Börsenblick

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Indexanalyse:
Meine Meinung zum Markt: S&P500 und McDonald’s

Aktuelle Analyse des S&P 500 Index

McDonald’s ist einer der weltweit führenden Fast-Food und Immobilienkonzerne.

Der Permabulle

Manche Sachen kann ich einfach nicht nachvollziehen. Vor Corona war die Meinung sehr einhellig: Aktien waren im Allgemeinen überbewertet.
Gehandelt hat danach aber so gut wie niemand. Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele Leser Anfang des Jahres meinen Empfehlungen gefolgt sind und ihre Cashquote erhöht haben.

Die eigentliche Frage ist aber: Wenn die Märkte vor der Pandemie überbewertet waren, wie sieht es heute aus? Die aktuelle Lage ist schließlich viel schlechter, als beispielsweise im Januar. Der Ausblick ebenso und auch die Unsicherheit ist viel größer.

Dennoch notieren viele Indizes am oder nahe am Allzeithoch. Das passt nicht zusammen. Der Markt ist jetzt also noch deutlich stärker überbewertet, als Anfang des Jahres.
Selbst als Permabulle dürfte es einem sehr schwer fallen, das alles noch zu rechtfertigen.

Das wirkliche Problem

Aber der Markt ignoriert Probleme eben, bis es nicht mehr geht. Auch zu Beginn der Pandemie war das der Fall. Die Märkte stiegen über Wochen hinweg weiter, obwohl der Virus in einem Land nach dem anderen auftauchte.

Aktuell geht die Börse von einer schnellen und nachhaltigen Erholung der Wirtschaft aus. Leider sprechen aber alle Fakten dagegen.

Man muss sich nur die Entwicklung in China anschauen. Das Land ist uns einige Monate voraus. Auf den wirtschaftlichen Einbruch folgte zwar ein Rebound, das Vorkrisenniveau wurde aber nicht mehr erreicht – trotz massiver Hilfsprogramme durch den Staat.

Das wirkliche Problem ist aber, dass es seit dem ersten Rebound mit der Wirtschaft wieder abwärts geht. Die Dynamik hat deutlich nachgelassen.

Die zweite Runde

Wenn man etwas darüber nachdenkt, ist vollkommen klar, warum das so ist und dass es in allen Volkswirtschaften ähnlich verlaufen wird.

Das hat aus meiner Sicht zwei Hauptgründe:
Der wirtschaftliche Schaden, der bis zum Rebound angerichtet wurde, lässt sich anschließend nicht mehr beheben.
Zwischenzeitlich verlorene Aufträge, ausgefallene Restaurantbesuche, Lohnausfälle und ähnliches sind nicht aufholbar. Das dämpft die Wirtschaft und verursacht Zweitrundeneffekte.

Ein gewisser Teil der Menschen wird sich für eine sehr lange Zeit vorsichtig verhalten, weniger konsumieren, nicht in den Urlaub fliegen, große Anschaffungen werden verschoben und so weiter.
Auch das dämpft natürlich die Wirtschaft.

Stellen Sie sich nur selbst die Frage: Waren Sie in diesem Jahr vielleicht seltener beim Frisör als sonst? Restaurant, Kino, Urlaub, große Anschaffungen? Man könnte ewig fortfahren.

Nur ein Vorgeschmack

Die jüngsten Entwicklungen bei McDonald’s sind nur exemplarisch:
Die Fastfood-Kette musste die bisherigen Pläne über den Haufen werfen, da sich die Pandemie doch länger zieht als bisher angenommen.

In ähnlicher Weise werden wir das in den nächsten Monaten immer wieder erleben.

Teilweise lohnen sich für McDo sogar Produkte nicht mehr, dutzende wurden aus dem Programm genommen. Man fährt den Betrieb herunter, nicht wieder hoch!

Die Pläne für eine teilweise Wiedereröffnung sind ebenfalls hinfällig und wurden vorerst auf Eis gelegt. Im Klartext bedeutet das: Man hat keine Ahnung, wie es weitergeht.

Das ist sicher

Dafür wissen wir aber, wie es bisher lief und welche Qualitäten das Unternehmen ganz grundsätzlich mit sich bringt.
Leider macht es das nicht besser.

Der Umsatz von McDonald’s ist in den letzten zehn Jahren von 24,07 auf 21,08 Mrd. USD gesunken. Das Ergebnis legte zwar von 4,58 auf 7,88 USD je Aktie zu, allerdings nur dank massiver Buybacks und der Steuersenkung.
Vor der US-Steuersenkung stagnierte der Gewinn über Jahre hinweg.

Wirklich überzeugend ist das nicht, Anleger haben McDonald’s dennoch immer eine Premiumbewertung zugestanden.
Die P/E lag meistens bei 20 oder knapp darüber. Aktuell kommt das Unternehmen auf einen Wert zwischen 23 und 32 – je nachdem ob man das laufende oder das letzte Geschäftsjahr als Grundlage nimmt.
Für die gegebenen Charakteristiken ist das meines Erachtens zu viel.

Fakten und andere unwichtige Dinge

Vor allem, wenn die derzeitigen Probleme länger anhalten, wovon ich ausgehe.

Nach dem Gewinneinbruch in diesem Jahr, erwartet der Markt für 2021 wieder ein Rekordergebnis.
Wenn die Erwartungen derartig hoch sind, können sie eigentlich nur verfehlt werden. Woher kommt nur all der Optimismus?

Im April ist der Umsatz jedenfalls um 39% eingebrochen, im Mai lag das Minus bei 20,9%. Das sind die Fakten, die bisher vorliegen.

Dass man seitdem dutzende Produkte aus dem Programm genommen hat und sich das Frühstücks-Geschäft wohl in Luft aufgelöst hat, spricht Bände.

Da wären wir wieder an dem Punkt aus dem Absatz „Nur ein Vorgeschmack“ und das ist die zentrale Aussage:
Der Markt erwartet eine schnelle und nachhaltige Erholung, die es nicht geben wird.
Unternehmen hoffen und planen, werden dann aber von der Realität eingeholt.

Kursgeschehen

Als der Crash in vollem Gange war, erwartete alle Welt eine zweite Abwärtswelle. Sie kam nie.
Inzwischen sind nahezu alle davon überzeugt, dass die Krise zumindest an der Börse überstanden ist.
Merken Sie etwas? Die Masse liegt an der Börse immer falsch.

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Chart vom 02.07.2020 Kurs: 3115 Kürzel: SPX - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 02.07.2020 Kurs: 184,66 Kürzel: MCD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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