Die besten E-Mobility-Aktien 2018

Seit der ersten Vorstellung entwickelten sich unsere Elektroauto-Aktien und Batterie-Aktien unterm Strich glänzend. In der Spitze stiegen BYD Aktien um +487 % und Varta Aktien um +148 %. Einzig die Panasonic Aktie hinkt mit maximal +39 % hinterher.

Der Automobilmarkt ist in Bewegung: Zwischen 2011 und 2018 hat sich die Anzahl der weltweit verkauften Elektroautos etwa alle 15 Monate verdoppelt, ehe die prozentualen Zuwachsraten im Jahr 2019 aufgrund zurückgefahrener Fördermaßnahmen in China etwas abgeflacht sind. Im vergangenen Jahr 2020 kam es aber bereits wieder zu einem gehörigen Schub.

Allein im Jahr 2020 hat sich die Zahl der Elektro- und Plug-in-Hybridautos auf den Straßen laut Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) um mehr als 3 Mio. auf 10,9 Mio. erhöht. Auch wenn der Anteil bei den Neuzulassungen auf Jahresebene noch bei überschaubaren 4,2 % lag, ist der Trend nicht mehr zu stoppen. Bereits im kommenden Jahr 2022 soll weltweit jeder zehnte Neuwagen ein E-Auto sein. Und mit zwischenzeitlich 6,4 % Marktanteil im August 2020 könnte diese Etappe vielleicht tatsächlich auch erreicht werden. Das Thema E-Mobility boomt auf allen Ebenen: Neben Elektroautos umfasst die Branche auch eBikes, eScooter, Elektro-Motorräder, -Nutzfahrzeuge und -Busse.

Wegen des Wachstums der Elektromobilitäts-Branche wird auch die Nachfrage nach Batterien und nach den hierfür benötigten Rohstoffen wie Lithium (Die besten Lithium Aktien) oder Kobalt (Die besten Kobalt Aktien) stark ansteigen. In diesem Artikel möchten wir für Sie einen direkten Blick auf die Elektromobilitäts-Branche werfen und uns Profiteure des Booms ansehen, also beispielsweise Akku- und Batteriehersteller. Damit möchten wir Ihnen die aus unserer Sicht besten Aktien vorstellen, mit denen Sie vom Trend Elektromobilität profitieren können.

Die Welt der Automobile durch Elektroautos im Umbruch

Viele Jahrzehnte lang hat sich im Automobilmarkt relativ wenig getan. Nun aber ist die Welt der Automobile im Umbruch und die Tage des herkömmlichen Verbrennungsmotors sind gezählt. Schon in absehbarer Zukunft werden wohl die letzten Exemplare vom Band laufen, denn die Zukunft des Automobils ist elektrisch: Der Anteil von Autos mit Hybridantrieb oder Elektromotor wird bereits in den kommenden Jahren kräftig steigen. Experten erwarten, dass die Anzahl der neu verkauften Elektroautos von aktuell 3 Mio. Fahrzeugen in ein bis zwei Jahren auf mindestens fünf bis sechs Mio. Fahrzeuge pro Jahr wächst. Dies würde einem Marktanteil von ungefähr sechs bis acht Prozent entsprechen. Das Researchhaus Polaris rechnet damit, dass das Umsatzvolumen des E-Mobility-Marktes, das im Jahr 2019 noch bei geschätzten 182 Mrd. USD lag, im Jahr 2026 bereits 912 Mrd. USD beträgt. Im Jahr darauf soll bereits an der Umsatzmarke von 1 Billion USD gekratzt werden. Neben Fahrzeugen zählt hier natürlich auch die Infrastruktur wie Ladestationen, Ladekabel etc. mit dazu. Der Trend, der sich nicht mehr aufhalten lässt, führt in der Automobil- und Zulieferindustrie zu gewaltigen Veränderungen und Verwerfungen und bringt Gewinner und Verlierer hervor.

Tesla schafft endgültigen Durchbruch mit dem Model 3

Pionier und Wegbereiter der Elektromobilität ist das im Jahr 2003 von Elon Musk gegründete Unternehmen Tesla. Obwohl Kritik und Skepsis das Unternehmen stets begleitet haben, hat Tesla nach einigen operativen Krisen und Verzögerungen nun offenbar die größten Hindernisse gemeistert und mit dem Model 3 ein relativ erschwingliches Elektroauto für die Mittelschicht erfolgreich auf den Markt gebracht. Im Jahr 2020 konnte Tesla annähernd 500.000 Elektroautos verkaufen – nach 367.500 im Jahr 2019. Für dieses Jahr wird bereits mit einem Absatz von 750.000 bis 800.000 Fahrzeugen gerechnet – auch wenn das im Bau befindliche Werk in Grünheide bei Berlin die Produktion nun wohl doch erst im kommenden Jahr aufnehmen kann.

Die Reichweite eines Teslas soll mittelfristig auf 650 km pro Ladevorgang steigen. Die großen Automobilhersteller ziehen mittlerweile mit mehr oder weniger Elan nach und entwickeln eigene Elektromodelle. Nun wurde trotz einiger Verzögerungen im Jahr 2020 mit dem VW ID3 wohl das erste konkurrenzfähige und alltagstaugliche Elektroauto eines deutschen Herstellers eingeführt. Im Jahr 2020 wurden davon bereits 56.500 Fahrzeuge ausgeliefert.

VW mit neuem 73-Milliarden-Investitionsplan: „Das Auto wird gerade neu erfunden“

Das Volkswagen bereits ein massentaugliches Elektroauto auf dem Markt hat ist nicht überraschend, denn das Wolfsburger Unternehmen hat vor rund drei Jahren begonnen richtig massiv in den Elektroauto-Markt zu investieren. Ende 2020 gab der Vorstand nach einer Aufsichtsratssitzung bekannt, in den kommenden fünf Jahren weitere 73 Mrd. EUR (!) in den Ausbau von Elektromobilität, Hybridtechnik sowie digitale Software und Vernetzung zu investieren. Damit wurde die Summe im Vergleich zum letzten Fünfjahresplan nochmals um 13 Mrd. EUR erhöht. Nach dem ID3 kam Anfang 2021 mit dem ID4 auch schon der erste Elektro-SUV auf den Markt. Der Wolfsburger Konzern rechnet allein für 2021 bereits mit 150.000 Verkäufen.

VW hat nach der Dieselkrise offensichtlich rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und ist relativ früh in das Rennen um Marktanteile eingestiegen. „In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, auch bei der Software im Fahrzeug eine Spitzenposition einzunehmen“ begründet Konzernchef Herbert Diess die massiven Investitionen in Höhe von 27 Mrd. EUR in den Bereich Software und Vernetzung. Insgesamt ist das Management des Wolfsburger Konzerns zuversichtlich, bereits bis 2029 rund 26 Mio. reine Elektroautos absetzen zu können

China peilt Verbot von Verbrennungsmotoren an und führt E-Auto-Quoten ein

Vorreiter in Sachen Elektromobilität ist jedoch China. Das Reich der Mitte war 2018 und 2019 laut Center of Automotive Management (CAM) mit jeweils mehr als 1 Mio. E-Auto-Neuzulassungen und zuletzt 4,7 % Marktanteil unter den großen Industrienationen erneut weltweiter Spitzenreiter in Sachen Elektromobilität, auch wenn die dortigen Verkäufe aufgrund von Förderkürzungen von 1,26 Mio. Einheiten im Jahr 2018 und einer Stagnation im Jahr 2019 im vergangenen Jahr nur leicht auf 1,34 Mio. Elektroautos zulegen konnten.

Ein Grund für die führende Rolle der Chinesen: Die Regierung macht dort Nägel mit Köpfen und hat beispielsweise bereits ein Verbot von Verbrennungsmotoren angekündigt. Ein konkretes Datum steht zwar weiterhin nicht im Raum, aber Experten vermuten, dass es bis 2035 bzw. bis spätestens 2040 so weit sein könnte. Bis dahin dürften – neben E-Auto-Quoten für Hersteller – noch einige weitere Maßnahmen beschlossen werden, um möglichst schnell viele Elektrofahrzeuge auf chinesische Straßen zu bringen. Schon ab dem Jahr 2018 mussten acht Prozent der in China verkauften Automobile elektrisch betrieben sein. Im Jahr 2020 lag die Quote bereits bei 12 %, dieses Jahr sind es 14 %. In den kommenden beiden Jahren soll die Quote jeweils um weitere zwei Prozentpunkte steigen. Einige weitere Länder überlegen ebenfalls Verbrenner-Verbote. So sollen in den Niederlanden bereits ab 2030, in Großbritannien und dem US-Bundesstaat Kalifornien ab 2035 und in Frankreich und Kanada ab 2040 keine Benziner mehr zugelassen werden dürfen.

Elektroauto-Förderung in Deutschland

Die deutsche Regierung setzt bei ihren Fördermaßnahmen vor allem auf eine Ankurbelung der Elektroauto-Nachfrage. So hat der Bund die „Umweltbonus“ genannte Kaufprämie für neue Elektroautos, Plug-in-Hybride und Wasserstofffahrzeuge Anfang 2020 auf bis zu 6.000 Euro je Fahrzeug erhöht. Weitere bis zu 3.000 Euro werden vom Hersteller übernommen. An Bundesmitteln sind bislang 2,1 Mrd. Euro eingeplant. Die Förderung ist aus Sicht der Bundesregierung auch notwendig, denn um die Klimaziele zu erreichen seien bis 2030 mindestens sieben bis zehn Mio. E-Autos in Deutschland notwendig. Der Umweltbonus war 2016 eingeführt worden und erfüllte die Erwartungen zunächst nicht. Bis Ende Januar 2020 gab es gerade mal 173.841 Anträge, von denen rund zwei Drittel auf reine E-Autos entfielen. Ab Mitte 2020 jedoch sorgte die Erhöhung für einen regelrechten Run auf die Prämie, so dass bis Anfang Mai 2021 bereits mehr als 594.000 Förderanträge verzeichnet wurden. Mittlerweile ist bereits fest geplant, die Kaufprämie für Elektroautos bis 2025 zu verlängern. Dabei soll die Zuzahlung jedoch schrittweise reduziert werden.

Entscheidende Faktoren: Ladeinfrastruktur, Reichweite und Preisunterschiede

Trotz attraktiver Kaufprämie gibt es beim Ausbau der Elektromobilität in Deutschland noch verschiedene Hemmnisse unter anderem die fehlende flächendeckende Lade-Infrastruktur. Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) wäre daher vor allem der schnelle und nachhaltige Ausbau der Ladeinfrastruktur wichtigste Voraussetzung für rasche Erfolge in der Elektromobilität. Die laut Bundesnetzagentur aktuell rund 37.000 öffentlichen Ladestationen in Deutschland seien dem Verband zufolge „absolut unzureichend“ und VDA-Präsidentin Hildegart Müller forderte in einem Spiegel-Interview Ende 2020 mindestens 2.000 neue Ladepunkte pro Woche. Denn aktuell komme eine öffentliche Ladesäule auf 13 E-Autos. Schon zu Mitte 2021 wären es bei den aktuellen Zuwachsraten von nur 200 Säulen/Woche bereits 20 E-Autos, die sich eine Säule teilen müssten. Auch eine Untersuchung im Auftrag der Nationalen Leitstelle Infrastruktur geht von einem stark steigenden Bedarf aus: Demnach müssten im Jahr 2030 zwischen 440.000 und 843.000 Ladepunkte zur Verfügung stehen.

Wie schnell sich das Elektroauto tatsächlich durchsetzt steht in direktem Zusammenhang mit der vorhandenen Infrastruktur. In einer Umfrage des Forsa-Instituts setzten 90 Prozent der Befragten eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur als entscheidende Grundvoraussetzung für Elektroauto-Käufe voraus. Jeweils ca. 80 % der Teilnehmer wünschen sich zudem eine Reichweite von mehr als 500 km, sowie keine oder nur geringe Preisunterschiede zu Verbrenner-Autos. Mittlerweile sind dies bei weitem keine unrealistischen Vorstellungen mehr. Daher ist es nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis Elektromobilität den Benzinmotor als Standard verdrängt.

Die besten Elektromobilitäts-Aktien, Elektroauto-Aktien und Batterie-Aktien 2021

Neben Elektroautopionier Tesla gibt es rund um das Thema E-Mobility zahlreiche weitere Elektroauto-Hersteller sowie Akku- bzw. Batteriehersteller, die besonders stark vom Aufstieg des Elektroantriebs profitieren. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von 10 Elektroauto-Aktien bzw. Elektromobilitäts-Aktien und Batterie-Aktien für 2021. Drei dieser E-Mobility-Unternehmen stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Elektroauto Aktien Liste:

NameISINSymbolWährung
BYDCNE1000002961211RMB
LG ChemKR7051910008A051910KRW
Li AutoUS50202M1027LIUSD
Nikola MotorsUS6541101050NKLAUSD
NioUS62914V1061NIOUSD
PanasonicJP38668000006752JPY
TeslaUS88160R1014TSLAUSD
VartaDE000A0TGJ55VAR1EUR
WorkhorseUS98138J2069WKHSUSD
XpengUS98422D1054YPEVUSD

Diese eMobility-Unternehmen profitieren vom Elektroauto-Boom:

BYD: Größter Akku- und Elektroautohersteller der Welt

BYD (ISIN: CNE100000296 – Symbol: 1211 – Währung: RMB) ist weltweit nicht nur einer der größten Elektroautohersteller, sondern auch der größte Produzent von wiederaufladbaren Akkus und anderen Stromspeicherlösungen. Diese werden vor allem in Mobiltelefonen, aber auch in den eigenen Elektrofahrzeugen eingesetzt. Aber auch für Kraftwerke und Privathaushalte gibt es innovative Stromspeicherlösungen. Im Jahr 2019 litt das Unternehmen unter dem Handelskrieg USA-China, der sich mittlerweile jedoch dank eines vorläufigen Abkommens stark entspannt hat. Auch die Corona-Krise hat das Unternehmen exzellent gemeistert.

Weil die Nachfrage nach den Batterien und Stromspeicherlösungen getrieben durch den Elektroautoboom in den kommenden Jahren weiter durch die Decke gehen dürfte, stehen dem in Hong Kong börsengelisteten Unternehmen glänzende Zeiten ins Haus. Unternehmensgründer Wang Chuan-Fu hat das ehrgeizige Ziel mit seinem Unternehmen, das nach dem Akronym „Build Your Dream“ benannt wurde, einmal mehr als 150 Mrd. USD Umsatz zu erzielen. Im Vergleich zu 2020 würde dies glatt eine Versechsfachung bedeuten.

Jahrelanges Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tesla

Im vergangenen Jahr 2020 verlor BYD im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Konkurrenten Tesla etwas an Boden. Beide Unternehmen kommen am Weltmarkt für elektrifizierte PKWs auf einen knapp zweistelligen prozentualen Anteil. Im Jahr 2018 hatte BYD dank des gewaltigen Heimatmarktes noch rund 5.000 Elektroautos mehr als Konkurrent Tesla verkaufen können und so dreimal in Folge den Titel als weltweit größter Elektroautoproduzent für sich beanspruchen können. Im Jahr 2019 holte sich Tesla die Krone allerdings zurück und führt nun mit deutlichem Abstand. Insgesamt hat Tesla zwischen 2012 und 2020 rund 1,4 Mio. Autos verkauft, während BYD im selben Zeitraum auf knapp 1 Mio. Elektrofahrzeuge kam.

BYD verfügt im Gegensatz zu Tesla jedoch über eine deutlich breitere Produktpalette. Während Tesla insgesamt gerade mal vier Modelle im Angebot hat, verfügt BYD über vier PKW, drei Hybridfahrzeuge, sowie sechzehn elektrische Nutzfahrzeuge und Busmodelle. Bei Elektrobussen ist BYD besonders stark. Laut IAA Mobility sind von weltweit mehr als 425.000 elektrisch betriebenen Bussen satte 99 % oder 421.000 in China unterwegs. Damit fahren rund 20 % der öffentlichen Busse in China bereits elektrisch – mit steigender Tendenz. Viele davon stammen aus dem Hause BYD. Doch auch außerhalb des Heimatmarktes rollen bereits BYD-Busse, unter anderem in den USA, Großbritannien, Italien und Skandinavien. Auch aus anderen Ländern gibt es zahlreiche Großaufträge.

Verkaufszahlen erholen sich nach Förderkürzungen und Corona-Lockdown

Im Juli 2018 wurden von BYD erstmals knapp mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge (Autos, Busse und LKWS) als mit Benzin betriebene Fahrzeuge abgesetzt. Im Jahr 2019 wurden auf Konzernebene dann in etwa gleich viele Fahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotoren verkauft. Förderkürzungen der chinesischen Regierung sowie die Corona-Krise führten dazu, dass die Absatzzahlen im Jahr 2020 unterm Strich zurückgingen. Mit knapp 230.000 verkauften Einheiten wurden in etwa gleich viele Fahrzeuge mit Elektroantrieb verkauft wie mit Verbrennungsmotoren (ca. 232.000 Fahrzeuge). Für 2021 dürfte mit neuen Absatzrekorden zu rechnen sein. Dazu dürfte auch die neue Elektro-Limousine „Han“ beitragen. Das Premiumauto mit mehr als 600 km Reichweite unterbietet den Preis des vergleichbaren Tesla Model S mit umgerechnet 33.0000 USD bis 40.000 USD deutlich. Kein Wunder, dass sich das Modell enorm gut verkauft und es bereits nach wenigen Monaten in die Top Ten der in China meistverkauften Fahrzeuge mit nachhaltigem Antrieb schaffte.

Warren Buffet beweist den richtigen Riecher

Im Jahr 2008 machte bei BYD der Einstieg von Investorenlegende Warren Buffet Schlagzeilen. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway beteiligte sich mit rund 8,25 % an BYD bzw. 225 Mio. Aktien zu einem Preis von ca. 8 HKD pro Aktie. Der Konzern produzierte damals vor allem Handyakkus, plante aber bereits in das Elektromobilitäts-Geschäft einzusteigen. Buffett bewies wieder einmal den richtigen Riecher: Nach einer wilden Achterbahnfahrt liegt der Preis heute bei rund 151 HKD oder 19,50 USD, so dass das Investment nach rund zehn Jahren gut 4,4 Mrd. USD wert ist. Ein Kursplus von weiterhin mehr als +1.700 % und die Erfolgsgeschichte ist möglicherweise gerade erst am Anfang. Davon ist auch Buffet überzeugt, denn er bekräftigte immer wieder, dass ihm das Investment in BYD sehr am Herzen liege.

Zugpferd Tesla: BYD Aktie trotz Gewinneinbruch im Aufwärtstrend

Da die chinesische Regierung die Subventionen für Elektroautos in den letzten Jahren deutlich heruntergeschraubt hat, verzeichnete BYD 2019 einen Gewinneinbruch von -42 % auf 1,6 Mrd. RMB (ca. 200 Mio. EUR). Beim Umsatz fiel der Rückgang weniger stark aus als erwartet, denn statt eines knapp zweistelligen Minus lagen die Umsatzerlöse mit 128 Mrd. RMB (16,3 Mrd. EUR) nur um 2 Mrd. RMB (ca. 250 Mio. EUR) oder -1,8 % unter dem Vorjahreswert.

Im Jahr 2021 stieg der Umsatz trotz Corona-Krise um +22,6 % auf 156,6 Mrd. RMB (ca. 19,9 Mrd. EUR), das Ergebnis hingegen konnte trotz der schwierigen Umstände um +162 % auf 4,2 Mrd. RMB (ca. 535 Mio. EUR) oder 1,47 RMB (ca. 0,18 EUR) pro Aktie gesteigert werden.

Aufgrund der zuletzt erheblich verbesserten Geschäftsentwicklung zog der Aktienkurs enorm stark an und kletterte von einem Tief bei ca. 4 EUR Ende 2019 in der Spitze um +637 % auf über 29,49 EUR. Dies dürfte mit Sicherheit auch am Höhenflug der Aktie des US-Konkurrenten Tesla gelegen haben. Die Tesla-Aktie hatte sich allein seit Ende 2019 in der Spitze mehr als verzwanzigfacht. Die Aktien vieler weiterer Elektromobilitäts-Unternehmen profitierten vom „Zugpferd Tesla“ und konnten ebenfalls stark zulegen. Mittlerweile haben beide Aktien von ihren jeweiligen Hochs deutliche Kurseinbußen verzeichnet.

Toyota und BYD bauen gemeinsam Elektroautos

Seit 2020 arbeiten der japanische Autohersteller Toyota und BYD gemeinsam mit dem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen BYD Toyota EV Technology an der Entwicklung von Batterien und Elektrofahrzeugen. Konkret sind vollelektrische Limousinen und SUV geplant, die unter der Marke Toyota auf dem chinesischen Markt eingeführt werden sollen. Der japanische Automobilkonzern hat sich zum Ziel gesetzt, den Absatz von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen bis 2025 auf 5,5 Mio. zu steigern. Das wäre im Vergleich zu 2018 immerhin eine Verdreifachung. 4,5 Mio. Fahrzeuge sollen mit Hybridantrieb ausgestattet sein, die übrigen Autos sollen mit Akkus oder Brennstoffzellen rein elektrisch angetrieben werden. Mit BYD an der Seite sollen diese aus Sicht von Toyota ambitionierten Ziele erreicht werden.

Trotz Kurshalbierung: Vorerst an der Seitenlinie bleiben

Elektromobilität-Aktien: Entwicklung der BYD Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Wer auf den Trend Elektromobilität setzen und dabei direkt in einen Hersteller investieren wollte, der hatte mit BYD lange eine relativ günstige Alternative zu Tesla. Deshalb hatten wir Ihnen die BYD Aktie über einen längeren Zeitraum mehrmals als Kaufkandidat vorgestellt. Das Unternehmen ist im Gegensatz zu Tesla zum einen schon seit Jahren profitabel, zahlt eine regelmäßige Dividende und zum anderen ist es deutlich breiter aufgestellt. Auch wenn die Förderungen für Elektroautos in China weiter eingeschränkt wurden und werden, sieht die Zukunft des Konzerns sehr rosig aus. Neben der Elektroautosparte ist vor allem die Batterie- und Akkusparte des an der Börse mit ca. 53 Mrd. EUR bewerteten Unternehmens spannend, so dass für das Unternehmen langfristig alle Zeichen auf Wachstum stehen. Wir gehen davon aus, dass BYD seine starke Wettbewerbsposition nutzen und auch in den kommenden Jahren sowohl bei Elektrofahrzeugen als auch bei Akkus stark steigende Verkaufszahlen erzielen wird. Dies dürfte die Gewinne des Konzerns stark nach oben treiben.

Die strategische Entscheidung sich in den kommenden Jahren komplett zum E-Mobility Konzern zu wandeln dürfte sich langfristig auszahlen. Alles in allem ist die schwankungsfreudige BYD-Aktie aber trotz der Kurshalbierung seit Februar weiterhin sehr hoch bewertet, denn Elektromobilitäts-Aktien und Batterie-Aktien erlebten bis Anfang 2021 einen regelrechten Boom. Aufgrund der ambitionierten Bewertung würden wir auch auf dem aktuellen Niveau von ca. 16 Euro noch nicht unbedingt zu spekulativen Neuinvestments raten. Interessant wird die Aktie aus unserer Sicht frühestens wieder bei Kursen von ca. 12 bis 14 EUR.

Panasonic: Vom Elektronikkonzern zum Elektroauto-Zulieferer?

Obwohl Panasonic (ISIN: JP3866800000 – Symbol 6752 – Währung JPY) immer noch von vielen als Hersteller von TV-Geräten und Stereoanlagen gesehen wird, liegt die Zukunft des Unternehmens zu einem großen Teil im Bereich Elektromobilität. Das Unternehmen wandelt seinen Schwerpunkt derzeit weg von Unterhaltungselektronik hin zu Systemlösungen und Komponenten für Industriekunden. Das Automobilgeschäft mit Bordelektronik, digitalen Cockpits inklusive Infotainmentsystemen und Akkus ist dabei einer der wichtigsten und wachstumsstärksten Geschäftsbereiche.

Marktführer bei E-Auto-Batterien und -Akkus

Für die Lithium-Ionen-Batterien, die Panasonic als führender Anbieter in stark steigenden Stückzahlen produziert, wird über das Jahr 2021 hinaus ein jährliches Marktwachstum von 17 % prognostiziert. Die steigende Nachfrage nach Akkus und Batterien ist unter anderem auf die steigende Anzahl von Solar- und Windprojekten zurückzuführen, aber vor allem und in erster Linie auf Elektrofahrzeuge, dem mit Abstand am schnellsten wachsenden Segment. Denn Akkus sind wertmäßig das Kernstück aller Elektroautos. Diesen milliardenschweren Weltmarkt haben asiatische Hersteller komplett unter sich aufgeteilt. Panasonic ist dabei mit einem Marktanteil von mehr als einem Drittel unangefochtener Marktführer noch vor dem BYD Konzern aus China, der auf knapp ein Fünftel kommt. Dritter im Bunde ist LG Chem aus Südkorea mit rund 10 % Weltmarktanteil.

Elektrische Antriebssysteme für Automobilhersteller

Die Tochtergesellschaft Panasonic Automotive Systems Company of America hat eine sogenannte ePowertrain-Plattform für Elektroautos entwickelt. Das System, das mit Elektromotor, Ladegerät und Wechselrichter die wichtigsten Komponenten für den Elektroantrieb beinhaltet, ist für große globale Automobilhersteller entwickelt worden. Die ePowertrain-Plattform wird weiter ausgebaut, damit das System auch für E-Bikes und Micro-Elektrofahrzeuge genutzt werden kann. Der energieeffiziente Antriebsstrang ist sehr kompakt und kann daher äußerst flexibel in Elektrofahrzeugen aller Art integriert werden.

Milliardeninvestment in Tesla schafft Abhängigkeiten

Offenbar will sich das Unternehmen durch die Entwicklung von Antriebssträngen auch unabhängiger von Tesla machen. Die Japaner haben insgesamt 1,6 Mrd. USD in die Gigafabrik des Elektroautoherstellers in Nevada investiert und wurden so zum Partner bei Lithium-Ionen-Batterien. Nach zwischenzeitlichen Produktionsverzögerungen bei Teslas Model 3 und einigen Verstimmungen, sind die Japaner mittlerweile deutlich zufriedener. Nachdem die Produktion bei Tesla zuletzt stark hochgefahren wurde und auch die Verkaufszahlen die Erwartungen erfüllten, schreibt das gemeinsame Batteriezellen Joint Venture nun Gewinne. Die Zusammenarbeit wurde deshalb um weitere 3 Jahre verlängert und Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Kapazität der Gigafabrik in Nevada von 35 GWh deutlich ausgebaut werden soll. Außerdem wird bereits an der gemeinsamen Entwicklung einer neuen Batterie mit höherer Reichweite und längerer Lebensdauer gearbeitet, für die es bereits 2021 eine Testproduktion geben soll.

Batteriefabrik in China und Partnerschaft mit Toyota

Aktuell macht die Automobilsparte bereits 20 % des Konzernumsatzes aus – mit steigender Tendenz. Bereits 2021 will Panasonic die Umsatzerlöse in dem Bereich von umgerechnet 13 Mrd. Euro im Jahr 2017 auf mindestens 19 Mrd. Euro steigern. Ein Drittel davon entfällt auf Auto-Akkus, die mittlerweile wiederum bereits mehr als die Hälfte des gesamten Akku-Umsatzes von Panasonic ausmachen. Um die Abhängigkeit von Tesla auch in diesem Bereich zu senken hat der Konzern gerade eine neue Batteriefabrik in China gebaut, die in Kürze chinesische Automobilhersteller beliefern soll. Darüber hinaus wurde eine enge Kooperation mit Toyota zur Entwicklung neuer Batterie-Technologien vereinbart.

Automobilgeschäft sorgt für Wachstumsfantasie

Nachdem das Hauptgeschäft mit der Unterhaltungselektronik zuletzt jahrelang stagnierte, brachte die Neuausrichtung und der verstärkte Fokus auf den Automobilbereich wieder frischen Wind und Wachstumsfantasie ins Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurde aufgrund der Corona-Krise ein um -6 % niedrigerer Konzernumsatz als im Vorjahr in Höhe von 7,5 Bio. Yen (ca. 60 Mrd. EUR) erzielt. Gleichzeitig fiel das Ergebnis pro Aktie um -21 % von 122 JPY auf 96 Yen (ca. 0,77 EUR). Im Jahr 2020/21 gingen Umsatz und Gewinn aufgrund der Belastungen durch die Corona-Krise nochmals deutlich um -11 % auf 6,7 Bio. Yen bzw. um -27 % auf 165 Mrd. Yen zurück. Aufgrund dessen wurde die Gesamtdividende im Vergleich zum Vorjahr von 30 Yen (0,23 EUR) auf 20 Yen (0,15 EUR) gesenkt.

Turnaround-Kandidat nach Zwischenspurt erneut im Korrekturmodus

Elektromobilität-Aktien: Entwicklung der Panasonic Aktie von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Nach Höchstkursen von 1.800 JPY (ca. 10,75 EUR) war die Panasonic-Aktie Anfang 2020 im Corona-Crash wieder auf ca. 700 JPY (5,50 EUR) zurückgefallen. Seitdem konnte die Aktie bis auf ca. 12 EUR klettern, bevor die Aktie wieder unter Druck geriet. Aktuell notiert die Panasonic Aktie wieder deutlich tiefer im Bereich von 1.200 JPY (ca. 9 EUR). Die Corona-Krise hat das Unternehmen hart erwischt, die Aktie befindet sich nach wie vor im Korrekturmodus. Doch hier könnte sich ein längerfristiger Einstieg auszahlen. Für Elektroautos liefert Panasonic komplette Antriebsmodule, Akkus, Bordelektronik, Cockpitsysteme und Infotainment. Der Zulieferer, der die wichtigsten Bauteile von Elektroautos abdeckt, könnte im Prinzip auch ein eigenes Elektroauto entwickeln. Deutlich lukrativer dürfte es jedoch sein, die hochwertigsten Komponenten eines Elektroautos an zahlreiche verschiedene Automobilunternehmen zu liefern. Vom Megatrend Elektroauto wird Panasonic stark profitieren. Die Aktie ist daher im Bereich zwischen 8 EUR und 9 EUR ein spekulativer, aber aussichtsreicher Turnaround-Kandidat, um längerfristig auf den Trend Elektromobilität zu setzen – gerade für Anleger, die nicht unbedingt auf weiterhin überteuerte Aktien wie Tesla, BYD oder NIO setzen möchten

Varta: Deutscher Batteriehersteller mit eMobility-Fantasie

Varta (ISIN: DE000A0TGJ55 – Symbol VAR1 – Währung EUR) ist ein traditionsreicher marktführender Batteriekonzern mit Sitz in der Schwäbischen Alb. Der Firmenname des bereits im Jahr 1887 gegründeten Unternehmens steht für Vertrieb, Aufladung, Reparatur transportabler Akkumulatoren. Nachdem der Konzern in den 1990er und 2000er Jahren zerschlagen wurde, ging die Varta AG 2017 erneut an die Börse. Beim Börsengang zu 17,50 EUR wurde das Unternehmen mit 670 Mio. EUR bewertet. Mittlerweile notiert die SDAX-Aktie nach Höchstständen von 181 EUR bei ca. 123 EUR und ist damit immerhin ca. 5 Mrd. Euro schwer.

Weltmarktführer für kleinen Batteriezellen

Die beiden Tochtergesellschaften VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH produzieren Mikrobatterien, Akkus und Lösungen zur Energiespeicherung für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkten. Bei Batterien für Hörgeräte beispielsweise ist Varta klarer technologischer Weltmarktführer und bei Akkus für schnurlose Kopfhörer sind die Schwaben ebenfalls auf bestem Wege zur internationalen Spitzenposition. Die Leistung der Zellen liegt weit über der Konkurrenz und konnte in den vergangenen Jahren um +20 % bis +30 % erhöht werden. Weitere +20 % Leistungssteigerung sollen bald realisiert werden, längerfristig sieht man das Potenzial sogar bei +40 % bis +50 %. Dazu werden extrem dünne Materialien eingesetzt und Graphit teilweise durch Silizium ersetzt. Die Nachfrage nach den Akkus und Batterien des Unternehmens ist so hoch, dass die Produktionskapazitäten massiv ausgebaut werden. Zuletzt wurde für rund 100 Mio. Euro das Konsumenten-Batteriegeschäft des amerikanischen Energizer-Konzerns gekauft. Doch der Fokus soll nicht ausschließlich bei kleinen Batterien bleiben.

Deutsche Hoffnung im Batterie-Wettkampf mit Asien

Der Blick von Varta richtet sich nun auf die Automobilindustrie. Denn die Bundesregierung möchte den Ausbau der Elektromobilität auch durch die Förderung der Batterieproduktion in Deutschland vorantreiben. Vor allem aber sollen deutsche Automobilhersteller nicht länger von den bislang alles dominierenden asiatischen Batterielieferanten abhängig sein und eine eigene Batterie-Wertschöpfungskette aufbauen. Preiserhöhungen oder Ausfuhrzölle könnten die deutsche Automobilindustrie sonst schnell in Bedrängnis bringen.

Um eine deutsche Batterieproduktion anzuschieben stehen Fördermittel in Höhe von 1,5 Mrd. Euro bereit, um die sich auch Varta zusammen mit starken Partnern beworben hat. Schlussendlich gehörte Varta zu den Gewinnern und wird nun gemeinsam mit BASF, BMW, Opel und Umicore an der deutschen Batteriezellenforschung arbeiten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist bereits dabei das Geld zu verteilen, Varta soll bis 2024 insgesamt 300 Mio. EUR erhalten. Für den in Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz geplanten Standort der Batteriezellenforschungsfabrik werden 500 Mio. Euro bereitgestellt. Ab dem Jahr 2024 sollen dort Batterien vom Band laufen – eine im Vergleich zur internationalen Konkurrenz (z.B. Tesla) allerdings extrem lange Vorlaufzeit. Auch die EU hat bereits angekündigt, eine europäische Batterieproduktion ebenfalls mit Milliardensummen unterstützen zu wollen.

Enormes Marktpotenzial

Der Batteriezellenmarkt für Elektromobilität hat ein enormes Potenzial. Allein Daimler orderte zuletzt Batteriezellen im Wert von 20 Mrd. Euro bei asiatischen Herstellern. Vartas Ziel ist es zukünftig auch Deutschland als Standort für Forschung und Produktion von Batteriezellen für Elektroautos zu etablieren. Denn bislang gehörten Batterien für Elektroautos noch nicht zur Produktpalette. Trotzdem sei auch für größere Zellformate das entsprechende Know-how vorhanden für eine technologische Spitzenposition. Daher möchte Varta der asiatischen Konkurrenz die Stirn bieten. Das Unternehmen baut am Unternehmenshauptsitz Ellwangen gerade eine erste Fertigungslinie für großformatigere Lithium-Ionen-Batterien auf. Ein vielversprechendes Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer Institut in Sachen eMobility ist ebenfalls erfolgreich angelaufen.

Zwei bis dreistelliges Wachstum bei Umsatz und Gewinn

2020 erzielte das Unternehmen – auch dank der Übernahme der Haushaltsbatterien-Sparte von Energizer – eine Umsatzsteigerung von +140 % auf 870 Mio. Euro und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 241 Mio. Euro (+147 %). Mit den Zahlen übertraf Varta die eigenen Planungen bei weitem: Ursprünglich war von einem Umsatz von 780 – 800 Mio. Euro und einem EBITDA-Gewinn von 175 – 185 Mio. Euro die Rede. Der Gewinn pro Aktie stieg von 1,28 Euro um +84 % auf 2,36 Euro je Aktie. Aufgrund der steigenden Auftragsbestände weitet das Unternehmen seine Kapazitäten weiterhin stark aus und investiert in neue Fertigungslinien. Für 2021 erwartet die Unternehmensleitung eine Umsatzerwartung von 940 Mio. Euro und eine steigende Gewinnmarge, die zu einem überproportionalen Gewinnwachstum führen soll.

Spekulative Batterie-Aktie mit potenzieller eMobility-Zukunft: Gewinne mitnehmen

Elektromobilität-Aktien: Entwicklung der Varta Aktie von von Mai 2018 bis Mai 2021 | Online Broker LYNX

Das Mikrobatterie-Geschäft von Varta brummt und es ist daher nicht verwunderlich, dass die Aktie sich nach dem Börsengang vervielfachen konnte. Zwischenzeitlich erreichte die Varta Aktie Kurse von über 181 Euro, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Aktie befindet sich seither in einer Korrektur, wenngleich der langfristige Aufwärtstrend noch intakt ist.

Ein Ende des Batteriebooms ist nicht in Sicht, denn auch immer mehr kleine und mittlere Elektrogeräte werden mit Batterien und ohne Kabel betrieben. Da das Konsortium um Varta den Zuschlag für die Förderung einer Batterieproduktion in Deutschland bekommen hat, dürfte das Unternehmen mittel- bis langfristig in neue Dimensionen wachsen. Trotz der notwendigen enormen Investitionen könnte Varta das Dasein als Nischenanbieter für Mikrobatterien dann im besten Fall beenden und zu einem bedeutenden Batteriehersteller für die Automobilindustrie aufsteigen. Das ist klarerweise noch Zukunftsmusik, aber nach dem Zuschlag für die Fördermittel sehen die Aussichten für Varta aufgrund der technologischen Kompetenz sehr gut aus. Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 123 EUR ist die Aktie allerdings mittlerweile sehr ambitioniert bewertet. Bei einer Rückkehr in den Bereich 130 EUR bis 140 EUR können weiterhin Gewinnmitnahmen überlegt werden. Die Aktie hat trotz einer sehr positiven Geschäftsentwicklung daher einen spekulativen Charakter und sollte allenfalls bei einem stärkeren Rücksetzer neu gekauft werden. Bei der Varta-Aktie sollten auch in Zukunft stärkere Schwankungen einkalkuliert werden.

Fazit: Nur noch wenige attraktive Investmentmöglichkeiten im eMobility-Sektor

Getrieben von der atemberaubenden Kursentwicklung der Tesla-Aktie setzte sich der Höhenflug der eMobility-Aktien bis Februar fort. Insbesondere die Aktien von bestehenden und angehenden Elektroautoherstellern wie Nio, Workhorse, XPeng, Li Auto oder BYD, sogenannte „Pure Plays“ vervielfachten sich im Wert. Doch schließlich waren die Werte regelrecht heiß gelaufen und die Entwicklung zeigte – wie wir wenige Wochen vor dem Absturz schrieben – deutliche Anzeichen einer Blasenbildung. Daher sind die empfindlichen Rückschläge von -30 % oder mehr nicht weiter verwunderlich. Unser Tipp die Gewinne bei Varta und BYD erst einmal ins Trockene zu bringen, war goldrichtig. Bleiben Sie bei diesen beiden Werten weiterhin an der Seitenlinie. Wer langfristig vom Elektro-Auto-Boom profitieren möchte, sollte vorerst auf Werte ausweichen, die als Zulieferer von Batterien oder Technik profitieren – wie zum Beispiel der Turnaround-Kandidat Panasonic. Sofern es den Japanern gelingt, die eingeschlagene Neuausrichtung auf Elektromobilität erfolgreich voranzutreiben, sollte sich dies langfristig auch für die Aktionäre bezahlt machen.

Sie möchten an der Börse die besten Die besten Elektromobilität-Aktien und Batterie-Aktien handeln?

Als Aktien-Broker bieten wir Ihnen den Börsenhandel von Wasser Aktien direkt an den Heimatbörsen der Unternehmen an. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und engen Spreads.

Über den Online-Broker LYNX profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von einem ausgezeichneten Angebot, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

Noch mehr beste Aktien

Sie möchten an der Börse handeln?

Nutzen Sie für Ihre Börsengeschäfte ein Depot über den Online-Broker LYNX. Alles aus einer Hand: Aktien kaufen, Optionen handeln, Futures traden oder in ETFs investieren.

Informieren Sie sich hier über den Online-Broker LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Wendelin Probst
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.