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Aktuelle Analyse:
Brent Crude Oil: make or break – geht es jetzt über 70 US-Dollar?

Die Rohölpreise gingen am Mittwoch durch die Decke, nachdem die wöchentlich gemeldeten US-Öllagerbestände zum vierten Mal in Folge einen markanten Rückgang auswiesen. Zweimal davon war der Rückgang sehr stark, einer davon wurde gestern gemeldet: Ein Minus von 9,5 Millionen Barrel in den Lagern der US-Unternehmen ist in der Tat ein Wort. Und natürlich nutzen die Bullen diese Zahlen, um den Kurs massiv nach oben in Marsch zu setzen. Die Charts der Ölsorte Brent Crude Oil zeigen, dass es damit um die Wurst geht:

Brent könnte jetzt schnell aus seiner großen Dreiecksformation nach oben ausbrechen. Würde die obere Begrenzung bezwungen, die von der im Oktober 2018 etablierten Abwärtstrendlinie gestellt wird und aktuell bei 67,80 US-Dollar verläuft, läge der nächste nennenswerte Widerstand erst wieder auf Höhe der Zwischenhochs vom Mai und April bei 71,30 bzw. 72,60 US-Dollar. Aber so dynamisch diese Rallye am Mittwoch daherkam, noch ist diese Formation eben nicht nach oben verlassen worden. Und es ist völlig normal, dass sich die Bären einer solchen Stampede der Bullen nicht in den Weg stellen. Erst, wenn deren Käufe abebben, wird sich weisen, ob Gegenwehr aufkommt. Und die könnte durchaus kommen, aus zwei Gründen:

Dass die US-Lagerbestände zuletzt so deutlich rückläufig waren, kann auch einen ganz anderen, de facto sogar bärischen Grund haben. Denn der im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten hohe Preis kann die US-Unternehmen dazu veranlassen, ihre eigenen, sehr hohen Lagerreserven zu nutzen, statt weiteres Rohöl am Markt teuer einzukaufen.

Chart auf Wochenbasis vom 10.07.2019, Kurs 66,70 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Aktienempfehlungen

Vor allem, wenn man dort davon ausgeht, dass die Nachfrage nicht so stark ist, dass dieser Preisanstieg noch allzu weit führt. Diese Möglichkeit übersehen die bullischen Trader geflissentlich, aber auch ihnen könnte klar sein: Niemand fragt die US-Firmen im Zuge dieser Bestandserhebung, warum ihr Lagerbestand gestiegen oder gesunken ist.

Und die gestrigen Aussagen des US-Notenbankchefs im Zuge seiner halbjährlichen Anhörung vor einem Ausschuss des US-Kongresses wären, das ist das zweite Argument, Wasser auf die Mühlen derer, die mit einer nachlassenden Nachfrage rechnen. Denn der zeichnete ein recht kritisches Bild der US-Konjunktur. Ausschließen sollte man daher nicht, dass Brent Crude diesen Ausbruch aus der Dreiecksformation nach oben womöglich nicht schafft. Es ist für die Trader eine klassische „marke or break“-Situation:

Sollte Brent Crude an der Abwärtstrendlinie abprallen, wäre der Konter der Bären, die ja mit Argumenten gut versorgt sind, unausweichlich … und dann könnte gerade der Versuch, sich nach oben abzusetzen, dazu führen, dass der Ölpreis am Ende nach unten ausbricht. Vor einem eindeutigen Verlassen der Formation wären neue Dispositionen daher riskant, besser wäre es, erst nach einem Ausbruch aus der Formation in Ausbruchsrichtung aktiv zu werden.

Chart auf Tagesbasis vom 10.07.2019, Kurs 66,70 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Aktienempfehlungen

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