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Hapag-Lloyd Aktie Prognose Hapag Lloyd: Warum mögen die Anleger diese Nachrichten nicht?

News: Aktuelle Analyse der Hapag-Lloyd Aktie

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Hapag-Lloyd Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.11.2025 um 12:40 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Überschrift „Starkes Wachstum und solides Ergebnis“ mochte so gar nicht zur Reaktion der Hapag-Lloyd-Aktie am Bilanztag passen. Die Aktie rutschte deutlich ab, bevor es gelang, die Abschläge einzugrenzen. Sah man sich die Zahlen genauer an, wurde klar, wo es klemmte.

Richtig ist, dass die Transportmenge, also das Volumen der beförderten Güter, gegenüber den ersten drei Quartalen 2024 um 9,1 Prozent höher lag. Auch der Umsatz in Euro lag über dem Vergleichszeitraum, hier belief sich das Plus auf 2,1 Prozent. Das Problem war indes, dass dieses „Mehr“ beim Volumen mit einem „Weniger“ an Gewinn einherging.

Das Angebot an Frachtraum ist nach den Engpässen als Folge der Corona-Lockdowns bei vielen Reedereien deutlich hochgefahren worden. Jetzt sieht man sich, nicht zuletzt bedingt durch die den weltweiten Frachtverkehr spürbar beeinträchtigenden, hohen US-Einfuhrzölle, einer Nachfrage gegenüber, die niedrig genug ist, um die Gewinnmargen zu drücken.

Konkret äußerte sich das bei Hapag Lloyd in einem um 24 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten 2024 niedrigeren Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und einem um 55 Prozent gefallenen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT), zurückzuführen auf drastisch gesunkene Gewinnmargen (EBIT-Marge in US-Dollar bei 6 Prozent nach 13 Prozent im Vorjahr). Das EBIT sieht der Vorstand für das Gesamtjahr jetzt zwischen 0,5 und 1,0 Milliarden Euro.

Da beim EBIT in den ersten drei Quartalen bereits 0,81 Milliarden erreicht wurden, kann man sich fragen, ob das Unternehmen für das laufende Quartal noch mehr Druck befürchtet. Aber ob es dazu kommt oder nicht, das Problem ist, dass man gut daran täte, bei dieser Aktie nicht auf die alten Rekorde zu schauen, die erreicht wurden, als den Reedereien der Frachtraum förmlich aus den Händen gerissen wurde. Jetzt ist man wieder bei dem Zustand angekommen, der vorher galt: Viel Arbeit, wenig Brot.

Expertenmeinung: Und die Analysten sind hier alles andere als optimistisch in Bezug auf eine womöglich um die Ecke wartende, starke Belebung des Geschäfts. Von den elf diese Aktie regelmäßig einordnenden Experten stuft sie niemand als kaufenswert ein. Fünf plädieren für „Halten“, sechs für „Untergewichten“ oder sogar für „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel: 105 Euro … also unter dem derzeitigen Kursniveau.

Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs 115,40 Euro, Kürzel: HLAG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs 115,40 Euro, Kürzel: HLAG | Quelle: TWS

Dass die Hapag-Lloyd-Aktie am Donnerstag zuerst deutlich um bis zu 7,1 Prozent fiel, den Verlust dann aber stark verringerte und sich am Freitag dann gut behauptet durch den Tag schleppte, dürfte daher eher am charttechnischen Bild gelegen haben. Wir sehen im Chart auf Wochenbasis, dass die Aktie im Zuge der Verkäufe als Reaktion auf die wenig inspirierenden Bilanzzahlen in die seit zwei Jahren das untere Ende der Handelsspanne stellende Supportzone 103,40 bis 108,30 Euro gerutscht war. Dort wurde zugegriffen. Aber dass man damit erst einmal verhinderte, dass der Kurs nach unten ausbricht, heißt nicht, dass ihm allzu viel Luft nach oben vergönnt sein muss.

Ein Anlauf an die Widerstandszone 160/190 Euro ist zwar grundsätzlich denkbar. Aber im Licht dieser Neun-Monats-Zahlen dürfte es den meisten Anlegern dafür zu wenig Argumente geben. Aktuell wäre ein Ausbruch nach unten aus Trading-Sicht spannender, für den Moment gibt die Aktie indes in beide Richtungen noch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf her.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Eine Aktie, die über dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel notiert, ist keine Seltenheit … aber wenn es nicht um einen dynamischen Aufwärtstrend geht, sondern versucht wird, eine entscheidende Supportzone zu halten, wird die Sache brenzlig, so wie aktuell bei Hapag Lloyd.

In der Überschrift des Halbjahresberichts der deutschen Reederei Hapag Lloyd war die Formulierung „gutes Wachstum“ zu lesen. Doch dass die Aktie am Tag der Vorlage der Ergebnisse (Donnerstag) um 8,4 Prozent fiel und am Freitag noch einmal 1,9 Prozent „nachrutschte“, machte klar: So wirklich alles beleuchtete diese Headline offenbar nicht.

In der Tat war der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um zehn Prozent gestiegen. Aber Marge und Gewinn nicht. Die vor Zinsen und Steuern (EBIT) gerechnete Marge sank deutlich von neun auf sechs Prozent. Und der als EBIT gerechnete Gewinn kam dadurch trotz gestiegenem Umsatz um deutliche 23,9 Prozent zurück. Netto lag das Minus beim Gewinn zwar nur bei gut drei Prozent. Aber ein Grund, um beherzt zuzugreifen, war das keiner.

Expertenmeinung: Auch wenn die Reederei diese Ergebnisse im Rahmen eigener Erwartungen sieht, die Begeisterung blieb aus, zumal die Gesamtjahresprognose nur in ihrer Bandbreite verringert, aber nicht angehoben wurde. Hier sieht man auf EBIT-Basis für 2025 jetzt 0,2 bis 1,1 Milliarden Euro nach bislang 0,0 bis 1,5 Milliarden.

Auch bei den Analysten war man nicht beeindruckt. Trotz des gegenüber den Vorjahren gedrückten Kurses kam da keine „Kaufen“-Empfehlung zustande, dafür aber einige gesenkte Kursziele. Aktuell ist die Verteilung der Einschätzungen für diese Aktie so negativ wie für kaum eine andere: viermal „Halten“, siebenmal „Verkaufen“, mittleres Kursziel 112 Euro. Das ist ein Wort … aber verständlich, denn:

Vorerst sieht man keine Basis für deutlich steigende Frachtraten. Nachfrage und Preise bleiben unter Druck, auch weil die großen Reedereien aufgrund der Nachschub-Krise im Anschluss an die Corona-Lockdowns in Windeseile mehr Frachtraum generiert haben, der jetzt in diesen Dimensionen nicht benötigt wird. Für das kommende Jahr sieht man seitens der Experten sogar weiter nachgebende Gewinne, bevor es 2027 vielleicht besser wird.

Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 15.08.2025, Kurs 119,60 Euro, Kürzel: HLAG | Online Broker LYNX
Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 15.08.2025, Kurs 119,60 Euro, Kürzel: HLAG | Quelle: TWS

Hapag Lloyd ist wieder im alten Fahrwasser der eher kleinen Brötchen angekommen. Und daher wäre es keineswegs eine sichere Wette, wollte man sich darauf verlassen, dass die jetzt wieder nahe gekommene, seit Ende 2023 relevante Unterstützungszone 103,40 zu 112,60 Euro hält. Hier müssten deutlich bessere Zahlen mit einem Ausbruch aus der mittelfristigen Handelsspanne durch Schlusskurse über 190,50 Euro zusammenkommen. Erst dann wäre die Aktie der Reederei ein Investment, bei dem man nicht ständig fürchten müsste, dass sich für den Kurs auf einmal eine Falltür öffnet.

Quellen:
Ergebnis des 1. Halbjahres 2025, 14.08.2025: https://www.hapag-lloyd.com/de/company/press/releases/2025/08/hapag-lloyd–good-growth-and-solid-half-year-results-in-a-volati.html

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
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Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran sorgte am Aktienmarkt für große Erleichterung, auch, weil der Ölpreis massiv zurückkam. Die Kurse stiegen, Verlierer gab es wenige. Doch die Aktie der deutschen Reederei Hapag Lloyd war einer davon – mit satten -6,23 Prozent. Wieso?

Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 24.06.2025, Kurs 128,00 Euro, Kürzel: HLAG | Online Broker LYNX
Hapag Lloyd Aktie: Chart vom 24.06.2025, Kurs 128,00 Euro, Kürzel: HLAG | Quelle: TWS

Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass die „goldene Zeit“ für Hapag Lloyd nicht erst seit Kurzem vorüber ist. Im Zuge der Lieferketten-Probleme hatte die Schifffahrt-Aktie zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2022 eine gigantische Hausse aufs Parkett gelegt. Doch dann sanken die Frachtraten wieder, die Auslastung ging zurück … und Kapazitäten, die zuvor knapp und heiß begehrt waren, lagen brach. 2022 gelang in diesem Boom ein Gewinn von fast 100 Euro pro Aktie. Für 2025 schätzen die Analysten nur noch 4,10 bis 4,50 Euro pro Aktie. Und für 2026 erwarten die Experten momentan, dass es erst noch schlimmer wird, bevor sich in den Folgejahren eine Besserung ergibt.

Zwar beurteilte Hapag Lloyd das erste Quartal als ein gutes, was Mitte Mai zum bislang letzten Aufbäumen der Aktie führte. Aber dass die Käufe dann im oberen Bereich der seit Ende 2023 geltenden Handelsspanne abgewiesen wurden und die Aktie am Dienstag tiefer schloss als vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse, macht schon deutlich:

Die Zahl der Marktteilnehmer, die hier an eine schnelle Wende glauben, ist überschaubar. Auch, weil die meisten Analysten ebenso pessimistisch sind. Die Spanne der Kursziele, die nach den Zahlen vergeben oder bestätigt wurden, bewegt sich zwischen 75 und 170 Euro. Und der Schnitt, inklusive etwas älterer Ziele, liegt bei knapp 110 Euro. Auffällig ist hier auch:

Kein einziger Analyst rät aktuell zum Kauf; „Halten“ ist da das höchste der Gefühle, und selbst diese Einstufung ist unterrepräsentiert. Aber diese Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran hätte die Sache ändern können.

Expertenmeinung: Wäre es tatsächlich zu einer ernsthaften Behinderung des Schiffsverkehrs in der wichtigen Passage der Straße von Hormus gekommen, wären die Frachtraten deutlich gestiegen, sei es aufgrund des höheren Risikos für die Reedereien, sei es, weil der Transport durch große Umwege teurer würde, weil das eben länger dauert und dadurch mehr Kapazitäten bindet. Aber das ist jetzt eben vom Tisch. Und so fiel diese Aktie am Dienstag kräftig, während der Gesamtmarkt stieg.

Aber jetzt kommt wieder das untere Ende dieser zwischen 103,40 und 190,50 Euro liegenden Handelsspanne in Sicht. Wäre das nicht eine Gelegenheit, die Aktie „billig“ abzugreifen?

Falls die Aktie in diese untere Supportzone zwischen 103,40 und 112,60 Euro rutscht und sie dann deutlich wieder nach oben verlässt, wäre das für spekulative Trader mit kurzem Zeithorizont und guten Nerven zumindest einen Gedanken wert. Aber für ein echtes, mittel- oder langfristiges Engagement wartet ja noch ein weiteres Problem, das die Aktie ausbremst:

Die Zölle. Erst wenn auch hier eine Lösung auf dem Tisch liegt, die erwarten lässt, dass der weltweite Frachtverkehr nicht durch zu hohe Zölle unter Druck gerät und bleibt, wäre die Perspektive da, um sich Reederei-Aktien wie die der Hapag Lloyd wieder genauer anzusehen. Bis dahin bleibt sie ein heißes Eisen mit weiterem Risiko auf der Unterseite.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.