Die besten Wasser Aktien 2020

Renditequelle Wasser-Aktien: Mit diesen nachhaltigen Wasser-Investments können Sie guten Gewissens auf den Zukunftsmarkt „blaues Gold“ setzen.

Wachstumsmarkt Wasser: Rohstoff der Zukunft

Zu den Anlagetrends der Zukunft gehört neben Technologiethemen wie Elektromobilität und Künstliche Intelligenz auch Wasser – das blaue Gold. Denn obwohl 70% der Erde mit Wasser bedeckt sind, ist Süßwasser bzw. sauberes Trinkwasser nur sehr begrenzt verfügbar. Und im Gegensatz zu Öl ist Wasser durch nichts zu ersetzen. Für die wachsende Weltbevölkerung ist es einer der wichtigsten Rohstoffe, dessen Bedeutung in Zeiten des Klimawandels von Jahr zu Jahr steigt. Das haben wir im trockenen Hitzesommer 2018 auch in Deutschland ansatzweise zu spüren bekommen. Anderswo jedoch leiden große Bevölkerungsteile seit vielen Jahren unter der zunehmenden Wasserknappheit. Die Versorgung der wachsenden Menschheit mit Trinkwasser gilt als eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts.

„Sprudelnde“ Gewinne mit dem Börsentrend Wasser-Aktien

Kein Wunder also, dass der Wachstumsmarkt Wasser auch an der Börse immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Wasseraktien haben sich in den letzten Jahren überdurchschnittlich gut entwickelt haben. Dieser Trend dürfte anhalten und die Knappheit der Ressource Wasser wird dafür sorgen, dass Wasseraktien auch im Jahr 2020 und darüber hinaus weiter im Fokus der Anleger stehen werden und die Gewinne „sprudeln“. Wir haben die besten Wasser Aktien Tipps für Sie.

Ethische Wasserinvestitionen: Mit gutem Gewissen in Wasser Aktien investieren

Wir möchten Ihnen zeigen, mit welchen Wasser Aktien Sie als Privatanleger mit gutem Gewissen auf diesen Anlagetrend der Zukunft setzen können. Denn beim Investieren in Wasser-Aktien geht es ausdrücklich nicht darum, arme Teile der Weltbevölkerung durch Wassermonopole und zu hohe Wasserpreise „auszupressen“ oder gar von Dürrekatastrophen zu profitieren. Vielmehr geht es darum, welche nachhaltig und ökologisch orientierten Unternehmen mit ihren innovativen Wassertechnologien z.B. für Reinigung, Filterung, Entsalzung oder effizienter Acker-Bewässerung der zunehmenden Wasserknappheit entgegenwirken und so die Wasserversorgung bzw. den Zugang der Menschen für Trink- und Frischwasser zu erleichtern.

2,2 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

Faktoren wie steigende Bevölkerungszahlen, Klimawandel, Desertifikation (Wüstenbildung), wasserintensive Lebensstandards und Umweltverschmutzung machen Wasser zu einem immer knapperen Rohstoff.  Während der Wasserverbrauch in den Industrienationen pro Kopf immer weiter ansteigt, haben laut UNICEF weltweit rund 2,2 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das sind fast 30% der gesamten Weltbevölkerung. Und Prognosen zufolge könnte sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 nochmal verdoppeln. Schon heute verfügen vor allem in Dritte-Welt-Ländern oder ländlichen Regionen von Entwicklungsländern ca. 800 Mio. Menschen nicht einmal über eine Grundversorgung mit Wasser. Das ist auch deshalb dramatisch, weil sich ohne Wasser und Hygiene Krankheiten besonders schnell verbreiten. Laut den Vereinten Nationen müssten bis zum Jahr 2030 jährlich ca. 114 Mrd. USD in die Wasserinfrastruktur investiert werden, um dem Trend effektiv entgegenzuwirken. Mangels Geldes in den Kassen der Entwicklungsländer bzw. aufgrund des fehlenden politischen Willens in den Industrieländern wird jedoch nur ein kleiner Bruchteil der notwendigen Summe tatsächlich investiert.

Weltweit stark ansteigender Wasserverbrauch

Bei der UN nimmt man außerdem an, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2025 bis zu +40% mehr Wasser verbrauchen wird als noch im Jahr 2015. Zu dem stark steigenden Wasserbedarf tragen in erster Linie die wachsende Bevölkerung sowie veränderte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bei. Denn die in vielen Ländern stetig wachsende Mittelschicht übernimmt meist den extrem wasserintensiven westlichen Lebensstil. Bewohner von Industrienationen verbrauchen rund 10 Mal so viel Wasser wie die Bewohner von Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Hoffnung auf eine verbesserte Wasserversorgung und neuen bahnbrechenden Wassertechnologien ruht daher vor allem auf Privatunternehmen. Doch sehen wir uns zunächst die aktuelle Wasser-Situation aus globaler Sicht etwas näher an.

Wasserknappheit: Versiegende Flüsse und sinkende Grundwasserspiegel

Bedingt durch den Klimawandel dehnen sich die Trockenzeiten in vielen Erdregionen aus, während Regenfälle seltener, aber dann oft umso heftiger werden. Dies liegt auch daran, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele Wälder, insbesondere Regenwälder abgeholzt wurden, die für den Wasserkreislauf eine wichtige Pufferfunktion hatten. Denn Wälder ziehen einerseits regelmäßige Regenfälle an und nehmen andererseits im Boden dank Wurzelwerk und organischen Stoffen auch enorme Wassermengen auf. Diese werden dann in Trockenphasen über Bäche und Flüsse stetig an das Umland abgeben. Stehen Waldflächen jedoch nicht mehr als „Wassermagnet“ und natürlicher Wasserspeicher zur Verfügung, so kommt es zu ausgedehnten Trockenzeiten und aufgrund von Bodenerosion und Desertifikation auch viel häufiger zu verheerenden Überschwemmungen. Abgesehen von diesen kurzen Überflutungsphasen versiegen vor allem in asiatischen und afrikanischen Regionen viele Flüsse zeitweise oder die einstigen Lebensadern verkommen zu kleinen, stark verschmutzten Rinnsalen. Die Folge: Wasserreserven und Grundwasserspiegel gehen drastisch zurück. Wassermangel wird damit zu einem immer drängenderen Problem. Die vielerorts explodierenden Bevölkerungszahlen treiben den Wasserverbrauch ebenfalls weiter in die Höhe. Neue Brunnen müssen daher immer tiefer gegraben werden und die Wege zur nächsten Wasserquelle werden für viele Menschen eher länger als kürzer.

Der Kampf ums kostbare Nass führt immer öfter zu Konflikten

Verschärft wird die Situation durch immer größere Wasserentnahmen für Landwirtschaft, Industrie und Energiegewinnung. Durch den Bau großer Staudämme, wird neben der Energieerzeugung vielerorts versucht Wasser-Reservoirs für die heimische Landwirtschaft und Industrie zu sichern. Zum Leidwesen der flussabwärts gelegenen Länder und Gebiete, denn für die riesigen Stauseen und Reservoirs werden den Flüssen enorme Mengen Wasser entzogen. Nicht selten führt deshalb der Bau von Staudämmen und landwirtschaftlichen Bewässerungssystemen zu Konflikten zwischen Nationen. So ist beispielsweise nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung auf Flüsse angewiesen, die im Himalaya-Gebirge entspringen, wie beispielsweise den Brahmaputra, einem der wichtigsten Zuflüsse des Ganges. Die Konkurrenz um Wasser führt zu immer größeren Spannungen und ungelösten Grenzkonflikten zwischen den beiden Atom-Mächten Indien und China. Der Zugang zu Wasserreserven könnte in Zeiten der globalen Erwärmung zu immer ernsthafteren Auseinandersetzungen führen. Auch im Nahen Osten und in Nordafrika drohen Verteilungskämpfe, denn die fossilen Grundwasserspeicher, die den dortigen Wasserverbrauch decken dürften spätestens in einigen Jahrzehnten aufgebraucht sein.

Wie können Anleger in Wasser investieren?

Doch auch in Industrieländern ist die Wasser-Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser ein immer wichtigeres Thema. Denn obwohl der Wasserverbrauch auch bei uns weiter ansteigt, ist die Wasser-Infrastruktur in den meisten westlichen Nationen veraltet und Leitungssysteme zunehmend marode. Zur Modernisierung und Sanierung werden auch in Ländern wie den USA oder in Deutschland in den kommenden Jahren enorme Investitionen notwendig sein. Für Sie als Privatanleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in innovative, nachhaltige Wassertechnologien zu investieren. Dabei können Sie beispielsweise zwischen Wasser-ETFs und Wasser-Fonds sowie Einzelaktien wählen.

Investment in Wasser-ETFs

Unter den Wasser-ETFs kommt der Lyxor World Water UCITS ETF (ISIN: FR0010527275 – Symbol: LYM8 – Währung: EUR) aktuell auf ein Fondsvolumen von rund 830 Mio. Euro. Als Referenzindex dient der World Water Index, der die weltweit 30 größten Unternehmen abbildet, die im Bereich Wasserinfrastruktur, -aufbereitung und -versorgung engagiert sind. Damit ein Unternehmen als Investment in Frage kommt, müssen mindestens 40% der Umsätze mit wasserbezogenen Geschäftsbereichen erwirtschaftet werden. Die Gesamtrendite des ETFs lag in den 5 Jahren von Anfang 2015 bis Ende 2019 bei ca. +72%. Daneben bietet sich noch der ca. 1,2 Mrd. USD schwere iShares Global Water UCITS ETF (ISIN: IE00B1TXK627 – Symbol: IQQQ – Währung USD) an. Der Wasser-ETF investiert in die 50 im S&P Global Water 50 Index abgebildeten Wasser-Aktien und kam in den 5 Jahren von 2015 bis 2019 auf eine Gesamtperformance von immerhin +59%.

Aktiv gemanagte Wasser-Fonds

Natürlich gibt es auch eine Reihe aktiv gemanagter Wasser-Fonds wie den Pictet-Water (ISIN: LU0104884860 – Symbol PBF7 – Währung EUR). Der Fonds mit einem Volumen von 6 Mrd. EUR legt seinen Fokus auf nachhaltige Unternehmen und lehnt beispielsweise Konzerne ab, die verpacktes Wasser verkaufen. Der Pictet-Water kommt mit +61% auf eine ähnliche 5-Jahres-Performance wie die beiden oben genannten Wasser-ETFs. Auch der RobecoSAM Sustainable-Water-Fund (ISIN: LU0133061175 – Symbol: OZWA – Währung EUR) fokussiert sich auf nachhaltige Wasserwirtschaft. Die Investments des Fonds decken die gesamte Wertschöpfungskette des Wassersektors ab. Im Portfolio befinden sich Aktien von Unternehmen, die sich beispielsweise mit den Bereichen Wasserqualität, Wasseraufbereitung, Bewässerungssystemen und Abwasserbehandlungsanlagen sowie Wasserversorgung und Wasserinfrastruktur beschäftigen. In den fünf Jahren bis Ende 2019 konnte der Fonds der Schweizer Investmentgesellschaft um ca. +63% zulegen. Aufgrund der ungünstigeren Gebührenstruktur bei aktiv gemanagten Fonds würden wir die oben genannten Wasser-ETFs oder eben ausgewählte Wasser Aktien bevorzugen.

Die Top Ten Wasser-Aktien

Hier finden Sie eine Wasser-Aktien-Liste mit zehn börsennotierten Unternehmen, die Ihren Schwerpunkt auf dem Bereich Wasser bzw. Wassertechnologie haben. Unsere Tabelle der Top Ten Wasser-Aktien.

Wasser-Aktien-Liste

AktieKategorieISINSymbolWährung
American Water WorksWasserversorgungUS0304201033AWKUSD
Badger MeterWasser TechnologieUS0565251081BMIUSD
Evoqua WaterWasser TechnologieUS30057T1051AQUAUSD
KSBWasser PumpenDE0006292006KSBEUR
LindsayBewässerungssystemeUS5355551061LNNUSD
PentairWasser TechnologieIE00BLS09M33PNRUSD
Pure CycleWasser TechnologieUS7462283034PCYOUSD
Suez EnvironnementWasserversorgung und -technologieFR0010613471SZ1EUR
Veolia EnvironnementWasserversorgung und -technologieFR0000124141VVDEUR
XylemWassertechnologieUS98419M1009XYLUSD

Die besten Wasser Aktien 2020: Unsere Wasser-Aktien Tipps:

Aus unserer Wasser-Aktien Liste möchten wir Ihnen die aus unserer Sicht drei besten Wasser-Aktien vorstellen. Mit diesen Werten können Sie im Jahr 2020 in innovative Wasser-Technologien investieren. Eines sollte Ihnen als Anleger jedoch klar sein: Investments in Wasser sind längerfristig zu betrachten, denn in der Branche geht es darum, Probleme zu lösen, die sich in den meisten Regionen auch nicht von heute auf Morgen lösen lassen.

Zwar sind Wasser-Aktien nicht mit schnell wachsenden Technologieunternehmen vergleichbar, aber meist auch nur in geringem Maße konjunkturanfällig. Alle drei vorgestellten Wasser-Werte haben Ihren Schwerpunkt rund um das Thema Wassertechnologie, Wasseraufbereitung und Wasserverwendung und erzielen in diesen Bereichen 80% bis 100% ihrer Umsätze. Diese Wasser Aktien sind im Jahr 2020 und darüber hinaus prädestiniert für „sprudelnde“ Gewinne:

Xylem: Smart Water Solutions

Der US-Anbieter Xylem (ISIN: US98419M1009, US-Symbol: XYL – Währung: USD) bezeichnet sich selbst als weltweit führendes Unternehmen im Bereich effizienter und nachhaltiger Wassertechnologie. Das an der Börse mit ca. 14 Mrd. USD bewertete Unternehmen aus New York entstand im Jahr 2011 durch eine Abspaltung der Wassersparte vom Industriekonzern ITT. Xylem hat sich auf innovative Lösungen rund um den Wasserkreislauf spezialisiert, die es als „Smart Water“ („Intelligentes Wasser“) beschreibt.

Innovative Wasseraufbereitungsanlagen und Wasserfilteranlagen

Dazu zählen Wasser- und Abwassertransport, Aufbereitung von Wasser und Abwasser, Analysen der Wasserqualität, Prozessoptimierungen sowie Rohrleitungs-Zustandsanalysen. Xylem vermarktet in mehr als 150 Ländern Systeme zur Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie zur Steuerung von Wassersystemen. Auch Wärmetauscher, Rührwerke und Filtersysteme zur Wasserreinigung sowie innovative Pumpen, mit denen sich Wasser zuverlässig transportieren lässt sind im Angebot. Xylem installiert daneben sensorgesteuerte und softwarebasierte Technologien zur Wasserverlustreduzierung, sowie Technologien zum effizienteren Umgang mit Abwasser.

Für die Industrie entwickelt Xylem Reinigungssysteme, die mit Ozon und UV-Licht arbeiten. So lässt sich hochreines Wasser beispielsweise für die Pharmaindustrie produzieren. Auch Systeme zur Bewältigung von Überschwemmungen und anderen wasserbedingten Umweltschäden werden hergestellt. Während der von starken Waldbränden begleiteten großen Wasserknappheit in Kalifornien wurde die Technologie des Unternehmens eingesetzt, um Wasser aus dem Colorado River abzuzweigen und zu reinigen.

Partnerschaft mit Manchester City: Mehr Aufmerksamkeit für globale Wasser-Themen

Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Akquisitionen getätigt, um unser Portfolio weiter auszubauen und es tatsächlich zu einem Portfolio intelligenter Wasserlösungen zu machen„, sagte CEO Patrick Decker in einem Interview, das auf der Website des Unternehmens veröffentlicht wurde. Der Konzern engagiert sich unter anderem auch bei humanitären Projekten in Afrika und Asien und schreibt den Nachhaltigkeitsgedanken groß. Um Aufmerksamkeit für die zunehmende Wasserproblematik in vielen Ländern zu schaffen und Hilfsprojekte zu unterstützen ist Xylem mit dem Slogan „Let`s solve Water“ unter anderem eine Partnerschaft mit dem Premier League Fußballclub Manchester City eingegangen und hat mit Fußballstars des Vereins wie Sergio Agüero, David Silva and Ilkay Gündogan eine eindrucksvolle Video-Botschaft zum Thema Wasser namens „The Changing Room“ produziert.

Moderate Steigerungen bei Umsätzen und Gewinnen

Xylem verzeichnet stetige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn: Die Umsätze des Unternehmens stiegen in den letzten drei Jahren im Schnitt knapp zweistellig um +11% p.a., im selben Zeitraum legten die Gewinne um +16% p.a. zu. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 erwarten Analysten jedoch eine kleine Wachstumspause und rechnen nur mit leichten Steigerungen. Konkret wird ein Umsatz in Höhe von 5,33 Mrd. USD (2019: 5,25 Mrd. USD) und ein Gewinn in Höhe von 3,07 USD je Aktie (2019: 3,02 USD) erwartet. Im kommenden Jahr 2021 soll der Umsatz dann wieder etwas stärker auf 5,6 Mrd. USD steigen, bei einem Ergebnis von 3,49 USD je Aktie. Die Quartalsdividende beträgt aktuell 0,26 USD oder annualisiert 1,04 USD, so dass Xylem bei einem Aktienkurs von 77 USD auf eine Dividendenrendite von immerhin 1,4% kommt.

Chart: Langfristiger Aufwärtstrend

Die Xylem-Aktie befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Das Allzeithoch von 89,34 USD wurde Mitte Februar 2020 erzielt, bevor der Corona-Virus für einen weltweiten Einbruch der Börsen sorgte.

Fazit: Basis-Investment für Wasser-Investoren

Xylem ist ein kerngesundes, gut diversifiziertes Unternehmen aus der Wasserbranche und gilt in einigen Bereichen sogar als marktführend. Aus diesem Grund fehlt der Wert in kaum einem Portfolio von Wasser-Aktien und gilt für uns als „Basis-Investment“. Der Kurseinbruch im Zuge der Coronavirus-Krise eröffnet langfristig orientierten Investoren eine attraktive Einstiegsgelegenheit im Bereich von 75 USD bis 77 USD.  Der Aufwärtstrend sollte bestehen bleiben und früher oder später dürfte das Allzeithoch zurückerobert werden. Längerfristig sind durchaus auch Kurse von 100 USD bis 120 USD möglich.

Evoqua Water: Eine „reine“ Wasser-Aktie

Evoqua Water (ISIN: US30057T1051 – US-Symbol: AQUA – Währung: USD) entwickelt für Kommunen und Industrieunternehmen innovative Systeme und Technologien für die Wasseraufbereitung sowie zur Wasserdesinfektion. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, Städten und Kommunen weltweit sauberes Wasser zu bieten. Die Aufbereitungssysteme und zugehörigen Dienstleistungen des Unternehmens werden von insgesamt 170 Produktionsstätten, Büros und Service-Centern aus international vermarktet. Niederlassungen befinden sich u.a. in Kanada, England, Indien, Australien, Südkorea, Singapur und den Niederlanden, auch im deutschen Günzburg gibt es einen größeren Produktionsstandort.

Ehemalige Wasseraufbereitungs-Sparte von Siemens

Die deutschen Wurzeln des Konzerns gehen mehr als 100 Jahre zurück: Die Wassersparte des Siemens-Konzerns, Siemens Water Technologies wurde im Jahr 2013 für 865 Mio. USD von Finanzinvestoren erworben und vier Jahre später unter dem Namen Evoqua Water zu einem Emissionspreis von 18 USD an der New Yorker Börse gelistet. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 2,4 Mrd. USD ist das Unternehmen im Vergleich zu Xylem noch eher klein. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz heute in Pittsburgh, USA hat, fokussiert sich schwerpunktmäßig auf der Aufbereitung von Trink- und Schwimmbeckenwasser, Abwasser und industriell genutztem Wasser.

Führende Marktposition in Nordamerika

Eigenen Angaben zu Folge ist Evoqua Water mit mehr als 200.000 Installationen der größte Anbieter von Wasseraufbereitungsanlagen auf dem nordamerikanischen Markt. Allein in den USA stammen rund 30% aller installierten Aufbereitungssysteme aus dem Hause der früheren Siemens-Tochter. Doch das Unternehmen stellt auch mobile und Notfall-Versorgungssysteme her. Diese helfen bei Knappheit oder in Krisen- und Katastrophensituationen rasch das dringend benötigte saubere Wasser bereit zu stellen und Abwässer abzuleiten. Zum Produktspektrum gehören aber auch Mess- und Regeltechnik für die Wasseraufbereitungen, UV-Anlagen, Pumpen sowie Filtersysteme und Aufbereitungsanlagen für das in Laboren verwendete Rein- und Reinstwasser. In einigen Bereichen konkurriert Evoqua Water mit Xylem.

Starkes Gewinnwachstum in den letzten Jahren

Während die Umsätze in den vergangenen drei Jahren im Schnitt nur moderat, um jährlich +8% gesteigert wurden, stiegen die Gewinne mit durchschnittlich +58% p.a. deutlich schneller. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde neben einem Umsatz von 1,44 Mrd. USD ein Gewinn je Aktie in Höhe von 0,44 USD erzielt. Für das erste Quartal 2019/20 meldete Evoqua Water eine Umsatzsteigerung von +7% auf 346 Mio. USD und einen Gewinn je Aktie von 0,04 USD. Die Analystenerwartungen von 0,02 USD Gewinn und 322 Mio. USD Umsatz wurden damit deutlich überboten. Auch der Auftragsbestand entwickelte sich sehr positiv. Im laufenden Jahr 2019/20 soll das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erneut um +41% höher ausfallen und laut Analysten bei 0,58 USD je Aktie liegen. Für 2021 sind dann bereits 0,69 USD je Aktie prognostiziert. Eine Dividende wurde bislang noch nicht ausgeschüttet.

Chart: Seit Ende 2018 im Aufwärtstrend

Die Evoqua-Aktie befindet sich seit Ende 2018 in einem stetigen Aufwärtstrend. Im Februar kratzte der Wert am wenige Monate nach dem Börsengang erzielten Allzeithoch. Im Zuge des durch den Corona-Virus ausgelösten Börseneinbruchs drehte die Aktie dann wieder etwas nach unten. Auf dem aktuellen Kursniveau von knapp 22 USD fehlen zum Allzeithoch bei 25,36 USD aber weiterhin nur noch gut 3 USD.

Fazit: „Reine“ Wasser-Aktie im Aufwärtstrend

Sowohl die operative Entwicklung als auch die Aktienentwicklung verliefen bei Evoqua Water zuletzt sehr positiv. Der Wert ist wie Xylem ein „reines“ Wasserunternehmen ohne andere Geschäftszweige. Deshalb eignet sich die Aktie bestens, um langfristig in die Wasserbranche zu investieren. Gelingt es der Firma Umsätze und Gewinne weiterhin stetig zu steigern, so dürfte dies auch mit einem steigenden Aktienkurs honoriert werden. Anleger können den Kursrückgang nutzen, um längerfristige Positionen aufzubauen.

Lindsay: Effiziente Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft

Das im Jahr 1955 in Omaha, USA gegründete Unternehmen Lindsay (ISIN: US5355551061 – US-Symbol: LNN – Währung: USD) entwickelt und produziert Bewässerungsanlagen und Wassermanagementsysteme für die Landwirtschaft. Die hocheffizienten Beregnungstechnologien des Unternehmens senken den Wasserverbrauch und die Bewässerungskosten von Landwirten nachhaltig. Die mit Feuchtigkeitssensoren ausgestatteten Linear- und Kreisberegnungssysteme sorgen mit einem cloudbasiertem Beregnungsmanagement dafür, dass die richtige Wassermenge zum richtigen Zeitpunkt gleichmäßig auf die Pflanzen und den Boden aufgesprüht wird. Die Systeme von Lindsay werden mittlerweile in annähernd 100 Ländern vermarktet, der US-Konzern erwirtschaftet damit immerhin 80% seines Umsatzes. Der restliche Umsatz kommt aus der Sparte Infrastruktur, wo bewegliche Leitplanken, Straßensicherheits- und Leitsysteme entwickelt und vermarktet werden. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,1 Mrd. USD zählt das Unternehmen wie Evoqua noch zu den Small Caps.

70% des weltweit genutzten Wassers wird in der Landwirtschaft benötigt

Rund 70% des weltweit genutzten Wassers wird in der Landwirtschaft verbraucht. In den trockenen Gebieten Asiens und Afrikas werden mittlerweile bis zu 90% (!) des Frischwassers zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Anbaugebieten benötigt. Das liegt zum einen an immer längeren Trockenperioden und zum anderen daran, dass Ackerland in den Schwellen- und Entwicklungsländern meist äußerst ineffizient per Flutberegnung oder mittels Wassergräben bewässert wird. Unmengen an Wasser, die meist aus Flüssen abgeleitet werden oder aus Grundwasserbrunnen gepumpt werden, verdunsten oder versickern ungenutzt. Dies führt dazu, dass für die wachsende Bevölkerung insgesamt immer weniger Wasser zur Verfügung steht, vor allem in flussabwärts gelegenen Gebieten.

Mit der intelligenten und langlebigen Bewässerungstechnologie von Lindsay lassen sich Wasserverluste minimieren, das Einsparpotenzial ist enorm. Denn die Effizienz des in der Landwirtschaft eingesetzten Wassers liegt weltweit unter 40%, rund 60% des Wassers könnten demnach entweder für zusätzliche Anbauflächen oder für andere Zwecke verwendet werden.

Gewinnschub für 2019/20 erwartet

In den letzten Jahren liefen die Geschäfte bei Lindsay etwas durchwachsen, vor allem deshalb, weil nordamerikanische Farmer aufgrund niedriger Preise für Agrarprodukte zuletzt sehr wenig in moderne Bewässerungssysteme investieren konnten. So gingen die Umsätze und Gewinne in den letzten drei Jahren unterm Strich leicht zurück. Dazu wirkte sich vor allem der Handelskrieg zwischen den USA und China belastend auf die Geschäfte des Unternehmens aus. Doch in den letzten Quartalen zeigt der Trend vor allem beim Gewinn wieder nach oben. Bei einem erneut leichten Umsatzrückgang stieg der Gewinn je Aktie im ersten Quartal 2019/20 um +103% auf 0,77 USD und lag damit deutlich über den Analystenerwartungen von 0,65 USD je Aktie. Auch im Vorquartal waren statt erwarteter 0,34 USD je Aktie 0,54 USD erzielt worden. Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird bei einem geschätzten Umsatz von 442 Mio. USD eine +77%ige Steigerung des Gewinns von 1,45 USD je Aktie im Vorjahr auf 2,56 USD je Aktie erwartet. Im kommenden Jahr 2020/21 werden dann bei 480 Mio. USD Umsatz bereits 3,12 USD Gewinn je Aktie erwartet. Lindsay zahlt aktuell eine Quartalsdividende von 0,33 USD, so dass sich auf dem aktuellen Kursniveau von 99 USD eine aktuelle Dividendenrendite von 1,3% ergibt.

Chart: Aufwärtstrend seit zehn Jahren intakt

Die Lindsay-Aktie befindet sich seit dem Jahr 2009 im Aufwärtstrend und erzielte Anfang des Jahres ein neues 10-Jahres-Hoch von 111,76 USD. Wie die anderen beiden vorgestellten Wasser Aktien kam die Aktie im Zuge der Coronavirus-Krise ein Stück zurück und notiert aktuell ca. -11% unter dem Januar-Hoch.

Fazit: Spekulative Aktie für mutige Anleger

Schätzungen gehen davon aus, dass Landwirte in aller Welt bis zum Jahr 2030 bereits 8,5 Mrd. Menschen versorgen müssen. Unternehmen wie Lindsay, die einen effizienteren Umgang mit der Resource Wasser ermöglichen, haben deshalb langfristig hervorragende Zukunftsaussichten. Auch wenn die Geschäfte in den letzten Jahren etwas mau liefen, befindet sich die Aktie nicht ohne Grund im Aufwärtstrend. Interessant wird Lindsay vor allem dann, wenn die Preise für Agrarrohstoffe und Lebensmittel steigen, denn dann haben die Landwirte auch wieder mehr Investitionskapital zur Verfügung. Mutige Anleger kaufen die spekulative Aktie und setzen auf eine Fortsetzung der langfristigen Aufwärtsbewegung.

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