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Aktienanalyse:
RWE: Alle kaufen … aber wissen auch alle, warum?

Aktuelle Analyse der RWE Aktie

Man kann und darf wirklich staunen: RWE gehört zu den Top-Gewinnern im DAX. Seit Jahresanfang hat die Aktie des Energiekonzerns den Leitindex beeindruckend deutlich abgehängt. Mit dem gestrigen Schlusskurs hat RWE den ins Jahr 2015 zurück reichenden Widerstand um 25,50 Euro überwunden, an den der Kurs zuvor mehrere Wochen lang „angeklopft“ hatte, und damit das höchste Kursniveau seit Dezember 2014 erreicht. Eine beeindruckende Hausse, aber worauf basiert sie?

Der Branchenkollege E.ON liegt gegenüber dem Jahresbeginn um die sieben Prozent im Minus, während RWE etwa 30 Prozent Zugewinn aufweist. Daher kann die Flucht der Anleger in defensive Aktien eher nicht der entscheidende Grund sein, ansonsten würde sich E.ON nicht derart auffällig in die Gegenrichtung bewegen.

Hat es mit der Umstrukturierung der beiden Konzerne zu tun, in deren Zuge man zwischen E.ON und RWE Teilbereiche tauscht? Wollte man nicht unterstellen, dass das Gros der Käufer einfach nur kauft, weil die Aktie sich in einem intakten Aufwärtstrend bewegt und somit fundamentale Beweggründe gar keine Rolle spielen, muss es so sein. Was hieße: Man sieht RWE als klaren Gewinner dieses „Ringtausches“. Aber ist das auch so?

Expertenmeinung: Richtig ist, dass die Ergebnisse des ersten Halbjahres wirklich überzeugend ausfielen. Der Umsatz im Kerngeschäft, das nicht an E.ON geht, legte zu, der Gewinn stieg, egal, ob als EBITDA oder netto, sehr deutlich. Es wirkt, als wäre RWE deutlich näher daran, die Ertragskraft früherer Jahre zu erreichen als E.ON.

Das kann der Grund sein, warum viele im Zweifel RWE kaufen, wenn es um ein Engagement im Bereich Energieversorger geht. Zumal in dieser Phase zunehmender Nervosität auch andere europäische Versorgeraktien stark laufen. Die Frage ist aber, ob die Aktie jetzt, nach einem Anstieg um die 30 Prozent seit Jahresbeginn, nicht bereits „teuer“ genug ist, um über Gewinnmitnahmen nachzudenken. Zumal da noch ein wichtiger Termin wartet, der keineswegs zwingend positiv ausgehen muss:

Um den 20. September wird erwartet, dass die Bundesregierung eine Entscheidung in Sachen Kohleausstiegsgesetz trifft, zugleich rechnet man dann mit der endgültigen Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter zum Verkauf der RWE-Tochter innogy an E.ON. Sollten diese Entscheidungen zu Gunsten von RWE ausfallen, kann die Aktie noch einmal einen ordentlichen Satz nach oben machen. Aber in diesem Fall sollte man sich n der Tat überlegen, bei einem Teil des Aktienbestands den Gewinn mitzunehmen. Bis dahin wäre der Ausbruch über diese aus dem Jahr 2015 stammende Hürde um 25,50 Euro eine Gelegenheit, die Gewinnsicherung knapp unter diese jetzt zur Unterstützung verwandelte Chartzone nachzuziehen.

Chart vom 02.09.2019, Kurs 26,86 Euro, Kürzel RWE | Online Broker Aktienempfehlungen

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