Börsenblick

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Indexanalyse:
Nasdaq 100: Sind drei Supportlinien stärker als die graue Realität?

Aktuelle Analyse des NASDAQ 100 Index

Wieso reagiert der technologielastige US-Index Nasdaq 100 ebenso wie die anderen großen US-Indizes Dow Jones und S&P 500 weiterhin nicht auf die Tatsache, dass Donald Trumps Handels- und Wirtschaftspolitik eine US-Wirtschaft vor die Wand fährt, die vor ihm zwar nicht stark, aber konstant zulegte? Das versteht man, wenn man realisiert, dass negative Wahrheiten grundsätzlich gerne ausgeblendet werden und sich dergleichen Verdrängung lange halten kann, solange die Marktteilnehmer imstande sind, einen Aufwärtstrend zu verteidigen.

Dass der nur hält, eben weil man die Fakten ignoriert, mag den meisten durchaus bewusst sein. Aber solange wichtige Chartmarken unter und nicht über dem aktuellen Kursniveau liegen, sagen sich nahezu alle: Ich bleibe so lange dabei, bis die anderen verkaufen. Und da die Verdrängung wie gesagt ein weit verbreitetes Phänomen ist, bleiben auch diese „anderen“ investiert.

Beim Nasdaq 100 sind es drei Linien, die das Fundament dieses irrationalen, aber bislang erfolgreichen Verhaltens sind. Im Chart sind diese drei Linien dick hervorgehoben. Es handelt sich zum einen um die zuletzt im Feuer stehende, aber bislang gehaltene mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei 7.540 Punkten. Darunter dient die 200-Tage-Linie bei 7.273 Zählern als zweite Verteidigungslinie der Bullen. Und das „Sprungtuch“, die letzte Haltelinie, wäre der Level der Tiefs der Monate März und Juni bei 6.936/6.940 Punkten. Solange diese Zone nicht gefallen ist, kann dieses Spiel gegen die graue Realität weitergehen … und sogar zu neuen Rekordhochs führen. Warum auch nicht?

Expertenmeinung: Denn wenn man nur lange genug jeden Rücksetzer stur wieder aufkauft, könnten diejenigen, die Aufwärtsschübe mit Blick auf die steigenden Risiken nutzen, um zu hervorragend hohen Kursen Gewinne mitzunehmen, damit entweder bald durch sein oder aber das Gefühl bekommen, auf dem falschen Pferd zu sitzen und ihre Verkäufe einstellen.

Darauf setzen diejenigen, die aktuell gegen die Widerstandszone 7.778/7.852 Punkte anrennen. Und es ist nicht auszuschließen, dass es ihnen gelingt, die Verkäufer zu überrennen, über dieser Zone den bisherigen Verlaufsrekord von 8.027 Punkten anzusteuern … und zu überwinden.

Natürlich geht so etwas irgendwann grandios schief. Es sei denn, die Rahmenbedingungen würden sich so verbessern, dass das aktuelle Kursniveau aufgrund deutlich besserer Perspektiven tatsächlich gerechtfertigt wäre. Aber das zeichnet sich derzeit nicht ab. Wahrscheinlicher wäre, dass sich die Lage noch weiter zuspitzt, wie der im August erstmals seit Jahren in die rezessive Zone abgerutschte US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe andeutet, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Aber deswegen auf Verdacht stur auf der Short-Seite auszuharren, wäre verwegen. Denn so irrational die Käufer auch handeln, sie haben neben ihren „drei Linien“ noch ein anderes Argument auf ihrer Seite: Bis jetzt ist es doch auch gutgegangen. In diesem Umfeld sollte zumindest die 200-Tage-Linie bei 7.273 Punkten gefallen sein, bevor man über Short-Trades mittelfristiger Natur auch nur nachdenken sollte.

Chart vom 04.09.2019, Kurs 7.719,24 Punkte, Kürzel NDX | Online Broker Aktienempfehlungen

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