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Aktienanalyse:
Drägerwerk: Fallender Keil im Chartbild – die Bullen müssen aufwachen

Aktuelle Analyse der Draegerwerk Aktie

Die Drägerwerk-Aktie fristete ein eher unauffälliges Dasein, bis vielen Anlegern Mitte März, als der „Lockdown“ schon lief, durch eine Meldung erst bewusst wurde, dass das Unternehmen unter anderem genau das herstellt, was umgehend und in größeren Mengen benötigt wurde: Schutzkleidung und Beatmungsgeräte. Am Freitagnachmittag, dem 13. März, meldete Drägerwerk einen großen Auftrag über Beatmungsgeräte und Schutzmasken der Bundesregierung. Die Aktie zog deutlich an und explodierte förmlich, als diese Meldung am Montag in größeren Kreisen herumgereicht worden bekannt war.

Auf einmal war die Aktie äußerst volatil und schaffte es, sich per Ende März gegenüber dem Kurslevel vor der vorgenannten Meldung mehr als zu verdoppeln. Doch seither blättert der Lack sukzessiv ab. Auch, weil den Marktteilnehmern eines klar wurde: Der Anstieg des Auftragseingangs im ersten Quartal war gewaltig, aber diese Umsätze und die daraus abzuleitende Steigerung des Gewinns wurden durch die Rallye der Aktie ja bereits in den Kurs eingearbeitet. Und dieser Schub an Aufträgen für Beatmungsgeräte ist keiner, der auf Dauer aufrechterhalten würde, denn wenn die Bestände erst einmal ausreichend hochgefahren wurden, ist der Bedarf eben gedeckt.

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Expertenmeinung: Die am 30. April vorgelegte Bilanz des ersten Quartals war zwar gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich besser ausgefallen. Aber es fiel auf, dass Drägerwerk seine vorherige Prognose für 2020 zurücknahm und keine neue Perspektive vorlegte. Die soll im Zuge der Halbjahresbilanz kommen, die indes erst Anfang/Mitte August erwartet wird. Bis dahin bleibt für die Marktteilnehmer auch die Frage offen, ob nicht womöglich andere Produkte aus dem Drägerwerk-Portfolio, das vor allem die Medizin- und Sicherheitstechnik abdeckt, aufgrund der Pandemie-Beschränkungen weniger nachgefragt werden und dadurch den Anstieg von Umsatz und Gewinn insgesamt abbremsen könnten.

Die Aktie lässt seit einigen Wochen den Kopf hängen, die „Goldgräberstimmung“ ist vom Tisch. Aber auch, wenn zuletzt tiefere Zwischenhochs und tiefere Zwischentiefs Ungemach andeuten: Noch ist der Keil, den man im Chart erkennen kann, potenziell bullisch, eine sogenannte Konsolidierungsformation, die oft nach oben verlassen wird. Aber um diese Chance eines „bullischen Keils“ wäre es umgehend geschehen, wenn die Käufer jetzt nicht zügig aufwachen würden. Sobald Drägerwerk über 77 Euro schließen würde, wäre damit die obere Begrenzung des Keils nebst der knapp darüber wartenden 20-Tage-Linie bezwungen und das Gesamtbild wieder positiv. Aber würde die Aktie mit Schlusskursen unter 68 Euro aus diesem Keil nach unten heraus rutschen, wäre der Weg für die Bären wieder frei, ein Test der bei aktuell 57,15 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie allemal denkbar.

Drägerwerk Aktie Chart vom 19.05.2020, Kurs 72,00 Euro, Kürzel DRW3 | Online Broker LYNX

 

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