MorphoSys Aktie aktuell MorphoSys: Über der 200-Tage-Linie könnte hier einiges drin sein

News: Aktuelle Analyse der MorphoSys Aktie

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MorphoSys
ISIN: DE0006632003
Ticker: MOR
Währung: EUR

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Zur MorphoSys Aktie

Gegenüber dem Schlusskurs 2019 hatte sich der Kurs der MorphoSys-Aktie am Tagestief des 19. März fast halbiert, bevor es zu einer kräftigen Gegenreaktion nach oben kam. Im bullischen Lager dürften viele daraufsetzen, dass das Tief damit bereits gesehen wurde, die Trendwende vollzogen ist. Aber ist das tatsächlich so? Wenn man die Charttechnik zurate zieht, lautet die Antwort: nein. MorphoSys hat sich zwar in die für bullische Signale entscheidende Zone vorgekämpft, aber überwunden ist sie noch nicht. Der Chart zeigt, was gelingen muss, um hier aus Sicht der Bullen den Daumen heben zu können:

Zunächst einmal muss der Kurs die 20-Tage-Linie, die Mitte vergangener Woche zurückerobert wurde und die am Montag von oben getestet wurde, halten. Ansonsten wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Aktie schnell wieder zurückfällt und das bisherige Tief testet. Das dann nicht halten muss, denn ein Abdrehen in der für Long-Signale entscheidenden Widerstandszone bringt gemeinhin sofort wieder die Leerverkäufer auf den Plan. Wenn die überhaupt bereits in die Defensive gegangen sein sollten. Denn es ist durchaus normal, dass das bärische Lager erst im Bereich entscheidender Charthürden wieder aktiv wird, weil die Käufe da dann kurzfristig meist ausdünnen. Grund:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur MorphoSys Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Bevor sie weiter zuzugreifen, wollen viele erst einmal sehen, ob diese Hürden überboten werden. Andere würden ohnehin erst einsteigen, wenn diese Widerstandslinien bezwungen sind. In solchen Widerstandszonen entsteht deshalb oft eine Art kurzfristiges Vakuum auf der Nachfrageseite, in das die Leerverkäufer gezielt hineinstoßen. Erst, wenn die MorphoSys-Aktie diese Zone mit Schlusskursen klar über 105 Euro bezwungen hätte und dadurch auch wieder über der diesen Bereich auf der Oberseite begrenzenden 200-Tage-Linie notieren würde, wären die Bullen „durch“. Dann aber könnten auch die Aspekte kurstreibend wirken, die im Zuge der massiv fallenden Kurse am Gesamtmarkt zuletzt untergingen: die am 18. März zusammen mit der 2019er-Bilanz ausgegebene Perspektive für das laufende Jahr.

Denn die sah gar nicht schlecht aus. MorphoSys avisierte für 2020 einen deutlichen Anstieg des Umsatzes in den Bereich von 280 bis 290 Millionen Euro (2019: 71,8 Millionen), der im Fall von weiteren Lizenzerlösen und Tantiemen noch höher ausfallen könnte. Und nach einem Verlust von 107,9 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen im Jahr 2019 rechnet das Biotechunternehmen im laufenden Jahr mit einer Größenordnung zwischen -15 und +5 Millionen Euro, könnte also im günstigen Fall sogar die schwarzen Zahlen erreichen. Eine Perspektive, welche die Aktie in einem Umfeld kassierter Prognosen und wegbrechender Gewinne in anderen Branchen deutlich voranbringen könnte … wenn die Charttechnik mit einem bullischen Anstieg über die 200-Tage-Linie den Weg dafür frei machen sollte.

MorphoSys Aktie Chart vom 30.03.2020, Kurs 90,80 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der MorphoSys Aktie

Am Donnerstag durchbrach die Aktie des deutschen Biotech-Unternehmens MorphoSys die wichtige Unterstützungslinie in Form der August-Hochs bei 115 Euro. Was andeutet, dass die kurzfristigen, charttechnisch orientierten Trader die Aktie derzeit dominieren. Was auch daran deutlich wird, dass dieser Abstieg der Aktie fundamental gesehen nicht nachvollziehbar ist, da er mit einer eigentlich sehr guten Nachricht begann:

Am 13. Januar meldete das Unternehmen, dass man einen Kooperations- und Lizenzvertrag mit dem US-Biotechunternehmen Incyte unterzeichnen wird. Das Ziel ist die die gemeinsame Vermarktung von Tafasitamab, einem in der klinischen Entwicklung befindlichen, auf dem MorphoSys-Antikörper MOR 208 basierenden Medikament im Bereich der Krebsbehandlung. MorphoSys erhält dafür von Incyte eine Vorauszahlung von 750 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus kann MorphoSys Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Das war eine außerordentlich positive Nachricht, immerhin beträgt diese Vorauszahlung ein Vielfaches des derzeitigen Jahresumsatzes von MorphoSys, der nach eigenen Angaben im Jahr 2019 im Bereich von 65 bis 72 Millionen Euro gelegen haben dürfte. Wieso kam es daraufhin zu einem heftigen Minus, das einen bislang nicht aufzuhaltenden Abstieg auslöste?

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Expertenmeinung: Der Grund war, dass die Aktie durch die erste, sehr positive Reaktion auf diese Meldung mit einer großen Kurslücke eröffnete, die verhängnisvollerweise auf Höhe des uralten, aus dem Jahr 2000 stammenden Rekordhochs der Aktie lag (148,13 Euro, markiert im Februar 2000). Dort müssen viele Verkaufsorders gelegen haben, die wohl vom Volumen her so umfassend waren, dass sie nicht aufgefangen werden konnten. Daraufhin passierte, was passieren musste: Immer mehr Marktteilnehmer sahen die Aktie nach diesem Aufwärts-Gap abrutschen und versuchten, sich noch einen satten Gewinn zu sichern. Und die Käuferseite war zugleich verwaist, immerhin passierte hier gerade etwas, das so gar nicht danach aussah, als sollte man da in die abrutschenden Kurse hineinzugreifen. Das Problem:

Solange das Momentum der Abwärtsbewegung erhalten bleibt, werden sich die Käufer schwertun, hier zuzugreifen. Vor allem jetzt, denn immerhin hielt sich der Kurs zehn Tage lang über dieser Unterstützungslinie von 115 Euro, hätte somit da einen Boden finden können … trotzdem mochte niemand den ersten Schritt tun. Technisch orientierte Trader fackeln da nicht lange: Wenn es nicht nach oben geht, dann versucht man es nach unten – und war erfolgreich.

Eigentlich sollte MorphoSys vor diesem Nachrichtenhintergrund besser laufen. Aber solange die Aktie charttechnisch dominiert wird, wäre ein antizyklischer Einstieg sehr riskant. Grundsätzlich könnte die Aktie noch bis an die mittelfristig relevanten Unterstützungen in Form der 200-Tage-Linie (102,74 Euro) bzw. der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei 97 Euro durchgereicht werden. In der momentanen charttechnischen Konstellation müsste der Kurs zurück in die vorherige Handelsspanne und diese dann mit einem Break über die aktuell bei 121,80 Euro verlaufende 20-Tage-Linie nach oben verlassen, um ein taugliches, bullisches Signal zu generieren. Momentan stehen die Chancen da eher zu Gunsten der Bären … aber es sollte lohnen, die Oberseite trotzdem im Auge zu behalten!

Chart vom 30.01.2020, Kurs 113,20 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Wenn man sich den Chart der deutschen Biotech-Aktie MorphoSys ansieht, fühlt man sich 20 Jahre zurückversetzt: Ins Jahr 2000, damals war MorphoSys im Zuge der Dot.Com-Blase steil gestiegen und noch viel steiler gefallen. Ganz so wild wie damals war die Rekordjagd zuletzt zwar nicht, aber der Absturz hatte eine Qualität, die an das Platzen der Blase vor knapp 20 Jahren erinnerte. Doch was wirklich verblüfft, ist: Es war offenbar auch eine Chartmarke von damals involviert. Ein Widerstand, der 20 Jahre alt und sozusagen „wiederauferstanden“ ist: das damals, am 21. Februar 2000, markierte Rekord-Verlaufshoch der Aktie bei 148,13 Euro.

Was war passiert? MorphoSys meldete am Montag vor Handelsbeginn, dass ein Kooperations- und Lizenzvertrag mit dem US-Biotechunternehmen Incyte unterzeichnet wird, mit dem die gemeinsame Vermarktung von Tafasitamab, einem in der klinischen Entwicklung befindlichen, auf dem MorphoSys-Antikörper MOR 208 basierenden Medikament im Bereich der Krebsbehandlung, vereinbart wird. Das Unternehmen erhält dafür von Incyte eine Vorauszahlung von 750 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus kann MorphoSys Meilensteinzahlungen von bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar erhalten. Das war keine Nachricht, die einen Absturz der Aktie hätte auslösen dürfen. Und das tat sie zunächst ja auch nicht, wie der Chart zeigt:

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Expertenmeinung: Die Aktie eröffnete mit einem gewaltigen Aufwärts-Gap von über sieben Prozent. Doch mit der Eröffnung setzten sofort Abgaben ein. Wieso? Lag es wirklich an diesem uralten Verlaufsrekord vom 21. Februar 2000 bei 148,13 Euro, der dadurch fast erreicht wurde? Auszuschließen wäre es nicht. Wenn man bedenkt, dass die MorphoSys-Aktie nach diesem Hoch derart brutal wegbrach, dass sie Ende 2002 zeitweise unter zwei Euro kostete, kann man sich durchaus vorstellen, dass einige, die damals gekauft hatten, Verkaufsorders im Markt liegen hatten, um ihr Geld endlich wiederzusehen. Damals, am Tag des Rekordhochs, lagen die Umsätze äußerst hoch, derartig hohe Umsätze sah man danach selten. Und am Montag war es nicht anders: Ein höheres Umsatzvolumen hatte man bei MorphoSys zuletzt im Frühjahr 2015 gesehen. Aber das war es sicher nicht allein, denn:

Selling on good news“ dürfte ebenso zum Abriss der Aktie am Montag geführt haben, als sie am Handelsende nicht sieben Prozent höher, sondern gut neun Prozent schwächer aus dem Handel ging, gefolgt von erneuten Abgaben am Dienstag, die den Kurs um weitere knapp drei Prozent drückten. Immerhin hatte der Kurs binnen acht Wochen über 50 Prozent zugelegt, als MorphoSys am Montag zur Eröffnung bei gut 146 Euro notierte. Aber hieße das nicht, dass man hier ein Schnäppchen vorfindet, das nur „aus Versehen“ massiv unter Druck geriet?

Da wäre Vorsicht angebracht. Auch, wenn die Vereinbarung mit Incyte immense Summen in die Kassen spülen wird, operativ agiert das Unternehmen noch in der Verlustzone. Und dafür war das „Abklatschen“ des Rekordhochs aus der Zeit der Dot.Com-Blase schon ein Wort. Zwar findet man im Chart zwischen 105 und 115 Euro solide wirkende Unterstützungslinien. Aber die müssen nicht halten. Besser wäre abzuwarten, ob es gelingt, Widerstandslinien zurück zu erobern, das wäre ein verlässlicheres Indiz dafür, dass das bullische Lager imstande wäre, die Aktie wieder in die Spur zu bekommen. Hierfür wäre die 20-Tage-Linie eine mögliche Orientierung, die aktuell bei 127,50 Euro verläuft. Kann die zurückerobert werden, wäre in der Tat eine Chance da, dass es sich bei diesem Selloff an der uralten “Zombie-Hürde“ nur um einen Ausrutscher handelte.

Chart vom 14.01.2020, Kurs 120,20 Euro, Kürzel MOR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Eigentlich hätten die Bären bei der Aktie des deutschen Biotechnologieunternehmens alle Chancen gehabt, die Kurse weiter nach unten zu drücken. In den letzten Wochen bildete sich zunächst eine klare Bärenflagge und die Fortsetzung der Abwärtsbewegung stand auf dem Plan. Doch die Formation wurde im Laufe der vorigen Woche in die entgegengesetzte Richtung gebrochen – ein klares Fehlsignal. Dieses wurde von den Bullen schnell aufgegriffen und zahlreiche Bären wurden hierbei am falschen Fuß erwischt. Die Folge war eine kurzfristige Kursexplosion. Noch fehlen die Anschlusskäufe und einige Anleger nutzten die gestiegenen Kurse, um schnell ihre Gewinne zu realisieren. Zumindest konnte ein neues höheres Hoch gebildet werden, wodurch die Talfahrt vorerst gestoppt wurde.

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Expertenmeinung: Noch ist es zu früh, um gleich in Euphorie auszubrechen, doch die jüngste Kursbewegung veranlasst uns dazu, unsere bislang bärische Haltung auf das Wertpapier auf neutral zu revidieren. Richtig bullisch würde das Ganze werden, wenn die Kurse das Hoch der vorigen Woche überwinden würden. Dies wäre ein Signal von Stärke und könnte den Titel gar auf das bisherige Jahreshoch zurückbringen. Der 123-Pullback, welcher bis Ende der vorigen Woche zu sehen war, könnte den Bullen jetzt eine solide Einstiegsmöglichkeit offenbaren – eine Art Mini-Bullenflagge. Eines ist aber klar: Die Kurse dürfen nicht mehr unter die Marke von 96.90 EUR fallen.

Aussicht: NEUTRAL

Morphosys Chart vom 25.10.2019 Kurs: 101.60 Kürzel: MOR | LYNX Online-Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während sich der DAX weiter seinen Weg nach oben bahnt, trennt sich derzeit auf dem Parkett die berühmte Spreu vom Weizen. Zahlreiche deutsche Aktien haben dieser Tage den Turbo gezündet und teils neue Hochs erreicht. Beim Biotechnologieunternehmen Morphosys zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Das Interesse der Marktteilnehmer an der Morphosys Aktie ist derzeit verschwindend gering. Von neuen Hochs ist das Wertpapier meilenweit entfernt – ganz im Gegenteil. Zuletzt wurden wichtige Böden nach unten gebrochen und auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 wurden verletzt. Diese agieren derzeit als Widerstände im Chart und haben im Bereich knapp über der Marke von 100 EUR zuletzt für Gegenwind gesorgt. Der Trend befindet sich mittelfristig in einer bärischen Phase.

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Expertenmeinung: Aus technischer Sicht bildet sich gerade eine klar definierte Bärenflagge. Wir müssen daher mit einer höheren Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Bären den Druck weiter erhöhen, um diese Formation vielleicht noch diese Woche nach unten zu brechen. Dies wäre natürlich ein weiterer Tiefschlag für alle Aktionäre und könnte zu erneuten Kursverlusten führen. Ein Abschlag auf bis zu 82.50 EUR, wo sich zuletzt im Sommer dieses Jahres zwei Pivot-Tiefs bildeten, wäre in Folge durchaus denkbar. Noch aber haben die Bullen die Möglichkeit, dieses Szenario zu verhindern. Hierzu müssten die Kurse aber schnell über das Niveau von 101.00 EUR klettern und darüber schließen. Dies würde die derzeit angeschlagene Lage doch deutlich entschärfen.

Aussicht: BÄRISCH

Morphosys Aktie Chart vom 21.10.2019 Kurs: 98.10 Kürzel: MOR | Online Broker LYNX

MorphoSys gehört zu den weltweit führenden Biotechkonzernen im Bereich therapeutische Antikörper.
Das Unternehmen entwickelt Antikörper für pharmazeutische Unternehmen zum Zwecke der Forschung, Diagnostik und Therapie.

Der Schlüssel

Die wichtigste Technologie des Unternehmens ist die Antikörperbibliothek namens HuCAL, eine Sammlung von mehr als zehn Milliarden humaner Antikörper.

Morphosys stellt die Datenbank für eine entsprechende Lizenzgebühr zur Verfügung und Pharmaunternehmen nutzen sie zur Entwicklung neuer Medikamente. Zu den Kooperationspartnern mehr als die Hälfte der weltweit 20 größten Pharmakonzerne.

Der Durchbruch

Nach Jahren der Entwicklung wurden erste Erfolge erzielt, denn 2018 gab der Lizenzpartner Janssen bekannt, dass Tremfya für die Behandlung von Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis (Schuppenflechte) zugelassen wurde.

Die Pipeline der auf HuCAL basierenden Forschung ist nicht weniger beeindruckend. Die Entwicklung von vier Medikamenten befindet sich bereits in Phase 3 und weitere 12 befinden sich in Phase 2, darunter weitere Anwendungen gegen Krebs, solide Tumore und Entzündungskrankheiten.

Der Wahrheit

Soweit die Argumente der Bullen. Das hört sich natürlich alles sehr gut an und genau deshalb kaufen Anleger die Aktie auch.
Das Problem ist aber, dass die Zahlen eine ganz andere Sprache sprechen.

Der Umsatz in ist den zurückliegenden zehn Jahren von 81 auf 76 Mio. Euro gesunken.
Ein stetiger Aufwärtstrend ist also keinesfalls zu erkennen, vielmehr springt der Umsatz wild hin und her.
Ein Beispiel wäre das Jahr 2015, als sich der Umsatz von 106 auf 50 Mio. Euro mehr als halbierte.

Dementsprechend sollte man den im ersten Halbjahr 2019 deutlich gestiegenen Umsatz mit Vorsicht genießen.

Was aber tatsächlich stetig gestiegen ist, ist die Zahl der ausstehenden Aktien. Im zurückliegenden Jahrzehnt von 23 auf 32 Mio. Stück.
Das ist eine erhebliche Verwässerung der Anleger.

Doch es war nun Mal notwendig, denn man ist nicht nachhaltig profitabel. In den letzten fünf Jahren konnte man nur einmal einen Gewinn erzielen.
Aktuell sieht es nicht besser aus. Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein Umsatz von 48,2 Mio. Euro erzielt, aber auch ein Verlust von 29,3 Mio. Euro.
Das entspricht -0,90 Euro je Aktie.

Für das laufende Geschäftsjahr wird sogar ein Verlust von 3,00 Euro je Aktie erwartet (mehr als 90 Mio. Euro) und 2020 ist auch keine Besserung in Sicht.

Nennen Sie mich konservativ. Aber bei einem Umsatz von rund 100 Mio. Euro und einem erwarteten Verlust in fast derselben Höhe, fällt es mir äußerst schwer, einen Börsenwert von 3,36 Mrd. Euro zu rechtfertigen.
Dafür müsste Morphosys den Umsatz vervielfachen und einen Gewinn erzielen, der über dem derzeitigen Jahresumsatz liegt.

Charttechnik

Die Bullen können seit Monaten kein neues Hoch erzwingen. Inzwischen hat sich ein Abwärtstrend ausgebildet.

Da die Aktie zuletzt wieder mehrfach am Widerstand bei 110 Euro gescheitert ist, droht nun eine umfassende Korrektur.
Unter 105 Euro wurde ein erstes Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 95 Euro ausgelöst.

Übergeordnet müssen Kursverluste bis 86 oder 75-80 Euro eingeplant werden. Darunter trübt sich das Chartbild zunehmend ein.

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Chart vom 10.09.2019 Kurs: 101,20 Kürzel: MOR - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 10.09.2019 Kurs: 101,20 Kürzel: MOR - Wochenkerzen | LYNX Online Broker