Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Siltronic: Schlimmer geht‘s immer!

Als der Chiphersteller-Zulieferer Siltronic am 17. Juni zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognosen senkte, dachten sich womöglich viele: Schlimmer wird’s nimmer, zwei Prognose-Kappungen werden ja wohl genug sein. Und schließlich hatte die Aktie daraufhin auf 50 Euro zurückgesetzt, nachdem sie gut ein Jahr zuvor noch 150 Euro kostete.

Ein Schnäppchen also? Einige dürften das denken, denn nachdem der Kurs als Reaktion auf diese erneute Hiobsbotschaft mit einer kräftigen Abwärts-Kurslücke startete, wurde umgehend gekauft. Zum Ende der vergangenen Woche bildete der Kurs dadurch auf Wochenbasis einen potenziell bullischen „Hammer“ im Candlestick-Chart aus. Aber ob die Käufer am Ende das richtige getan haben oder nicht, muss sich erst herausstellen. Denn der Wafer-Hersteller Siltronic ist Zulieferer der konjunktursensiblen Halbleiterbranche.

Wenn es dort zu einer Belebung der Lage und Perspektiven käme, hätten die Siltronic-Schnäppchenjäger alles richtig gemacht. Aber momentan ist es zumindest wahrscheinlicher, dass sich das Wachstum weltweit weiter eintrübt, womöglich ganz kippt. Und dann würde für eine Aktie wie Siltronic gelten: Schlimmer geht’s immer! Zumal:

Expertenmeinung: Man sollte in Abwärtstrends … und der ließe sich trotz der momentanen Gegenbewegung ja nicht bestreiten … besser nicht nach oben schauen und sich daran orientieren, wie viel man verdienen könnte, wenn der Kurs das letzte Hoch wieder erreicht. Denn eine Aktie ist gemeinhin nicht umsonst im Abwärtstrend, so dass es sinnvoll wäre, vor allem nach unten zu schauen, bevor irgendwann die alten Hochs wieder zur Debatte stehen. Und da stellt man eben fest, dass Siltronic zwar vor gut einem Jahr über 150 Euro kostete, aber vor drei Jahren notierte sie bei einem Zehntel, bei 15 Euro. Und dorthin abzurutschen ist etwas, das man besser zumindest nicht ausschließen sollte, denn die Abhängigkeit der Gewinne von der je nach Nachfragesituation stark schwankenden Gewinnmarge ist groß. Und die ist es vor allem, die momentan deutlich unter Druck steht.

Wenn es für die bullischen Trader gut laufen sollte, könnte der Kurs bis in die markante Widerstandszone 70/73 Euro vordringen, im besten Fall sogar einen Anlauf an den doppelten Widerstand aus der mittelfristigen Abwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie um 80 Euro starten. Aber erst darüber würden bullische Signale gelten, die über die Trading-Ebene hinausgehen. Und in einem Umfeld wie diesem könnte der Kurs jederzeit wieder nach unten abdrehen, grundsätzlich könnte schon das Erreichen des Dezember-Tiefs bei 64,78 Euro die Leerverkäufer wieder aktivieren, Vorsicht ist also geboten!

Chart vom 26.06.2019, Kurs 59,74 Euro, Kürzel WAF | LYNX Aktienempfehlungen

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