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Aktienanalyse:
Siltronic: Ist das schon eine Übertreibung?

Aktuelle Analyse der Siltronic Aktie

Dass die Bilanz des Jahres 2019 für den Halbleiterindustrie-Zulieferer Siltronic kein gutes war, wusste man auch schon, bevor die Bilanz des abgelaufenen Jahres am Montagmorgen auf den Tisch kam. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 12,7 Prozent, der Gewinn, gerechnet vor Steuern und Zinsen (EBIT), um 40 Prozent. Das kann also nicht der Grund gewesen sein, warum die Aktie des Wafer-Herstellers wie ein Stein fiel. War es der ausgerechnet am Bilanztag wegbrechende Gesamtmarkt? Auch, aber dass Siltronic deutlich stärker fiel als der deutsche Markt an sich, hatte einen weiteren Grund:

Siltronic gab keine greifbare Prognose ab und betonte, dass die Virus-Epidemie einen Ausblick erheblich erschwere. Im Fall einer weiteren Ausbreitung der Epidemie könnten Absatzvolumen, Gewinnmarge und der Gewinn vor Steuern und Zinsen „deutlich“ unter dem des Jahres 2019 liegen. Das ist nichts, das einen Anleger unmittelbar zum Kauf verleiten könnte. Zumal Siltronic auch deutlich machte, dass das Jahr, wie man bereits erwartet hatte, verhalten begonnen habe und bislang nur wenige konkrete Hinweise auf eine nachhaltige Verbesserung vorliegen würden. Das ließe sich interpretieren, als würde der Weg hin zu wieder anziehenden Gewinnen auch ohne eine Verschärfung der Lage durch das Corona-Virus steinig werden. Aber rechtfertigt das einen solchen Kursrutsch?

Expertenmeinung: Würde man alleine die Dimension der gestrigen Abgaben betrachten, könnte einem schon der Gedanke kommen, dass sich die Aktie jetzt in einem Bereich befindet, in dem man die negativen Aspekte überbetont, sprich nach unten übertreibt. Aber auch, wenn es jederzeit zu einer dynamischen Gegenbewegung kommen kann: Wollte man unterstellen, dass Tief und Trendwende nach oben nahe, womöglich sogar erreicht seien, wandelt man damit auf recht dünnem Eis.

Der Chart zeigt, dass Siltronic im vergangenen Jahr noch deutlich tiefere Kurse gesehen hatte, das Jahrestief 2019 lag im Juni bei 49,13 Euro. Und charttechnisch hat die Aktie gerade erst das nächste bärische Signal generiert. Nach dem Ausbruch aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal fiel vergangene Woche dann die 200-Tage-Linie. Und mit dem gestrigen Minus ist der Kurs auch noch durch die Unterstützungszone 68,50/73,00 Euro gerutscht. In der hier im Chart abgebildeten Wochenbasis ist das Verkaufssignal des Trendfolgeindikators MACD noch „jung“ … und vielen Investoren ist klar, dass sie es bei Siltronic mit einer „Fahrstuhl-Aktie“ zu tun haben:

Wenn hier Druck auf Umsatz und die Gewinnmarge aufkommt, welche in den Jahren zuvor das entscheidende Element der rasanten Gewinnsteigerungen war, können die vorher so sprudelnden Gewinne so schnell in den Keller rauschen wie ein defekter Fahrstuhl. Das macht der Blick auf die Gewinne der Vorjahre deutlich: Bevor Siltronics Gewinn 2017 auf 6,18 und 2018 dann auf 12,44 Euro pro Aktie nach oben schoss, hatte das Unternehmen im Jahr 2016 nur 40 Cent pro Aktie verdient … und vor 2015 sogar rote Zahlen geschrieben. So gesehen sollte man mit einem Griff ins fallende Messer unter dem Banner einer möglichen Übertreibung nach unten besser noch vorsichtig sein!

Siltronic Aktie Chart vom 09.03.2020, Kurs 63,66 Euro, Kürzel WAF | Online Broker LYNX

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