Analyse:
Brent Crude Oil: Jetzt oder nie, die Bullen haben es in der Hand!

Mit dem kräftigen Anstieg der Vorwochen-US-Lagerbestände, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, sind die Reserven der US-Unternehmen nunmehr in sechs der letzten sieben Wochen gestiegen. Auch, wenn das nicht zwingend bedeuten muss, dass die wirtschaftliche Aktivität in den USA nachlässt, dürfte diese Entwicklung nicht wenige Konjunktur-Optimisten nervös machen. Richtig ist zwar, dass der Anstieg der Lagerbestände sogar das Gegenteil bedeuten könnte. Und zwar dann, wenn die Unternehmen gezielt am Markt einkaufen und ihre Lagerbestände ausbauen, weil sie damit rechnen, dass ein wieder anziehendes Wachstum den Ölpreis in den kommenden Monaten verteuern wird. Aber die aktuell einlaufenden Konjunkturdaten sprechen eher nicht dafür.

Das aktuelle Bild beleuchtende Daten wie der New York Empire State-Index, der Philadelphia Fed-Index oder ganz aktuell der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Region Chicago deuten an, dass das Wachstum nicht zulegt. Im besten Fall „nicht zulegt“. Und derzeit tut sich in Sachen OPEC oder Iran-Konflikt nichts, das einen kräftigen Anstieg aus Sorge um einen Angebotsengpass unterfüttern würde. Viel Zug nach oben wäre somit nicht zu erwarten. Und immerhin, es gelingt bislang, denn im Dezember 2018 bei Brent Crude Oil etablierten Aufwärtstrend zu halten. Aber ob das so bleibt, ist noch keineswegs sicher, denn:

Expertenmeinung: Aktuell droht der zweite Versuch, aus der Dreieckformation, die sich aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der im April etablierten Abwärtstrendlinie ergibt, zu scheitern. Brent Crude Oil war zwar zum Ende der vergangenen Woche aus diesem Dreieck nach oben ausgebrochen, fällt aber seit Beginn der laufenden Woche wieder zurück und hat jetzt eine entscheidende Unterstützungszone bei 59/60 US-Dollar erreicht. Diese setzt sich aus der Abwärtstrendlinie sowie der 20- und der 50-Tage-Linie zusammen. Sollte es gelingen, von hier aus wieder nach oben zu drehen, wäre das eine Bestätigung des Ausbruchs aus der Formation und damit ein klar bullisches Signal. Doch das darf eben nicht schiefgehen, denn:

Bricht diese zwischen 59 und 60 US-Dollar gelegene Unterstützungszone, stünde sofort die untere Begrenzung des Dreiecks, die aktuell bei 57 US-Dollar verlaufende, zuletzt Anfang Oktober verteidigte mittelfristige Aufwärtstrendlinie im Feuer. Und da derzeit die Sorge um ein kippendes weltweites Wachstum klammheimlich wieder aus der Versenkung auftaucht und die kurzfristig überkaufte Markttechnik (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) den Bären Rückenwind verleihen würde, sollte man ein gelungenes Pullback als Bestätigung des Ausbruchs nach oben besser nicht als sicher voraussetzen. Die Bullen hätten es jetzt in der Hand, aber sie haben nur diesen einen Versuch, auf der Oberseite alles klar zu machen!

Chart vom 31.10.2019, Kurs 59,63 US-Dollar, Kürzel COIL | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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