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Aktuelle Analyse:
RWE: Die drei Motoren der Rallye

Vor gut drei Jahren drehte die Aktie des Energieversorgers RWE nach oben. Und sie gehörte 2018 zu den wenigen DAX-Aktien, die das Jahr mit einem Plus beendeten. Aber das Chartbild wirkte unstet: Mal schnell rauf, mal schnell runter, dazwischen Wassertreten.

Seit drei Wochen sieht das jedoch anders aus. Zuerst wurde das Jahreshoch 2018 überboten, dann das des Jahres 2017. Und es wirkt, als würde die Aktie noch nicht stoppen wollen. Woher kommt diese plötzliche Dynamik? Drei Aspekte wirken hier derzeit zusammen.

Zum einen rückt der Termin der Hauptversammlung (3. Mai) und damit der Dividendenzahlung näher. Mit 70 Cent ist die Dividende zwar nicht mehr so grandios wie im Jahr zuvor, als RWE auf 50 Cent noch eine Sonderausschüttung von einem Euro dazu packte und die Aktie zugleich etwas niedriger notierte, aber eine Dividende von knapp drei Prozent zusätzlich zu Kursgewinnen ist dennoch verlockend. Wichtiger sind aber die beiden anderen, derzeit kurstreibenden Elemente:

Expertenmeinung: Zum einen geht die Angst vor einer Rezession in Europa um. Defensive Aktien sind gefragt … und dazu gehören auch und gerade Energieversorger wie RWE, bei denen eine rezessive Phase weniger auf Umsatz und Gewinn drücken als bei Unternehmen wie Autobauern, Airlines oder Maschinenbauern.

Das dritte Element ist aber der derzeit wohl wichtigste Antrieb für die Aktie. Mitte des Monats hatte der RWE-Chef Schmitz erklärt, dass RWE zwar ab 2020 mindestens 1,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren werde, aber nicht in Deutschland. Man wolle sich auf Mega-Projekte in den USA, England oder Australien fokussieren, weil Deutschland für Ökostrominvestoren nicht mehr attraktiv sei, da fast jedes Projekt durch Umweltschützer bekämpft würde.

Das klingt nach einer harschen Entscheidung, zweifellos auch durch die Problematik des Hambacher Forsts gefördert. Aber die Anleger erkannten, dass so bessere Renditechancen durch schnelle und problemlose umsetzbare Projekte locken und griffen zu. Der Ausbruch über die Jahreshochs 2017 und 2018 ist dabei ein sehr markantes, bullisches Signal.

Man sollte indes im Hinterkopf behalten, dass die RWE-Aktie jetzt seit dem Oktober-Tief um die 50 Prozent zugelegt hat. Die Bäume werden daher nicht mehr in den Himmel wachsen. Sollte die Aktie die aus den Jahren 2014/2015 stammende Widerstandslinie um 25,50 Euro erreichen, könnte man zumindest bei einem Teil der Position Gewinnmitnahmen erwägen.

Chart vom 25.03.2019, Kurs 24,33 Euro, Kürzel RWE | LYNX Aktienempfehlungen

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