adidas Aktie Prognose adidas: Die Short-Seller? Die waren nie weg!

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

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Seit sieben Handelstagen wartet das Bullen-Lager darauf, dass die adidas-Aktie ihre Super-Rallye fortsetzt. Aber dass da momentan nichts vorangeht, hat Gründe. Es ist zwar möglich, dass die Aktie sich doch noch nach oben absetzt. Aber wetten sollte man darauf besser nicht.

Ein gewaltiger Kurssprung unmittelbar nach dem Erreichen eines neuen Jahrestiefs war die Reaktion auf die Meldung, dass der vorherige PUMA-Chef Gulden ab 1.1.2023 den Chefsessel von adidas übernehmen wird. Aber diese Rallye wurde genau dort gestoppt, wo die Short-Seller aktiv werden mussten, um klarzumachen: Wir haben die Aktie nach wie vor im Griff.

Sie sehen im Chart, dass der adidas-Kurs binnen sechs Handelstagen um in der Spitze 45 Prozent nach oben geschossen war. Und das noch bevor der Sportartikelhersteller am 8.11. das am 4.11. aufgetauchte Gerücht bestätigte, PUMA-Chef Gulden werde ab Januar die Konkurrenz führen. Aber wird Gulden Wunder vollbringen? Wer an der übergeordneten Abwärtstrendlinie begann, auszusteigen oder Short-Positionen aufzubauen, bezweifelt das. Und nicht zu Unrecht, denn:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur adidas Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dass adidas‘ Gewinn zuletzt massiv unter Druck geriet, war nicht die Schuld des scheidenden adidas-Chefs Rorsted, der den Konzern seit 2016 führt. In einem inflationären Umfeld und bei einer wackligen Konjunktur, die auch den immens wichtigen Markt China erreicht hat, war es zu erwarten, dass ein Anbieter hochpreisiger Sportartikel, die letztlich „nice to have“-Produkte sind, weit weniger verdient als in Zeiten, in denen viele sorglos auf Kredit kaufen, wonach ihnen der Sinn steht. Es ist das Umfeld, das sich aufhellen muss, da wirkt ein „Trainerwechsel“ keine Wunder.

Derzeit gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass sich adidas‘ Gewinn pro Aktie im laufenden Jahr gegenüber 2021 dritteln wird. Und ob die Prognose eintrifft, dass sich dieser Gewinn 2023 so erholt, dass wenigstens etwa 50 Prozent des 2021er-Gewinns erreicht werden, ist nicht vorhersehbar. Das wird auf die Inflation, die Kreditkosten, die Geopolitik und das dadurch beeinflusste Verhalten der Konsumenten ankommen. Die am 9. November vorgelegten Ergebnisse des dritten Quartals nebst einer erneut gesenkten Gesamtjahres-Gewinnerwartung unterstreichen: Derzeit ist Lage jedenfalls klar negativ.

Warum also sollte die Aktie auf einmal fast 50 Prozent höher notieren als zuvor, wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts geändert hat? Zumal die den Gesamtmarkt ziehenden Hoffnungen, dass die Inflation auf dem Rückzug sei und das Wachstum quasi schon um die Ecke wartet, faktisch nicht unterfüttert sind, die adidas-Aktie dann aber am 10. November als Reaktion auf die US-Inflationsdaten erneut höher zog.

Dass der Kurs genau auf Höhe der im Herbst 2021 etablierten Abwärtstrendlinie abdrehte, ist daher nachvollziehbar. Da haben viele ihre Rallye-Gewinne mitgenommen, die erkannten, dass die Aktie nach diesem Kurssprung wieder einiges an Abwärtspotenzial aufweist. Nur, wenn es gelingen würde, nicht nur diese Abwärtstrendlinie, sondern auch das bei 137,10 Euro liegende Rallye-Hoch zu überwinden, könnte man unterstellen, dass die Hoffnung die Skepsis vorerst besiegt hat und einen Anlauf an die Chart-Hürde bei 153,50 Euro ermöglicht. Aber blind davon auszugehen, dass es so kommt, das wäre in diesem Umfeld äußerst gewagt.

Adidas-Aktie: Chart vom 22.11.2022, Kurs 123,00 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der adidas Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Sportartikelhersteller hat im Laufe der vorigen Woche seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentiert. Hohe Lagerbestände, ein niedrigeres Umsatzplus und ein deutlicher Gewinneinbruch hätten den Kurs der adidas-Aktie eigentlich weiter belasten sollen, doch dieses Mal wurden die schlechten Nachrichten schlichtweg ignoriert.

Grund hierfür war vielleicht, dass die Kurse bereits im Vorfeld der Zahlen gefallen sind und somit bereits viel von dem, was nun auf dem Tisch liegt, eingepreist war. Es ist wohl auch die Hoffnung der Anleger, dass der neue Konzernchef Björn Gulden das Ruder herumreisen und adidas wieder auf Spur bringen wird. Der Anstieg der vorigen Woche war jedenfalls überaus beeindruckend. Der Abwärtstrend ist vorerst Geschichte und sowohl die 20- als auch die 50-Tage-Linie konnten problemlos überwunden werden.

Expertenmeinung: Was müsste nun als nächstes passieren, um die Aktie nachhaltig wieder nach oben zu bringen? Ein Pullback, welcher durchaus in Richtung der eingangs erwähnten gleitenden Durchschnitte gehen könnte, wäre eventuell hilfreich.

Hier im Bereich von rund 120 EUR sollten die Bullen etwaige Schwäche wieder für neue Zukäufe nutzen. Sollte sich danach ein höheres Tief bilden, wäre dies die erste solide Basis, von welcher sich durchaus mehr bilden könnte. Bis dorthin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Vorerst sollte sich die Lage wieder etwas beruhigen, um einen soliden und vor allem nachhaltigen Trendwechsel zu ermöglichen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.11.2022 Kurs: 135.64 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
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Ein Plus von 21,38 Prozent – hat adidas seine am Mittwoch erwartete Quartalsbilanz vorab veröffentlicht? Nein, hat man nicht. Aber ein solcher Kurssprung, einfach so? Nein, es gab eine Nachricht, die das auslöste. Aber das „einfach so“ ist trotzdem nicht ganz unberechtigt.

Am frühen Freitagnachmittag ging die Meldung um, dass der derzeitige PUMA-Chef Björn Gulden den zum Jahresende ausscheidenden adidas-Chef Kasper Rorsted ablösen werde. Dass Rorsted geht, war bekannt. Dass Gulden PUMA zum Jahresende verlässt, ist relativ neu. Und in der Tat bestätigte adidas, dass man mit Gulden in Gesprächen sei. Aber:

Wie weit die Gespräche gediehen sind, wollte man nicht preisgeben. Noch ist also nicht einmal sicher, dass Gulden kommt. Und vor allem ist eines nicht sicher: Dass er es besser macht. Denn ja, adidas hat Margendruck. Aber Kasper Rorsted war ja kein Anfänger, er hat adidas in den vergangenen sechs Jahren erheblich vorangebracht. Und hier geht es nicht um eine Fußballmannschaft, die neu belebt wird, wenn der Trainer wechselt. Der Druck auf adidas‘ Gewinne basieren auf der gesamtwirtschaftlichen Lage, die kann man nicht einfach wegzaubern. Es mag sein, dass Björn Gulden neue Ideen hätte, dass sich da einiges bei der Rentabilität tun würde. Aber das eigentliche Problem bliebe ja: Der Druck auf die Verbraucher und der zeitgleiche Anstieg der Kosten.

So gesehen muss man schon sagen: So ganz unberechtigt wäre es dann eben nicht, zu behaupten, der Kurssprung sei „einfach so“ entstanden. Die Frage stellt sich somit: Hält das, kann die Aktie jetzt weiter Boden gutmachen … oder wird diese emotionale und letztlich auch charttechnisch basierte Reaktion abverkauft?

Expertenmeinung: Ein solcher Kurssprung, der (noch) nicht auf Fakten beruht und diese dann noch nicht einmal zwingend bullisch sein müssen, ist natürlich fragil. Vor allem, weil er wohl deutlich weniger gewaltig ausgefallen wäre, wäre die Nachricht über den möglichen neuen Chef zum einen nicht ausgerechnet direkt in der aufgeregten Phase der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aufgelaufen und hätte er zum anderen nicht eine charttechnische Kettenreaktion ausgelöst.

Sie sehen im Chart, worum es da geht. Diese Käufe hatten zunächst die obere Begrenzung des im September entstandenen, kurzfristigen Abwärtstrendkanals sowie die diese Linie verstärkende 20-Tage-Linie überboten. Das dürfte so manche Stop Loss-Order der Leerverkäufer ausgelöst haben. Die daraus resultierenden Rückkäufe der Aktie zogen den Kurs zusätzlich höher … und über die nächste Widerstandszone in Form der Kurslücke vom 21. Oktober, deren Überwinden dann erneut zusätzliche Käufe überrumpelter Bären nach sich zog. Kaum waren die dann durch, gab die Aktie nach. Das Plus war zwar trotzdem gewaltig, aber Sie sehen: Die Aktie hatte kurzzeitig noch deutlich höher notiert, wurde durch Gewinnmitnahmen wieder zurückgedrängt. Damit stellt sich die Frage:

Gehen diese Gewinnmitnahmen heute weiter? Möglich wäre es. Daher wäre es in jedem Fall sinnvoll, bei Long-Trades einen Stoppkurs einzuziehen, den man in die Region um 104 Euro legen könnte. Knapp darüber verläuft die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Und fiele adidas wieder in diesen Kanal zurück, wäre die Chance auf die Wende erst einmal vertan.

Adidas-Aktie: Chart vom 04.11.2022, Kurs 114,04 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX
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In den letzten zehn Tagen passten ganze 10 Analysten ihr Kursziel für adidas an. Alle nahmen ihr Ziel dabei nach unten. Als hätte man geahnt, was gestern Abend nach Handelsende auf den Tisch kommen würde: Vorläufige Quartalzahlen, die den Anlegern nicht gefallen werden!

Zwischen dem 10. und dem 20. Oktober wurden gleich zehn Analysten-Kursziele angepasst … und, das ist ungewöhnlich, alle zehn nach unten. Drei Kursziele blieben dabei noch eher optimistisch, lagen bei 155, 170 und 174 Euro und wurden mit Einschätzungen wie “Outperform” und „Kaufen“ versehen. Der Rest bewegte sich zwischen 145 und 92 Euro und sieht die Aktie als Halteposition, wobei Hauck Aufhäuser, die mit 92 Euro das niedrigste aller aktuellen Kursziele ausgaben, mit „Verkaufen“ einstuften. Dass Letztere womöglich sehr richtig liegen mit dieser am 13.10. getroffenen Einschätzung, könnte sich heute zeigen, wenn die Marktteilnehmer auf die gestern nach Xetra-Handelsende veröffentlichten, vorläufigen Ergebnisse des Sportartikelherstellers reagieren.

Denn der Umsatz legte zwar um elf Prozent zu, aber das basierte auf höheren Kosten und Preisen und steigerte den Gewinn nicht, im Gegenteil: Die operative Gewinnmarge fiel deutlich von 11,7 Prozent im Vorjahresquartal auf nur noch 8,8 Prozent. Der Gewinn fiel dadurch von 479 Millionen im Vorjahr auf 179 Millionen Euro. Zwar führte adidas dafür mehrere Sonderfaktoren als Grund an. Aber das verhinderte nicht, dass man die Prognose für das Gesamtjahr senken musste. Für das Gesamtjahr 2022 sieht adidas die operative Marge nach ursprünglich 7,0 Prozent bei nur noch 4,0 Prozent. Der Gewinn werde im Bereich von 500 Millionen Euro liegen, bislang hatte man rund 1,3 Milliarden angepeilt. Wird die Aktie daraufhin wie ein defekter Fahrstuhl nach unten sausen?

Expertenmeinung: Dass es zu Verlusten kommen wird, ist zwar zu vermuten, zumal der Kurs unter geringen Umsätzen am Donnerstagabend schwächer tendierte. Aber wenn man sich einmal den Kursverlauf der Aktie in den vergangenen Monaten anschaut, erkennt man, dass sich die Anleger schon seit Längerem von dem lange durchgehaltenen Gedanken verabschiedet haben, adidas und andere Sportartikelhersteller seien gegen Inflation und vorsichtige Verbraucher immun. Da ist also schon viel „Krise“ eingepreist, bereits jetzt notiert adidas auf dem tiefsten Kursniveau seit 2016.

Denkbar wäre, dass die Aktie die untere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrendkanals testet und damit die runde 100 Euro-Marke touchiert. Aber mit einem Selloff, auf den man auf der Short-Seite noch setzen könnte, sollte man eher nicht rechnen, zumal die Nachricht ja bereits gestern Abend kam, so dass die Trader, die reagieren wollen, das mehrheitlich gleich zur Eröffnung tun, so dass man dann bereits vor vollendeten Tatsachen stünde. Aber hieße das, man könnte vielleicht um die 100 Euro auf eine kräftige Gegenbewegung setzen?

Angenommen es gelänge, mit Schlusskursen über 121,30 Euro das Wochen-Verlaufshoch, den Abwärtstrendkanal und die ihn auf der Oberseite verstärkende 20-Tage-Linie zu überwinden, könnten Short-Eindeckungen in der Tat eine Rallye lostreten. Aber gegen die Rahmenbedingungen und gegen den auf übergeordneter Ebene ja dennoch weiter abwärts weisenden Trend zu traden, wäre, vorsichtig formuliert, äußerst verwegen!

Chart vom 20.10.2022, Kurs 114,80 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX
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adidas beendete den Freitag hinter PUMA auf Platz 2 der DAX-Verlierer und auf dem tiefsten Stand seit über sechs Jahren. Beide Aktien fielen in einer Art „Sippenhaft“, denn die schlechten Zahlen kamen nicht von dort, sondern von Nike. Aber ist der Abverkauf deswegen übertrieben?

Vergleicht man die Kursverläufe von adidas und Nike, so fällt auf, dass die Nike-Aktie auf einen Level vom April 2020 zurückgeworfen wurde, während adidas, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, das Corona Crash-Tief bereits klar unterboten hat und auf ein Niveau gefallen ist, den man zuletzt im Sommer 2016 gesehen hatte. Dafür, dass es nicht adidas war, das schlechte Zahlen lieferte, sondern Nike, wirkt das übertrieben. Ist es das auch?

Chart vom 30.09.2022, Kurs 118,88 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX

Nicht unbedingt. Es geht bei diesen Verkäufen im Bereich der Sportartikelhersteller um eine eher allgemeingültige Aussage, die sich hinter Nike‘s Zahlen verbirgt. Wobei auf den ersten Blick alles zu passen schien, denn der US-Sportartikelhersteller übertraf die Prognosen der Analysten beim Umsatz ebenso wie beim Gewinn leicht. Aber mittlerweile schenkt man diesen Schätzungen immer weniger Beachtung und vergleicht die Ergebnisse sinnvollerweise mit denen des Vorjahresquartals. Und da erkannte man Folgendes:

Der Umsatz war zwar leicht gestiegen. Aber eben nur leicht, angesichts der kräftigen Inflation waren vier Prozent zum Vorjahresquartal ernüchternd wenig. Das lag zwar auch am festen US-Dollar, ein Aspekt, der für international operierende Unternehmen wie adidas von Vorteil ist, denn während der teure US-Dollar Nike ausbremst, bietet der schwache Euro adidas Rückenwind. Aber das war auch nicht das entscheidende Problem. Das fand sich in der Gewinnmarge und war auch auf die Konkurrenten wie adidas und PUMA übertragbar.

Expertenmeinung: Denn der Gewinn fiel deutlich stärker als der Umsatz. Nike verdiente im abgelaufenen Quartal, das am 31.8. endete, 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Das ist massiv. Und es wurde von den Anlegern als eine Blaupause für adidas gewertet. Damit liegt man wohl eher nicht falsch, denn der Kostendruck auf die Unternehmen ist in Europa noch einmal höher als für die meisten US-Unternehmen. Die Frage stellt sich dennoch: Ist der Abverkauf bei adidas nicht trotzdem langsam überzogen?

Auf Basis der derzeitigen 2022er-Gewinnschätzungen der Analysten läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis jetzt nur noch bei 19, in den vergangenen Jahren lag es eher zwischen 25 und 30. Und ja, da die Analysten mittlerweile schon von einem herben Gewinnrückgang um die 35 Prozent im laufenden Jahr ausgehen, wäre die Aktie jetzt zumindest nicht mehr zu teuer. Aber nur unter einer Voraussetzung: Dass die Erosion des Unternehmensgewinns in dem jetzt erwarteten Rahmen bleibt und 2023 nicht weitergeht. Aber genau das ist vorerst offen.

Daher wäre es nicht ratsam, sich gegen den durch den „Nike-Sog“ entstandenen Bruch der wichtigen Unterstützung bei 127,50 Euro zu stellen und einfach auf Verdacht einzusteigen. Die nächste charttechnische Unterstützung findet sich erst bei 93,22 Euro. Und dass die getestet wird, ist in einem derart nervösen Markt nicht auszuschließen, vor allem, wenn es vonseiten adidas selbst zu „bad news“ kommen sollte. Zumindest ein klarer Rebound über diese Linie bei 127,50 Euro, die andeutet, dass die Verkäufer langsam genug haben, sollte man schon sehen, um hier eine kleine Trading-Position auf der Long-Seite auch nur zu erwägen!

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Handelstagen verloren die führenden deutschen Sportartikelhersteller nahezu im Gleichklang rund 10% an Wert. Und auch das bisherige Börsenjahr verlief für die adidas Aktie und Puma alles andere als positiv.

Während wir bei adidas auf einen Jahresverlust von mehr als 45% zurückblicken, hat sich die Puma-Aktie ebenfalls bereits fast halbiert. Aber es könnte noch schlimmer werden, denn von einem möglichen Boden sind wir weiterhin meilenweit entfernt. Bei adidas sind die Kurse mittlerweile sogar auf ein neues 5-Jahres-Tief gefallen und der überaus wichtige Boden bei 160 EUR wurde deutlich verletzt. Die Bären haben hier vollends das Zepter übernommen und werden wohl auch die kommenden Tage und Wochen nicht lockerlassen.

Expertenmeinung: Ende August wurde ein kleinerer Boden bei 153 EUR nach unten durchbrochen. Beim Versuch dieser Tage diese Ebene wieder zu überwinden, wurden die Bullen erneut in die Schranken gewiesen. Der Verkaufsdruck nahm sofort wieder zu und die Talfahrt beschleunigte sich.

Solange die Kurse zumindest diese Ebene nicht zurückerobern können, gibt es absolut keinen Grund hier auf der Long-Seite tätig zu werden. Somit geht vorerst die Gesamtbewertung auf bärisch, bis uns der Chart vom Gegenteil überzeugt.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 15.09.2022 Kurs: 136.60 Kürzel: ADS | Online Broker LYNX