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Aktuelle Analyse:
Nasdaq 100: 60 Minuten, die die Bullen ungeschehen machen müssen!

Es hätte um ein Haar geklappt, eine brisante Handelswoche mit einem Plus zu beenden. Damit hätte das bullische Lager wieder einmal belegen können, womöglich nicht auf der Seite der Rahmenbedingungen zu stehen, aber den Verkäufen trotzdem problemlos gewachsen zu sein. So aber bleibt die Sache knifflig und offen. Nur wegen der letzten Handelsstunde am Freitag.

Das Platzen der Verhandlungen mit China am vorvergangenen Freitag hatte man weggesteckt. Und dass China zurückschlug, führte zwar zum Wochenstart zu kräftigen Verlusten. Aber schon am Dienstag stabilisierte sich der Nasdaq 100 am oberen Ende einer breiten Unterstützungszone und zog ab Mittwoch wieder an, als sei nichts gewesen.

Am Freitag startete der Index dann im Minus, kämpfte sich aber in die Gewinnzone vor. Was bedeutet hätte, dass auch die Handelswoche insgesamt im Plus beendet worden wäre. Die Anschlusskäufe blieben aus. Der Nasdaq 100 pendelte knapp im Minus seitwärts, man wartete auf die Schlussrallye. Immerhin tauchte die in den vergangenen Wochen am Freitagabend recht oft auf. Diesmal aber blieb sie aus, im Gegenteil, zu Beginn der letzten Handelsstunde sackten die Notierungen am US-Aktienmarkt auf einmal durch. Grund:

Der US-Börsensender CNBC hatte gemeldet, die Gespräche mit China seien jetzt ganz zum Erliegen gekommen. Das saß. Immerhin wollte man Präsident Trump glauben, der das Scheitern der eigentlich als Endrunde angesehenen Verhandlungen in der Woche zuvor verharmloste, weil es ja schließlich weitergehen würde. Weil China einen Deal brauche. Und weil es ja außerdem keinen Grund zur Eile gäbe. Und jetzt das. Aber ob das Tischtuch jetzt wirklich zerschnitten ist, ist offen.

Am Wochenende milderte man bei CNBC die Aussage insofern ab, als man „zum Erliegen gekommen“ in „ins Stocken geraten“ verwandelte. Aber während Mr. Trumps Optimismus der Belege harrt, kann man in den chinesischen Medien eine deutliche Verschärfung des Tons ausmachen. Und viele Trader dürften wohl verstanden haben, dass die Verschiebung der Entscheidung über Strafzölle gegen die europäische Automobilindustrie nur deutlich macht, dass die US-Regierung nicht imstande ist, sich mit Europa zu befassen, weil man China wider Erwarten nicht in die Knie zwingen kann.

So endete der Freitag im Minus und auf dem Niveau der schwachen Eröffnung. Aus dem Minus ins Plus und wieder zurück – nicht gerade eine ideale Vorlage für die neue Woche. Zumal der Chart auf Wochenbasis weiterhin problematisch aussieht. Dem „Hanging Man“-Doji Anfang Mai folgte die Bestätigung in Form einer roten Wochenkerze. Diese zu egalisieren wäre wichtig gewesen. Aber das gelang eben nicht. Der Index schloss zwar über dem Startlevel der Woche, die mit einer großen Abwärts-Lücke begonnen hatte, aber chart- und markttechnisch reicht das nicht, um das Ruder glaubhaft herumzureißen. Haben die Bären damit einen Matchball?

Chart auf Wochenbasis vom 17.05.2019, Kurs 7.503,68 Punkte, Kürzel NDX | LYNX Aktienempfehlungen

Da sollte man besser noch die Kirche im Dorf lassen. Die Bären hatten seit Monaten nichts zu melden und dürften sich auch bislang nicht gerade in einer starken Position befinden. Was zuletzt zu Druck führte, wirkte mehr wie normale Verkäufe und nicht wie gezielte Short-Attacken. Die würden wohl erst dann kommen, wenn die Chance bestünde, dem Nasdaq 100 mittelfristig relevante, bärische Signale zu verpassen.

Dazu müsste er aber zumindest durch die Supportzone 7.107 / 7.311 Punkte hindurch, die sich aus den Zwischenhochs von Oktober bis Dezember sowie der 200-Tage-Linie zusammensetzt. Käme es so, wäre der Index wohl kaum noch zu halten. Aber bis dahin wäre es noch ein gutes Stück des Weges. Aufpassen sollten die Bullen aber nach diesem unerfreulichen Wochenschluss schon, denn wenn jetzt nicht zügig Käufe kommen, kann ihnen die Lage allemal schnell entgleiten, daher täte man im bullischen Lager gut daran, diese letzten 60 Minuten des Freitags so schnell wie möglich ungeschehen zu machen!

Chart auf Tagesbasis vom 17.05.2019, Kurs 7.503,68 Punkte, Kürzel NDX | LYNX Aktienempfehlungen

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