EUR/USD: Minus 842 Pips in 10 Tagen – wie weit kann der Euro noch fallen?

Erst schoss der EUR/USD innerhalb von zwei Wochen wie eine Rakete senkrecht nach oben. Jetzt befindet sich das Hauptwährungspaar im freien Fall. Anders kann man die Minus 7,33 Prozent oder –842 Pips in zehn Tagen nicht bezeichnen. In dieser EUR/USD-Analyse erfahren Sie mögliche Hintergründe dieser Kehrtwende im Euro und mit welcher Trade-Idee Sie von der aktuellen Entwicklung profitieren könnten.

Rückblick: Von wegen Trendwende – Kurslawine im EUR/USD!

Chart vom 20.03.2020 Kurs 1,0747 Kürzel: EUR.USD 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Eigentlich deutete der impulsive Anstieg Ende Februar bis Anfang März, wie in meiner letzten EUR/USD-Analyse geschrieben, auf eine Trendwende im Euro hin.

Mit der im Chart oben eingezeichneten Trade-Idee konnte auf eine mögliche Bestätigung eines Aufwärtstrends spekuliert werden. Zwar kam es in der Einstiegs-Zone zu der erwarteten Unterstützung, jedoch fehlten die Anschlusskäufe. Die Folge: Der Kurs rutschte weiter ab.

Auch für diesen Fall waren Sie als Leser der letzten EUR/USD-Analyse vorbereitet. Mit Ihrem Stopp-Loss konnten Sie Ihr Risiko klein halten. Denken Sie immer daran, wohin sich der Kurs als nächstes bewegt können Sie nicht beeinflussen, niemand kann das. Ihr Risiko hingegen können Sie aktiv managen. Das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Ihren langfristigen Börsenerfolg. Denn ohne die oft lebensnotwendige Absicherung wäre Ihre Position aktuell weitere 300 Pips im Minus.

Was steckt hinter der Kurslawine im EUR/USD?

Zu Wochenbeginn sah es bei Kursen von 1,1236 noch aus, als wäre der Euro auf dem Weg zu den Hochs bei 1,1500. Unsere Trade-Idee war zu diesem Zeitpunkt fast 100 Pips im Plus. Die überraschend vorgezogene Zinssenkung der amerikanischen Notenbank Fed am Sonntagabend um 100 Basispunkte auf 0,25 Prozent sollte der Trade-Idee den nötigen Rückenwind geben. Denn je niedriger der Zins, desto weniger Rendite bringen die Anleihen in diesem Währungsraum. Also ist es mit der Zinssenkung der Fed für internationale Investoren weniger attraktiv geworden, ihr Geld in US-Staatsanleihen anzulegen.

Die Folge: Die in USD notierten Anleihen werden vermehrt verkauft. Das schwächt tendenziell den USD. Der Logik nach sollte damit der Kurs des EUR/USD weiter steigen. Tat er aber nicht. Warum kann nun der USD im Vergleich zum Euro in dieser Woche um über fünf Prozent zulegen?

Der USD als sicherer Hafen

In den letzten 20 Jahren gab es zwei große Crashs an den Finanzmärkten. 2008 fiel der S&P 500 vom Hoch im Oktober 2007 bis zum Tief im März 2009 um 57,69 Prozent. In der Zeit legte der Dollar-Index vom Tief im März 2008 bis zum Hoch im März 2009 um 26,76 Prozent zu. Ähnlich 2001. Währen der S&P 500 von März 2000 bis Oktober 2002 um 50,5 Prozent verlor, konnte der Dollar Index um 24 Prozent zulegen.

Im aktuell laufenden Crash hat der S&P 500 in den letzten vier Wochen bislang im Tief 32,80 Prozent verloren. Der Dollar-Index konnte, vom Tief am 9. März weg, um 8,8 Prozent zulegen. Somit hat der USD, im Vergleich zu den letzten Crashs, noch reichlich Potenzial nach oben, falls sich die Lage an den Finanzmärkten in den nächsten Wochen nicht radikal ändert. Und danach sieht es derzeit nicht aus.

Wie könnte es im EUR/USD in den kommenden Tagen weiter gehen?

Für eine genauere Kursprognose schauen wir uns an, wie sich der beschriebene Kursverlauf in das große Bild im Euro Dollar einfügt.

Überblick und Ausblick: EUR/USD wieder im Abwärtstrend gefangen. Beschleunigung möglich.

Chart vom 20.03.2020 Kurs 1,0753 Kürzel: EUR.USD Wochenkerzen | Online Broker LYNX

Ein gescheiterter Ausbruch aus dem Trendkanal mit neuen Verlaufstiefs, signalisiert eine Beschleunigung des Abwärtstrends (vgl. Chart oben).

Wie meine amerikanischen Trader-Kollegen sagen „from failed moves come fast moves“. So hatte auch im EUR/USD der fehlgeschlagene Ausbruch nach oben eine impulsive Bewegung nach unten zur Folge.

Wie Sie in dem Wochenchart des EUR/USD oben sehen, konnte der seit Ende 2018 bestehende Abwärtstrendkanal Anfang März nach oben verlassen werden. Mit dem Trendbruch war die erste Bedingung für einen möglichen Trendwechsel und damit einem möglichen Aufwärtstrend erfüllt.

Aufgrund der derzeitigen Flucht in den USD als sicheren Hafen, wurde dieser Ausbruch aber zügig zu Nichte gemacht. Durch die Kaufpanik im USD drehte der Kurs des EUR/USD impulsiv nach Süden und testet diese Woche die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals.

Von hier könnte im Fall einer technischen Gegenbewegung an den Aktienmärkten eine kurze Erholung eintreten. Sollte dieser Trendkanal jedoch nach unten verlassen werden, gehe ich von einer Beschleunigung des Abwärtstrends und damit von einem weiter fallenden EUR/USD-Kurs aus.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo könnte man am besten in diesen Abwärtstrend einsteigen?

Ein möglicher Einstieg mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis kann im Bereich 1,0900 erfolgen. Hier könnte nach einer technischen Gegenbewegung, eine neue Bewegungswelle starten (vgl. Chart oben).

Zudem würde knapp unter dieser Marke ein Harmonisches Kursmuster vervollständigt werden.

Einblick: Steigen Sie mit dem statistischen Vorteil eines Harmonischen Kursmusters in den Abwärtstrend im EUR/USD ein

Ein Harmonisches Preismuster könnte den Start einer weiteren Bewegungswelle im übergeordneten Abwärtstrend signalisieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 20.03.2020 Kurs 1,0748 Kürzel: EUR.USD 30-Minutenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,92 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Chart des EUR/USD für einen möglichen Widerstand befindet sich zwischen 1,0900 und 1,0980. Hier liegen zwischenzeitliche Verlaufshoch von gestern. Spätestens von dort aus könnten Verkäufer den Kurs wieder in Richtung Süden bewegen. Die Stopp-Loss Order kann deshalb über diese Zone auf 1,1015 gelegt werden. Damit wird auch die aktuelle Volatilität in dem Währungspaar berücksichtigt.

Der Einstieg kann aufgrund des Harmonischen Musters bei 1,0910 erfolgen.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 1,0708.

Sobald nach unserem Einstieg das Kurslevel von 1,0812 erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit:

Die aktuelle EUR/USD-Analyse zeigt: Ein fehlgeschlagener Ausbruch und Rückfall in den Abwärtstrend signalisiert weiter fallende Kurse im EUR/USD.

Ein frühzeitiger Einstieg in diesen potenziellen Abwärtstrend könnte bei 1,0910 erfolgen.

Falls es im EUR/USD von dort weg zu einer neuen Bewegungswelle kommt, könnten Sie von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,92 Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Es gibt beim Trading für nichts eine Garantie.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem von Seiten einer technischen Erholung an den Aktienmärkten. Das könnte Anleger dazu bewegen den USD als sicheren Hafen zu verlassen. Das würde den USD schwächen und damit den Kurs des EUR/USD tendenziell steigen lassen.

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Andreas Fink

Andreas Fink

Der Allgäuer Diplom Betriebswirt und Diplom Wirtschaftsingenieur Andreas Fink hat als professioneller Vollzeit-Trader seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. In den letzten 20 Jahren hat er sein eigenes Trading-System über tausende Trades hinweg stetig optimiert. Seine Trading-Strategie für das Day- und Swingtrading an den internationalen Futures- und Devisenmärkten wurde dadurch immer profitabler. Als persönlicher Trading-Guide teilt er heute sein Wissen und seine Erfahrungen in Form von Artikeln, Videos und Live-Webinaren. Das gibt Privatanlegern wie Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit im täglichen Börsenumfeld.

 

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