anleger sind jedoch seit geraumer Zeit dazu bereit, für Costco eine Premium-Bewertung auf den Tisch zu legen, was in Anbetracht des krisenfesten Geschäftsmodells auch verständlich ist.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 36,8.

Bleibt die Bewertung auf einem ähnlichen Niveau, hat die Aktie nennenswertes Potenzial. Größere Rücksetzer sollten sich daher als Gelegenheit herausstellen.

Costco Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 507 - Kürzel: COST | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Costco Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 507 – Kürzel: COST | Quelle: TWS

In der letzten Analyse hatten wir darauf hingewiesen, dass Costco vor einer Richtungsentscheidung steht.
Inzwischen sieht es immer mehr danach aus, dass sie im Sinne der Bullen getroffen wird.

Mit dem Turnaround der vergangenen Woche und dem Ausbruch über den roten Abwärtstrend, hat sich das Chartbild bereits etwas aufgehellt.
Den Bullen fehlt jetzt nur noch ein Ausbruch über 513 USD, dann wäre der Weg in Richtung 525 oder 535 – 540 USD frei

Mittelfristig wäre es auch denkbar, dass das Allzeithoch angesteuert wird.

Costco ist einer der weltweit führenden Einzelhändler, jedoch mit einem ganz besonderen Geschäftsmodell. Daher liefert das Unternehmen auch seit unzähligen Jahren konstant ab und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern.

Simples Geheimrezept

Costco hat ein vergleichsweise kleines Sortiment, kauft dafür aber in außerordentlich großen Mengen ein. Dadurch kann man bessere Einkaufspreise und dementsprechend auch deutlich bessere Preise für die Endkunden erzielen.

Das wird noch weiter verstärkt, da Costco auf die eigenen Einkaufspreise nur rund 10% aufschlägt. Bei der Konkurrenz sind 30% üblich.

Im ersten Moment fragt man sich, wie das gutgehen soll, wie Costco bei dieser Herangehensweise profitabel sein kann und wie man die Expansion stemmt.

Das wird nur möglich, da die Kunden von Costco zunächst Mitglied werden müssen. Die Gebühren dafür sind unabhängig davon, wie viel man einkauft.

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Mitglieder haben einen Anreiz, bei Costco einzukaufen, man will die Abogebühren schließlich nicht umsonst hinblättern.

Der größte Vorteil für Costco ist aber sicherlich der Cashflow. Die Abos generieren stetige Einnahmen, unabhängig von dem Verkauf der Waren.
Die Kunden gehen also faktisch in Vorkasse, wodurch Costco immer genug Kapital für die nächste Filiale hat, ohne auf eine Fremdfinanzierung zurückgreifen zu müssen.

Die niedrigen Preise halten die Konkurrenz auf Abstand und nachdem Costco bereits auf eine gigantische Größe gewachsen ist, kann keiner mehr aufholen. Aufstrebende Konkurrenten können die Einkaufspreise nicht nachbilden, selbst wenn sie es wollen.
In vielen Fällen kauft Costco auch schlichtweg die komplette Produktion einzelner Hersteller auf.

Aufwärts, aufwärts, aufwärts

Das Konzept scheint offensichtlich aufzugehen. Costco konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 105,16 auf 226,95 Mrd. USD steigern.
Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, die operative Marge kletterte von 2,9 auf 3,4%.

Das zeigt, wie hauchdünn die Gewinnspanne von Costco ist. Was einem bei anderen Geschäftsmodellen die Sorgenfalten auf die Stirn treiben würde, ist in diesem Fall gewollt.
Genau hier liegt der Burggraben.

Der Gewinn legte im selben Zeitraum von 2,04 auf 5,84 Mrd. USD zu, was einem Anstieg von 4,68 auf 13,17 USD je Aktie entspricht.

Es läuft einfach

Am Donnerstag hat der Handelsgigant die Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Costco ist es scheinbar gelungen, die Profitabilität zu steigern, obwohl die Verbraucher zunehmend schwächeln.

Der Gewinn lag mit 3,30 je Aktie über den Erwartungen von 3,20 USD. Der Umsatz verfehlte mit 54,2 Mrd. die Analystenschätzungen von 55,5 Mrd. USD jedoch.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 6,5% und einem Gewinnsprung von 13%.

In den ersten beiden Quartalen lag das Umsatzplus insgesamt bei 7,1%, der Gewinn konnte um 8% gesteigert werden.
Das zeigt, dass sich Costco sehr schnell an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen konnte.

Darüber hinaus dürfte die Jahresgebühr für die Mitgliedschaft bei Costco zeitnah erhöht werden, was den Cashflow weiter stärken wird.

Bisher wurde für das laufende Geschäftsjahr ein Anstieg des Gewinns um 10% auf 14,46 USD je Aktie erwartet.
Nach den starken Quartalszahlen könnte es jedoch zu einigen Revisionen zur Oberseite kommen.

Aktuell kommt Costco auf eine forward P/E von 32,3. Das ist nicht gerade wenig und bei dem gegebenen Wachstum grenzwertig.
Costco wird aber seit jeher eine Premiumbewertung zugestanden, was mit Blick auf das Geschäftsmodell auch nachvollziehbar ist. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 36,8.

Chart vom 03.03.2023 – Kurs 473,49 Kürzel: COST - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.03.2023 – Kurs 473,49 Kürzel: COST – Wochenkerzen

Costco ist übergeordnet klar bullisch, befindet sich jedoch in einer Korrektur. In einer ersten Reaktion auf die jüngsten Quartalszahlen ist der Kurs um 2,51% auf 473,49 USD gesunken.

Die Unterstützung bei 470 USD sowie der knapp darunter verlaufende Aufwärtstrend kommen somit in Reichweite.
Darunter droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 444-450 USD und möglicherweise sogar bis 415 USD.

Für die Bullen wird es allerdings erst gefährlich, wenn die Vorjahrestiefs nachhaltig unterschritten werden.

Klar positive Signale ergäben sich hingegen im Falle eines Ausbruchs über den Abwärtstrend oder besser noch 525 USD.
In diesem Szenario wäre der Weg in Richtung zur Oberseite frei.