Palladium aktuell Palladium: Nun könnte auch dieses Edelmetall explodieren

News: Aktuelle Analyse des Palladium Futures

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während sich in den letzten Wochen die breite Masse wieder einmal auf Gold und Silber konzentrierte, konnte im gleichen Zeitraum auch Palladium eine klare Trendwende vollziehen. Nachdem das Edelmetall von 2018 bis 2020 die höchsten Zugewinne aufwies, sorgte die Corona-Krise für ein abruptes Ende der steilen Aufwärtsbewegung. Anscheinend waren hier zum Teil auch Liquiditätsprobleme bei einigen Großinvestoren schuld daran, dass kurzfristig ein derart heftiger Rückgang verzeichnet wurde. Davon konnten sich die Kurse aber schnell wieder erholen. Die ersten klaren Kaufsignale wurden mit dem Ausbruch aus der Dreiecksformation Anfang Juli generiert. Kurz danach ging es erneut in eine Konsolidierung, während sich rund um die Marke von 2.400 USD ein klarer Widerstand aufbaute. Zudem bildete sich eine etwas kleinere Dreiecksformation, die im Laufe der vorigen Woche nach oben verlassen werden konnte.

Expertenmeinung: Der Kaufdruck ist kaum noch zu übersehen und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der erwähnte Widerstand gebrochen werden dürfte. Dies könnte noch einmal für einen Momentumschub sorgen. In Folge könnten wir uns sogar eine Rückkehr zu den Ständen von März dieses Jahres vorstellen. Der Höchstkurs von Palladium betrug 2.789 USD. Nach unten hin ist vor allem darauf zu achten, dass der offensichtliche Boden bei rund 2.200 USD nicht mehr gebrochen wird. Wir sehen hier einiges an Potential nach oben.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 04.09.2020 Kurs: 2.322,70 Kürzel: PA | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen des Palladium Futures

Wenngleich Palladium allgemein seitens der Anleger zu den Edelmetallen gerechnet wird und durchaus eine Rolle in der Schmuckindustrie spielt, so liegt der größte Bedarf doch im Bereich Medizin und Industrie. Diese janusköpfige Ausgangsbasis führt derzeit dazu, dass die Trader hin- und hergerissen sind: Sollte man Palladium als einen potenziellen, „sicheren Hafen“ sehen wie man es beim Goldpreis tut … und zugreifen, wenn sich die Hoffnung auf eine schnelle und vollständige Erholung der Weltwirtschaft zerschlägt? Oder aber wäre es dann angezeigt, im Palladium Short zu gehen, weil eine Rezession, die schwerer und womöglich auch länger ausfällt als bislang von vielen erhofft, die Nachfrage nach diesem Metall vor allem in der Schmuckindustrie und im industriellen Bereich drücken würde?

In der Vergangenheit dominierte eher die Interpretation als Industrierohstoff. Als das Wachstum noch solide wirkte und man unterstellte, dass eine Beilegung des Handelskriegs USA/China das zwischenzeitig durch diesen Konflikt gebremste Wachstum wieder immens beleben würde, legte Palladium deutlich zu. Vor zwei Jahren war Palladium noch unter 1.000 US-Dollar zu haben, Anfang 2020 erreichte der Kurs fast 2.800 US-Dollar. Würde man diese Sichtweise als konjunktursensibler Rohstoff beibehalten, könnte es für die Bullen in den kommenden Wochen daher eng werden, denn die Zeichen mehren sich, dass es wohl nicht so einfach wird wie gedacht, aus der konjunkturellen Klemme wieder herauszukommen. Einen Befreiungsschlag nach oben ausschließen sollte man aber besser nicht, denn:

Expertenmeinung: Es wäre nicht das erste Mal, dass in einer die Weltwirtschaft erfassenden Krisensituation auf einmal allgemein behauptet wird, das Ersparte sei nur in „Sachwerten“ sicher. Schon 2008 kam es plötzlich zu einem wilden Run in Rohstoffe. Die damalige Blase platzte zwar, als man sich darüber klar wurde, dass eine Kaufwelle in „wertstabile“ Rohstoffe irgendwann endet, wenn genug Anleger in diese Bereiche eingestiegen sind, dann auf einmal wieder die bisherige Angebot/Nachfrage-Situation gilt und diese gerade wegen der Rezession, vor der man sein Geld in Sicherheit bringen wollte, so schwach ist, dass die Kurse einbrechen. Wer 2007/2008 bei der wilden Rohöl-Hausse dabei war, kann ein Lied davon singen. Aber kurzfristig könnte eine solche „Umdeutung“ einiger Rohstoffe wie Palladium imstande sein, den charttechnischen Deckel, der derzeit auf dem Kurs liegt, zu sprengen. Die Betonung liegt aber auf „könnte“ … man sollte sich hüten, einem solchen Ausbruch nach oben vorzugreifen.

Der Chart des Palladium-Futures mit Laufzeit September zeigt: Seit Ende März geht es in einer Handelsspanne zwischen 1.730 und 2.350 US-Dollar volatil seitwärts. Die gebotene Vorsicht auf der Oberseite basiert nicht nur darauf, dass Palladium tendenziell eher mit und nicht gegen die konjunkturellen Perspektiven läuft, sondern auch darauf, dass der Versuch, sich aus dieser Handelsspanne nach oben abzusetzen, in den vergangenen Wochen zweimal unternommen wurde und beide Male scheiterte. Auf der Unterseite wäre das Metall durch eine ganze Phalanx an potenziellen Auffanglinien recht gut abgesichert, erst unter 1.730 US-Dollar wäre da ein Short-Signal gegeben – für die Bären ein weiter Weg. Aber bevor Palladium nicht mit Schlusskursen über 2.400 US-Dollar klar aus dieser Handelsspanne nach oben ausgebrochen ist, könnten fortgesetzte Verkäufe am oberen Ende der Range eine Long-Position am langen Arm verhungern lassen. Auf der Watchlist sollte Palladium somit nicht fehlen, im Depot hingegen wäre es jetzt noch ein Unsicherheitsfaktor.

Chart vom 25.08.2020, Kurs 2.175,90 US-Dollar, Kürzel PA | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit einigen Monaten ist die Welt der Edelmetalle in aller Munde. Gold und Silber feiern seit 2019 ein Comeback als vermeintlich sichere Häfen und zahlreiche Anleger haben sich auf diese beiden Rohstoffe spezialisiert. Doch es gibt noch ein Edelmetall, welches derzeit noch stärkere Zuwächse verzeichnet und das ist Palladium. Im Gegensatz zu Gold und Silber, wo hauptsächlich der Währungsgedanke hinter den Anstiegen steckt, steht hier vor allem die industrielle Nutzung im Vordergrund. Dieses wird vor allem bei Katalysatoren für die Technik von Benzinmotoren eingesetzt. Des Weiteren kann das Edelmetall in Pulverform sehr viel Wasserstoff speichern, was es für die Brennstoffzelle und damit für Wasserstoffautos interessant macht. Dies dürfte auch den aktuellen Hype rund um den Rohstoff erklären.

Expertenmeinung: Der aktuelle Hype erinnert schon ein wenig an die Anstiege in den Bitcoins, doch prozentual sind wir dort noch lange nicht an vergleichbaren Preissteigerungen angekommen. Der Chartverlauf bildet erste parabolische Tendenzen aus. Dementsprechend ist aktuell kein guter Zeitpunkt mehr, um sich für einen Einstieg zu entscheiden. Dennoch sollte der Rohstoff langfristig auf die Beobachtungsliste eines jeden Bullen, denn Käufe bei Schwäche könnten sich hier lohnen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 17.01.2020 mit Kurs: 2266.20 Kürzel: PA | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Immer dann, wenn Kurse derart durch die Decke gehen, dass die Logik sich verabschiedet, nimmt die Zahl derer, die nicht nur an einer solchen angeblich ewigen Hausse zweifeln, sondern auch auf Verdacht Short gehen, rapide zu. Und gerade das kann die Notierungen immer höher treiben. Bestes Beispiel ist das Edelmetall Palladium. Der Kurs hat sich binnen 14 Monaten glattweg verdoppelt. Für ein Edelmetall sehr ungewöhnlich. Gut, Gold hat auch zugelegt. Aber zum einen nicht in dieser Größenordnung, zum anderen ist Palladium nur teilweise im Edelmetallbereich „unterwegs“, z.B. als Bestandteil der Weißgold-Legierung. Das Gros des Bedarfs geht aber in einen anderen Bereich: in die Automobilindustrie.

Palladium ist ein wichtiger Bestandteil von Katalysatoren von Benzinmotoren. Und gerade die Autobauer stöhnen derzeit, gerade in den großen Absatzmärkten wanken die zuvor jahrelang stur aufwärts weisenden Absatzzahlen. Argumentiert wird seitens der Bullen, dass trotzdem Sorge bestehen müsse, dass es zu einem Angebotsdefizit käme. Aber das zu belegen fällt schwer. Rohstoff-Händlern zufolge ist das eigentliche Rückgrat dieser Super-Hausse die Spekulation. Momentum-Trader sind hier in großer Zahl auf den Zug aufgesprungen und scheinen immer aggressiver zu agieren, je länger ihr Spiel gut geht. Aber Spekulation ist ein äußerst fragiles Rückgrat. Und jetzt kommt es zu einer Bewährungsprobe.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart des aktuellen Frontmonats Dezember im Palladium-Future, dass sich aus der aus dem Sommer 2018 stammenden Aufwärtstrendlinie und der Verbindung über die beiden markanten Hochs vom März und Juli eine Keilformation konstruieren lässt. Da die vom Aufwärtstrend, sprich der unteren Linie, dominiert wird, war der Ende September erfolgte Ausbruch nach oben folgerichtig. Aber jetzt klemmt es offensichtlich bei den Anschlusskäufen.

Palladium muss sich von der aktuell bei 1.620 US-Dollar verlaufenden, oberen Begrenzung des Keils zügig nach oben absetzen, nicht zuletzt mit Blick auf die derzeit überkaufte Markttechnik, hier beispielhaft im Chart der Stochastik-Oszillator. Ansonsten drohen Gewinnmitnahmen, die bei einem so hohen Anteil kurzfristiger Spekulanten schnell eine Verkaufslawine auslösen können. Zwar wäre Palladium erst dann bärisch, wenn die Kreuzunterstützung aus dieser mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der sie derzeit verstärkenden 100-Tage-Linie bei 1.482 US-Dollar gebrochen würde. Aber bei Schlusskursen klar unter 1.620 US-Dollar sollte man zumindest überlegen, Gewinne bei bestehenden Long-Trades zügig mitzunehmen … und sich das Metall mit Blick auf einen dann möglichen Test dieser mittelfristigen, sukzessive ansteigenden Kreuzunterstützung bei derzeit 1.482 US-Dollar schon einmal in der Watchlist für potenzielle, lukrative Short-Trades vorzumerken!

Chart vom 01.10.2019, Kurs 1.631,40 US-Dollar, Kürzel PA | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen