HCA Holdings Aktie Prognose HCA Healthcare: Eine Seltenheit

News: Aktuelle Analyse der HCA Holdings Aktie

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HCA Holdings
ISIN: US40412C1018
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HCA Healthcare betreibt 182 Krankenhäuser und 2.200 andere medizinische Einrichtungen wie Chirurgiezentren, Notaufnahmen, Notfallzentren und Ärztekliniken in 21 Bundesstaaten und im Vereinigten Königreich.

Das Geschäft ist entsprechend krisenfest und unabhängig von der Konjunktur. Daher kommen größere Korrekturen auch nur alle Jubeljahre vor.
In der letzten Dekade ist es lediglich zu drei größeren Korrekturen gekommen, die jüngste läuft aktuell.

Grund genug, um bei diesem Outperformer die Lage zu sondieren.

So kompliziert ist das nicht

HCA Healthcare ist eine simple Geschichte.
Es handelt sich schlichtweg um ein hochprofitables Geschäft, welches sich nahezu endlos skalieren lässt.

Der Cashflow aus den bestehenden Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen wird dazu genutzt, um die nächsten Niederlassungen zu erschließen und so wächst das Unternehmen unaufhörlich.

Raum für die Expansion ist wahrlich ausreichend vorhanden. Derzeit ist HCA Healthcare nur in 21 von 50 US-Bundesstaaten tätigt.

Das besondere ist vielleicht, dass sich HCA vor allem auf wachsende urbane Regionen konzentriert hat und an den jeweiligen Standorten einen hohen Marktanteil hat.

Dadurch sind die Versicherer in den USA geradezu gezwungen, HCA in diesen Gegenden in ihr Netzwerk aufzunehmen, da der medizinische Versorgungsbedarf der Bevölkerung sonst nicht gedeckt werden kann.

Darüber hinaus ist HCA für seine hohe Versorgungsqualität bekannt. Statistisch gesehen werden in den Kliniken von HCA für die Patienten deutlich bessere Ergebnisse erzielt, beispielsweise eine schnellere Genesung oder niedrigere Sterblichkeit.

Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Versicherer und Patienten dazu bereit sind, höhere Preise zu zahlen.
Das führt wiederum zu einer hohen Auslastung und einer Profitabilität über dem branchenüblichen Niveau.

Hand in Hand

In Zahlen ausgedrückt, hat das dazu geführt, dass HCA den Umsatz in der letzten Dekade von 33,0 auf 58,7 Mrd. USD steigern konnte.
Die Kostenbasis wächst langsamer als die Einnahmen und dementsprechend hat sich die Profitabilität mit der Zeit verbessert.
Die operative Marge kletterte von 6,1 auf 13,1%.

Das Nettoergebnis legte dementsprechend stark überproportional von 1,61 auf 6,96 Mrd. USD zu.

Im selben Zeitraum wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 440 auf 323 Millionen Stück reduziert.

Dadurch befeuert, konnte das Ergebnis in nur einer Dekade von 3,71 auf 17,50 USD je Aktie gesteigert werden.
Und was passiert, wenn sich der Gewinn nahezu verfünffacht? Der Kurs verfünffacht sich ebenfalls.

HCA ist dementsprechend ein klarer Outperformer.

Panik ohne Grund

Nach einem Gewinnsprung von 51% im Vorjahr, soll das Ergebnis 2022 um 4% sinken.
Im Endeffekt handelt es sich dabei um eine „Reversion to mean“, also einen ausgleichenden Effekt.

Interessanterweise findet man in der Historie von HCA eine ganze Reihe von ähnlichen Situationen.
Im Geschäftsjahr 2012 kam es beispielsweise zu einem Gewinnsprung um 30%, im Folgejahr war das Ergebnis dann um 8% rückläufig.
Ähnlich sah es 2016 und 2017 aus.

Der Unterschied ist nur, dass das damals zu keiner nennenswerten Korrektur geführt hat. Heute scheint es die Anleger aber derart zu verschrecken, dass dadurch ein Kurssturz von 280 auf 170 USD ausgelöst wurde.

An der Börse scheint man mal wieder das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Dabei steht HCA heute vielleicht sogar besser da als in früheren Phasen von zeitweise sinkenden Gewinnen.

In den letzten Jahren ist die Verschuldungsquote sukzessive gesunken.
Vor rund zehn Jahren hielten sich die Vermögenswerte wie Immobilien und die Schulden noch die Waage. Heute übersteigen die Vermögenswerte die langfristigen Verpflichtungen bei weitem.

Ausblick und Bewertung

Durch den jüngsten Kurssturz ist die P/E von HCA auf 9,7 gefallen. Das ist bei dem vorliegenden Geschäftsmodell und dem starken Trackrecord wenig.
In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 13,5 und selbst das ist nicht gerade ambitioniert.

Schließlich haben wir es hier mit Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich zu tun.
Das gilt rückblickend und dürfte auch in Zukunft so bleiben. Darf man den Prognosen Glauben schenken, dürfte der Gewinn in den kommenden Jahren wieder um 10-11% p.a. steigen.

Das scheint plausibel, denn für HCA sind das gewöhnliche Wachstumsraten. Dazu beitragen dürften rund 5% an organischem Wachstum, kleinere Zukäufe, eine sinkende Verschuldung und Buybacks.
In Summe kommt man dadurch recht schnell auf Gewinnsteigerungen von 10% und mehr.

Chart vom 13.07.2022 - Kurs: 170 Kürzel: HCA - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.07.2022 – Kurs: 170 Kürzel: HCA – Wochenkerzen

HCA hat eine massive Abwärtsbewegung hinter sich, die Aufwärtstrendlinie bei rund 170 USD konnte inzwischen aber seit fast einem Monat gehalten werden.
Jeden Tag, an dem die Aktie über diesem Niveau gehalten wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Erholung kommt.

Ein mögliches Kursziel läge in diesem Szenario bei 184 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 200 USD frei.

Fällt HCA jedoch unter 170 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 145 – 150 USD gerechnet werden.

Aus technischer Sicht wäre auch ein Abverkauf bis 120 USD möglich. Man sollte allerdings bedenken, dass die P/E auf diesem Niveau nur noch bei 6,9 läge.

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