Chart vom 27.86.2020 Kurs 1,1841 Kürzel: EUR Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Der Euro hat in den letzten Monaten eine fulminante Rallye hingelegt. Über 1.300 Pips oder 12,2 Prozent konnte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem USD an Wert zulegen. In den letzten Wochen ist die Rallye jedoch ins Stocken geraten. Steht der Euro jetzt vor einer größeren Korrektur? Einige Indikatoren deuten darauf hin. Welche Signale das genau sind und wie Sie anhand einer attraktiven Trade-Idee davon profitieren könnten, erfahren Sie in dieser Analyse des EUR/USD.

Rückblick: Euro verdaut Kursverluste

Letzte Woche hatten die Euro-Bullen zunächst noch ein breites Grinsen im Gesicht. Der Grund… der 6E-Future mit der Laufzeit Sept. 2020 markierte am Dienstagmittag bei 1,1973 ein neues Jahreshoch. Seit dem Tief Mitte März ist das immerhin ein Anstieg von über 1.300 Pips oder 12,2 Prozent.

Nach so einer Rallye muss man sich nicht wundern, dass knapp unter der psychologisch wichtige Marke von 1,20 der Kurs auch mal schnell in die andere Richtung drehen kann. Die Folge…

Das Hauptwährungspaar gab binnen weniger Tage über 200 Pips oder knapp 2 Prozent der Kursgewinne wieder her und markierte bei 1,17585 das Vorwochentief.

In dieser Handelswoche werden diese Kursverluste erstmal verdaut. So geht es seit Montag in einer recht engen Range seitwärts. Der Kurs pendelt dabei zwischen dem Wochenhoch bei 1,18555 und dem Wochentief bei 1,17765 hin und her.

Die Frage ist jetzt, ist die Korrektur schon vorbei oder kann es noch weiter abwärts gehen?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große Chartbild einfügt.

Überblick: Großer Abwärtstrend trotz Rallye intakt – Insider bauen Shortpositionen aus

Der oben abgebildete Monatschart zeigt einen immer noch von tieferen Hochs und tieferen Tiefs geprägten Kursverlauf. Daran ändert auch der 12 Prozent Kursanstieg der letzten Handelswochen nichts. Übergeordnet ist der Trend im EUR/USD weiter abwärts gerichtet. Der Tiefpunkt dieses Trends liegt bisher bei 1.0340 aus dem Jahr 2017.

Zwar konnte der Kurs im selben Jahr die zweieinhalb Jahre lange Seitwärtskonsolidierung nach oben verlassen, jedoch waren die Widerstände an den psychologisch wichtigen Marken 1,20 und 1,25 zu groß um eine Trendwende herbei zu führen. So kennt der Euro zum USD seit dem Hoch Anfang 2018 bei 1,2555 nur eine Richtung – abwärts.

Das ehemalige Ausbruchslevel bei 1,1500 konnte zwar nach oben durchbrochen werden, jedoch beißen sich die Euro-Bullen an der Marke von 1,20 schon seit Wochen die Zähne aus.

Insider haben eine so große Short-Position wie die letzten 20 Jahre nicht

Welche Positionen genau die meldepflichtigen Händlergruppen im Futures-Handel halten, zeigt uns der CoT-Report. CoT steht für Commitment of Traders. Dieser Report wird jeden Freitag um 21:30 Uhr (MEZ) von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in den USA veröffentlicht.

Die Daten vom letzten CoT-Report zeigen eine Netto-Short-Positionierung der kommerziellen Händler bzw. Hedger von -259.364 Kontrakten. Dabei sind kommerzielle Händler u.a. großer Konzerne, die sich über zukünftige Währungsschwankungen am Terminmarkt absichern. Sie handeln im großen Stil in Fremdwährungen und können damit die zukünftige Preisentwicklung, also Angebot und Nachfrage, ganz gut einschätzen. Daher lohnt es sich die Positionierung dieser „Insider“ besonders genau zu verfolgen. Denn…

Mit einem Blick auf den Chart oben erkennen Sie, wie eine relativ große Netto-Short-Positionierung der kommerziellen Händler in den vergangenen Jahren mit einer hohen Trefferquote einen Umkehrpunkt signalisiert hat (vgl. gelbe Markierungen).

Aktuell befindet sich der Kurs knapp unter diesem Widerstand im Bereich von 1,1800 in einer möglichen Distributionsphase. Sollte der Widerstand bei 1,20 halten, stellt sich die Frage:

Wo könnte man am besten in diesen Abwärtstrend einsteigen?

Denn eins ist klar…

Solange der übergeordnete Abwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach unten wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoller Kursstärke zu verkaufen, als Kursschwäche zu kaufen.

Ausblick: Widerstand könnte nächste Abwärtswelle einleiten

Wenn wir anhand eines Tagescharts weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Preis des Euro-Futures sich derzeit unter dem rot eingezeichneten horizontalen Widerstand befindet. Sollte dieser Kursbereich in den nächsten Tagen getestet werden, könnten Verkäufer erneut für fallende Preise sorgen.

Ein möglicher Einstieg mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis kann knapp unter dem Widerstand bei 1,2000 erfolgen. Hier könnte aus einer möglichen Distribution heraus eine neue Bewegungswelle nach unten starten (vgl. Chart oben).

Sollte der Preis nochmal das im Chart oben skizzierte letzte Verlaufshoch im Bereich 1,1960 anlaufen, könnte zudem ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren uns mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Steigen Sie mit dem statistischen Vorteil eines Harmonischen Kursmusters in den Abwärtstrend im EUR/USD ein

Ein Harmonisches Preismuster könnte den Start einer weiteren Bewegungswelle im übergeordneten Abwärtstrend signalisieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,94 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Chart des Euro-Futures für einen möglichen Widerstand befindet sich Bereich des letzten Verlaufshochs. Spätestens von dort aus könnten Verkäufer den Kurs wieder in Richtung Süden bewegen. Die Stopp-Loss Order kann deshalb über diese Zone auf 1,1995 gelegt werden. Damit wird auch die aktuelle Volatilität in dem Währungspaar berücksichtigt.

Der Einstieg kann aufgrund des Harmonischen Musters bei 1,1927 erfolgen.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 1,1795. Wenn Sie auf eine größere Korrektur spekulieren möchten, dann könnte ein weiteres Gewinnziel am SMA 50 liegen. Dieser befindet sich derzeit bei 1,1579.

Sobald nach unserem Einstieg das Kurslevel von 1,1863 erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit:

Die aktuelle EUR/USD-Analyse zeigt: Übergeordnet ist der Trend im Euro immer noch abwärts gerichtet.

Ein Einstieg in diesen Abwärtstrend könnte bei 1,1927 erfolgen.

Falls es im EUR/USD von dort weg zu einer neuen Bewegungswelle nach unten kommt, könnten Sie von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,94 Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen.

Risiken für die Trade-Idee besteht in erster Linie in einem weiter schwachen USD. Das könnte dem EUR/USD-Wechselkurs weiteren Auftrieb geben.

Die vorgestellte Trade-Idee können Sie mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellungen können Sie z.B. den September Kontrakt des Euro-FX-Future (Symbol: E6) oder den kleineren E-mini Euro-FX-Future (Symbol: E7) dafür einsetzen. Alternativ können Sie natürlich das Währungspaar auch mit dem Kürzel EUR.USD handeln und Ihre Positionsgröße optimal anpassen.

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Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
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