Costco Wholesale Aktie Prognose Auf Costco ist Verlass

News: Aktuelle Analyse der Costco Wholesale Aktie

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Costco Wholesale
ISIN: US22160K1051
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Ticker: COST --- %

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Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Costco ist einer der weltweit führenden Einzelhändler, jedoch mit einem ganz besonderen Geschäftsmodell.
Daher liefert das Unternehmen auch immer ab, allem Gegenwind zum Trotz.

Im Englischen gibt es ein Sprichwort: „Only when the tide goes out do you discover who’s been swimming naked.“
Oder umgekehrt könnte man auch sagen, „die Flut hebt alle Boote.“

In Krisen zeigt sich…

Auf die Börse übertragen bedeutet das, dass während Rallyes nahezu alle Aktien steigen. Welches Unternehmen wirklich gut dasteht, wird den meisten aber erst klar, wenn es zu einer Krise kommt.

Die schwachen Unternehmen stehen in Krisenzeiten plötzlich und ganz schnell mit dem Rücken an der Wand. Denken Sie nur an TUI.
Ein Branchenbulle wie Booking, mit seinen horrenden Margen, kommt hingegen glimpflich davon.

Doch kommen wir zurück zu Costco. Alle Welt ächzt unter der aktuellen Krise, den steigenden Energiepreisen, Problemen mit Lieferketten, der Inflation und dem Krieg in der Ukraine.
So manch ein Unternehmen hat bereits pleite angemeldet und vermutlich werden es noch sehr viel mehr.
Uns stehen unschöne Zeiten bevor, das dürfte sicher sein. Aber das wissen wir bereits seit Monaten.

Wie ein Uhrwerk

Bei Costco scheint man allerdings komplett unbeeindruckt davon zu sein, die externen Einflüsse scheinen auch keine Auswirkungen zu haben.

Costco hat in den letzten Quartalen durchweg steigende Umsätze und Gewinne gemeldet, die Erwartungen wurden durchweg übertroffen.
Am Donnerstag wurden nachbörslich die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal vorgelegt.

Der Gewinn lag mit 4,20 je Aktie über den Erwartungen von 4,10 USD. Der Umsatz übertraf mit 72,1 Mrd. die Analystenschätzungen von 71,8 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 15% und einem Gewinnsprung um 12%.

Im Gesamtjahr kletterte der Umsatz um 16% auf 222,7 Mrd. USD und das Ergebnis um 16% auf 13,14 USD je Aktie.
Es ist wirklich verblüffend.

Mindestens genauso interessant waren die Aussagen des CFO. Während man andernorts mit Hiobsbotschaften aufwartet, verkündete der Vorstand von Costco erfreut, dass man eine „Verbesserung bei der Inflation sowie den Lieferketten erkenne“.
(„See beginnings of improvement in US inflation and in supply chain“)

Das macht Costco so besonders

Ferner hätte man keine Pläne, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Das ist ein sehr wichtiges Thema, denn Presseberichten zufolge wird Wal-Mart die Mitgliederbeiträge für Sam’s Club um 10% erhöhen.

Wenn der einzige ernstzunehmende Konkurrent die Preise erhöht, zementiert das den Burggraben von Costco noch weiter.

Das System von Costco ist eigentlich recht einfach. Die Zahl der Artikel in den Niederlassungen ist gering, die Abnahmemengen sind allerdings hoch.
Statt eine Flasche Wein zu kaufen, müssen Sie bei Costco gleich einen ganzen Karton nehmen.

Im Gegenzug sind die Preise konkurrenzlos niedrig, denn Costco schlägt auf den eigenen Einkaufspreis nur rund 10% auf und das ausnahmslos. Bei der Konkurrenz sind 30% üblich.

Gleichzeitig nimmt Costco bei den Herstellern gigantische Mengen ab, wodurch man bereits im Einkauf Bestpreise erzielt.
In vielen Fällen ist Costco inzwischen sogar der einzige Abnehmer einzelner Produzenten.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Bleiben wir bei dem Wein-Beispiel. Es ist durchaus üblich, dass Costco die gesamte Produktion von Weingütern abnimmt.
Es werden langfristige Lieferverträge geschlossen und beide Seiten haben einen Vorteil.

Der Winzer muss sich keine Gedanken mehr über den Absatz machen, sein Wein ist verkauft, bevor er überhaupt produziert ist.
Für diese Planungssicherheit akzeptiert er einen niedrigeren Preis, spart sich jedoch auch Ausgaben beim Marketing, der Logistik und so weiter.

Am Ende bekommt der Kunde bei Costco ein gutes Produkt zu einem noch besseren Preis und alle sind glücklich.

Die Kunden von Costco müssen im Gegenzug einen Mitgliedsbeitrag aufbringen. Für Costco bringt das den Vorteil mit, dass diese Einnahmen fließen, egal ob die Kunden viel oder wenig einkaufen.

Aber selbstverständlich sind die Mitgliedsbeiträge auch ein Anreiz, möglichst oft bei Costco einzukaufen.
Costco hat durch die Beiträge wiederum immer den nötigen Cashflow, um die Expansion fortzuführen.

Die Expansion führt zu besseren Preisen, die führen zu mehr Kunden… Sie verstehen sicherlich.

Chart vom 23.09.2022 – Kurs: 475,12 Kürzel: COST - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.09.2022 – Kurs: 475,12 Kürzel: COST – Wochenkerzen

Größere Rücksetzer dürften sich demnach als Gelegenheit herausstellen. Die wichtigsten Unterstützungen liegen bei 470 sowie 444 und 415 USD. Der langfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell bei etwa 400 USD.

Aus heutiger Sicht sind tiefere Kurse unwahrscheinlich. Sollte der Kurs allerdings unter 400 USD fallen, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

 

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Vorherige Analysen der Costco Wholesale Aktie

Als Anleger kann man es rückblickend nur bereuen, nicht investiert zu sein. Costco scheint unkaputtbar zu sein, das zeigt auch die aktuelle Krise, doch dazu später mehr.

Diese Worte stammen aus einem Artikel zu Costco von Mitte 2020 (Link).
Sie gelten heute wie damals. Die Aktie ist in dieser Zeit von 310 auf aktuell 517 USD gestiegen.
Ein Plus von 66% in weniger als zwei Jahren. Ich denke das kann sich sehen lassen.

Ob es in dieser Geschwindigkeit weitergeht, kann natürlich niemand sagen. Lässt die bisherige geschäftliche und kurtechnische Entwicklung irgendwelche Rückschlüsse auf die Zukunft zu, dann ist die Richtung aber klar.

Wie ein Uhrwerk

Die Kennzahlen von Costco kennen nur eine Richtung und das hat einen guten Grund. Das Unternehmen hat ein simples aber sehr gut durchdachtes Geschäftsmodell, von dem beide Seiten profitieren.

Costco hat ein vergleichsweise kleines Sortiment, kauft dafür aber in außerordentlich großen Mengen ein.
Dadurch kann man bessere Einkaufspreise und dementsprechend auch deutlich bessere Preise für die Endkunden erzielen.

Das wird noch weiter verstärkt, da Costco auf die eigenen Einkaufspreise nur rund 10% aufschlägt. Bei der Konkurrenz sind 30% üblich.

Im ersten Moment fragt man sich, wie das gutgehen soll, wie Costco bei dieser Herangehensweise profitabel sein kann und wie man eine Expansion stemmen soll.

Das wird nur möglich, da die Kunden von Costco zunächst Mitglied werden müssen. Die Gebühren dafür sind unabhängig davon, wie viel man einkauft.

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Mitglieder haben einen Anreiz, bei Costco einzukaufen, man will die Abogebühren schließlich nicht umsonst hinblättern.

Auf und davon

Der größte Vorteil für Costco ist aber sicherlich der Cashflow. Die Abos generieren stetige Einnahmen, unabhängig von dem Verkauf der Waren.
Die Kunden gehen also faktisch in Vorkasse, wodurch Costco immer genug Kapital für die nächste Filiale hat, ohne auf eine Fremdfinanzierung zurückgreifen zu müssen.

Die niedrigen Preise auf der anderen Seite halten die Konkurrenz fern. Nachdem Costco bereits auf eine gigantische Größe gewachsen ist, kann keiner mehr aufholen, selbst wenn man es wollte.
Aufstrebende Konkurrenten können die Einkaufspreise nicht nachbilden. In vielen Fällen kauft Costco auch schlichtweg die komplette Produktion einiger Betriebe.

Nehmen wir als Beispiel ein Weingut. Costco schließt einen langfristigen Vertrag ab und garantiert die Abnahme der gesamten Produktion zu einem festen Preis.
Der Winzer muss sich zukünftig nicht mehr mit etlichen Kunden herumschlagen, kann dadurch die Logistikkosten senken, verdient vermutlich ähnlich gut, hat aber keinerlei Risiko mehr.
Für Absatz und den Preis ist gesorgt.

All das und viele andere Faktoren haben dazu geführt, dass Costco den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 99,1 auf 195,9 Mrd. USD steigern konnte.
Die Bruttomarge ist nahezu unverändert, da Costco an der verbraucherfreundlichen Strategie festhält.

Da die nachgelagerten Kosten allerdings langsamer steigen, hat sich die Profitabilität verbessert und der Gewinn ist von 3,89 auf 11,27 USD je Aktie stark überproportional gestiegen.

Das geht so weiter

In ähnlicher Art und Weise dürfte sich das fortsetzen. Costco ist zwar schon ein Gigant, aber in einer Vielzahl von US-Bundesstaaten kaum vertreten (Link) und die internationale Expansion hat erst begonnen.
In Kontinentaleuropa hat man derzeit 6 Niederlassungen, davon 4 in Spanien und 2 in Frankreich.

Am Donnerstag hat Costco nachbörslich gezeigt, dass der Trend ungebrochen ist.  Im letzten Quartal lag der Gewinn mit 2,92 je Aktie weit über den Erwartungen von 2,70 USD. Der Umsatz übertraf mit 51,9 Mrd. die Analystenschätzungen von 51,3 Mrd. USD ebenfalls.

Der Umsatz je Standort ist um 11% gestiegen, der Konzernumsatz legte um 16% zu, der Gewinn um 36%.
Was soll man groß dazu sagen? Es läuft. Die Bilanz ist auch sauber, die nächsten Standorte in Arbeit.

Für das laufende Geschäftsjahr wurde bisher ein Gewinnsprung um 16% auf 12,85 USD je Aktie erwartet.
Nachdem das erste Halbjahr allerdings deutlich besser verlaufen ist, als erwartet, dürften die Schätzungen jetzt zur Oberseite revidiert werden.

Chart vom 04.03.2022 Kurs: 517,55 Kürzel: COST - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 04.03.2022 Kurs: 517,55 Kürzel: COST – Wochenkerzen

Interessanterweise hat die Aktie auf diese Nachrichten mit einem kleinen Abschlag reagiert. Vorbörslich notiert Costco bei 517,55 USD und somit 2,91% im Minus, vermutlich aufgrund des schwachen Marktumfeldes.

Uns soll es recht sein, hoffentlich geht es noch wesentlich tiefer. Die wichtigsten Unterstützungen liegen bei 500 sowie 475 und 440 USD, theoretisch auch 400 USD.

Man muss aber ganz klar sagen, es gibt keine triftigen Gründe, warum die Aktie überhaupt eine größere Korrektur oder gar einen Crash vollziehen sollte.

Gelingt ein Wochenschlusskurs über 525 USD, könnte es auch unmittelbar wieder auf ein neues Allzeithoch gehen.