Die besten Cannabis Aktien 2019

Die besten Aktien, mit denen Sie 2019 von einer Erholung der Cannabis Aktien profitieren könnten

Mit folgenden Themen werden wir uns in diesem Artikel befassen:

Einblick in den Cannabis-Sektor 2019
Wachstumspotenzial von Cannabis-Aktien
Das sollten Sie beim Handel mit Cannabis Aktien beachten
Tipps für den Handel mit Cannabis Aktien
Die besten Cannabis Aktien 2019
Top-Cannabis Aktie #3: Cronos: Tabak-Riese Altria hält 45% Beteiligung
Top-Cannabis Aktie #2: Canopy Growth Corporation: Der Weltmarktführer
Top-Cannabis Aktie #1: Aurora Cannabis Inc. – Wachstum durch milliardenschwere Übernahmen
Die besten Cannabis Aktien 2019 (Videozusammenfassung)
So können Sie in Cannabis Aktien investieren
Interview mit Vic Neufeld – CEO von Aphria, Inc.
Marihuana – Entsteht ein neuer Milliardenmarkt? | Video-Dokumentation

Marihuana bzw. Cannabis Aktien gehörten zwischen 2017 und 2018 an der Börse zu den absoluten Überfliegern. Kein Wunder, denn in immer mehr Regionen der Welt wird Cannabis, zumindest zu medizinischen Zwecken, legalisiert. Auch Deutschland zählt dazu sowie immer mehr Bundesstaaten der USA. Auf die große Party folgte 2019 aber der große Kater, die Branche ist gerade dabei sich neu zu sortieren.

Einblick in den Cannabis-Sektor 2019:
Hohe Kursgewinne für Cannabis Aktien im Jahr 2018

Seit unserer ersten Analyse im Herbst 2017 entwickelten sich unsere Marihuana Aktien für 2018 allesamt herausragend. In der Spitze legten die Aktien von Aphria um bis zu +180%, Aurora Cannabis um +200% und Canopy Growth sogar um +330% zu. Im September 2018 hatten wir Ihnen dann bei allen Aktien zu Gewinnmitnahmen geraten, denn die Risiken nahmen mit steil ansteigenden Kursen stetig zu. Das war goldrichtig, denn sämtliche Aktien der Branche wurden von einer starken Korrektur erfasst und verloren -50% oder mehr an Wert.

Bei den Cannabis-Aktien trennt sich die Spreu gerade vom Weizen

Kaum eine der Cannabis Aktien konnte sich bislang wieder deutlich erholen. Nach dem Anfangshype, in dem jede Aktie der Branche blind gekauft wurde, trennt sich dadurch nun die Spreu vom Weizen, denn nur die nachhaltigsten Geschäftsmodelle werden sich durchsetzen.

Das macht den Sektor für Anleger wieder interessant und weckt Erinnerungen an den Neuen Markt bzw. die Internetblase. Von den zahlreichen gegründeten Unternehmen setzten sich damals nur die überlebensfähigsten und größten durch, während die meisten kleinen Firmen wieder von der Bildfläche verschwanden. Die „Überlebenden“ des Internethypes wie Amazon oder Ebay konnten in den Folgejahren immense Kursgewinne einfahren. Dieses Szenario könnte auch für die Cannabisbranche beispielhaft sein, wenngleich diese – aller Euphorie zum Trotz – doch erheblich kleiner ist.

Getränkehersteller und Tabakfirmen wittern das große Geschäft mit Cannabis

Im Herbst 2018 wurden Marihuana-Aktien vor allem durch das starke Interesse zahlreicher großer Spirituosenhersteller angeheizt und auf vorläufige Hochs getrieben.

Denn diese wollen Getränke mit dem psychoaktiven Stoff THC als Lifestyle-Produkte auf den Markt bringen. Allen voran der Getränkeriese Constellation Brands, der beispielsweise hinter der Marke Corona steht. Der Konzern baute seine Beteiligung am Marktführer Canopy Growth mit einem milliardenschweren Investment von 10% auf 38% aus. Doch auch Konzerne wie Diageo (z.B. Johnnie Walker und Smirnoff), die Großbrauerei Molson Coors, Nova Scotia Liquor oder Heineken erklärten große Pläne für den Cannabismarkt zu haben und schmiedeten entsprechende Allianzen mit Cannabis-Anbietern. Sogar Coca-Cola äußerte öffentlich Überlegungen Getränke mit Cannabidiol (CBD) auf den Markt bringen zu wollen. CBD wirkt beruhigend und hat im Gegensatz zum Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) keine berauschende Wirkung.

Doch auch die schwächelnde Tabakbranche greift nach Cannabis. So übernahm der Marlboro-Hersteller Altria für 1,8 Mrd. USD einen Anteil von 45% am Cannabis-Unternehmen Cronos, das dabei mit mehr als 4,5 Mrd. CAD bewertet wurde. Der Anteil kann bis auf 55% steigen, wenn Altria alle gewährten Warrants ausübt und dafür weitere 1,4 Mrd. CAD locker macht.

Die besten Cannabis Aktien: Kanada erlaubt Cannabis als Genussmittel | LYNX Online Broker

Aktuelle rechtliche Situation: Kanada erlaubt Cannabis als Genussmittel

Im Blickpunkt der Anleger stand lange Zeit vor allem Kanada. Dort war die medizinische Nutzung bereits seit 2001 legal und seit Oktober 2018 ist nun auch das „Kiffen“ offiziell erlaubt. Kanada ist damit der erste G7 Staat und nach Uruguay das zweite Land, in dem Haschisch auch zum privaten Genuss freigegeben wurde. Prognosen zufolge sollte sich der kanadische Marihuana-Markt durch die Legalisierung mittel- bis langfristig mehr als verzehnfachen.

Noch allerdings kämpft die junge Branche auf dem kanadischen Markt mit Problemen wie Angebotsknappheit, zu wenige lizensierte Verkaufsstellen, Verzögerungen bei Genehmigungen für neue Anbaugewächshäuser und einem Regelwerk für Lebensmittel und Getränke sowie sinkende Gewinnspannen. Daher blieben die Umsätze der meisten Unternehmen zuletzt hinter den hochfliegenden Erwartungen zurück. Experten erwarten daher, dass es unter Umständen noch Jahre dauern könnte bis sich Angebot und Nachfrage auf dem kanadischen Markt eingespielt haben.

Nordamerika nimmt Vorreiterrolle bei der Legalisierung von Cannabis ein

Doch nicht nur in Kanada, auch in den USA legalisieren immer mehr Bundesstaten Marihuana, so dass Nordamerika bei der Legalisierung von Cannabis weltweit die Vorreiterrolle einnimmt. In den USA ist beispielsweise der Konsum von Marihuana seit 2018 auch im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien sowie in Michigan, Nevada, Maine, Massachusetts und Vermont legal. Damit ist der straffreie Genuss von Cannabis mittlerweile in elf US-Bundesstaaten mit insgesamt über 60 Mio. Einwohnern möglich. Weitere Bundesstaaten wollen folgen und Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2020 insgesamt 18 Bundesstaaten den Alltagskonsum freigeben. In 33 Bundesstaaten ist zudem schon der Konsum zu medizinischen Zwecken erlaubt.

Marihuana: Auf Bundesebene illegal in einzelnen Staaten erlaubt

Cannabis wird auf Bundesebene trotzdem von den US-Behörden noch immer als völlig illegale Droge betrachtet. Drogenvergehen unterstehen jedoch der Gesetzgebung der Bundesstaaten, so dass es diesen freisteht, vom Bundesrecht abzuweichen. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich von unterschiedlichen Regulierungen. Insgesamt 15 Bundesstaaten haben den Besitz kleiner Mengen Cannabis zumindest entkriminalisiert. Wer in New York beispielsweise mit bis zu 25 Gramm Cannabis erwischt wird, begeht keine Straftat mehr, sondern riskiert allenfalls eine vergleichsweise geringe Verwaltungsstrafe.

Der rechtliche Status von Cannabis in den USA -Die besten Cannabis Aktien | LYNX Online_Broker

Lokal_Profil, Map of US state cannabis laws, CC BY-SA 2.5

Wachstumspotenzial von Cannabis-Aktien: US-Markt verspricht immenses Marktpotenzial

Langfristig verspricht der US-Markt das höchste Wachstumspotenzial. Allein dort soll das Volumen für medizinisches Marihuana Experten zufolge von 10 bis 11 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 24 bis 40 Mrd. USD im Jahr 2021 ansteigen. Insgesamt d.h. den Freizeitkonsum eingeschlossen, schätzen Analysten, dass die Cannabis-Industrie in den USA von 11 Mrd. USD im Jahr 2018 bis zum Jahr 2030 bis auf 75 Mrd. USD anschwellen könnte.

Bevölkerung befürwortet Legalisierung von Cannabis

Laut einer landesweiten Umfrage, die das Institut Gallup seit mehreren Jahrzehnten durchführt, sprechen sich über 68% der befragten US-Bürger für eine Legalisierung von Cannabis in den USA aus. Im ersten Umfragejahr 1969 waren nur 12% der amerikanischen Bevölkerung für eine Cannabis-Freigabe. Für eine medizinische Zulassung stimmten der Quinnipiac University zufolge sogar neun von zehn Befragten.

Marihuana Befürwortung in der Bevölkerug -Die besten Cannabis Aktien | LYNX Online-Broker

Die Steuereinnahmen durch Cannabis sprudeln

Wie sehr die Bundesstaaten von der Freigabe profitieren, zeigen Colorado und Washington: Neben zahlreichen Arbeitsplätzen und Cannabis-Touristen sprudeln auch die Steuereinnahmen. Washington verbuchte 2018 mit geschätzten 319 Mio. USD die höchsten Steuereinnahmen, dicht gefolgt von Kalifornien mit 300 Mio. USD und Colorado mit 266 Mio. USD. Doch die Erwartungen sind noch höher: In Michigan, wo Marihuana zuletzt freigegeben wurde, werden allein im ersten Jahr rund 740 Mio. USD an zusätzlichen Steuereinnahmen erwartet. Analysten der Arcview Group gehen davon aus, dass der Cannabis-Markt in den USA bis 2021 insgesamt rund 4 Mrd. USD an neuen Steuereinnahmen generieren wird. Außerdem rechnet das Analysehaus entlang der Wertschöpfungskette mit rund 400.000 zusätzlichen Jobs. Allein in Kalifornien wurden bereits 80.000 Stellen geschaffen, die laut einer Studie von ICF International ein Einkommen von 3,5 Mrd. USD erzielen.

Ein neuer Industriezweig entsteht

Durch die voranschreitende Legalisierung bzw. Entkriminalisierung entstand mit Forschung, Medizin, Anbau, Verarbeitung, Vertrieb und Konsum eine milliardenschwere Branche, die aktuell trotz hohen Investitionen noch in den Kinderschuhen steckt. Auf der einen Seite winken den Unternehmen hohe Einnahmen, auf der anderen Seite lassen sich wechselnde Gesetzeslagen und Risiken zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht wirklich überblicken. Investitionen in die Cannabis-Branche versprechen daher durchaus hohes Gewinnpotenzial, sind aber auch mit extrem großen Unsicherheiten und hohen Risiken verbunden. Anleger sollten daher stets nur einen geringen Depotanteil setzen und wenn dann in große, bereits etablierte Unternehmen investieren.

Cannabis-Aktien mit wilden Kursausschlägen

Der Global Cannabis Stock Index verdreifachte sich von Oktober 2017 bis Ende 2017 von 33 auf 92 Zähler und halbierte sich anschließend wieder. Es folgte eine erneute Verdreifachung auf 174 Zähler, anschließend eine Drittelung, eine Verdopplung und eine erneute Halbierung. Durch die teils wilden Spekulationen konnte man im Hinblick auf die Pflanze fast sagen, die Spekulation trieb seltsame Blüten… Aktuell liegt der Index wieder bei 50 Punkten und spiegelt die Ernüchterung wider, die aktuell in der Branche herrscht.

Tilray mit Nasdaq-IPO: Kursexplosion in luftige Höhen

Den „Vogel abgeschossen“ hatte das kleine kanadische Unternehmen Tilray.  Während in Kanada und anderen Ländern bereits etliche Marihuana-Aktien atemberaubende Höhenflüge erlebten, wagte Tilray im Juli 2018 als erstes Unternehmen den Gang an die US-Börse Nasdaq. Die Aktie wurde zu 17 USD ausgegeben und erreichte nach wenigen Wochen in der Spitze 300 USD. Das entsprach einem Bewertungsniveau von sage und schreibe 28 Mrd. USD. Der Kurs sackte in Folge stetig ab und fiel bis auf 25 USD. Der Kurs hat sich mittlerweile wieder leicht auf knapp 30 USD erholt.  Dennoch beträgt der Börsenwert noch immer rund 2,5 Mrd. USD. Zwar dürfte das Cannabis-Unternehmen, das unter anderem mit dem Getränkehersteller Nova Scotia Liquor eine Kooperationsvereinbarung geschlossen hat weiterhin wachsen, die Bewertung von Tilray ist trotzdem weiterhin mehr als nur ambitioniert.

Eklatante Überbewertung bei Tilray

Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2018 gerade mal einen Umsatz von 43 Mio. USD. Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn, denn operativ werden sogar noch höhere Verluste in Höhe von 68 Mio. USD geschrieben. Im ersten Halbjahr 2019 wurde zwar bereits ein Umsatz in Höhe von 69 Mio. USD erzielt, allerdings wurde dabei immer noch ein horrender Verlust in Höhe von 35 Mio. USD verzeichnet.

Und selbst wenn das Unternehmen – wie von Analysten laut Bloomberg erwartet – im Jahr 2020 tatsächlich knapp 350 Mio. USD Umsatz erzielt, so dürfte es äußerst schwer sein in die aktuelle Bewertung hineinzuwachsen und diese zu rechtfertigen. Selbst um ein immer noch ambitioniertes KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 35 zu erreichen, müsste der Nettogewinn auf über 70 Mio. USD steigen. Davon ist das Unternehmen natürlich noch „Lichtjahre“ entfernt, so dass weiterhin eher eine Überbewertung festzustellen ist.  Andere Unternehmen sind ähnlich hoch bewertet, haben aber zum Teil durch den Einstieg großer Partner enorme Mengen an Bargeld auf dem Bankkonto.

Das sollten Sie beim Handel mit Cannabis Aktien beachten

Vorsicht vor Pump-and-Dump-Betrug

Auch wenn sich die Wachstumsaussichten für die meist noch sehr kleinen Unternehmen der jungen Marihuana-Branche insgesamt stetig verbessern, sollten Sie bei Aktieninvestments weiterhin sehr vorsichtig sein: Besonders beim Thema Marihuana fielen viele Betrügereien nach dem „Pump-and-Dump-Schema“ (Aufpumpen und Abladen) auf. Dabei werden Aktien von wertlosen, kleinen Firmen mit viel PR und Jubelmeldungen gezielt in die Höhe getrieben. Mit teils deutschsprachigen (!) Pressemeldungen sowie in bekannten Diskussionsforen wird dazu gezielt für diese angeblichen Geheimtipps mit unglaublichem Kurspotenzial „getrommelt“. Dass die Geschichten dahinter frei von PR-Profis erfunden wurden, können sich viele Anleger nicht vorstellen. Denn auch die aufwändig erstellten Internetseiten, Pressemeldungen und Kaufempfehlungen wirken sehr professionell.

Bei wertlosen Firmen spielt jeder Aktienverkauf 100% Gewinn in die Taschen der Betrüger

Für unterstützende „Dienstleistungen“ ein paar Aktien abzugeben macht sich für die Hintermänner der Betrügereien bezahlt: Denn wenn wertlose oder fast wertlose Firmen künstlich auf eine millionenschwere Bewertung aufgepumpt werden, bedeutet jeder einzelne Aktienverkauf an Anleger bis zu 100% Gewinn – egal zu welchem Kurs verkauft wird. Sind alle Aktien mit PR und gekauften Kaufempfehlungen unters Volk gebracht, so ebbt das Trommelfeuer der PR-Meldungen ab und die Aktien streben ihrem eigentlichen Wert bei null entgegen.

Sie erkennen diese Firmen meist daran, dass sie in den USA oder Kanada im OTC-Markt gelistet sind, d.h. nicht an einer regulierten Börse wie der NYSE oder der Nasdaq. Weil es sich zudem herumgesprochen hat, dass sich hierzulande besonders viele leichtgläubige Anleger finden lassen, gehört ein Zweitlisting in Deutschland zum Plan vieler Abzocker. Dieses Betrugsschema gibt es natürlich nicht nur im Cannabis-Bereich, sondern in nahezu jeder Boombranche, die eine Zeit lang von Anlegergeld überschwemmt wird.

Große Kursschwankungen bei Cannabis Aktien vorprogrammiert

Bitte beachten Sie auch folgendes: Alle Prognosen zur Entwicklung des Cannabis-Marktes in den kommenden Jahren sind weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. So lässt sich weder die Entwicklung des Angebots noch die tatsächliche Nachfrage der Konsumenten seriös schätzen. Da unzählige Anbieter auf den Markt drängen, steht in den Sternen wo der Marktpreis für Cannabis liegen wird. Es ist auch gut möglich, dass in absehbarer Zeit durch die hohen Investitionen ein Überangebot an Marihuana entsteht, das auf die Preise drückt. Hohe Preisschwankungen und ein harter Verdrängungswettbewerb scheinen dann vorprogrammiert. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Besteuerung können sich gemäß der politischen Stimmungslage schnell ändern und möglicherweise zu Verwerfungen und starken Kursschwankungen bei den Cannabis-Aktien führen.

Tipps für den Handel mit Cannabis Aktien: Setzen Sie für eine Turnaround-Spekulation auf etablierte First Mover im Cannabis Sektor

Nachhaltig vom Marihuana-Boom profitieren werden vor allem Firmen, die bereits einige Jahre Erfahrung haben und sich im Markt schon jetzt positionieren und etablieren konnten. Wenn Sie jetzt, in der deutlichen Korrektur bei den heiß gelaufenen Aktien spekulativ investieren möchten, sollten Sie auf alle Fälle auch einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben. Zweifellos ist hier gerade eine Blase geplatzt, denn Anleger stürzten sich in den vergangenen Jahren auf fast jedes Unternehmen, das sich auch nur am Rande mit dem Thema Cannabis beschäftigt. Es folgte was kommen musste: Der Absturz der hochfliegenden Cannabis-Aktien

Wenn Sie auf einen Turnaround bei den Marihuana-Werten setzen, so wählen Sie nur Aktien von besonders finanzstarken Unternehmen aus, die 2019 mindestens bereits Umsatzerlöse im zweistelligen, besser dreistelligen Millionenbereich erzielen. Neben einem liquiden Aktienhandel an der Heimatbörse sollten Sie zudem eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Mio. Euro voraussetzen.

Die drei besten Cannabis Aktien 2019

Aufgrund der mittlerweile vollzogenen Marktöffnung kristallisierte sich vor allem Kanada als Dreh- und Angelpunkt der Branche heraus. Die kanadische Regierung erwartet, dass 4,6 Mio. Kanadier jährlich ca. 655.000 kg Cannabis konsumieren werden und dafür 4,5 bis 6,2 Mrd. CAD ausgeben. Da die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hersteller frühzeitig gelockert wurden und damit beispielsweise auch Bankfinanzierungen möglich waren, sind dort die größten Unternehmen der Branche entstanden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Aktien von drei bereits milliardenschweren First Movern aus der Cannabis-Branche vor, die schon jetzt eine führende Marktstellung aufweisen. Beachten Sie jedoch, dass Marihuana-Aktien in den Jahren 2017 und 2018 einen regelrechten Hype erlebten, der in eine spekulative Blase mündete. Diese ist zwar mittlerweile geplatzt, aber es kann jederzeit weitere scharfe Kurs-Rücksetzer geben, vor allem falls, – wie zu erwarten – das eine oder andere Unternehmen aufgrund des nachlassenden Anlegerinteresses in eine finanzielle Schieflage gerät.

Cronos Group - Die besten Cannabis Aktien 2019

Top-Cannabis Aktie #3: Cronos:  Tabak-Riese Altria hält 45% Beteiligung

Der kanadische Cannabis-Hersteller Cronos (ISIN: CA22717L1013 – Symbol: CRON – Währung: USD) ist mit Partnerschaften und Joint Ventures auf fünf Kontinenten aktiv. Unter anderem stellt das Unternehmen medizinische Produkte her, beispielsweise unter der Marke „Peace Naturals“. Daneben hat man aber auch Marken für den Freizeitkonsum im Portfolio wie „Cove“ und „Spinach“. In Deutschland arbeitet Cronos mit dem Distributor Pohl-Boskamp zusammen, der rund 10.550 deutsche Apotheken beliefert.

Altria geht Milliardenbeteiligung ein

Umsatzmäßig gehört Cronos zwar noch nicht zur ersten Riege der Cannabisunternehmen, kommt aber dennoch bereits auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,8 Mrd. USD. Zu einer deutlich höheren Bewertung war im Dezember 2018 Marlboro-Hersteller Altria bei Cronos eingestiegen. Der Tabakkonzern übernahm für 1,8 Mrd. USD einen Anteil von 45% am Unternehmen, was einer Bewertung von ca. 4,5 Mrd. USD entspricht. Zudem erhielt Altria die Option, für gut eine Milliarde USD weitere etwa 10% aufzustocken und so mit 55% die Mehrheit an den Kanadiern zu übernehmen. Altria wagte damit unter den Tabak-Schwergewichten als erstes den Einstieg in den boomenden Cannabis-Markt.

Expansion wird vorangetrieben

Kürzlich meldete die Cronos Group für 300 Mio. USD die Übernahme der Firma Redwood Holding, die CBD-Produkte unter dem Markennamen Lord Jones herstellt. Damit setzt sich der Konsolidierungsprozess in der Branche weiter fort. Außerhalb der USA hatte Cronos im Mai das Cronos Device Labs eröffnet, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel, das sich auf Verdampfer konzentriert. Die Einrichtung wurde von Altria Israel übernommen. Zuletzt wurde mit dem kolumbianischen Unternehmen NatuEra eine Kooperation zum Anbau von Marihuana und zur Gewinnung von CBD abgeschlossen.

Unerwarteter Gewinn im ersten Halbjahr 2019

Im vergangenen Jahr 2018 meldete Cronos einen Umsatzanstieg um +285% von 3,1 Mio. USD (4,1 Mio. CAD) im Jahr 2017 auf 11,7 Mio. USD (15,7 Mio. CAD). Die investitionsbedingten Kosten lagen deutlich darüber und führten zu einem Verlust von rund 14 Mio. USD (19 Mio. CAD).

Kürzlich hat Cronos die Kennzahlen zum zweiten Quartal 2019 vorgelegt. Die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten wurden deutlich übertroffen. Während die Umsätze um +202% von 2,6 Mio. USD (3,4 Mio. CAD) auf 7,7 Mio. USD (10,2 Mio. CAD) kletterten, lag das Ergebnis je Aktie bei 0,17 USD (0,22 CAD). Marktexperten hatten lediglich mit einem Umsatz von 5,6 Mio. USD (7,4 Mio. CAD) und einem Verlust von 0,02 USD (0,03 CAD) je Aktie gerechnet. Allerdings resultierte der Gewinn wie im ersten Quartal „nur“ aus einer Neubewertung der von Altria gehaltenen Warrants. Im ersten Halbjahr 2019 wurde der Umsatz insgesamt von 4,75 Mio. USD (6,3 Mio. CAD) um +164% auf 12,6 Mio. USD (16,7 Mio. CAD) gesteigert, während das Nettoergebnis bei 0,44 USD je Aktie (0,58 CAD) lag. Auf operativer Ebene wurde jedoch im ersten Halbjahr ein investitionsbedingter Verlust von gut 20 Mio. USD (26,7 Mio. CAD) geschrieben. Im zweiten Halbjahr 2019 sollen die Investitionen nochmals erhöht werden, so dass das Management eine Ausweitung des Verlusts andeutete.

Hervorragend aufgestellt dank hohem Cash-Bestand

Positiv ist bei Cronos der enorme Bestand von Cash und Kurzfristanlagen in Höhe von mehr als 1,7 Mrd. USD (2,3 Mrd. CAD), der aus der Beteiligung von Altria resultiert. Damit ist zum einen die Aktie extrem gut mit Cash unterfüttert, denn der Cashanteil pro Aktie liegt bei mehr als 9 USD. Zieht man davon noch die Verbindlichkeiten des Unternehmens in Höhe von 1,1 Mrd. USD (1,44 Mrd. CAD) ab, so wird das operative Geschäft bei einem aktuellen Aktienkurs von 10 USD mit 6,50 USD oder 1,2 Mrd. USD bewertet.  Durch die hohen Barreserven hat das Unternehmen nicht nur bessere Karten im Konkurrenzkampf, sondern auch einen genügend großen Spielraum, um weiter zu expandieren. So muss beispielsweise die aktuell noch begrenzte Produktionskapazität deutlich ausgebaut werden. Das Unternehmen arbeitet deshalb bereits an einer deutlichen größeren Anlage, die im kommenden Jahr in Betrieb gehen soll.

Kaufchance: Aktie auf interessantem Kursniveau

Die Aktie von Cronos ist nach der deutlichen Korrektur mittlerweile auf einem interessanten Kursniveau für mittel- bis längerfristige Käufe angelangt. Denn im Bereich 10 USD befindet sich eine wichtige charttechnische Unterstützung durch das Zwischenhoch nach dem Börsengang im Jahr 2018. Darüber hinaus sollte die Unterfütterung der Aktie mit Cash eine gute Absicherung gegen weitere starke Kursverluste bieten. Mit Altria im Rücken könnte die Aktie mittel- bis langfristig wieder Kurse im Bereich 15 USD bis 20 USD anpeilen. Die Aktie ist unter den drei vorgestellten Werten unser Favorit für einen Rebound (Kurserholung).

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
LYNX nutzt Ihre hier erhobene E-Mailadresse auch zur Information über eigene Produktangebote und Dienstleistungen.
Mit dem Klick auf "Jetzt Newsletter abonnieren" stimme ich dem Haftungsausschluss und den Datenschutzbestimmungen zu und erlaube LYNX meine bis dahin getätigten Angaben zu speichern und mit mir gegebenenfalls schriftlich, telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen. Die Erlaubnis kann jederzeit schriftlich an service@lynxbroker.at widerrufen werden.

Die besten Cannabis Aktien: Top Cannabis Aktie Platz 2: Canopy Growth | LYNX Online Broker

Top-Cannabis Aktie #2: Canopy Growth Corporation: Der Weltmarktführer

Zehn lizensierte Produktionsstätten für Marihuana besitzt die Canopy Growth Corporation (ISIN: CA1380351009 – Symbol: WEED – Währung: CAD) mittlerweile. Das Unternehmen ist mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 12 Mrd. CAD derzeit der größte börsennotierte Marihuana-Konzern, der sich gleichzeitig auch als Weltmarktführer in den Bereichen Medizin und Freizeitkonsum bezeichnet. Auch das Unternehmen aus Smiths Falls in Ontario profitiert besonders von der Marktöffnung in Kanada. Neben Nordamerika ist das Unternehmen bereits in zahlreichen weiteren Ländern, wie z.B. Australien, Spanien, Brasilien, Chile, Deutschland, Dänemark, Tschechien oder Jamaika aktiv. Im Mai 2019 vollzog Canopy Growth die Übernahme der deutschen C3 Cannabinoid Compound Company, der größten pharmazeutischen Cannabis-Firma in Europa, für rund 226 Mio. Euro.

Steigende Verluste: Vorstandsvorsitzender nimmt den Hut

Im Geschäftsjahr 2017/18 hielt das starke Wachstum der Vorjahre an und mit 59 Mio. USD (78 Mio. CAD) wurde der Vorjahresumsatz nahezu verdoppelt. Investitionsbedingt wurde dabei ein Verlust von 0,30 USD (0,40 CAD) je Aktie verbucht. 2018/19 kletterten die Umsätze um +191% auf 170 Mio. USD (226 Mio. CAD), davon entfielen allein 71 Mio. USD (94 Mio. CAD) aufs dritte Quartal. Trotz der gewaltigen Steigerung hatten Analysten mit deutlich mehr Umsatz, nämlich mit 85 Mio. USD (113 Mio. CAD) gerechnet. Auch die Verluste wurden massiv ausgeweitet und lagen 2018/19 bei gigantischen 505 Mio. USD (670 Mio. CAD) oder -1,94 USD (-2,57 CAD) je Aktie. Analysten hatten zuletzt mit einem Verlust von -1,26 USD (-1,67 CAD) gerechnet. Unterm Strich enttäuschte Canopy Growth also erheblich, so dass CEO Bruce Linton als Konsequenz seinen Hut nehmen musste.

Enorme Produktionssteigerung im ersten Quartal 2019/20

Durch den Ausbau der Anbaukapazitäten wurde im ersten Quartal 2019/20 ein enormer Produktionsschub auf 41 Tonnen erreicht und damit fast so viel wie im gesamten Jahr 2018/19 (46 Tonnen). Die Umsatzsteigerungen aus der Ernte werden jedoch erst für die Folgequartale erwartet. Im ersten Quartal lag der Umsatz bei 68 Mio. USD (90,5 Mio. CAD) und damit um +249% über dem Vorjahreswert von 19,6 Mio. USD (26 Mio. CAD). Dass der Nettoverlust auf 980 Mio. USD (1,3 Mrd. CAD) oder -2,79 USD (-3,70 CAD) je Aktie anstieg, liegt in erster Linie an nicht Cash wirksamen Wertanpassungen der von Constellation-Brands gehaltenen Warrants in Höhe von 1,2 Mrd. CAD. Klammert man diesen Effekt aus, so ergibt sich jedoch immer noch ein Verlust in Höhe von 69 Mio. USD (92 Mio. CAD). Rupesh Parikh, ein Analyst des Resarchhauses Oppenheimer erwartet, dass das Unternehmen operativ bis 2021 mindestens noch weitere operative Verluste in Höhe von 500 Mio. USD (663 Mio. CAD) einfährt.

Milliardeninvestment durch Spirituosenhersteller Constellation Brands

Weiterhin spannend ist eine Partnerschaft mit Constellation Brands, einem weltweit marktführenden Unternehmen bei alkoholischen Getränken, das z.B. die international bekannte Biermarke Corona vermarktet. Im Zuge der Kooperation beteiligte sich Constellation Ende 2017 zunächst mit knapp 10% an Canopy Growth und bezahlte dafür 245 Mio. CAD. Der Getränkegigant setzte dadurch einen ersten Fuß in die Tür des lukrativen Cannabis-Marktes. Gemeinsam sollten Getränke wie z.B. cannabishaltiges Bier entwickelt und vermarktet werden.

Mitte August 2018 folgte dann als vorläufiger Höhepunkt des Marihuana-Hypes ein Paukenschlag. Der Spirituosen-Gigant erwarb direkt vom Unternehmen weitere 104,5 Mio. Aktien zu einem Aktienkurs von 48,60 CAD und erhöhte die Beteiligung damit auf 38%. Dies entspricht einem stolzen Investment in Höhe von 5 Mrd. CAD und einem satten Aufschlag von mehr als 50% auf den damaligen Aktienkurs. Mit den enormen Mittelzuflüssen wurde die Position als Weltmarktführer weiter gestärkt und ausgebaut.

Mehrheitsbeteiligung möglich

Über die 38%-Beteiligung hinaus sicherte sich Constellation Brands ca. 140 Mio. Warrants mit dem Recht diese in eine entsprechende Anzahl Aktien umzuwandeln. So können beispielsweise 88,5 Mio. Aktien zum Stückpreis von 50,40 CAD erworben werden. Werden alle Warrants gewandelt, so würde der Anteil von Constellation Brands zu einer Mehrheitsbeteiligung von über 50% und der Getränkeriese hätte das Sagen bei Canopy Growth. Aktuell sieht es jedoch nicht so aus als würden die Warrants relevant werden, denn die Aktie notiert weit unterhalb des Ausübungspreises.

Warrant: Unterschiede zur Call Option

Ein Warrant entspricht in der Funktionsweise einer Call-Option, die dem Inhaber das Recht gibt, ihn aber nicht verpflichtet, eine Aktie innerhalb einer bestimmten, meist längerfristigen Laufzeit zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Im Gegensatz zu Optionen, werden Warrants als Finanzierungsinstrument oder um Beteiligungen zu ermöglichen direkt von den betreffenden börsennotierten Unternehmen herausgegeben. Meist werden Warrants als Bonus gratis ausgegeben, um eine Kapitalerhöhung, Anleiheemission oder Beteiligung schmackhafter zu machen. Im Falle einer Umwandlung in Aktien fließt der festgesetzte Kaufpreis direkt dem Unternehmen zu. Dieses gibt zu diesem Zweck neue Aktien aus. Durch die Wandlung von Warrants in Aktien erhöht sich daher die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien, so dass es – wie bei einer normalen Kapitalerhöhung – zu einem entsprechenden Verwässerungseffekt kommt. Dies ist bei Derivaten wie Optionen nicht der Fall.

Teure Kaufoption für Acreage Holdings

Kürzlich gab Canopy Growth bekannt, dass man für 300 Mio. USD eine Option zum Kauf des Wettbewerbers Acreage Holdings zu einem Preis von 3,4 Mrd. USD erworben hat. Die Option gilt allerdings nur dann, wenn die USA auf Bundesebene Produktion und Verkauf von Cannabis legalisieren. Die Transaktion würde zwar die Cashbestände von Canopy aufzehren, aber auch einen Markterfolg in den USA garantieren, denn Acreage ist vor allem dort stark aufgestellt. Allerdings sind die Umsätze des Unternehmens mit 30 Mio. USD im ersten Halbjahr 2019 (und einem fast genauso hohen Verlust) noch relativ überschaubar, vor allem in Anbetracht des hohen Übernahmepreises von insgesamt 3,7 Mrd. USD. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von Acreage Holdings nach einem starken Aktienkursrückgang unter 700 Mio. USD, so dass der Deal von Canopy aus jetziger Sicht wie ein stark überteuertes Lotterielos wirkt, das auf eine komplette Marktöffnung in den USA setzt. Die 300 Mio. USD könnten deshalb durchaus in den Sand gesetzt worden sein. Möglicherweise wäre es angesichts der aktuellen Aktienkurse sogar drin, Acreage für ein Drittel des vereinbarten Preises zu übernehmen.

Nach der Gewinnmitnahme-Idee wird die Aktie langsam wieder interessant

Die Aktie gehörte mit einer Kursverzehnfachung von unter 7 CAD im Sommer 2017 auf Höchstkurse von 70 CAD zu den großen Gewinnern des Marihuana-Hypes. Die Aktie schoss nach dem letzten Milliardeninvestment durch Constellation Brands auf neue Allzeithochs und zog fast die gesamte Branche mit nach oben. Nachdem wir Ihnen den Wert im Herbst 2017 erstmals zu 15 CAD und später zu 22 CAD zum Kauf vorgestellt hatten, rieten wir Ihnen aufgrund des starken Kursanstieges im September 2018 bei einem Aktienkurs von rund 70 CAD zu (Teil)Gewinnmitnahmen und einem Wiedereinstieg bei 35 USD. Beide Annahmen trafen voll ins Schwarze.  Denn zwischenzeitlich konnte sich die Cannabis-Aktie abermals verdoppeln und erreichte Ende April sogar unsere Gewinnmitnahmemarke von 70 CAD-Marke erneut. Jetzt könnte sich der dritte Trade lohnen. Im Bereich 30 CAD bis 35 CAD könnte die Aktie für langfristige Anleger nun wieder interessant werden.

Nur für sehr langfristig orientierte, risikobewusste Anleger geeignet

Canopy Growth verfügt als mittlerweile unangefochtener Weltmarktführer weiterhin über starke Finanzreserven und wird wohl auch in den kommenden Jahren sehr stark wachsen. Dennoch ist die Bewertung mit 12 Mrd. CAD weiterhin sehr ambitioniert vor allem angesichts der zuletzt hinter den Erwartungen zurückbleibenden Geschäftsentwicklung. Die gute Marktpositionierung, das komfortable Finanzpolster von aktuell immer noch rund 3,1 Mrd. CAD und die starke Partnerschaft mit Constellation Brands rechtfertigen jedoch einen Aufschlag gegenüber der Konkurrenz. Minuspunkte gibt es für den teuren und fragwürdigen Acreage-Deal, sowie die zuletzt weniger prickelnde Geschäftsentwicklung. Deshalb ist es allenfalls für sehr langfristig orientierte Anleger spekulativ interessant, die Aktie bei weiterer Schwäche zu kaufen und so darauf zu setzen, dass Canopy Growth vom neuen Management wieder auf Kurs gebracht wird.

Marihuana – Entsteht ein neuer Milliardenmarkt? | Doku

Schauen Sie in dieser Dokumentation hinter die Kulissen des immer weiter wachsenden Marihuana-Marktes und erfahren Sie warum gerade Deutschland einen wichtigen Stellenwert für Marihuana Unternehmen hat. Wir haben mit den CEOs der größten Unternehmen gesprochen und Experten befragt, um Ihnen dieses spannende Umfeld für Investitionen näher vorzustellen.

Top-Cannabis Aktie #1: Aurora Cannabis Inc. – Wachstum durch milliardenschwere Übernahmen

Mit Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X1087 – Symbol: ACB – Währung: CAD) ist auch die dritte betrachtete Aktie in Kanada beheimatet. Obwohl das Unternehmen aus Vancouver bereits einige Jahre existierte, wurden erst 2016, nach dem Erhalt der ersten Lizenz, zum ersten Mal Einnahmen mit medizinischem Marihuana verbucht. Aurora verfügt mittlerweile bereits über fünfzehn lizensierte Produktionsstätten weltweit und fünf zugelassene Vertriebsstätten. Der Hauptfokus liegt derzeit wie bei allen drei vorgestellten Unternehmen auf den Wachstumschancen des nordamerikanischen Marktes. Aber auch die Expansion nach Deutschland, Italien und Australien läuft mit ersten Auslieferungen bereits auf Hochtouren. Insgesamt hat Aurora seine Vertriebsaktivitäten mittlerweile auf 25 Länder ausgedehnt.

Dreistellige Wachstumsraten

Gleich im ersten vollen Produktionsjahr 2016/17 konnten Umsätze in Höhe von 18 Mio. CAD erzielt werden und 2017/18 wurde dank der Übernahmen bereits 55 Mio. CAD konsolidierter Umsatz verzeichnet, eine Verdreifachung des Vorjahresumsatzes. Im ersten Jahr 2018/19 stiegen die Umsätze dann vor allem dank einiger Übernahmen erneut um starke +349% auf 187 Mio. USD (248 Mio. CAD) und lagen damit sogar über denen des Hauptkonkurrenten Canopy Growth. Investitionsbedingt verzeichnete jedoch auch Aurora wie die beiden Konkurrenten enorme Verluste in Höhe von 279 Mio. USD (370 Mio. CAD) oder -0,22 USD (-0,29 CAD) je Aktie.

Milliardendeals: Erfolgreiche Übernahme von CanniMed Therapeutics und MedReleaf

Im vergangenen Jahr gelangen dem Unternehmen gleich zwei Milliardenübernahmen. Zum einen übernahm man den kleineren nationalen Konkurrenten Cannimed Therapeutics für insgesamt 1,1 Mrd. CAD. Kurz danach wurde bereits das nächste Übernahmeziel ins Visier genommen:  MedReleaf. Für die letztendlich erfolgreiche Übernahme des börsennotierten Produzenten wurden satte 3,2 Mrd. CAD in eigenen Aktien aufgeboten – zum damaligen Zeitpunkt die bislang größte Transaktion der Marihuanabranche.

Ambitionierte Wachstumspläne: Produktionsziel 570 Tonnen

Insgesamt wurden 2018/19 ca. 36,6 Tonnen Cannabis verkauft, eine Mengensteigerung von +629% im Vergleich zum Vorjahr. Produziert wurden im vergangenen Geschäftsjahr sogar 57,4 Tonnen Cannabis. Annualisiert liegt die aktuelle Produktionsrate laut Management bereits bei 150 Tonnen im Jahr, so dass sich Aurora im globalen Wettbewerb hervorragend aufgestellt sieht. Das längerfristige Produktionsziel beträgt sogar satte 570 Tonnen. Bei Preisen von 8 CAD je Gramm würde dies einem Umsatz von sage und schreibe 4,5 Mrd. CAD entsprechen, Volumina denen dann auch erst einmal ein entsprechender Markt gegenüberstehen müsste. Ein sehr ambitioniertes Ziel also, zu dem es noch ein weiter und nicht gerade einfacher Weg sein dürfte.

Nach den Übernahmen und starken Kursverlusten bringt Aurora Cannabis weiterhin eine hohe Gesamtmarktkapitalisierung von aktuell knapp 7 Mrd. CAD auf die Börsenwaage. Das Management wollte zwar ursprünglich erreichen, dass Aurora Cannabis in Sachen Börsenwert zu Canopy Growth aufschließen und die weltweit führende Marktposition übernehmen kann. Durch den Deal mit Constellation Brands Mitte 2018 scheint der Konkurrent um die Krone der Marktführerschaft jedoch vorerst enteilt. Denn Canopy Growth hat zusätzlich zum deutlich höheren Börsenwert auch einige Milliarden kanadische Dollar auf dem Bankkonto.

Aurora-Management strebt Marktführerschaft um jeden Preis an

In der kanadischen Cannabis-Branche geht es mit Kooperationen, Beteiligungen, Kapitalerhöhungen und Übernahmeangeboten weiterhin rund. Kein Wunder, denn kanadische Konsumenten dürfen seit Kurzem bis zu 30 Gramm Marihuana besitzen, so dass sich das Marktvolumen des Landes Schätzungen zufolge verzehnfacht hat. Erklärtes Ziel des Aurora-Managements ist es nach wie vor Branchenprimus Canopy Growth vom Thron zu stoßen. Auch die nicht gerade billigen Übernahmen der beiden Konkurrenten Cannimed und MedReleaf für insgesamt 4,3 Mrd. CAD brachten im Gerangel um die Verteilung des Marihuana-Kuchens bislang zumindest noch nicht den entscheidenden Erfolg, Aurora liegt zumindest in Sachen Börsenwert abgeschlagen auf Platz zwei.

Wir empfehlen weiterhin die Seitenlinie

Auch bei Aurora Cannabis hatten wir Ihnen im Herbst 2018 Gewinnmitnahmen und die Seitenlinie angeraten, nachdem die Kurse dank eines US-Listings und Berichten zu einem Kooperations-Interesse des Getränkeriesen Coca-Cola neue Höchststände von über 16 CAD erzielten.

Wir legten Ihnen nahe, Investments in Aurora Cannabis kritisch auf den Prüfstand zu stellen und Buchgewinne keinesfalls wieder dahinschmelzen zu lassen. Das war auch hier genau der richtige Ansatz, denn mittlerweile halbierte sich der Aktienkurs und liegt aktuell unter 7 CAD. Von neuen Engagements in dem Wert raten wir trotzdem vorerst ab. Zum einen fehlt das dicke Cashpolster wie bei Cronos und Canopy Growth und zum anderen lässt sich nicht absehen, ob die ehrgeizigen Expansionspläne des Managements für Anleger und Investoren langfristig betrachtet aufgehen. Wir empfehlen Anlegern angesichts des intakten Abwärtstrends vorerst weiter die Beobachtung von der Seitenlinie. Interessant wird die Aktie für spekulative Anleger frühestens im Bereich 5,00 CAD bis 5,50 CAD.

Die besten Cannabis Aktien 2019 (Videozusammenfassung)

Sie möchten an der Börse in Cannabis Aktien investieren?

LYNX bietet Ihnen den Handel der vorgestellten Marihuana-Aktien direkt an ihrer Kanadischen Heimatbörse. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und engen Spreads.

Profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von dem ausgezeichneten Angebot von LYNX, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

Sie möchten ausländische Aktienkurse in Euro umrechnen? Dann nutzen Sie unseren Währungsrechner für über 130 Währungen.

Interview mit Vic Neufeld – CEO von Aphria, Inc.

Interview mit Cam Battley – CCO von Aurora Cannabis Inc.

Anleger kaufen im großen Stil Aktien von Unternehmen, die irgendwie mit Lithium zu tun haben. Deshalb sind die Papiere von Fördergesellschaften, Explorern und Batterie-Herstellern regelrecht in die Höhe geschossen. Wer trotz der bereits hohen Bewertungen noch einsteigen will, sollte wirklich genau hinschauen, denn Lithium-Aktien sind eine heiße Wette auf die Zukunft.

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
00800 5969 0000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.AT
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN