Börsenblick

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Analyse:
Brent Crude Oil: Kann das mehr sein als eine Bullenfalle?

Die Kommentare der Rohstoff-Experten spiegeln dieser Tage eine gewisse Verunsicherung wider. Viele wundern sich über diese Rallye bei Rohöl. Ausgerechnet am Mittwoch, als der Aktienmarkt durch Apples Umsatzwarnung realisieren musste, dass die Folgen der Virusepidemie auch außerhalb Chinas greifen und der steigende Goldpreis eine zunehmende Unruhe belegte, zogen die wichtigen Rohöl-Sorten kräftig an. Und sie stiegen am Donnerstag weiter, weil die Meldung der Vorwochen-Öllagerbestände in den USA zwar den erwarteten, vierten Anstieg der Ölreserven in Folge brachte, dieser aber kleiner ausfiel als gedacht.

Das könnte man zwar als Argument nehmen, dass die Ölnachfrage weniger stark zurückgeht als vermutet. Aber warum der Lageraufbau in einem einzigen Vorwochenzeitraum nur geringfügig war, ist nie sicher zu bestimmen, zumal: In der Woche davor war er unerwartet hoch ausgefallen. Für eine Rallye, die bei Rohöl Brent, ausgehend vom bisherigen Jahrestief (53,11 US-Dollar in der April-Laufzeit des Future, dem derzeitigen Frontmonat) knapp 13 Prozent ausgemacht hat, ist das ein dünnes Argument, zumal Brent Crude Oil ja im Vorfeld dieser jüngsten Lagerdaten gestiegen war und nicht nach deren Veröffentlichung. Es stellt sich die Frage, aus welchem Holz dieser Kursanstieg geschnitzt ist. Kaufen da wirklich die Bullen … oder decken nur Bären ihre Short-Trades ein?

Expertenmeinung: Qualitativ ist das ein großer Unterschied, nur lässt sich kaum sicher bestimmen, welches Lager da vornehmlich agiert. Allerdings wäre der Gedanke, dass da nur Short-Trader ihre Gewinne sichern, indem sie Long gehen und ihre Short-Position im Future damit auf dem Kursniveau, zu dem der Long-Trade eingegangen wird, sichern, ist nicht abwegig. Immerhin ist Brent Crude Oil vom Peak im Januar aus gerechnet in der Spitze fast 17 US-Dollar gefallen. Da wäre eine Aufwärtsbewegung von knapp sieben US-Dollar durchaus etwas, das man noch als normale Gegenreaktion ansehen könnte. Und noch hat diese Aufwärtsbewegung auch noch keine eindeutigen, bullischen Signale in der Charttechnik generiert.

Zwar ist der Kurs wieder über die zur Jahreswende 2018/2019 etablierte Aufwärtstrendlinie gelaufen, die Ende Januar mit Schwung nach unten durchbrochen wurde. Aber an den wichtigen gleitenden Durchschnittslinien der letzten 50 und 200-Tage blieb Brent Crude Oil am Donnerstag erst einmal hängen. Der Kurs müsste deutlich über das gestrige Tageshoch bei 60 US-Dollar hinaus und auch darüber schließen, dann wäre der Weg nach oben zumindest aus charttechnischer Sicht frei. Aber auch dann würde das bullische Lager mit dem Risiko leben müssen, dass weitere, wieder schlechtere Nachrichten aus China ihnen jederzeit die Basis ihrer Rallye unter den Füßen wegziehen könnten.

Brent Crude Oil: Chart vom 20.02.2020, Kurs 59,35 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Online Broker

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