Die besten Gaming-Aktien 2019 | LYNX Online Broker

Die Shooting-Stars unter den Gaming Aktien und E-Sport Aktien, von deren Entwicklung Sie 2020 profitieren können

An der Börse sind Gaming Aktien dank der Coronavirus-Krise wieder in den Fokus der Anleger gerückt. Den letzten Höhenflug hatten die Aktien der Spielebranche im Jahr 2018, die meisten Werte konnten sich in den Jahren davor vervielfachen. Kein Wunder, denn durch Digitalisierung und technologische Innovationen erschlossen sich neue Umsatz- und Rentabilitätspotenziale. Nach dem Hoch in den Sommermonaten 2018 gerieten die Aktien der Branche in eine starke Korrektur, erst im Verlauf des Jahres 2019 ging es wieder aufwärts.

Gaming Aktien profitieren von der Coronavirus-Krise

Während des Coronavirus-Crashs hielten sich die Gaming Aktien vergleichsweise stark und erholten sich relativ schnell wieder von anfänglichen Kursabstürzen. Durch die Ausgangsbeschränkungen verbringen die Menschen mehr Zeit zu Hause. Zum Zeitvertreib spielen viele Menschen Spiele sei es am Smartphone, am PC oder der Spielekonsole. Ersten Studien zu Folge werden seitdem rund +75% mehr Videospiele gespielt. Aus diesem Grund dürfen sich die Gaming Konzerne auf stark steigende Umsätze freuen. Dies sollte sich positiv auf die Aktien der Gaming Branche auswirken. Für langfristig orientierte Anleger könnten sich Einstiegsgelegenheiten bieten.

Digitalisierung befeuert Onlinespiele-Boom

Online- und Videospiele sind heutzutage eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, nicht nur bei Jugendlichen sondern auch in anderen Altersklassen. Spieler, die entweder als Einzelkämpfer oder als Team in immer realistischer gestaltete virtuelle Welten eintauchen wollen, schließen für die Teilnahme immer öfter Monats- oder Jahresabos ab. Das lukrative und exzellent skalierbare Geschäftsmodell der Spieleanbieter basiert auf Software, die über das Internet zum Download, über Streaming oder per Cloud angeboten wird. Gespielt wird mittlerweile auf allen internetfähigen Geräten, vom (Hochleistungs-)PC, über Konsole, Laptop und Tablet bis hin zu Smartphones. Oder via Headsets wie Oculus Rift, einer VR-Brille mit der im dreidimensionalen Raum gespielt werden kann. Die Steuerung der Charaktere ist intuitiv via Gestik möglich. Alle großen Gaming-Unternehmen entwickeln derzeit eigene VR-Headsets.

Ein Onlinespiel kann genau wie ein Hollywoodfilm zum „Blockbuster“ werden. Mit einer großen Fangemeinde im Rücken ist der finanzielle Erfolg von Fortsetzungen dann meist schon garantiert. Solche Kult-Spiele sind zum Beispiel World of Warcraft (Activision Blizzard), League of Legends (Riot Games) oder FIFA (Electronic Arts).

Digitalisierung: Hohe Margen durch Umgehung des Einzelhandels

Der Verkauf von Datenträgern (DVD, CD-Rom) über den Einzelhandel oder Internetshops, der für die Spieleindustrie bislang Vertriebsweg Nummer eins war, gerät durch die Digitalisierung zusehends aufs Abstellgleis. Die Entwicklung ist vergleichbar mit dem Videoverleih, denn auch Videotheken sind dank Onlinevideoanbietern wie Netflix zu echten Raritäten geworden. Die Spieleanbieter steigern durch die Umgehung des Handels ihre Gewinnmargen und erzielen dank der Abo-Modelle wiederkehrende Einnahmen. Der Finanzvorstand von Activision Blizzard, Spencer Neumann beziffert den Vorteil eines Downloads gegenüber dem Verkauf im Handel auf 10 USD je Transaktion. Das auf Online Gaming und E-Sports spezialisierte Marktforschungsunternehmen Newzoo geht davon aus, dass 2018 bereits 91% (!) aller Spieleumsätze digital erfolgt sind.

Mikrotransaktionen sorgen für hohe Zusatzeinnahmen und Wachstum

Doch das ist noch nicht alles. Durch meist überschaubare Zusatzbeträge können je nach individueller Investitionsfreude im Spielverlauf moderner Spiele Vorteile wie Abkürzungen, virtuelle Güter oder besondere Fähigkeiten für die eigene Spielfigur erworben werden. Wer über das notwendige Kleingeld verfügt, der kann bei einem Spiel, das ohne Extras 50 bis 100 Euro kostet potenziell durchaus weitere 1 bis 2000 Euro für virtuelle Features ausgeben. Angetrieben durch den hohen „Suchtfaktor“ der Spiele und das Bedürfnis möglichst viel zu erreichen, kommen so Millionen von Mikrotransaktionen zusammen. Diese sind für die Spieleindustrie mittlerweile zur tragenden Einnahmensäule und einem Treiber für Wachstum und Rentabilität geworden. Da jeder Spieler selbst entscheidet, wie viel Zeit und Geld er in die Spielewelt investiert, wird das Geschäftsmodell in den meisten Fällen von der Spielergemeinde akzeptiert.

Weltweiter Umsatz im Jahr 2022: 190 Mrd. USD

Im November 2019 prognostizierte Newzoo für 2019 einen weltweiten Gaming-Umsatz von ca. 149 Mrd. USD, immerhin rund +7,2% im Vergleich zum Vorjahr. Mit rund 37 Mrd. USD Volumen sind dabei erstmals seit 2015 wieder die USA der größte Gaming Markt, dicht gefolgt von China, wo mit Abstand die meisten Spieler aktiv sind. Im Vergleich dazu sieht der deutsche Markt trotz Milliardenumsätzen relativ klein aus. Hierzulande stieg der Gesamtumsatz für Online- und PC-Spiele (ohne Hardware) im Jahr 2018 um +6% von 3,3 Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro (ca. 3,9 Mrd. USD). Im ersten Halbjahr 2019 gab es ein erneutes Umsatzplus von +20% von 1,5 Mrd. EUR auf 1,8 Mrd. EUR zu verzeichnen. Ausschlaggebend für das Wachstum waren vor allem die In-Game-Käufe, sowie Gebühren für Onlinedienste. Insgesamt soll der Umsatz im weltweiten Gaming-Markt bis zum Jahr 2021 (Hardware eingeschlossen) auf satte 190 Mrd. USD klettern.

Höchste Wachstumsraten im Bereich Mobile Games für Smartphones und Tablets

Den nach Segmenten größten Umsatzanteil stellen die boomenden Mobile Games für Smartphones und Tablets, die mittlerweile bereits ein Drittel des Gesamtvolumens ausmachen und insbesondere in Asien stark wachsen. Denn in bevölkerungsstarken Ländern wie China, Indien oder Indonesien sind PCs und Konsolen bislang wenig verbreitet, so dass vor allem auf den weit verbreiteten Smartphones gespielt wird. Das Wachstum der Mobile Games ist Schätzungen zufolge doppelt so hoch wie bei traditionellen PC- und Konsolenspielen.

Aber auch Nischensektoren wie Virtual Reality, Augmented Reality und E-Sports (organisierte Wettbewerbe zwischen Einzelspielern oder Teams) tragen immer mehr zum Wachstum der Gesamtbranche bei, das für die kommenden Jahre bei rund +10% p.a. veranschlagt wird. Laut Newzoo verdreifachte sich das weltweite E-Sport-Umsatzvolumen bis 2018 auf 900 Mio. USD und soll im letzten Jahr bereits 1,1 Mrd. USD betragen haben. Für das Jahr 2020 werden Umsätze in Höhe von 1,5 Mrd. USD erwartet.

Mit einem Gaming ETF und eSports ETF vom Branchenboom profitieren

Anlegern, die vom Onlinespiele-Boom profitieren wollen steht ein Gaming- und eSports ETF (Exchange Traded Funds) zur Verfügung: Der VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF (ISIN: IE00BYWQWR46 – Symbol: ESP0 – Währung: EUR) investiert in Aktien aus der Gaming- und eSport-Branche.‎ Neben dem Gaming- und eSport ETF gibt es natürlich zahlreiche eSport und Gaming-Aktien in die Sie als Anleger investieren können.

Die besten Gaming Aktien und eSport Aktien 2020

Keine Frage, den Spieleanbietern stehen dank Digitalisierung, neuen Trends und skalierbaren, margenstarken Geschäftsmodellen weiterhin glänzende Zeiten bevor. Auch die Coronavirus-Krise kann den Gaming Aktien wenig anhaben. Aufgrund dessen sind die meisten Gaming Aktien und eSport Aktien auch nach der Korrektur noch ambitioniert bewertet. Für langfristig orientierte Anleger bieten die Top-Werte der Branche dennoch ausreichend Kurspotenzial. Im Folgenden finden Sie die nach unserer Meinung besten Gaming Aktien und eSport-Aktien 2019.

Take Two Interactive: Mit Grand Theft Auto und Mikrotransaktionen auf der Überholspur

Unser Favorit unter den Gaming-Aktien ist Take Two Interactive (ISIN: US8740541094 – Symbol: TTWO – Währung: USD). Der Konzern mit Sitz in New York ist vor allem durch das Spiel Grand Theft Auto (GTA) bekannt, dessen letzte Version sich bereits mehr als 150 Mio. Mal verkauft hat. Die innovative Spiele-Schmiede, die sowohl für Konsolen und PCs als auch Tablets und Smartphones Games entwickelt, hat aber noch weitere Eisen im Feuer. Mit dem Wild West Spiel Red Dead Redemption 2 kam Ende 2018 ein neuer Verkaufsschlager auf den Markt, der ebenfalls bereits 150 Mio. Verkäufe verzeichnet. Teil 3 soll bereits in Arbeit sein und dürfte die Kasse erneut zum Klingen bringen. Auch die beiden E-Sport-Titel NBA 2K20 und WWE 2K20 kamen kürzlich auf den Markt. Die Produkte von Take Two werden über den Einzelhandel, per digitalem Download, auf Online-Plattformen sowie über Cloud-Streaming-Dienste bereitgestellt.

Analystenschätzungen werden regelmäßig übertroffen

Take Two Interactive schlägt zuverlässig sowohl die eigenen Prognosen als auch die Analystenschätzungen. So auch im abgelaufenen Quartal: Anfang August meldete das Unternehmen Zahlen für das erste Quartal 2019/20 die erheblich über den Erwartungen der Analysten lagen. Obwohl der Publisher kein großes neues Spiel auf den Markt brachte, stiegen die operativ relevanten Nettobuchungen (Online- und Offlineverkäufe) von 288 Mio. USD im Vorjahr um +46% auf 422 Mio. USD. Vor allem bei Mikrotransaktionen ist das Unternehmen stark: Stolze 58% des Gesamtumsatzes entfallen auf Zusatzumsätze aus bereits verkauften Spielen. Das New Yorker Unternehmen meldete zudem einen Gewinn von 0,27 USD je Aktie. Beide Kennzahlen lagen erheblich über den Erwartungen der Wallstreet. Diese lagen bei Buchungen von 358 Mio. USD und einem Gewinn von 3 Cents je Aktie. Die Hauptumsatzbringer waren „Grand Theft Auto Online“, „Grand Theft Auto 5“, „Red Dead Redemption 2“, „Red Dead Online“ sowie „NBA 2K19“.

In den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz im Schnitt um +21%, während der Gewinn im Mittel um +10% zulegte. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Gewinnplus von mindestens +136% erwartet.

Die besten Gaming-Aktien 2020: Entwicklung der Take Two Interactive Aktie von April 2017 bis April 2020 | Online Broker LYNX

Aktie langfristig interessant

Die Aktie des an der Börse mit rund 15 Mrd. USD bewerteten Unternehmens befindet sich in einem beeindruckenden langfristigen Aufwärtstrend und konnte sich bis Mitte 2018 in nur fünf Jahren verzehnfachen. Vom Allzeithoch von 139,91 USD ist die Aktie mit aktuell 128 USD nur noch 8% entfernt. In diesem Kursbereich ist das Unternehmen zweifellos ambitioniert bewertet. Allerdings dürfte Take Two in den kommenden Jahren auch stärker und profitabler wachsen als umsatzmäßig größere Schlachtschiffe wie Activision Blizzard oder Electronic Arts. Ein Bewertungsaufschlag ist daher gerechtfertigt und Electronic Arts wurde zumindest in Sachen Börsenwert bereits eingeholt. Die Aktie weist eine hohe Relative Stärke auf und war nicht so stark von der Korrektur betroffen, die viele andere Gaming-Aktien erfasst hat. TakeTwo ist für Anleger geeignet, die auf eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends setzen möchten. Aufgrund des etwas spekulativeren Charakters der Aktie sollten nur Anleger investieren, die auch bei überdurchschnittlichen Kursschwankungen ruhig schlafen.

Activision Blizzard: US-Marktführer mit hohen eSports-Ambitionen

Activision Blizzard (ISIN: US00507V1098 – Symbol: ATVI – Währung: USD) ist Amerikas Marktführer im Gaming-Sektor. Das an der Börse aktuell mit rund 46 Mrd. USD bewertete Unternehmen entstand im Jahr 2008 durch den Zusammenschluss von Activision und Vivendi Universal Games, einer Tochtergesellschaft des französischen Mischkonzerns Vivendi. Der Konzern entwickelt und vermarktet Action-, Adventure-, Sport-, Rollen- und Strategiespiele für alle gängigen Spielplattformen, Konsolen und Endgeräte. Der Vertrieb findet sowohl im Einzelhandel, als auch online statt. Zur umfangreichen Produktpalette von Activision Blizzard gehören einige der weltweit bekanntesten Computerspiele, wie World of Warcraft, Call of Duty, Skylanders, Guitar Hero, StarCraft und Diablo.

Stark bei eSports und Mobile Gaming

Auch im Bereich Mobile-Gaming ist Activision Blizzard stark, dort sind die Wachstumsraten derzeit am höchsten. Die beliebten Smartphone-Spiele Candy Crush und Bubble Witch stammen beispielweise von der Konzerntochter King Digital.

Aber auch im eSports-Bereich ist man mit der Overwatch League, einer vollständig kontrollierten Liga für professionelle Videospiel-Teams aktiv. Dabei orientiert sich Activision Blizzard an nordamerikanischen Profisport-Ligen, es gibt feste Spieltage, Playoffs und Playdowns. Preisgelder in Millionenhöhe und attraktive Gehälter ziehen immer mehr Profispieler und Zuschauer an.

Digitale Verkäufe erreichen mehr als 80% Umsatzanteil

Blockbuster wie Call of Duty oder Destiny 2 werden immer häufiger direkt heruntergeladen, so dass die Verkäufe über den Einzelhandel rückläufig sind und damit höhere Margen bei Activision Blizzard verbleiben. Activision Blizzard profitiert zudem besonders von dem Verkauf von Extras zu den angebotenen Spielen. So belaufen sich die Einnahmen aus Transaktionen im Spielverlauf im vergangenen Jahr auf ca. 3,4 Mrd. USD. Damit machen diese Zusatzverkäufe bereits mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Rechnet man Abos und Downloads hinzu, so erreichen die digitalen Verkäufe bei Activision Blizzard bereits mehr als 80% – Ein absoluter Spitzenwert in der Branche.

Ab 2020 wieder steigende Umsätze und Gewinne erwartet

Zuletzt stagnierten Umsatz und Gewinn bei Activision Blizzard. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz von 7,5 Mrd. USD im Vorjahr sogar auf 6,5 Mrd. USD zurück, das Ergebnis pro Aktie fiel um -15% von 2,72 USD auf 2,31 USD. Doch dieses Jahr sollte das Umsatz- und Gewinnwachstum dank neuer Spielveröffentlichungen wieder anziehen. Beim Umsatz rechnen Analysten mit 6,8 Mrd. USD, das Ergebnis je Aktie soll bei 2,45 USD liegen. Für 2021 wird mit 7,4 Mrd. USD Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 2,81 USD je Aktie gerechnet. Die Corona-Krise ist in diesen Schätzungen noch nicht enthalten, denn auch Activision Blizzard profitiert von der höheren Spieleaktivität durch Ausgangsbeschränkungen. Es dürfte interessant werden, wie hoch der Effekt unterm Strich ausfallen wird.

Die besten Gaming-Aktien 2020: Entwicklung der Activision Blizzard Aktie von April 2017 bis April 2020 | Online Broker LYNX

Kursrückgang bietet Einstiegschance

Activision Blizzard ist Marktführer im Gaming-Sektor. Obwohl Wachstum und Gewinne zuletzt stagnierten und zurückgingen, sollte der Wachstumsmotor bald wieder laufen. Zum 12-Monats-Hoch bei 64,50 USD fehlen gerade mal noch 10%. Die Aktie könnte auf Sicht von 12-18 Monaten durchaus das Allzeithoch des Jahres 2018 bei ca. 85 USD wieder erreichen.

Electronic Arts: Mit neuen Spielversionen zurück auf Wachstumskurs?

Electronic Arts (ISIN: US2855121099 – Symbol: EA – Währung USD) ist gemessen am Umsatz als Nummer 2 im US-Markt ebenfalls ein weltweit dominierender Player der Videospiel-Branche. Der Konzern mit Sitz in Kalifornien entwickelt und vermarktet wie die beiden anderen vorgestellten Unternehmen Spiele für internetfähige Spielekonsolen, PCs, Mobiltelefone und Tablets. Die Marke EA wurde vor allem für seine Sportsimulations-Spiele (FIFA, Madden NFL, Need4Speed) bekannt, bei denen man unangefochtener Marktführer ist. Aber auch in anderen Bereichen gibt es sehr erfolgreiche, qualitativ hochwertige Spiele und Blockbuster-Marken wie Die Sims, Battlefield, Dragon Age und Plants vs. Zombies. Mit aktuell 29 Mrd. USD Markkapitalisierung liegt der Konzern in Sachen Börsenwert deutlich hinter Activision Blizzard zurück.

Digitale Verkäufe bei 77% Umsatzanteil

Insgesamt verfügt Electronic Arts bereits über mehr als 300 Mio. registrierte Spieler auf der ganzen Welt. Der Konzern vertreibt seine Produkte an lizensierte Einzel- und Fachhändler sowie über die eigene Internetseite per Download direkt an den Endkunden. Der Umsatzanteil aus digitalen Verkäufen wie Downloads, Extras und Abos liegt dabei bereits bei starken 77% und damit nur knapp hinter Spitzenreiter Activision Blizzard. Electronic Arts geriet jedoch in der Spielergemeinde wegen überteuerter Extras im Spiel Star Wars Battlefront II vorübergehend stark in die Kritik. Die erste Version des Spiels erreichte über 14 Mio. verkaufte Spiel-Lizenzen, die Nachfolgeversion lag wohl aufgrund einiger Boykott-Aufrufe in Online-Foren deutlich dahinter zurück. EA beugte sich schließlich dem Druck und gelobte Besserung sowie moderatere Preise für Mikrotransaktionen. Eine Schwachstelle von EA ist nach wie vor der Bereich Mobile Games, der trotz Wachstumsraten im Bereich von +25% den Erwartungen zuletzt noch immer etwas hinterherhinkte.

Mehrere neue Spielversionen vor der Veröffentlichung

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 waren die Zahlen durchwachsen. Während auf der einen Seite die Umsatzerwartungen von 1,96 Mrd. USD mit erzielten 1,98 Mrd. USD übertroffen werden konnten, enttäuschte das Ergebnis. Pro Aktie wurden 1,18 USD Gewinn erzielt und damit weniger als die Hälfte der von den Analysten erwarteten 2,51 USD je Aktie. Im vergangenen Jahr war noch ein Umsatz von 1,36 Mrd. USD und ein Gewinn von 1,56 USD je Aktie in den Büchern gestanden. Im dritten Quartal erfolgte der Launch von Plants vs. Zombies: Battle for Neighborville, Need for Speed Heat und Star Wars Jedi: Fallen Order.

Das Umsatzwachstum war in den vergangenen drei Jahren mit durchschnittlich +3% relativ moderat, da dem Produktportfolio keine großen neuen Verkaufsschlager hinzugefügt werden konnten. Der Gewinn pro Aktie legte im Dreijahreszeitraum im Schnitt um +5% p.a. zu. Analysten erwarten, dass der Gewinn aufgrund von neuen Spieleveröffentlichungen im Gesamtjahr 2019/20 um mindestens ca. +10% von 4,25 USD je Aktie auf 4,67 USD je Aktie gesteigert werden kann. Im kommenden Jahr 2020/21 soll der Gewinn bereits bei mindestens 4,93 USD je Aktie liegen. Mögliche positive Auswirkungen der Coronavirus-Krise sind hierbei noch nicht eingerechnet.

Die besten Gaming-Aktien 2020: Entwicklung der Electronic Arts Aktie von April 2017 bis April 2020 | Online Broker LYNX

Stark in der Coronavirus-Krise

Auch die Aktie des Digitalisierungsgewinners Electronic Arts befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend, der im Jahr 2013 bei Kursen von ca. 20 USD seinen Anfang nahm und bis zum Sommer 2018 auf rund 150 USD führte. Aktuell ist die Aktie mit 99 USD wieder deutlich günstiger zu haben. Allerdings hielt sich Electronic Artis wie auch die anderen Gaming Aktien stark in der Coronavirus-Krise. Der Wert liegt derzeit nur rund -13% unter dem im Januar erzielten Jahreshoch. Aufgrund des weiterhin steigenden Anteils der digitalen Verkäufe dürften Gewinne von EA selbst bei moderaten Umsatzsteigerungen deutlich zulegen. Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund des grassierenden Coronavirus, sowie anstehende Spieleveröffentlichungen sollten die Umsätze und den Aktienkurs weiter beflügeln.

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  1. Trends, Widerstände und Unterstützungen: Das Fundament jeder Analyse
  2. Trendwende- und Konsolidierungsformationen: Die wichtigsten Chartmuster in Trends
  3. Markttechnik: Mit diesen Indikatoren sind Sie komplett ausgerüstet
  4. Absicherung: Stoppkurse richtig setzen
  5. Candlestick-Charts: Was diese Charts alles können
  6. Wie werden Kursziele festgelegt?

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Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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