Aktienanalyse:
Aixtron: War diese Bilanz gut genug für die Wende?

Aktuelle Analyse der AIXTRON Aktie

Der Gesamtmarkt hatte nach der EZB-Sitzung so seine Nöte, aber der für die Halbleiterindustrie produzierende Maschinenbauer Aixtron stach mit einem kräftigen Plus von 14 Prozent heraus. Basis dieses Kurssprungs war die am Morgen vorgelegte Bilanz des zweiten Quartals. Die Zahlen waren auf den ersten Blick gut, aber nicht grandios. Auf den zweiten Blick hingegen schon, wenngleich das ein wenig überrascht. Der Umsatz lag nur etwas über den Prognosen der Analysten, aber unter dem des ersten Quartals.

Dafür wurde mit 63,3 Millionen deutlich mehr umgesetzt als im zweiten Quartal 2018 (55 Millionen). Der Gewinn, als EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) gerechnet kam mit 9,3 Millionen Euro deutlich besser als erwartet herein, aber lag unter dem des Vorquartals. Aber das alles löste diesen beeindruckenden Kurssprung nicht aus: es war die Gewinnmarge auf EBIT-Basis. Da erwartet Aixtron jetzt für das Gesamtjahr eine Marge von stattlichen 13 Prozent, vorher hatte man einen Korridor zwischen 8 und 13 Prozent angegeben.

Und das sind äußerst gute Nachrichten. Immerhin baut Aixtron Beschichtungsanlagen für die Chipindustrie. Was bedeutet, man ist Zulieferer einer an sich schon sehr konjunkturabhängigen Branche. Wenn es da klemmt, klemmt es bei den Zulieferern normalerweise sofort doppelt.

Expertenmeinung: Zum einen, weil die Kunden versuchen, die Preise zu drücken, um den eigenen Druck auf die Margen abzufedern. Zum anderen, weil Aixtron keine Bauteile liefert wie z.B. Siltronic mit seinen Wafern, sondern Investitionsgüter herstellt. Wenn es bei den potenziellen Kunden ungemütlich wird, werden Aufträge für solche neuen Maschinen gerne auf der Zeitachse nach hinten geschoben oder gleich ganz storniert. Dass Aixtron in einem solchen Umfeld imstande ist, gute Preise durchzusetzen und dadurch erwartet, über das Gesamtjahr hinweg am oberen Ende der eigenen Gewinnspannen-Prognose zu liegen, ist in der Tat aller Ehren wert.

Indes, dieses Geschäft ist wankelmütig, man kann nicht fest davon ausgehen, dass die Lage so gut bleibt. Daher sollte man in diesem Fall dem Tag nicht vor dem Abend loben bzw. zumindest ein klar bullisches Signal der Charttechnik abwarten. Und das muss erst noch erfolgen, denn Sie sehen in diesem Chart auf Wochenbasis, dass die Aktie durch die gestrige Rallye zwar die wichtige Supportzone 7,75/8,00 Euro nach kurzem Unterschreiten doch noch halten konnte.

Aber jetzt ist die Aktie in eine mittelfristige relevante, massiv wirkende Widerstandszone zwischen 9,80 und 10,30 Euro hineingelaufen. Aixtron müsste darüber schließen, idealerweise auf Wochenschlusskursbasis, dann wäre hier ein klares Signal der Charttechnik gegeben. Vorher sollte man zumindest im Hinterkopf behalten, dass der Kurs allemal noch nach unten abdrehen könnte, falls zu viele Akteure diesem mit der aktuellen Bilanz so lecker wirkenden Braten doch nicht trauen sollten.

Chart vom 25.07.2019, Kurs 9,70 Euro, Kürzel AIXA

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